Rund um den City-See liegt jede Menge Kot der Kanadagänse. Foto: Torsten Janfeld
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Rund um den City-See liegt jede Menge Kot der Kanadagänse. Foto: Torsten Janfeld

Verschmutzte Wege am City-See

Mit dem Hecken-Trick gegen Kanadagänse

  • Heinz-Peter Mohr
    vonHeinz-Peter Mohr
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MARL - Nach dem Ende der Vogelschutzzeit wollen die städtischen Grünpfleger jetzt eine Hecke pflanzen, damit sich die Kanadagänse am City-See nicht weiter ausbreiten. Das hat eine Biologin empfohlen. Gänse sind Fluchttiere. Wenn sie nicht mehr über die Hecke blicken können, werden sie den City-See meiden, glaubt die Expertin.

Wie berichtet, siedelten sich dort viele Kanadagänse an, die aus Sicht der Stadtverwaltung hier nicht heimisch sind. 69 Tiere wurden im Februar und März letzten Jahres gezählt. Sie verdrängen die Graugänse, verschmutzen mit ihrem Kot die Wege rund um den See und den Spielplatz. Liegengebliebenes Brot lockt Ratten an. Die Stadt will die Gänse-Population eindämmen.

Sie ließ sieben deutlich erkennbare Schilder aufstellen, die auf das Fütterungsverbot hinweisen. „Leider bringen sie keinen merklichen Erfolg“, sagt Stadtsprecherin Riccarda Ast auf Nachfrage. Deshalb sprechen die städtischen Ordnungshüter immer wieder persönlich Passanten an, die Gänse füttern, und weisen sie auf das Verbot hin. Bisher verzichtet das Ordnungsamt noch darauf, Bußgelder zu verhängen. Bis zu 1000 Euro wären möglich.

Im nächsten Jahr, sagt Riccarda Ast, werde die Stadtverwaltung einschätzen können, ob sie mit dem Hecken-Trick Erfolg hat. Eine "Interessengemeinschaft Kanadagänse" findet es nicht gut, dass die Tiere "vergrämt" werden sollen. Sie sieht den City-See als "spannendes Biotop mit einer großen Artenvielfalt" und die Kanadagänse als "wertvolle Botschafter, wenn sie das Interesse an der Natur wecken.

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