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Im Mediengottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche zeigten (vl.li.) Pfarrer Martin Gielser, Regisseur Daniel Harrich und Ulrich Spies, ehemaliger Leiter des Grimme-Preises, die Dokumentation „Spur des Terrors“ von Daniel Harrich.

Kirche lädt zum Mediengottesdienst

Dem Terror auf der Spur

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MARL - Daniel Harrich stellt in der Dreifaltigkeitskirche seine für den Grimme-Preis nominierte Doku "Spur des Terrors" vor.

Wer sich mit den Hintergründen von Terrornetzwerken beschäftigt und die Verbindungen zu Geheimdiensten sieht, fühlt sich nicht behaglich. Eine Erfahrung, die der Münchener Journalist Daniel Harrich gemacht hat. In seiner Dokumentation „Spur des Terrors“ zeichnet Harrich diese Verknüpfungen von Terroreinheiten und Geheimdiensten nach. Dafür ist er für den diesjährigen Grimme-Preis nominiert. Beim Mediengottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche hatten Marler am Sonntag Gelegenheit, den Film mit ihm anzusehen.

Aufgewühlt und verunsichert

Deutlich wurde, dass es für die anwesenden Marler wichtig war, über das Thema Terror zu sprechen. Pfarrer Martin Giesler betonte, wie allgegenwärtig der Begriff inzwischen ist. „In den letzten Jahren ist Terror für uns leider immer näher gerückt.“ In seinem Dokumentarfilm erzählt Harrich die Geschichte von Daniel C. Headley, einem amerikanischen Geheimagenten, der als Informant am Terroranschlag von Mumbai 2008 beteiligt war. Da Headley für den US-Geheimdienst tätig war, konnte er unbehelligt Informationen sammeln und Kontakte zu islamischen Terrorzellen knüpfen, ohne verdächtig zu wirken. Inzwischen ist das Doppelleben des Amerikaners aufgeflogen, er wurde zu 35 Jahren Haft verurteilt.

„Daniel Harrich ist einer der mutigsten investigativen Journalisten in Deutschland“, lobte Ulrich Spies, ehemaliger Leiter des Grimme-Preises, den Regisseur. Denn Harrich hat sich mit seiner Doku sicher nicht nur Freunde gemacht. „Sind Sie für ihre Arbeit schon bedroht worden? Haben Sie Angst?“, wollte ein Besucher in der anschließenden Diskussionsrunde wissen. Drohungen habe er für „Spur des Terrors“ noch nicht bekommen, so Harrich. Das würde ihn aber auch nicht davon abhalten, weiter zu machen.

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