Antje Blasinski von der Fleischerei „Bäcker“. Auf ihre Angebote wie Würstchen und Mett, die fast vollständig aus eigener Herstellung stammen, können Marler Marktbesucher auch zukünftig zählen.
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Antje Blasinski von der Fleischerei „Bäcker“. Auf ihre Angebote wie Würstchen und Mett, die fast vollständig aus eigener Herstellung stammen, können Marler Marktbesucher auch zukünftig zählen.

Wie es jetzt weitergeht

Wochenmärkte in Marl verlieren ihre Urgesteine

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
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Die Marler Wochenmärkte verlieren ihre bekannten Gesichter: Vier Händler verabschieden sich in diesem Sommer in den Ruhestand.

Am 14. September stellt Geflügelhändler Michael Schedlinski seine Aktivitäten ein: „Wir haben einfach kein Fachpersonal mehr gefunden, das den Job machen kann und will." 35 Jahre lang gehörte der Händler aus Recklinghausen zu den festen Größen in Hüls und Brassert. Freitags kauften in Hüls etwa 350 Kunden bei ihm ein, in Brassert waren es an Samstagen sogar bis zu 450. Sein Geschäft in Recklinghausen betreibt Schedlinski aber weiter. 

Auch Theo Moczarsky, Obsthändler in vierter Generation, stellte jetzt den Betrieb ein. Das Fehlen seines 14 Meter langen Standes hinterlässt eine sichtbare Lücke.

Kein Metzger mehr in Marl

Mit Kartoffel- und Zwiebelhändler Eitel Piotrowski und Fleischermeister Gerd Nölle gingen erst Ende Juli zwei Urgesteine unter den Händlern in den Ruhestand – beide nach jeweils 37 Jahren. Während Eitel Piotrowski in seinem Schwiegersohn Benni Wanhoff einen Nachfolger fand, stellte Marls letzter Metzger Gerd Nölle den Familienbetrieb nach insgesamt 110 Jahren endgültig ein.

Marktmeister Christian Klecha will von Untergangsszenarien aber nichts wissen und gibt Entwarnung: Nachfolger stehen bereits in den Startlöchern. Und nach dem neuen Stadtteilkonzept soll der Hülser Wochenmarkt  nicht nur auf den Marktplatz beschränkt bleiben. Er soll zum Teil auch in den Fußgängerzonen stattfinden.

Einfach mal hingehen!

Zur Marktsituation stellt Antje Blasinski von der Fleischerei Bäcker klar: „Manche Leute meckern darüber, dass auf dem Markt früher mehr los war. Genau diese Leute sind es aber, die hier nur fünf mal jährlich vorbeisehen.“ Die Lösung für den Erhalt der Märkte ist demzufolge recht simpel: Einfach mal hingehen.

Bei Interesse am Markt können sich Händler an das Ordnungsamt wenden: Tel. 99-2396 oder ordnungsamt@­marl.de

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