Tarifverhandlungen

ÖPNV in Bielefeld: Warnstreik legt Bus & Bahn lahm

  • Sven Haverkamp
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Die Gewerkschaft ver.di geht im Tarifstreit in die nächste Runde: Am Donnerstag wird der Nahverkehr in NRW erneut bestreikt. Auch Bielefeld ist betroffen.

Update: 13. Oktober. Wie nun bekannt gegeben wurde, steht der Stadt ein neuer Streik-Tag bevor. Am Mittwoch (14. Oktober) werden sich unter anderem 1500 Mitarbeiter der Stadtwerke Bielefeld an dem Streik für den öffentlichen Dienst beteiligen. Auch städtische Kitas werden geschlossen bleiben.

Bielefeld: Streiks gehen weiter

Update: 9. Oktober. Der Warnstreik im öffentlichen Dienst setzt sich fort. Am Freitag (9. Oktober) legen Arbeiter der Stadt- und Kreisverwaltung die Arbeit nieder. Daher sind in in Paderborn drei Kitas geschlossen.

Update: 8. Oktober. In Bielefeld und ganz NRW stehen die öffentlichen Verkehrsmittel still. Dies bedeutet, dass Pendler und Anwohner auf andere Mittel zurückgreifen müssen, um zur Arbeit oder zur Schule kommen. Daraus resultiert ein höheres Verkehrsaufkommen. Auf den Autobahnen bilden sich lange Staus. Es wird geraten, für den Weg zur Arbeit heute mehr Zeit einzuplanen. Eine Übersicht zum Verkehr im Bundesland gibt es zum Beispiel bei Straßen.NRW.

moBiel bestätigt Streik in Bielefeld

Update: 6. Oktober. Es ist offiziell – Wie die Verkehrsbetriebe moBiel bestätigen, wird am Donnerstag in Bielefeld gestreikt. Für die Passagiere bedeutet das: Massive Ausfälle im Nahverkehr. Busse und Bahnen fahren ab der Frühschicht (4 Uhr) bis Betriebsschluss (1.30 Uhr) größtenteils nicht. Etwa 800 Mitarbeiter werden streiken. Das Servicecenter am Jahnplatz bleibt ebenfalls zu. Auch der Rufbus „Anton“ steht still.

Einige wenige Busse von Subunternehmern sollen zwar fahren, die StadtBahnen hingegen fallen komplett aus. Eine Liste, welche Verbindungen bestehen bleiben und welche ausfallen, stellt moBiel ab Mittwoch online.

Stadt Bielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW
In dieser Woche soll es in NRW wieder zu Streiks im Nahverkehr kommen.

Bielefeld: Ver.di plant erneuten Streik im Bahnverkehr

Erstmeldung. Bielefeld – So wie es aussieht, müssen sich Pendler und Anwohner bald erneut mit einem Totalausfall des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) herumschlagen. Denn die Gewerkschaft ver.di ruft seit Montag (5. Oktober) zu weiteren Streiks auf. In ganz NRW werden Verkehrsbetriebe aufgerufen, am Donnerstag (8. Oktober) die Arbeit niederzulegen.

Erneut Warnstreiks in NRW: Gewerkschaft genervt von Arbeitgebern

Die letzten ÖPNV-Warnstreiks in Bielefeld und ganz NRW* sind noch nicht lange her. Doch erneut fordert ver.di die Betriebe zum Protest auf. Viele Passagiere, die dadurch große Probleme auf ihrem Arbeits- oder Schulweg bekommen, mögen sich fragen: Schon wieder? Warum? Laut einer Mitteilung der Gewerkschaft ver.di haben die Arbeitgeber trotz der Streiks die Verhandlungen verweigert. Nun soll der Druck erhöht werden. „Wir hoffen auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, dass die Arbeitgeber ihre Verweigerung zu Verhandlungen überdenken und damit weitere Streiks unnötig machen“, äußert sich Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende bei ver.di.

Ver.di und die Arbeitgeber, vertreten durch die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) befinden sich mitten in einem Tarifstreit. Unter anderem fordert die Gewerkschaft „bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste.“ Doch die Probleme mit der aktuellen Situation der Beschäftigten im ÖPNV könnten noch weitere Folgen haben.

Öffentlicher Nahverkehr: Verhalten der Arbeitgeber könnte zu Misstrauen beim Fahrgast führen

Peter Büddicker, Fachbereichsleiter Verkehr in NRW, sieht in den Arbeitsbedingungen ein langfristiges Problem. Er befürchtet, dass Passagiere das Vertrauen in den Nahverkehr immer mehr verlieren könnten: „Auch die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in NRW steht auf dem Spiel. Es ist unverantwortlich gegenüber den Beschäftigten, angesichts des drohenden Fachkräftemangels einheitliche Regelungen zur Entlastung zu verweigern.“

Chronischer Personalmangel und hohe Krankheitsstände führen laut Büddicker zu immer häufigeren Fahrtausfällen. Dies birgt ein grundsätzliches Problem, welchem sich die Verkehrsbetriebe gegenüber sehen: „Wer immer wieder erlebt, dass er vergeblich an der Haltestelle steht oder der Anschluss nicht kommt, verliert das Vertrauen in den ÖPNV.“

Warnstreiks: Fällt Nahverkehr auch in Bielefeld aus?

Welche Auswirkungen werden die Streiks in der Region OWL haben? Bei den letzten Streiks, die durchaus Auswirkungen auf den späteren Rentenanspruch haben können, hat moBiel zwar die Arbeit niedergelegt, der PaderSprinter in Paderborn bot seine Dienste jedoch weiterhin an*. In einer Mitteilung des Betriebs wird angekündigt, dass der PaderSprinter auch am 8. Oktober wie gewohnt fahren wird. Laut ver.di sind „alle Betriebe, die unter den Tarifvertrag des Nahverkehrs in NRW (TV-N NW) fallen [...] zu flächendeckenden Streiks von Schichtbeginn bis Schichtende aufgerufen.“ Doch wie sieht es in Bielefeld aus?

Auf Nachfrage von owl24.de* konnte das Verkehrsunternehmen moBiel aus Bielefeld noch keine eindeutigen Angaben dazu machen. Man habe den Aufruf von ver.di wahrgenommen und werde nun entsprechende Gespräche führen. Eine Information darüber, ob am Donnerstag auch in Bielefeld* Bus und Bahn still stehen, soll in den nächsten Tagen herausgegeben werden, die Wahrscheinlichkeit sei jedoch hoch. Weitere Informationen folgen. (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Bernd Wüstneck/dpa

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