Pandemie

Corona-Lockdown: Merkel plädiert für vorsichtige Lockerungs-Strategie – erste Details durchgesickert

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    vonLea Sarah Wolfram
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Lockert Deutschland die Corona-Maßnahmen? Kanzlerin Angela Merkel soll in einem internen Gespräch für vorsichtige Lockerungen plädiert haben. Dabei hat die Kanzlerin vor allem drei Bereiche im Blick.

Berlin – Lockern oder Lockdown, das ist seit bereits Monaten das alles entscheidende Thema in Deutschland. In einem internen Gespräch soll Angela Merkel (CDU) nun am Montag einen Vier-Stufen-Plan ins Gespräch gebracht haben, der vor allem Lockerungen in drei bestimmten Bereichen betreffen würde, wie msl24.de* berichtet.

Corona-Lockerungen: Merkel mahnt zu vorsichtiger Öffnungs-Strategie bei Bildung, Kultur und Sport

Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, soll Angela Merkel angesichts einer drohenden dritten Coronavirus-Welle für Vorsicht bei möglichen Lockerungen plädiert haben. Dies berichteten Teilnehmer von Beratungsgesprächen des CDU-Präsidiums. Demnach habe die Kanzlerin betont, dass Öffnungen mit vermehrten Corona-Tests gekoppelt werden müssten. Vergangene Woche hatte bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kostenlose Corona-Schnelltests in Aussicht gestellt*. Merkel sprach sich für eine vorsichtige Öffnungs-Strategie aus. Dabei habe die Kanzlerin vor allem drei Bereiche im Blick, für die Maßnahmen geplant werden müssten:

  • Persönliche Kontakte
  • Schulen und Berufsschulen
  • Sportgruppen, Restaurants und Kultur

Ziel sei es, Pakete zu schnüren, um Öffnungen möglich zu machen und dann anzupassen, wird die Kanzlerin zitiert. In den meisten Bundesländern gab es an diesem Montag bereits erste Lockerungen im Bildungsbereich – so öffnete unter anderem NRW wieder erste Schulen, obwohl die Neuinfektionen wieder steigen.

Vorbereitung auf neuen Corona-Gipfel: Arbeitsgruppe soll Stufenplan für Öffnungen entwickeln

In Vorbereitung auf den kommenden Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern am 3. März soll nun eine Arbeitsgruppe zum Thema Lockerungen tagen, heißt es aus den internen Kreisen weiter. Dazu soll sich Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder ab diesem Dienstag beraten. Ziel sei es, Pläne für mögliche Öffnungen präsentieren zu können. (Bei msl24.de* erfahren Sie mehr zu den aktuell geltenden Coronavirus-Regeln* wie immer aktuell zu allen weiteren Entscheidungen von Bund und Ländern.)

Helge Braun selbst habe in der Präsidiumssitzung davor gewarnt, dass die Coronavirus-Mutationen die Impf-Erfolge der vergangenen Wochen zunichtemachen könnten, wie echo24.de* unter Berufung auf RTL* meldet. Echo24.de berichten ebenfalls über Merkels Stufen-Plan für Lockerungen.*

Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel.

Öffnungs-Debatten im Lockdown – Warnung vor dritter Welle: „Gute Entwicklung ist vorbei“

Seit einigen Wochen bereits war eine positive Entwicklung der Neuinfektionszahlen festzustellen, weshalb vor allem Wirtschaftsverbände sowie Arbeitgeber und Selbstständige unterschiedlichster Branchen, die im Lockdown ihre Läden dicht machen mussten, für Öffnungen plädieren. Als erste von ihnen dürfen bereits Friseure am 1. März wieder öffnen. Andererseits gibt es beunruhigende Nachrichten, denn die Coronavirus-Mutationen breiten sich in Deutschland rasant aus.

Die Bundesregierung sei angesichts der schnellen Ausbreitung der Coronavirus-Mutationen* „in Sorge“, wie bereits vergangene Woche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn*. Auf einer Pressekonferenz am Montag sagte Regierungssprecher Steffen Seibert, dass der Anteil der Mutanten bei den Neuinfektionen bei 20 bis 25 Prozent liege: „Die gute Entwicklung, die uns über längere Zeit täglich sinkende Infektionszahlen beschert hat, ist im Moment vorbei. Die Zahlen steigen wieder. Der Anteil der gefährlicheren, weil deutlich ansteckenderen Virusmutationen wächst.“

Angesichts der stagnierenden Zahlen, die für SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bereits die ersten Anzeichen einer beginnenden dritten Welle sind, steigt auch in der Politik die Kritik ab der 35er Inzidenz. Ganz andere Töne wurden nun im Bundesgesundheitsministerium laut: So fordert mittlerweile auch Jens Spahn eine 7-Tages-Inzidenz von 10 als Grenzwert.* (*Msl24.de und echo24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Markus Schreiber/dpa

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