Beschlussvorlage der Länder

Corona-Pandemie: Regeln für Weihnachten und Silvester - was in NRW erlaubt sein soll

  • vonFlorian Forth
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An Weihnachten und Silvester sollen trotz Corona-Pandemie besondere Regeln gelten. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten der Länder verständigt.

NRW – Seit Monaten ringen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs um halbwegs abgestimmte Regeln in der Corona-Pandemie. Zuletzt gab es Streit um Verschärfungen, am Mittwoch (25. November) gehen die Beratungen weiter, berichtet RUHR24.de.* Mittlerweile ist klar: Für Weihnachten und Silvester haben sich die Länder auf Sonderregeln geeinigt.

Corona-Regeln an Weihnachten und Silvester 2020 in NRW: Mehr Personen dürfen sich treffen

Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor. Demnach sind sich die Länderchefs einig, dass an den Feiertagen an Weihnachten und Silvester die Beschränkungen gelockert werden sollten. Es sollen sich dann maximal 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen. Kinder bis 14 Jahren sollen davon ausgenommen sein, berichtet der Spiegel.

Das würde Weihnachtsfeste im kleinen Kreise der Familie und Freunden ermöglichen. Die vorübergehenden Regeln sollen vom 23. Dezember bis 1. Januar gelten. (Mehr Corona-News im Live-Ticker auf RUHR24.de.)*

An Silvester soll es zwar ein Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen geben. Generell soll Feuerwerk aber nicht verboten werden, es wird jedoch „empfohlen, darauf zu verzichten“. Dies hatten nach Vorbild der Niederlande Städte wie Berlin gefordert. Eine ähnliche Regelung gilt an Silvester etwa in der Innenstadt von Dortmund* jedoch ohnehin bereits.

Weihnachten und Silvester: Diese Corona-Regeln sollen an den Feiertagen gelten

Die Ministerpräsidenten stimmen die Regelungen am Mittwoch noch mit Kanzlerin Angela Merkel ab. Die wichtigsten Regeln vom 23. Dezember bis 1. Januar im Überblick:

  • Es dürfen sich maximal 10 Personen treffen.
  • Sie dürfen aus verschiedenen Haushalten kommen.
  • Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Silvesterfeuerwerk ist an belebten Orten verboten, generell aber erlaubt.

Corona-Regeln sollen vor Weihnachten erneut verschärft werden

Bis zum Fest sollen die Regeln jedoch ab dem 1. Dezember erneut verschärft werden. Denn der „Lockdown light“ hat sich unter anderem in NRW (alle News aus NRW auf RUHR24.de) als nicht so wirkungsvoll erwiesen, wie zunächst gehofft. In fast allen Städten und Kreisen des Landes der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen weiterhin zum Teil deutlich überschritten wird.

Deshalb planen die Ministerpräsidenten, den Teil-Shutdown bis kurz vor Weihnachten zu verlängern. Bis zum 20. Dezember (Sonntag) sollen daher weitere Einschränkungen gelten:

  • Maskenpflicht: In öffentlich zugänglichen Räumen und an belebten Plätzen sowie unter besonderen Bedingungen auch am Arbeitsplatz.
  • Maskenpflicht in Schulen: Ab Klasse 7 ist das auch im Unterricht geplant, sofern der Inzidenzwert über 50 liegt. In Oberstufen ist teilweise Hybridunterricht denkbar.
  • Hochschulen: Universitäten sollen auf digitale Lehre umstellen.

Zudem wollen die Politiker die Arbeitgeber um Hilfe bitten. Sie sollen laut der Beschlussvorlage prüfen, ob die Betriebsstätten durch großzügige Home-Office-Regeln oder Betriebsferien geschlossen werden könnten.

Generell empfehlen die Ministerpräsidenten die auch vom Charité-Virologen Christian Drosten vorgeschlagene „Vorquarantäne“*. Damit könne das Risiko, beim Weihnachtsfest die Familie anzustecken, gesenkt werden. Aus diesem Grund beginnen auch die Weihnachtsferien in NRW* in diesem Jahr zwei Tage früher. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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