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Gefühlsecht: Atze Schröder wagt die Generalprobe seines neuen Programms im Marler Theater.

Reichlich Theater

Von Dr. Jekyll bis Atze Schröder wird viel geboten

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MARL - Klassiker, moderne Stücke, Musicals, Horror und Kabarett – in der Theatersaison 2019/2020 ist das Programm noch bunter geworden.

„Das Angebot war sehr gut. So ist es der beste Spielplan, den ich je gemacht habe“, sagte Theaterleiter Cornelius Demming bei der Präsentation im Kulturausschuss. Mehr als seine Vorgänger setzt er auf die Zusammenarbeit mit den Landesbühnen. Das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel wird mit vier Produktionen zu Gast sein, die Dinslakener Burghofbühne kommt mit Schillers „Räubern“. Der Trend, Kino-Erfolge zu dramatisieren, setzt sich fort: Das Landestheater Detmold zeigt die bitterböse Komödie „Adams Äpfel“ um einen Pfarrer, der mit grenzenloser Güte einen Tankstellenräuber und einen Neonazi resozialisieren will. Für die Bühne umgeschrieben wurde auch Khaled Hosseinis Weltbestseller „Drachenläufer“ über eine Kindheit in Afghanistan.

Ein „Reichsbürger“, der sein Grundstück zum Königreich erklärt, steht im Mittelpunkt eines brandaktuellen Theaterstücks von Konstantin und Annalena Küspert. Die Multimedia-Schau „Jekyll und Hyde“ mit der Mediabühne Hamburg verspricht ein ungewöhnliches Theatererlebnis: Auf drei Leinwänden ist die Schauergeschichte als Trickfilm zu sehen. Fünf Schauspieler lesen sie vor. Auch Thriller für starke Nerven wie „Sieben minus eins“ von Arne Dahl wurden für die Bühne umgeschrieben. Im Boulevard-Theater gibt es ein Wiedersehen mit prominenten Schauspielern: Travestiekünstler Lilo Wanders treibt sich im „Käfig voller Narren“ herum, „Tatort“-Kommissar Dominic Raacke trägt in der Komödie „Die Niere“ einen Hahnenkampf um eine Organspende aus. Ein Mix-Tape mit musikalischen Liebesbriefen aus den 1980er-Jahren präsentiert das WLT Castrop-Rauxel in der Sparte Musiktheater. Außerdem im Programm: das Ur-Musical „My Fair Lady“, eine Hommage an Schlagersänger Udo Jürgens sowie Mozarts „Zauberflöte“ und Beethovens „Neunte“ (in der Klavierfassung von Franz Liszt) als Tanztheater.

Junge Zuschauer sorgen für volle Ränge

Das Spellbound Contemporary Ballet aus Rom beehrt Marl mit einem Doppelprogramm: den Rossini-Ouvertüren und dem Vivaldi-Projekt. Das Jugendtheater widmet sich Klassikern und Abistoffen wie Goethes „Faust“, beantwortet die Frage, warum Billy the Kid zum Kriminellen geworden ist und bietet mit „Fat Boy“ einen Theater-Rap zum Thema Mobbing. Beklemmend ist Juli Zehs Stück „Good Morning Boys and Girls“ um einen Amoklauf an einer Schule. Aufgrund der vielen Kooperationen mit Schulen sorgen junge Zuschauer mittlerweile für volle Ränge, sagt Cornelius Demming.

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