Covid-19-Pandemie im Live-Ticker

Coronavirus in NRW: Zahl der Infektionen in Dortmund deutlich gestiegen +++ "Dramatische Lage" für Jugendherbergen 

Coronavirus-News aktuell im Live-Ticker. Die Infektionszaheln in Dortmund steigen. Jugendherbergen senden Hilferuf. Alle Infos zur Covid-19-Pandemie.

  • Das Coronavirus* grassiert in Nordrhein-Westfalen (NRW) weiterhin. 
  • Wenngleich immer mehr Lockerungen umgesetzt werden, ist ein Ende der Covid-19-Pandemie längst nicht in Sicht. 
  • Gütersloh und Duisburg sind aktuell die Corona-Hotspots in Deutschland, auch Dortmund ist in den Top Ten - RUHR24.de* berichtet über alle Entwicklungen zu Sars-CoV-2 im Live-Ticker.

Update, Sonntag (19. Juli), 19 Uhr: Dieser Live-Ticker wird an dieser Stelle nicht mehr weitergeführt. Alle neuen Informationen sowie Updates gibt eshier in unsere neuen NRW-Live-Ticker.

Update, Sonntag (19. Juli), 12.25 Uhr: Ausbleibende Klassenreisen, Zwangspause - auch den Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen macht die Corona-Krise schwer zu schaffen. Die finanzielle Lage sei dramatisch. Nur wenige könnten kostendeckend arbeiten, so eine Sprecherin des Deutschen Jugendherbergswerks Rheinland gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir brauchen auf jeden Fall Hilfe", betont auch Cathrin Arnemann, Leiterin Marketing und Vertrieb im Verband Rheinland. Dennoch zeigte sich in den vergangenen Wochen auch ein Lichtblick: Die Nachfrage nach der Corona-Isolation sei riesig, so Arnemann. Sie hoffe nun, dass viele Klassenfahrten nach den Sommerferien nachgeholt würden.

Jugendherbergen heute: Das verstaubte Image sind sie los, doch jetzt kämpfen viele ums überleben.

Coronavirus in NRW: Biergarten in Köln besteht Feuertaufe - 450 Besucher trinken mit Abstand

Update, Samstag (18. Juli), 20.25 Uhr: Wie die Stadt Dortmund mitteilt, seien am Samstag insgesamt 16 Personen positiv auf Corona getestet worden. Ob diese Covid-19-Infektionen aus den Hotspots Eving und der Nordstadt von Dortmund kommen, ist unbekannt. Dazu machten die Behörden keine Angaben.

Update, Samstag (18. Juli), 15.46 Uhr: Der neue "Corona-Biergarten" in Köln hat seine Feuertaufe bestanden: Am Freitagabend war das Angebot komplett ausgebucht.

Obwohl immerhin 450 Menschen auf dem rund 270 Meter langen gesperrten Straßenabschnitt bei milden Temperaturen zum Feierabendbier zusammenkamen, hatten Polizei und Ordnungsamt keine gravierenden Verstöße gegen Corona-Regeln zu vermelden.

In Köln hat am Wochenende erstmals ein Corona-Biergarten eröffnet.

Ein Kölner Gastronomie-Netzwerk hat den sogenannten Pop-up-Biergarten eröffnet, um bisherige Feier-Hochburgen in Köln zu entlasten.

Corona-Ausbruch bei Tönnies: Unternehmer sieht keine Versäumnisse und fordert Lohnkostenerstattung

Update, Samstag (18. Juli), 12.40 Uhr: Trotz heftiger Kritik besteht der Fleischproduzent Tönnies weiter darauf, dass die Lohnkosten für seine Mitarbeiter während der behördlichen Schließung nach dem Ausbruch des Coronavirus in dem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück erstattet werden. Der Unternehmer will seinen Anspruch auf Erstattung notfalls gerichtlich durchfechten - er sieht keine Schuld bei sich.

Tönnies und mehrere Subunternehmer hatten vor einiger Zeit Anträge auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land NRW gestellt. Daran wurden von vielen Seiten Kritik geübt. Doch Tönnies sieht keine schuldhaften Versäumnisse bei sich oder seinem Konzern. 

Acrylglasscheiben trennen die Arbeiter im Zerlegebereich bei Tönnies.

Der massenhafte Corona-Ausbruch in seinem Werk habe laut dpa "nichts mit Werkvertragsarbeit oder den Wohnverhältnissen zu tun", sondern vor allem mit der "Umluftkühlung, die eigentlich jeder Betrieb hat".

Corona-Fall in Essener Kita: Weitere Testergebniss sind negativ ausgefallen

Update, Freitag (17. Juli), 22.30 Uhr: Am Mittwoch (15. Juli) gab es in einer Essener Kindertagesstätte im Südostviertel einen positiven Corona-Fall. Ein Kind wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Die Testergebnisse von 14 weiteren Kita-Kindern sowie drei Geschwisterkindern liegen nun vor, alle Testergebnisse fielen negativ aus

Die bereits angeordneten, häuslichen Quarantänen würden aber auch weiterhin gelten, wie die Stadt Essen mitteilte.

Update, Freitag (17. Juli), 21.40 Uhr: Die NRW-Landesregierung bietet den rund 360.000 Beschäftigten in Schulen und Kitas an, sich bis zu den Herbstferien regelmäßig auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen zu lassen. Die Kosten dafür werde das Land übernehmen, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag.

NRW bietet Lehrern und Erziehern alle 14 Tage Corona-Test an

Für Schüler und Kitakinder sei ein solches Angebot hingegen nicht geplant. Sollte in einer Schule ein Infektionsgeschehen auftreten, werde künftig aber "sofort und umfänglich" getestet. Zuvor hatte die WAZ berichtet.

Das Angebot, sich ohne konkreten Anlass regelmäßig testen zu lassen, gelte für Lehrer, Erzieher, Kindertagespfleger, Mitarbeiter im offenen Ganztag, sozialpädagogisches und nicht-pädagogisches Personal, sagte der Ministeriumssprecher. Sie sollen zwischen dem 3. August und dem 9. Oktober die Möglichkeit haben, sich freiwillig alle 14 Tage auf das Coronavirus testen zu lassen. 

Weitere Details zur Corona-Teststrategie wolle die NRW-Landesregierung am Montag (20. Juli) veröffentlichen.

Update, Freitag (17. Juli), 20.59 Uhr: Die Zahlen der neuen Corona-Neuinfektionen schwanken in Dortmund derzeit. Während es am Donnerstag (16. Juli) noch 14 neue positive Testergebniss gab, sind es am heutigen Freitag lediglich sechs.

Stadt Dortmund veröffentlicht Tabelle mit Übersicht der Corona-infektionen in den Stadtteilen

Somit liegen laut Angaben der Stadt seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 1.119 positive Tests vor. Zudem hat die Stadt eine Tabelle veröffentlicht, die über die Verteilung der Infektionsfälle am Coronavirus in allen Stadtbezirken Auskunft geben soll.* Dabei handelt es sich um die Infektionszahlen im gesamten Zeitraum der Coronavirus-Pandemie vom 5. März bis zum 15. Juli.

Update, Freitag (17. Juli), 18.15 Uhr: Corona-Ausbruch in einem Bochumer Krankenhaus! Nachdem in der Augusta-Klinik in Bochum fünf Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, stellt das Klinikum zunächst für drei Tage die Aufnahme neuer, stationärer sowie ambulanter Patienten ein. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Coronavirus in NRW: Fünf Mitarbeiter eines Bochumer Krankenhauses positiv getestet

Ebenso gilt ab sofort ein Besuchsverbot. Das Gesundheitsamt habe die Kontaktnachverfolgung aufgenommen und teste derzeit die Kontaktpersonen der Infizierten. Nach Angaben der Klinik haben sich die Beschäftigten des Krankenhauses mutmaßlich bei einer Notfallbehandlung eines Corona-erkrankten angesteckt.

"Bis jetzt wurden insgesamt 681 Bochumer positiv auf das Corona-Virus getestet, davon sind bereits 611 genesen und 49 aktuell infiziert. Von den Erkrankten werden derzeit sechs stationär behandelt, vier davon intensivmedizinisch", heißt es vonseiten der Stadt.

Aktuell 49 Menschen in Bochum mit dem Coronavirus infiziert

20 Menschen sind in Bochum an den Folgen der Virus-Erkrankung verstorben, ein weiterer positiv getesteter Mensch ist an anderen Ursachen gestorben. Die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt im Durchschnitt der letzten sieben Tage bei 8,3.

Update, Freitag (17. Juli), 17.25 Uhr: Welche Rolle spielen Kinder als Überträger des Coronavirus? Die Frage treibt Politiker, Eltern oder Arbeitgeber seit Monaten um. Eine bundesweit mit Sehnsucht erwartete Studie, an der eine Kinderärztin aus Bochum als Leiterin beteiligt ist, soll nun Erkenntnisse liefern.

Coronavirus und Kinder: Ärztin aus Bochum gibt klare Empfehlung

Erste Ergebnisse geben Grund zur Hoffnung. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel "Coronavirus und Kinder: Ärztin aus Bochum macht Hoffnung und gibt klare Empfehlung".*

Update, Freitag (17. Juli), 16.36 Uhr: Die Zwangspause der Schlachthöfe hat zum "Schweine-Stau" in vielen Ställen geführt - Anlass für eine Sondersitzung im NRW-Landtag. Im Fachausschuss stand Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) heute Rede und Antwort. Eine akute Tierwohlgefährdung in den Ställen sieht sie derzeit nicht - wohl aber Bedarf für einen grundlegenden Systemwandel.

Schweine-Stau in NRW: Regierung sieht keinen akuten Handlungsbedarf

Die coronabedingte Schließung von Schlachthöfen habe nach Angaben der Ministerin allein in NRW zu einem wöchentlichen "Schweine-Stau" von etwa 70.000 Tieren in den Mastbetrieben geführt. Ein ähnlicher "Rückstau" habe sich bei den Ferkelerzeugern gebildet.

Viele Tiere hätten allerdings deutschlandweit auf andere Standorte umgeleitet werden können. Eine Abfrage bei den Kreisveterinärämtern habe daher "keine Erkenntnisse, dass es zu gravierenden Unterbringungsproblemen gekommen ist" ergeben, so Staatssekretär Heinrich Bottermann.

Nach Zwangspause von Schlachthöfen: Keine Notschlachtungen in NRW

NRW werde auf keinen Fall Notschlachtungen von Schweinen wegen Platzmangels in den Ställen erlauben, stellte Heinen-Esser klar. "Eine Tötung von Tieren in Betrieben zur marktwirtschaftlichen Entlastung ist tierschutzrechtlich verboten."

Der wichtigste Hebel aller Veränderungen sei das Verhalten der Verbraucher an der Ladentheke,so die Ministerin. "Wenn wir jetzt die Chance aus dieser Krise in den nächsten Monaten nicht nutzen, dann ist der Zug abgefahren", mahnte sie. Man habe jetzt die Chance, das Thema wesentlich stärker an die Verbraucher zu adressieren als zuvor.

Update, Freitag (17. Juli), 15.45 Uhr: Auf künftige Ausbrüche des Coronavirus wie im Kreis Gütersloh soll in Zukunft schnell reagiert werden. Dabei könnte es zu harten Maßnahmen wie lokal begrenzten Ein- und Ausreiseverboten kommen. Bund und Länder haben sich auf eine zielgerichtete Vorgehensweise geeinigt. 

Update, Freitag (17. Juli), 15.15 Uhr: Neben den Beschäftigten in der deutschen Fleischindustrie sollen auch Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft und andere Beschäftigte besser geschützt werden – auch vor Corona-Infektionen.

Coronavirus: EU will Saisonarbeitskräfte vor Corona schützen - Tönnies kein Einzelfall

Die Stärkung des Arbeitsschutzes werde ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nach einer Videokonferenz der europäischen Arbeits- und Sozialminister am Freitag in Berlin. "Es darf keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zweiter Klasse in Europa geben."

Update, Freitag (17. Juli), 14 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die aktuellen Fallzahlen veröffentlicht. Insgesamt zählt das bevölkerungsreichste Bundesland 45.710 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) – 322 mehr als noch am Vortag.

Coronavirus in NRW: Zahl der aktiven Infektionen steigt

Die Zahl der Genesenen ist um 257 auf 41.848 gestiegen. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, die die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, bleibt im Vergleich zum Donnerstag unverändert bei 1.711. In absoluten Zahlen bleibt Köln am stärksten betroffen. Es folgen der Kreis Gütersloh und Aachen und die Städteregion Aachen.

Update, Freitag (17. Juli), 13.16 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium unter Leitung von Jens Spahn (CDU) hat laut einem Spiegel-Bericht in der Corona-Krise das Budget für Öffentlichkeitsarbeit nach eigener Aussage "deutlich überschritten". Gab das Ministerium in normalen Jahren zwischen 900.000 und 1,3 Millionen Euro für Anzeigen und Werbespots in Massenmedien aus, waren es bis zum 30. Juni bereits rund 31,4 Millionen Euro, wie das Magazin am Freitag berichtete.

Coronavirus: Gesundheitsministerium überschritt Budget für Öffentlichkeitsarbeit deutlich

Beinahe die Hälfte davon sei für Werbung in Printmedien geflossen, gefolgt von 8,5 Millionen Euro für Plakatwerbung und 6,4 Millionen Euro für TV-Kampagnen. In Zeiten der Pandemie sei es darum gegangen, auf "die zahlreichen nicht seriösen und interessengeleiteten Informationsangebote" zu reagieren, die etwa Fake News oder Verschwörungstheorien verbreiteten, sagte ein Ministeriumssprecher dem Spiegel.

Auch im Onlinebereich sei das Informationsangebot "deutlich ausgebaut und erweitert" worden: Für Werbung in digitalen Medien wurden demnach rund 650.000 Euro ausgegeben, etwa bei Plattformen wie Instagram oder TikTok.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit deutlich erhöht.

Update, Freitag (17. Juli), 11.41 Uhr: Wie Tönnies-Unternehmenssprecher Dr. André Viehlstädte gegenüber BILD mitteilt, läuft der Betrieb bei Deutschlands größtem Schlachtkonzern wieder. Die Bezirksregierung Detmold habe die Freigabe erteilt, nachdem zuvor zusätzliche Umrüstungen angeordnet wurden.

Coronavirus in NRW: Betrieb bei Tönnies läuft wieder - Bezirksregierung Detmold erteilt Freigabe

"Die Schlachtung wird ab sofort unter den Voraussetzungen des erweiterten Hygienekonzepts fortgesetzt." Am gestrigen Nachmittag sei man über die notwendigen Umrüstungen bei Tönnies informiert worden, in der Nacht habe man sie sodann umgesetzt. Ein Sachverständiger musste das am Freitagmorgen noch abnehmen. 

Update, Freitag (17. Juli), 8.51 Uhr: Beim Fleischkonzern Tönnies folgt nur kurz nach der Wiederaufnahme des Betriebs eine erneute Zwangsunterbrechung. Wie ein Sprecher des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilt, werden die Schlachtungen am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück am Freitag später beginnen.

Coronavirus in NRW: Schlachtung bei Tönnies nach Kontrolle wieder unterbrochen

Bei Kontrollen durch die Bezirksregierung sei das Unternehmen am Donnerstagnachmittag darüber informiert worden, "dass wir an Arbeitspositionen zusätzliche Umrüstungen vornehmen müssen", sagte der Sprecher. Dies sei auch schon passiert, ein Sachverständiger müsse die Änderungen aber noch abnehmen.

Man arbeite eng mit den Behörden zusammen, sei aber durchaus verwundert, "dass Abläufe und Prozesse, die seit über 20 Jahren genehmigt sind und seitdem jährlich mehrfach amtlich kontrolliert wurden, nunmehr bemängelt werden."

Update, Freitag (17. Juli), 8.40 Uhr: Die Gesundheitsämter vermelden im Vergleich zum Vortag 583 neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2). Das geht aus den tagesaktuellen Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor.

Coronavirus: Zahl der aktiven Corona-Fälle beläuft sich in Deutschland auf rund 4900

Seit Beginn der Pandemie zählt Deutschland somit 200.843 Infizierte. Etwa 186.900 Menschen gelten mittlerweile wieder als genesen – 400 mehr als noch am Donnerstag. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 steigt um 4 auf insgesamt 9.082.

Update, Freitag (17. Juli), 7.06 Uhr: Gestern wurden bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) erstmals nach vierwöchiger Zwangspause wieder Schweine geschlachtet, 8.000 an der Zahl. Heute folgt der nächste Schritt. Im besonders virusgefährdeten Zerlegebereich startet ein Probelauf.

Coronavirus in NRW: Probelauf im virusgefährdeten Zerlegebereich bei Tönnies

In dem Bereich, in dem die meisten der mehr als 1.400 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) nachgewiesen worden waren, hat es technische und organisatorische Veränderungen gegeben. Mit neuer Filtertechnik, Plexiglas-Trennscheiben und mehr Zuführung von Frischluft will Tönnies in Zukunft die Verteilung von Viren unter den Arbeitern über die Umluftanlage verhindern. Am Donnerstagabend hatten die Behörden den Betriebsstopp für diesen Teilbereich aufgehoben.

Zuvor sei das neue Hygienekonzept zwei Wochen lang von verschiedenen Behörden geprüft worden, versicherte der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) in einem Gespräch mit Welt. "Ganz wichtig ist, dass durch die jetzt aufgestellten Filter es möglich ist, im gesamten Zerlegebereich, in dem sich das Virus ja auch ausgetobt hat, innerhalb von einer Stunde die Luft drei Mal komplett auszutauschen."

Acrylglasscheiben trennen die Arbeiter im Zerlegebereich bei Tönnies.

Update, Donnerstag (16. Juli), 21.26 Uhr: Nachdem die Zahl der Neuinfektionen in Dortmund in den vergangenen Tagen zurückgegangen war, musste die Stadt heute über 14 neue positive Testergebnisse informieren.

Coronavirus in NRW: insgesamt 1.113 positive Tests in Dortmund - zehn Todesfälle

Damit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 1.113 positive Tests vor. 988 Patienten haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Zurzeit werden in Dortmund 18 Corona-Patienten stationär behandelt, vier von ihnen intensivmedizinisch, alle vier Personen werden beatmet. Es gibt in Dortmund bislang zehn Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Update, Donnerstag (16. Juli), 19 Uhr: In einer Senioreneinrichtung in Essen gibt es einen positiven Corona-Fall. Laut Angaben der Stadt wurde eine Pflegekraft positiv auf das Coronavirus getestet. Die Einrichtung im Stadtteil Holthausen habe umgehend Maßnahmen getroffen, um die Bewohner sowie die Mitarbeiter vor einer Verbreitung des Virus zu schützen.

Coronavirus in NRW: positiver Corona-Fall in Essener Senioreneinrichtung

In Essen sind aktuell 47 Personen an Corona erkrankt. Seit Beginn der Erkrankungswelle waren es insgesamt 1.048 Erkrankte. In den vergangenen sieben Tagen hat es 28 Neuinfektionen gegeben, was durchschnittlich vier Neuinfektionen pro Tag ausmacht. Aktuell genesen sind 960 Personen. 

41 Essener sind an oder in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben.

Update, Donnerstag (16. Juli), 17.04 Uhr: Der Fleischverarbeiter Tönnies hat am Tag der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs in Rheda-Wiedenbrück etwa 8.000 Schweine geschlachtet. "Das ist das Maximale, was eine Schicht schaffen kann", sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Fleichverarbeiter Tönnies in NRW schlachtet wieder: 8.000 Schweine verarbeitet

Die Schlachtungen hätten am frühen Donnerstagmorgen unter den von den Behörden genehmigten Hygiene-Bedingungen begonnen, sagte der Sprecher. Für den nächsten Produktionsschritt, die Zerlegung der Schweine, haben die Behörden aber noch kein grünes Licht gegeben.

Experten und Gutachter waren dazu am Donnerstag im Werk unterwegs, um sich die Bedingungen anzuschauen. Ein Ergebnis war zunächst nicht bekannt. "Wir veröffentlichen keine Zwischenergebnisse", sagte der Sprecher des Kreises Gütersloh, Jan Focken.

Update, Donnerstag (16. Juli), 16.30 Uhr: Das NRW-Schulministerium wird noch diese Woche mit anderen Ressorts über mögliche Corona-Massentests vor Beginn des neuen Schuljahres beraten. Das sagte Ministerin Yvonne Gebauer  (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf.

NRW-Schulministerium will über Corona-Massentests vor Beginn des neuen Schuljahres beraten

Ende Juni hatte Gebauer noch von Tests an ausgewählten Schulen gesprochen, die wissenschaftlich begleiten werden sollten. Zuletzt waren allerdings Forderungen aufgekommen, Test schon vor dem Ferienende zu machen - um mögliche Infektionen von Urlaubsrückkehrern festzustellen.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer fordert Corona-Massentests an Schulen.

Außerdem wies die Politikerin daraufhin, dass die Schulen in NRW bereits jetzt digitale Endgeräte für Schüler und Lehrer bestellen und nicht auf die entsprechenden Förderrichtlinien warten sollen. So stünden 178 Millionen Euro für die Sofort-Ausstattung von Schülern sowie 103 Millionen für Lehrkräfte bereit.

Ministerin Yvonne Gebauer: Schulen in NRW brauchen digitale Endgeräte

Alle Geräte, die in der Corona-Krise seit Ende des normalen Unterrichts Mitte März bereits angeschafft worden sind, würden auf jeden Fall erstattet, so Gebauer. Die offizielle Richtlinie soll in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Bei den Lehrern sollen alle mit einem digitalen Endgerät wie Laptop oder Computer ausgestattet werden, bei den Schülern wird je nach finanzieller Situation zu Hause entschieden.

Update, Donnerstag (16. Juli), 15 Uhr: Das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat die aktuellen Fahlzahlen zum neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) im bevölkerungsreichsten Bundesland veröffentlicht. Insgesamt zählt NRW seit Beginn der Pandemie 45.388 Infektionen – ein Plus von 155 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Neue Fallzahlen – aktive Infektionen rückläufig

Davon gelten inzwischen 41.591 als geheilt – 205 mehr als noch am Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 ist um drei auf insgesamt 1.711 gestiegen. Köln bleibt insgesamt am stärksten betroffen, es folgen der Kreis Gütersloh, Aachen und die Städtregion Aachen und Düsseldorf.

Update, Donnerstag (16. Juli), 12.53 Uhr: Die Umweltorganisation Greenpeace hat am Donnerstag beim Schlachtkonzern Tönnies gegen die Arbeit der Fleischindustrie demonstriert. Am Morgen landeten nach Beobachtungen eines dpa-Reporters Aktivisten mit motorisierten Gleitschirmen auf dem Dach einer Halle des Werks.

Coronavirus in NRW: Greenpeace-Aktivisten landen auf Dach von Tönnies

Neben dem sich drehenden Firmenlogo von Tönnies an der Firmenzentrale in Rheda-Wiedenbrück entrollten sie ein Banner mit dem Schriftzug "Schluss mit dem Schweinesystem". Tönnies hatte am Donnerstagmorgen nach rund vierwöchiger Corona-Zwangspause an seinem Stammsitz wieder den Schlachtbetrieb aufnehmen dürfen.

Mit motorisierten Gleitschirmen landeten die Aktivisten auf dem Dach einer Halle des Tönnies-Werks in Rheda-Wiedenbrück.

Update, Donnerstag (16. Juli), 11.26 Uhr: Der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen hat nach dem Ende der corona-bedingten Ladenschließungen rasch wieder Tritt gefasst. Im Mai lagen die Umsätze der Händler real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, schon wieder um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Nominal stiegen die Umsätze im Jahresvergleich sogar um 5,1 Prozent.

Coronavirus in NRW: Handel erholt sich schnell von Corona-Lockdown

Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den Branchen: Das höchste Plus verzeichnete mit 28 Prozent der Versand- und Internethandel. Doch auch das Geschäft mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+14,6 Prozent) sowie mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren (+13,5 Prozent) florierte. Dagegen lagen die Umsätze im Handel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen im Mai noch um 15,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Update, Donnerstag (16. Juli), 9.55 Uhr: Auch aus Nordrhein-Westfalen wollten in diesem Sommer viele Urlauber an den Stränden von Palma de Mallorca Zeit verbringen und feiern gehen. In den üblichen Lokalen ist das aber zunächst nicht möglich. Am Mittwoch ließ die Balearen-Regierung die beliebte Bierstraße und die Schinkenstraße sperren, weil die Corona-Regeln mancherorts nicht konsequent eingehalten wurden.

Coronavirus: Bierstraße und Schinkenstraße auf Mallorca dicht - Kritik von Mickie Krause

Schlagersänger Mickie Krause (50/ "Zehn nackte Friseusen") hält die Maßnahme für überzogen. Dass nun alle Lokale dicht gemacht würden nur weil sich einige nicht an die Regeln hielten, sei zu hart. Im BILD-Livestream blickte der gebürtige Wettringer (NRW) auch besorgt auf die Gastronomen. "Ihnen wird eine Existenzgrundlage genommen."

Schlagersänger Mickie Krause blickt nach der Sperrung der Bier- und Schinkenstraße auf Mallorca besorgt auf die Gastronomen.

Update, Donnerstag (16. Juli), 9.21 Uhr: Anlässlich der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs in der Fleischfabrik Tönnies hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) umfassende Maßnahmen gegen eine erneute Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zugesagt. "Tönnies wird völlig anders arbeiten", sagte Laumann am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin".

Coronavirus in NRW: Tönnies nimmt Produktion mit neuer Lüftung unter Kontrolle des Arbeitsschutzes auf

Staatliche Hygiene-Experten seien im Betrieb präsent, das Werk habe zudem eine neue Lüftung bekommen. "Ich habe auch entscheiden, dass die Öffnung von Tönnies grundsätzlich auch von Beamten des Arbeitsschutzes begleitet wird", hob Laumann hervor. So solle dafür gesorgt werden, "dass auch die Abstände eingehalten werden und dass da, wo man Abstände nicht einhalten kann, Masken getragen werden".

Nicht nur bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies, sondern auch bei allen anderen Schlachthöfen in NRW mit über 100 Mitarbeitern müssen sich die Arbeiter zwei Mal pro Woche auf das neuartige Coronavirus (Sars-CoV-2) testen lassen. Für die Testungen müssen die Schlachthöfe selbst aufkommen, so Karl-Josef Laumann.

Nach vier Wochen Zwangspause nimmt der Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zumindest teilweise wieder den Betrieb auf.

Der Minister arbeitet nach eigenen Angaben außerdem an einer neuen Gebührenordnung, damit behördliche Kontrollen etwa in Unterkünften der Tönnies-Mitarbeiter nicht allein vom Steuerzahler gezahlt würden.

Update, Donnerstag (16. Juli), 8.31 Uhr: Vier Wochen lang befand sich Deutschlands größter Schlachthof Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) in der Zwangspause. Seit heute fährt der Betrieb die Produktion wieder hoch, die ersten Schweine wurden in den Morgenstunden angeliefert.

Coronavirus in NRW: Tönnies nimmt nach massivem Corona-Ausbruch den Schlachtbetrieb wieder auf

Nach der Schlachtung folgt in der Produktionskette die Zerteilung der Tiere für die weitere Verarbeitung. Eine Genehmigung für diesen zweiten Produktionsschritt ist allerdings noch offen. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat sie noch nicht erteilt.

Heute soll es zunächst noch einmal eine Begehung dieser Bereiche durch die zuständigen Behörden geben. Gutachter sollen sich beispielsweise Trennelemente aus Plexiglasscheiben anschauen, die die Arbeiter bei der schweren körperlichen Arbeit voneinander trennen. Am Freitag soll der Bereich nach Angaben der Stadt im Probebetrieb wieder aufgenommen werden.

Ein Tiertransporter mit Schweinen fährt am frühen Mittwochmorgen auf das Werksgelände der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Mitte Juni hatten die Behörden einen Produktionsstopp angeordnet, weil in der Tönnies-Belegschaft rund 1400 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) nachgewiesen worden waren. Aus Angst vor einem Überspringen des Virus auf die Bevölkerung wurde deshalb zeitweise der Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf verschärft.

Tönnies schlachtet am Hauptsitz in Ostwestfalen im Normalbetrieb pro Tag je nach Marktlage zwischen 20.000 und 25.000 Schweine. 30.000 sind von den Behörden genehmigt. Durch den Produktionsstopp in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb hatte sich ein Stau bei den Schweinemästern gebildet. Sie wurden ihre Tiere nicht los, und in den Ställen wurde der Platz eng.

Update, Donnerstag (16. Juli), 7.25 Uhr: Die Corona-Krise führt zu einem historischen Einbruch bei der Gewerbesteuer - der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen. "Die kommunalen Haushalte werden am Ende des Jahres so hohe Einbußen erleiden, wie wir sie noch nicht erlebt haben", sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, Verena Göppert, der dpa. "Die Gewerbesteuer ist in den vergangenen drei Monaten katastrophal eingebrochen."

Coronavirus in NRW: Corona-Krise führt zu starkem Einbruch bei der Gewerbesteuer

Im zweiten Quartal sei die Gewerbesteuer auf die Hälfte des Vorjahresniveau zusammengeschrumpft, hieß es unter Bezug auf eine Umfrage unter Städten zur Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens. Im ersten Halbjahr sei das Gewerbesteueraufkommen insgesamt um etwa 28 Prozent gesunken - darin enthalten sind aber noch Monate vor dem Ausbruch der Krise.

Infolge der Epidemie mit massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben sind bei vielen Unternehmen Umsätze und Aufträge weggebrochen und damit die Erträge stark gesunken. Das Gesamtaufkommen der Gewerbesteuer betrug nach Angaben des Städtetags im vergangenen Jahr bundesweit 55,4 Milliarden Euro.

Verena Göppert, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, spricht von einem "katastrophalen" Einbruch der Gewerbesteuer.

Göppert sagte, es sei richtig, dass Bund und Länder für dieses Jahr einen Gewerbesteuerausgleich verabredet hätten. "Das hilft uns, damit wir weiter investieren können und wichtige Projekte nicht ausgebremst werden. Die Kommunen leisten mehr als die Hälfte aller öffentlichen Investitionen. Damit werden beispielsweise Schulen und Kindertagesstätten gebaut oder nachhaltig saniert."

Update, Donnerstag (16. Juli), 7.16 Uhr: In Deutschland hat es seit Beginn der Pandemie über 200.000 registrierte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) gegeben. Die Marke ist in der Nacht überschritten, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mitteilt.

Coronavirus: RKI meldet über 200.000 Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland

Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl der Infizierten um 534 auf insgesamt 200.260 gestiegen. Während rund 186.400 (500 mehr als am Mittwoch) mittlerweile als genesen gelten, sind insgesamt 9078 Menschen - ein Plus von 7 im Vergleich zum Vortag - an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Update, Mittwoch (15. Juli), 21.25 Uhr: Für Dortmund im Ruhrgebiet gab es heute neue Coronavirus-Zahlen - sieben Menschen wurden positiv getestet. So liegen die Infektionen nach Angaben der Stadt Dortmund bei insgesamt 1.099 positiven Tests. 971 Patienten haben die Erkrankung demnach bereits überstanden und gelten als genesen.

Corona-Infektionen in Dortmund den vierten Tag in Folge bei unter zehn positiven Tests

Damit liegen die hinzukommenden Corona-Infektionen heute den vierten Tag in Folge bei unter zehn Personen.

Zurzeit werden in Dortmund 19 Corona-Erkrankte stationär behandelt, fünf von ihnen intensivmedizinisch, darunter vier beatmete Personen. Außerdem gibt es in Dortmund bislang zehn Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. Weitere vier mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Update, Mittwoch (15. Juli), 19.19 Uhr: Nach dem erlaubten Neustart beim Schlachter Tönnies fordert Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) eine Kehrtwende.

Nach Corona-Ausbruch bei Tönnies: Landwirtschaftsministerin fordert eine Kehrtwende

"Ein 'Weiter so' kann und darf es nicht geben - zum Schutze der Menschen und zum Schutze der Tiere", sagte sie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf. "Wir müssen jetzt die Weichen neu stellen und vom Stall bis zur Ladentheke neujustieren."

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) fordert einen Systemwandel in der Schlachtbranche.

Wenn der Ausfall eines Glieds reiche, die ganze Kette ins Stocken zu bringen, sei das System nicht gesund. "Dies muss ein Weckruf sein." Tönnies stelle allein etwa 40 Prozent der Schlachtkapazitäten in NRW. "Man muss sich auch mal angucken, ob wirklich im Akkord geschlachtet und zerlegt werden muss", sagte sie der dpa.

Produktionsstopp bei Tönnies in NRW sorgte für Stau bei den Schweinemästern

Durch den Produktionsstopp in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb hatte sich ein Stau bei den Schweinemästern gebildet. Sie wurden ihre Tiere nicht los und in den Ställen wurde der Platz eng. "Das Tierwohl ist meines Erachtens nicht gefährdet", sagte die Ministerin zur aktuellen Lage. "Unsere Veterinäre sind immer unterwegs und gucken sich das sehr genau an."

Update, Mittwoch (15. Juli), 18.13 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie muss die Gamescom umdenken: Statt über 370.000 Menschen auf das Messegelände zu lassen, gibt es ab dem 28. August eine digitale Version.

Messe trotz Corona-Pandemie: Gamescom stellt digitales Konzept vor

Mit dem Leitthema "Spielend in die Zukunft" geht die Computer- und Videospielmesse Gamescom inmitten der Coronakrise in ihre erste digitale Ausgabe. Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse, kündigte am Mittwoch vor Journalisten das "innovativste Produkt des internationalen Messewesens" an.

Der neue digitale Ansatz solle auch künftig zu einem Kernbestandteil der Messe werden, selbst wenn sie wieder mit Publikum stattfinden kann.

Digitale Version der Gamescon: Xbox-Hersteller ist Partner der Messe

Zentrales Thema der Messe wird die neue Konsolengeneration sein: Sowohl Microsoft als auch Sony haben neue Spielekonsolen für den Herbst angekündigt. Zunächst wurde aber nur der Xbox-Hersteller als Partner für die Gamescom bestätigt.

Zentrale Anlaufstelle für die Inhalte, die von Partnern und der Messe selbst produziert werden, soll die Plattform "gamescom now" werden. Die Teilnahme daran ist kostenfrei. Mit einer Registrierung könne man sich seine persönlichen Interessen zusammenstellen, hieß es.

Vier Tage Online-Gamescon: Koelnmesse kündigt zentrale Shows an

Für die viertägige Laufzeit hat die Messe außerdem mehrere zentrale Shows angekündigt. Erneut wird es die "Opening Night Liv"" mit Moderator Geoff Keighley geben, bei der diverse Ankündigungen und Trailer zu sehen sein werden. Ebenfalls geplant ist die Show "Awesome Indie" für unabhängige Entwickler sowie das Event "Best of Show", das die digitale Messe abschließen soll.

Update, Mittwoch (15. Juli), 16.58 Uhr: Rund vier Wochen nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück darf das Unternehmen an seinem Hauptstandort wieder schlachten.

Vier Wochen nach Corona-Ausbruch: Tönnies in NRW darf wieder schlachten

Die Stadtverwaltung hat den angeordneten Produktionsstopp für die Schlachtung am Mittwoch mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Damit kann das Unternehmen in Rheda-Wiedenbrück wieder Tiere von Landwirten annehmen und die Produktion schrittweise hochfahren.

Für die Zerteilung der Tiere hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück vorerst noch keine Genehmigung erteilt. Für diesen Produktionsschritt soll es am Donnerstag (16. Juli) zunächst nochmals eine Begehungen der Behörden geben.

Zerteilung der Tiere zunächst nicht gestattet - Tönnies soll Probebetrieb aufnehmen

Gutachter sollen sich beispielsweise Trennelemente aus Plexiglasscheiben anschauen. Am Freitag (17. Juli) soll der Bereich nach Angaben der Stadt zunächst in einem Probebetrieb wieder aufgenommen werden. Bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück würden normalerweise pro Tag je nach Marktlage zwischen20.000 und 25.000 Schweine geschlachtet. 30.000 sind von den Behörden genehmigt. 

Update, Mittwoch (15. Juli), 14.41 Uhr: Nordrhein-Westfalen erwägt Hilfen für Ferkelerzeuger und Sauenhalter, die unter corona-bedingten Schließungen von Schlachthöfen leiden. Nächste Woche müsse geprüft werden, wie kritisch die Lage sei und ob eine Unterstützung des Landes nötig werde, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf. Die Größenordnung möglicher Kompensationen könne sie noch nicht beziffern.

Coronavirus in NRW: "Kein Schlachtbetrieb läuft in absehbarer Zukunft auf 100 Prozent"

Falls der Großschlachter Tönnies in Kürze wieder seinen Betrieb aufnehmen könne, werde "der Schweine-Stau", der sich in den vergangenen Wochen in den Ställen gebildet habe, aber relativ zügig wieder abgearbeitet werden können, sagte Heinen-Esser. In dem Fall sei eine Landeshilfe nicht erforderlich. "Aber man muss sich klar sein: Es wird kein Schlachtbetrieb in absehbarer Zukunft auf 100 Prozent laufen. Das geht aus Gesundheitsschutzgründen nicht."

Update, Mittwoch (15. Juli), 14.11 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) die Fallzahlen für den heutigen Mittwoch veröffentlicht. Insgesamt zählt das bevölkerungsreichste Bundesland 45.233 mit dem Coronavirus infizierte Personen - ein Plus von 118 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Zahl der aktiven Infektionen nimmt leicht ab

Von ihnen gelten 41.386 als genesen. Das sind 142 mehr als noch am Vortag, die Zahl der aktiven Corona-Infektionen nimmt somit also im Vergleich zum Dienstag leicht ab. Die Zahl der Todesopfer ist um eins auf insgesamt 1.708 gestiegen.

Die meisten bestätigten Fälle zählt weiterhin Köln mit 2.714. Es folgen der Kreis Gütersloh (2.575) und Düsseldorf (1.974). In Dortmund zählt das NRW-Gesundheitsministerium gegenwärtig 1.092 bestätigte Fälle, die neuen Zahlen von der Stadt werden wie üblich am Nachmittag erwartet.

In Köln hat es seit Beginn der Pandemie 2.714 bestätigte Corona-Fälle gegeben.

Update, Mittwoch (15. Juli), 13.22 Uhr: Vergleichsweise selten haben sich Beschäftigte in Supermärkten und Drogerien mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) infiziert. Das geht aus einer Vorabmeldung der Zeit unter Berufung auf eigene Nachfragen bei größeren Handelsketten hervor.

Coronavirus: Beschäftigte aus Supermärkten und Drogerien nur selten mit Corona infiziert

Beim Drogerieunternehmen dm seien 0,1 Prozent der 41.000 Mitarbeiter positiv getestet worden, bei der Drogeriektte Rossmann habe es 36 Fälle unter 33.400 Mitarbeitern (~0,1 Prozent) gegeben. Rewe und Kaufland teilten laut Zeit mit, dass der Anteil von Infizierten unter ihren Beschäftigten unter dem Bevölkerungsschnitt liege.

Update, Mittwoch (15. Juli), 12.20 Uhr: Regierungssprecher Steffen Seibert äußerte sich gegenüber der WDR-Radiowelle COSMO zuversichtlich, dass ein türkisches Sprachupdate für die deutsche Corona-Warn-App bis Ende der Woche zur Verfügung steht.

Coronavirus: Türkische Version der Corona-Warn-App wohl Ende der Woche verfügbar

"Sehr weit in Planung", aber noch ohne konkretes Veröffentlichungsdatum sei überdies eine arabische Version. Darüber hinaus soll es die Corona-Warn-App auch in Bulgarisch, Russisch, Polnisch und Rumänisch geben. Bislang stehen lediglich eine deutsche und eine englische Version zur Verfügung.

In Planung sei außerdem, dass die deutsche Corona-Warn-App Informationen mit anderen europäischen Apps austauschen kann. Somit wäre die App auch in beliebten Reisezielen wie Frankreich, Italien oder Österreich wirksam. Laut Seibert beteilige sich die deutsche Regierung auf EU-Ebene sehr daran, eine entsprechende Lösung zu finden.

Update, Mittwoch (15. Juli), 9.18 Uhr: In NRW gilt ab heute die neue Coronaschutzverordnung der Landesregierung. Ein wichtiger Punkt darin: Die Änderungen in der Einreiseverordnung für Beschäftigte aus kritischen Infrastrukturen.

Coronavirus in NRW: Beschäftigte aus kritischer Infrastruktur nicht mehr von Quarantänepflicht ausgenommen

Wer aus dem Sommerurlaub oder vom Verwandtschaftsbesuch aus Corona-Risikogebieten zurückkommt, ist nicht mehr automatisch von der Quarantänepflicht ausgenommen. Dazu ist ein negativer Test erforderlich. Die beliebte Baleareninsel Mallorca ist davon nicht betroffen, sie gilt gegenwärtig nicht als Risikogebiet.

Sollte das Robert-Koch-Institut (RKI) sie als solches einstufen, würden die neuen Regeln auch für diese Urlauber gelten, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gegenüber der Funke Mediengruppe. "Auch die Landesregierung beobachtet die Infektionsgeschehen auf Mallorca aufmerksam."

Sek­to­ren Kri­ti­scher In­fra­struk­tu­ren, von der Bun­des­re­gie­rung 2009 ver­ab­schie­det.

Außerdem Teil der neuen Coronaschutzerordnung: Ab heute dürfen wieder größere private Feste in Nordrhein-Westfalen gefeiert werden. Hochzeit, Ausstand, Taufe oder Geburtstag - zu Festen aus besonderem Anlass dürfen bis zu 150 Gäste kommen, also drei Mal so viel wie bisher.

Bei Kultur und sonstigen Veranstaltungen muss ein Hygienekonzept erst bei 300 Teilnehmern vorgelegt werden und nicht mehr schon bei 100. Beim Kontaktsport in der Halle sind statt der bisher 10 Teilnehmer 30 erlaubt. Zuschauen dürfen bei Sportveranstaltungen 300 statt der bisher 100. Die neue Version der Coronaschutzverordnung ist bis zum 11. August verlängert worden.

Update, Mittwoch (15. Juli), 8.38 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 199.726 angegeben - ein Plus von 351 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 200.456 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9071 Todesfälle und damit drei mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9078 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 186.000.

Update, Mittwoch (15. Juli), 7.30 Uhr: Das US-Biotech-Unternehmen Moderna will schon in knapp zwei Wochen mit der letzten Phase seiner klinischen Tests für einen möglichen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus (Sars-CoV-2) beginnen. Am 27. Juli sollen diese Tests mit 30.000 Teilnehmern in den USA starten, wie das Unternehmen am Dienstag ankündigte. Die Forschungen von Moderna zu dem Impfstoff sollen den Angaben zufolge aber noch bis Ende Oktober 2022 dauern.

Kurz vor Ankündigung der dritten Testphase bei Moderna waren ermutigende Ergebnisse aus den vorherigen Tests veröffentlicht worden. Wie die Fachzeitschrift New England Journal of Medicine berichtete, hatten alle 45 Teilnehmer der ersten Testphase bei Moderna Antikörper gegen den Erreger entwickelt.

Coronavirus: US-Firma Moderna startet Ende Juli letzte Testphase zu Corona-Impfstoff

Bei mehr als der Hälfte der damaligen Teilnehmer zeigte das Mittel demnach zwar Nebenwirkungen. Jedoch seien diese nur leicht oder moderat gewesen. Zu den Nebenwirkungen gehörten der Zeitschrift zufolge Müdigkeit, Schüttelfrost und Kopfschmerzen.

In der dritten und letzten Phase der klinischen Tests bei Moderna soll nach Angaben der Firma die Hälfte der Teilnehmer den potenziellen Impfstoff verabreicht bekommen, die andere Hälfte ein Placebo. Festgestellt werden solle, ob das Mittel sicher ist und eine Infektion tatsächlich verhindern oder zumindest einen schweren Krankheitsverlauf bei Infektion mit dem Coronavirus verhindern kann.

Moderna befindet sich derzeit in einer führenden Position in den weltweiten Forschungen von Laboren zu einem Impfstoff gegen das neuartige Virus. Moderna ist das erste Labor, das bei diesen Forschungen die dritte Phase erreicht. An der derzeitigen zweiten Testphase der Firma nehmen 600 Menschen teil. AFP

Update, Dienstag (14. Juli), 20.40 Uhr: Bund und Länder diskutieren darüber, ob bei künftigen Coronavirus-Ausbrüchen regionale Reisesperren für Corona-Hotspots sinnvoll wären.

Coronavirus in NRW: Debatte um Reisesperren für Corona-Hotspots

Laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sei das Ziel, präzise und schnell reagieren zu können. Bislang gilt für Landkreise und Kommunen eine Grenze von 50 Neuinfektionen in der Woche pro 100.000 Einwohner.

Ausgangssperren könnten künftig nur für bestimmte Gemeinden gelten, die viele Infizierte haben - nicht gleich für den gesamten Kreis. Vorbild ist laut einem Bericht des WDR Japan, wo während der Reisesperre die Anwohner solcher Hotspots durchgetestet würden.

Kanzleramtschef Helge Braun hat sich zur Debatte um regionale Reisesperren geäußert.

Während NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Änderung der Corona-Regeln befürwortete, hält der Präsident des Deutschen Landkreistags die Idee demnach für überzogen.

Auslöser für die Debatte um Reiseverbote ist nach dem Bericht des WDR der massive Covid-19-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies in NRW gewesen. Dort hatten sich mehr als 1.000 Angestellte mit der Lungenkrankheit angesteckt. Anschließend waren jedoch Urlauber aus dem gesamten Kreis abgewiesen worden.

Coronavirus in NRW: Sechs Neuinfektionen mit Covid-19 in Dortmund

Update, Dienstag (14. Juli), 19.10 Uhr: In einem Netto-Supermarkt in Gladbeck hat eine Rabatt-Aktion am Montag (13. Juli) für Aufruhr gesorgt. Polizei und Ordnungsamt mussten anrücken und die Coronschutz-Regeln durchsetzen.

Update, Dienstag (14. Juli), 17.55 Uhr: In Dortmund gibt es weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das gab die Stadt am Dienstagnachmittag bekannt.

Demnach wurden sechs weitere Infektionen mit Covid-19 bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Dortmund auf 1.092. Viele davon haben die Infektion bereits überstanden.

Gleichzeitig ist auch die Zahl der Patienten gestiegen, die auf im Krankenhaus behandelt werden müssen. Es sind mittlerweile 19, zwei mehr als am Montag. Fünf von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Coronavirus in NRW: In Temporären Freizeitparks wie "Fundomio" darf jetzt Alkohol getrunken werden

Update, Dienstag (14. Juli), 16.19 Uhr: Es gibt Achterbahnen, Zuckerwatte und ab Mittwoch auch Bier: Das Land NRW hat das generelle Alkoholverbot für temporäre Freizeitparks aufgehoben, die zurzeit in vielen Städten als Kirmes-Ersatz aufgebaut werden. 

In den Hygiene-Standards, die ab Mittwoch (15. Juli) gelten, wurde das entsprechende Verbot gestrichen. Nun könnten die Kommunen allein entscheiden, teilte das Gesundheitsministerium auf Nachfrage mit.

In den ursprünglichen Corona-Regeln für sogenannte "Pop-up-Freizeitparks" hieß es noch, dass der Ausschank von alkoholischen Getränken ist unzulässig sei.

Dortmund: Auch Freizeitpark "Fundomio" profitier von neuer Alkohol-Regelung

Das ist jetzt anders. "Im Zuge der regelmäßigen Revision der Corona-Regelungen hat sich gezeigt, dass wir keinen Anlass haben, am verantwortungsvollen Umgang der Kommunen mit diesem Thema zu zweifeln", so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber der dpa. Daher habe man die Alkohol-Frage wieder der Zuständigkeit der Behörden vor Ort übergeben.

Temporäre Freizeitparks müssen abgezäunt sein, unter anderem Abstände und Hygiene sicher stellen. Auf vielen Fahrgeschäften gilt Maskenpflicht. Neben dem "Düsselland" haben bisher das "Fundomio" in Dortmund und das "Ibbiland" in Ibbenbüren geöffnet.

Coronavirus in NRW: Landesbank bietet Spezial-Kredite für Krankenhäuser und Kitas an

Update, Dienstag (14. Juli), 13.30 Uhr: Ob Krankenhäuser, Kitas oder Pflegeheime: Damit die systemrelevanten Einrichtungen die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Krise abfedern können, bietet die landeseigene NRW.Bank ab Mittwoch (15. Juli) spezielle Kredite an. 

"Krankenhäuser, Kitas, Häfen oder Altenheime und Pflegezentren - dies sind Beispiele für Strukturen, die Wirtschaft und Gesellschaft tragen und infolge der Pandemie gerade jetzt Unterstützung brauchen", sagte der Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank, Eckhard Forst, am Dienstag laut einer Mitteilung.

Coronavirus in NRW: Österreich nimmt wieder Menschen aus Gütersloh auf

Update, Dienstag (14. Juli), 11 Uhr: Menschen aus dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen können wieder ohne Einschränkungen nach Österreich reisen. Die Einreise aus Deutschland sei wieder uneingeschränkt möglich, teilte das Außenministerium in Wien am Dienstag auf seiner Webseite mit. 

Auch die seit Ende Juni geltende teilweise Reisewarnung Österreichs für das Land Nordrhein-Westfalen wurde aufgehoben. Seit dem 29. Juni mussten Menschen aus dem Kreis Gütersloh ein ärztliches Attest für einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie nach Österreich wollten.

Coronavirus/NRW: Lauman erteilt Tönnies Absage

Update, Dienstag (14. Juli), 9 Uhr: NRW - Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann hat dem Fleischfabrikanten Clemens Tönnies eine Absage für die Erstattung der Lohnkosten während des Corona-Lockdowns in Rheda-Wiedenbrück erteilt. 

Das Land NRW hätte durch den Corona-Ausbruch in der Tönnies Fleischfabrik viel Geld bezahlt  - etwa für Tests. Diese Kosten müssten gegeneinander aufgerechnet werden. In einer Pressekonferenz sagte Laumann, er gehe davon aus, dass der Kreis Gütersloh Tönnies eine Rechnung dafür schreiben werde.

Update, Dienstag (14. Juli), 7.45 Uhr: In Nordrhein-Westfalen werden die Corona-Regeln an diesem Mittwoch (15. Juli) wieder etwas gelockert

Das wird vor allem die Menschen freuen, die ein großes Fest feiern wollen - wie Hochzeit, Ausstand, Taufe oder Geburtstag: Für Feste aus besonderem Anlass dürfen 150 Gäste kommen, also deutlich mehr als die bisherigen 50. Das NRW-Kabinett hatte die Änderungen für die Coronaschutzverordnung beschlossen, die in der neuen Version bis zum 11. August verlängert wurde.

Trotz Lockerungen in NRW: Wichtige Corona-Regeln gelten weiterhin

Trotz dieser Lockerung gelten die drei Grundregeln weiter: Abstand halten, Mund-Nasenschutz tragen und die Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten sicherstellen. 

Bei Kultur und sonstigen Veranstaltungen muss ein Hygienekonzept erst bei 300 Teilnehmern vorgelegt werden und nicht mehr schon bei 100. Beim Kontaktsport in der Halle sind statt der bisher 10 dann 30 Teilnehmer erlaubt. Zuschauen dürfen bei Sportveranstaltungen 300 statt der bisher 100.

Änderungen gibt es in der Coronaeinreiseverordnung für Beschäftigte aus kritischen Infrastrukturen: Wer aus dem Sommerurlaub oder vom Verwandtschaftsbesuch aus Corona-Risikogebieten zurückkommt, ist nicht mehr automatisch von der Quarantänepflicht ausgenommen. Er ist das nur nach einem negativen Test. Damit werde ausreichenden Testkapazitäten Rechnung getragen, hatte das Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Update, Montag (13. Juli), 19.30 Uhr: NRW - Auch in Dortmund hat es am Wochenendeneue Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Nach Angaben der Stadt wurden zwei neue Covid-19-Fälle gemeldet.

Coronavirus: Neue Infektionen in Dortmund - Tönnies testet neue Klimaanlage

Derzeit werden in Dortmund 17 Patienten wegen der Lungenkrankheit im Krankenhaus behandelt. Mit rund 10 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen liegt Dortmund weiter in den Top-10 der Städte mit den meisten Neuinfektionen in NRW. Trauriger Spitzenreiter ist der Kreis Gütersloh mit 36 Neuinfektionen. Insgesamt gesehen ist die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus jedoch vergleichsweise gering.

Update, Montag (13. Juli), 16.39 Uhr: Bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück testen Hygiene-Experten der Uni Bonn eine neue Filtertechnik der Klimaanlage. Die neue Technik soll die Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Der Test wird von Behördenmitarbeitern begleitet. Ein Ergebnis gibt es bisher jedoch noch nicht.

Wegen Coronavirus in NRW: 99 Prozent weniger Flüge im Mai als ein Jahr zuvor

Update, Montag (13. Juli), 12.55 Uhr: Der "Schweine-Stau" in den Mastbetrieben nach coronabedingten Schließungen von Schlachthöfen beschäftigt am Freitag den nordrhein-westfälischen Landtag. In einer Sondersitzung des Landwirtschaftsausschusses will die SPD-Opposition Antworten von der Landesregierung, was nun mit den Tieren geschehen solle. Die Landtagsverwaltung bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf am Montag den außerordentlichen Termin.

Update, Montag (13. Juli), 11.55 Uhr: Von den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen sind wegen der Corona-Pandemie im Mai 99 Prozent weniger Passagiere abgeflogen als ein Jahr zuvor. Von den sechs Flughäfen hoben gerade einmal 19.790 Menschen ab, wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte. Damit machten die NRW-Fluggäste gut neun Prozent aller im Mai beförderten Passagiere in Deutschland aus. 

Erst im Juni waren die zuvor geltenden Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes deutlich gelockert worden. Mittlerweile sind Reisen in viele europäische Länder unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder möglich.

Freiwilligendatenbank in NRW wegen Coronavirus gestartet

Update, Montag (13. Juli), 10.54 Uhr: NRW - Ein Freiwilligenregister soll in einer Corona-Notlage viele Helfer aus Gesundheitsberufen in Nordrhein-Westfalen mobilisieren. Auf einem neuen Internetportal könnten sich Fachkräfte nun registrieren und Unterstützung für einen Corona-Versorgungsengpass anbieten, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag (13. Juli) in Düsseldorf mit. Der Appell richte sich etwa an Ärzte, Pfleger, medizinische Fachangestellte, aber auch an Verwaltungskräfte aus der Branche.

"Wichtig ist: Mit der Registrierung ist keine Verpflichtung verbunden", unterstrich Laumann. "Es geht zunächst nur um eine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung." Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, versicherte: "Unsere medizinischen Versorgungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen sind aktuell nicht überfordert. Kein Patient muss auf akut notwendige Versorgung warten."

Coronavirus in NRW: Spekulationen über Haftstrafe für Tönnies

Update, Montag (13. Juli), 7.53 Uhr: In der Debatte über die Arbeitsbedingungen bei dem nordrhein-westfälischen Schlachtbetrieb Tönnies hat der SPD-Politiker Ralf Stegner über eine Haftstrafe für den Unternehmer Clemens Tönnies spekuliert. 

Ralf Stegner (SPD) spekuliert über mögliche Haftstrafe für Clemens Tönnies.

"Da findet richtige Ausbeutung statt. Er hat eine Menge damit zu tun, dass wir da einen Corona-Hotspot hatten", sagte Stegner am Sonntagabend bei Bild live. Er fügte hinzu: "So jemand braucht nicht staatliche Hilfe durch Steuergelder, der sollte zur Verantwortung gezogen werden. Vielleicht kommt er irgendwann in staatliche Kost und Logis." Bei Tönnies würden Gesetze missachtet. Dem müsse mit aller Konsequenz nachgegangen werden.

Trotz Coronavirus in NRW: Landesregierung lockert Regelung für Feiern

Update, Sonntag (12. Juli), 17.45 Uhr: Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am Sonntag (12. Juli) Änderungen für die Corona-Schutzverordnung und die Corona-Einreiseverordnung beschlossen und sie bis zum 11. August 2020 verlängert. 

Demnach wird die Personengrenze für private Veranstaltungen und Feste aus besonderem Anlass - zum Beispiel Hochzeiten oder Beerdigungen - auf 150 Personen erhöht. Voraussetzung ist die Sicherstellung der Kontaktnachverfolgung der Teilnehmenden. Bislang durften besondere Anlässe nur mit maximal 50 Personen begangen werden. 

Coronavirus in NRW: Veranstaltungen und Feste wieder mit 150 Personen erlaubt

Bei Kultur- und sonstigen Veranstaltungen wird der Grenzwert, ab dem ein Hygienekonzept vorgelegt werden muss, von 100 auf 300 Personen angehoben. Die Personenbegrenzung beim Kontaktsport in der Halle wird von zehn auf 30 Personen erhöht und die zulässige Zuschauerzahl steigt von 100 auf 300 an.

Grundregeln seien jedoch weiterhin: das Abstandsgebot, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Sicherstellung der Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten.

Coronavirus in NRW: Änderungen bei Einreise aus Risikogebieten

Weitere Änderungen gibt es auch zur Einreise aus Risikogebieten: Die Ausnahmen von der Quarantänepflicht wurden reduziert. Insbesondere werden Beschäftigte aus systemrelevanten Berufen, die nun ihren Sommerurlaub in einem Risikogebiet verbringen, nicht mehr automatisch von der Quarantänepflicht ausgenommen, sondern nur nach einem negativen Test. 

Dasselbe gilt, wenn im Risikogebiet ein Verwandtenbesuch erfolgt ist. Als Nicht-Risikogebiete gelten derzeit nur die meisten Länder der EU, Schengen-assoziierte Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) und Großbritannien.

Update, Sonntag (12. Juli), 17.25 Uhr: Die Stadt Dortmund hat die neuesten Infektions-Zahlen bekanntgegeben: Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden in der Ruhrmetropole drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 

Somit haben sich seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 1084 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 954 Patient*innen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Coronavirus in NRW: Drei weitere positive Corona-Fälle in Dortmund am Sonntag 

Zurzeit werden in Dortmund 14 Corona-Patient*innen stationär behandelt, drei von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen.

Es gibt in Dortmund außerdem bislang zehn Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. Weitere vier mit SARS-CoV-2 infizierte Patient*innen sind aufgrund anderer Ursachen verstorben.

Mittlerweile hat auch der Leiter des Gesundheitsamts in Dortmund Rückkehrer aus dem Urlaub vor dem Coronavirus gewarnt.

Update, Sonntag (12. Juli), 15.20 Uhr: NRW - Sperrstunden ignoriert, überfüllte Bereiche vor den Gaststätten, schlechte Luft in den Gasträumen - Kölner Ordnungskräfte haben am Wochenende in Kölns großer Studentenmeile "Kwartier Latäng" bei Verstößen gegen die Corona-Regeln durchgegriffen. Zahlreiche Gaststättenbetreiber hätten die Hygiene-Vorgaben missachtet, teilte die Stadt Köln am Sonntag mit. Dagegen sei es in den sehr gut besuchten Park- und Grünanlagen zu keinen gravierenden Verstößen gekommen.

Coronavirus in NRW: Zahlreiche Corona-Verstöße auf Studentenmeile in Köln

Die Stadt Düsseldorf teilte mit, die Altstadt sei zwar gut besucht gewesen, aber es habe keine außergewöhnlichen Corona-Einsätze von Ordnungskräften gegeben. In der Kurzen Straße würden viele Besucher stehen, um in die Gaststätten zu kommen. "Da ist es schwierig, die Abstände einzuhalten. Das ist sicher auch ein Einsatzschwerpunkt an diesem Wochenende gewesen", sagte Stadtsprecher Manuel Lieker.

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln zog am Freitag- und Samstagabend nach Angaben der Stadt seine Außendienstkräfte an den Hotspots zusammen: Außengastronomien, die trotz Sperrstunde geöffnet und zu viele Besucher hatten, seien geschlossen worden. Überfüllte Plätze vor den Kneipen wurden geräumt. Bei zu schlechter Luft in den Gasträumen mussten die Betreiber für bessere Lüftung sorgen. Allein in der Nacht zu Samstag erhielten den Angaben zufolge 15 Gaststättenbetreiber Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung, die Sperrzeitenregelung und wegen Lärmverstößen.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist ob des Verhaltens der Menschen in der Corona-Pandemie besorgt. Weitere Sperren soll es in Köln vorerst trotzdem nicht geben.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte noch am Freitag an die Bürger appelliert, die Abstandsregeln einzuhalten: "Es verhalten sich immer mehr Menschen so, als wäre die Pandemie schon beendet", sagte Reker. "Und das ist gefährlich."

Trotz etlicher Verstöße gegen Corona-Regeln vor allem am Wochenende bei gutem Wetter hatte die Stadt vorerst von weiteren Sperren für beliebte Plätze in der Stadt abgesehen. Aktuell gilt ein sogenanntes Verweilverbot für den Brüsseler Platz im angesagten Belgischen Viertel.

Update, Sonntag (12. Juli), 14.10 Uhr: Die Corona-Krise macht auch den Vereinen in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Nicht nur, dass das Vereinsleben größtenteils auf Eis liegt, auch die finanzielle Situation wird zunehmend schwieriger. Dafür hat das Land NRW jetzt einen Rettungsschirm gespannt.

Vereine in NRW stehen wegen der Corona-Krise vor der Insolvernz

Nach Angaben von der Verbände im Rheinland und Westfalen stehen manche Vereine sogar schon vor der Insolvenz. Veranstaltungen werden abgesagt und Stornierungskosten für schon lange abgeschlossene Verträge flattern ins Haus - das kostet.

Schützenvereine haben in der Corona-Krise mit dem Überleben zu kämpfen.

Jetzt sollen Schützen- und Traditionsvereine, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind, Hilfen aus einem Sonderprogramm bekommen. 50 Millionen Euro können verteilt werden. Der Haupt- und Finanzausschuss des Landtags hatte die Summe zuletzt noch einmal deutlich aufgestockt und eine "möglichst großzügige Verwendung" festgelegt, wie die dpa berichtet.

Corona in NRW: Vereine können ab Mitte Julie Hilfen beantragen

Vereine können ab dem 15. Juli Anträge auf Unterstützung stellen. Dann können Traditions- und Brauchtumsvereine einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen. So sollen existenzbedrohende Liquiditätsengpässe überwunden werden.

Update, Sonntag (12. Juli), 10.02 Uhr: NRW - In Nordrhein-Westfalen gibt es 23 Prozent weniger Kriminalität. Maßgeblich daran beteiligt ist das Coronavirus. "Wenn das öffentliche Leben zurückgefahren wird, passiert auch weniger", sagt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in einer Corona-Zwischenbilanz.

Weniger Straftaten wegen Corona - dieses Fazit kann NRW-Innenminister Herbert Reul bisher ziehen.

Coronavirus in NRW lässt Kriminalitätszahlen sinken

Seit Beginn der Corona-Pandemie liegt die Zahl der Delikte deutlich unter den Werten des Vorjahres. Zwischen Anfang März und Ende Juni dieses Jahres gab es insgesamt 365.676 Strafanzeigen. Das sind 107.954 Anzeigen weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Im Detail bedeutet das:

  • 30 Prozent weniger Wohnungseinbrüche
  • 26 Prozent weniger Raubüberfälle
  • 39 Prozent weniger Taschendiebstähle
  • 11 Prozent weniger Straftaten bei denen ältere Menschen Opfer wurden

Weniger häusliche Gewalt in der Corona-Krise

Auch bei Fällen der häuslichen Gewalt gab es überraschend einen deutlichen Rückgang: 21 Prozent weniger Fälle. Dazu der Minister in seiner Corona-Zwischenbilanz: "Gerade bei häuslicher Gewalt müssen wir mit unseren Einschätzungen sehr vorsichtig sein und die Entwicklung genau beobachten. Aber die Vermutung liegt nahe: Wenn die Menschen über eine längere Zeit auf engem Raum zusammen sind, wird es zu mehr häuslicher Gewalt kommen. Doch diesen Schluss lassen die Zahlen bislang nicht zu. Klar ist: Die NRW-Polizei geht jedem Hinweis konsequent nach."

Update, Samstag (11. Juli), 20.21 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gemahnt, bei Herausforderungen wie der Corona-Pandemie auf internationale Zusammenarbeit zu setzen. "Nur wenn wir auf diese globale Bedrohung globale Antworten finden, haben wir die Chance, aktuell und künftig Pandemien zu besiegen", sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast.

Merkel zur Corona-Pandemie: "gewaltige zusätzliche Gefahren"

Sie machte darin anlässlich des Weltbevölkerungstags der Vereinten Nationen auf die Herausforderungen durch das Bevölkerungswachstum vor allem in Entwicklungsländern aufmerksam. "Wir erleben gerade, dass eine Pandemie gewaltige zusätzliche Gefahren und Belastungen für die Weltgemeinschaft bedeuten kann", mahnte Merkel.

Die Bundesregierung beteilige sich an den Programmen der internationalen Organisationen im Kampf gegen das Coronavirus. Es seien "gewaltige Herausforderungen", vor denen die Weltgemeinschaft derzeit stehe. Sie sehe aber in vielen Staaten "die große Bereitschaft, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen - das stimmt mich hoffnungsvoll."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert internationale Zusammenarbeit in der Corona-Krise.

Coronavirus in Dortmund: Einige Neuinfektionen verzeichnet

Update, Samstag (11. Juli), 17.25 Uhr: In Dortmund wurden am heutigen Samstag 16 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Vier Fälle davon sollen einen gemeinsamen familiären Hintergrund haben. 

In Dortmund haben sich somit seit dem ersten Auftreten der Erkrankung insgesamt 1081 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 954 Patient*innen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Zehn Corona-Patient*innen werden in Dortmund derzeit stationär behandelt, zwei von ihnen werden intensivmedizinisch versorgt und beatmet. Es gibt außerdem bislang zehn Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. Weitere vier mit SARS-CoV-2 infizierte Patient*innen sind aufgrund anderer Ursachen verstorben.

Coronavirus in NRW: Sportchef will nichts von Untergangsstimmung hören

Update, Samstag (11. Juli), 15. 54 Uhr: NRW - Auch der Sportsektor wurde von der Corona-Krise hart getroffen. Doch von einer Untergangsstimmung im Profi-Fußball will Sportchef Fabian Wohlgemuth vom Bundesliga-Absteiger SC Paderborn nichts wissen. Übers Sparen will er erst gar nicht sprechen. "Es wird eine Zeit nach der Krise geben. Wenn wir dann noch dabei sein wollen, müssen wir auch beim Einsparen mit Vorsicht und Maß agieren", sagt Wohlgemuth gegenüber dem Westfalen Blatt.

Von Untergangsstimmung will Fabian Wohlgemuth nichts wissen.

Sportchef zu Coronavirus im Profisport: "Kostensituation darf uns nicht lähmen"

"Durch den Spielklassenwechsel haben wir eine erheblich andere Einnahme-Situation", sagte Wohlgemuth weiter mit Blick auf die deutlich niedrigeren TV-Einnahmen: "Aber es ist in unserer jetzigen Lage eher kontraproduktiv, sich allein daran zu orientieren, was weggebrochen ist und was man nicht mehr hat. Diese Kostensituation, die den gesamten Profisport in Deutschland betrifft, darf uns nicht lähmen, sondern muss uns motivieren, neue Wege zu gehen. Wir können das Ende der Krise schließlich nicht im Bunker überdauern."

Update, Samstag (11. Juli), 12.04 Uhr: Der 11.11. rückt immer näher und damit die Sessionseröffnung. Straßenumzüge, Feiern und vor allem viele Bützchen gehören zum Karneval wie der Mundschutz zum Coronavirus. Hier tut sich allerdings auch schon das Problem der ganzen Sache auf. 

Coronavirus zu Karneval: Narren sollen Knigge bekommen

Denn auch der karnevalistische Frohsinn muss in diesem Jahr natürlich corona-konform organisiert werden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Dabei soll den Kommunen in Nordrhein-Westfalen eine Art "Narren-Knigge" mit Empfehlungen und Informationen helfen.

Das ist jetzt bei einem Spitzentreffen der Festkomitees der Karnevalshochburgen Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln mit dem Chef der Staatskanzlei vereinbart worden, wie die Landesregierung auf Anfrage der dpa mitteilte. Da derzeit nicht absehbar sei, wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln werde, solle eine gemeinsame Basis erarbeitet werden für die Genehmigung der Veranstaltungen vor Ort.

Armin Laschet hatte sich gegen die Sessionseröffnung ausgesprochen

Wie mit den Themen Karneval und Coronavirus umgegangen werden soll, wird schon seit einigen Wochen diskutiert, denn die Sessionseröffnung rückt in unmittelbare Nähe. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich gegen Straßenveranstaltungen zur traditionellen Sessionseröffnung am 11.11. ausgesprochen: "Draußen, Straßenkarneval, Infektionsübertragungszeit, Alkohol, Enge - das passt nicht in diese Zeit", hatte er Ende Juni gesagt.

Update, Samstag (11. Juli), 9.15 Uhr: Wer derzeit ein Restaurant oder ein Café besucht, ist dazu verpflichtet, seine Daten in eine Liste einzutragen. Das dient dazu eventuelle Coronavirus-Infektionsketten nachverfolgen zu können und sie schnell zu unterbrechen. Allerdings haben nicht nur die Betreiber Zugriff auf diese Listen, sondern auch die Polizei.

Corona in NRW: Polizei kann Kontaktlisten einfordern

Einen solchen Fall gab es bereits Ende Juni in Hamburg. Zwar ist es bislang in NRW noch nicht dazu gekommen, dass die Polizei Kontaktdaten eingefordert hat, aber wie das Innenministerium gegenüber der WAZ bestätigt, kann es sehr wohl dazu kommen.

Nicht nur Betreiber von Restaurants oder Cafés haben Zugriff auf die Kontaktlisten - auch die Polizei darf zugreifen.

Erfährt die Polizei von einer Straftat, ist sie zu Ermittlungen jeder Art befugt, "einschließlich Auskunftsersuchen an Behörden“, teilt das Innenministerium gegenüber der WAZ mit. Das widerspricht auch nicht dem Bundesdatenschutzgesetz. Demnach dürfen Kontaktdaten auch zur Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten genutzt werden (alle Nachrichten aus NRW bei RUHR24.de*).

Coronavirus in NRW lässt die Eintrittspreise im Zoo Dortmund sinken

Update, Freitag (10. Juli), 21.25 Uhr: Der Zoo Dortmund hatte wegen des Coronavirus und der notwendigen Einschränkungen seine Eintrittspreise halbiert. Inzwischen sind die lange für Besucher gesperrten Bereiche der Klein- und Großkatzen wieder zugänglich. Am Samstag (11. Juli) passt der Zoo deswegen auch seine Eintrittspreise wieder an. Der Eintritt für Erwachsene beträgt ab morgen sieben Euro (statt regulär 8,50 Euro) für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren 4,50 Euro (statt regulär fünf Euro).

Nashorn-Baby Willi kann im Zoo Dortmund aufgrund der Corona-Krise zum günstigeren Eintrittspreis besucht werden.

Coronavirus in NRW: Politiker üben Kritik an Fleischbetrieb Tönnies

Update, Freitag (10. Juli), 19.09 Uhr: Nachdem das Unternehmen Tönnies angekündigte hat, aufgrund der Schließungen eine Lohnkostenerstattung vom Staat anzufordern, hagelt es Kritik aus der Politik. "Lohnkostenerstattung vom Land zu fordern ist ein Unding. Da reibt man sich die Augen, das versteht doch kein Mensch. Infektionsgeschehen und Geschäftsmodell hängen zusammen. Tönnies hat Gütersloh den Lockdown gebracht und jetzt soll die Allgemeinheit bezahlen?", so Katja Mast, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion gegenüber der dpa

Es könne nicht sein, dass diejenigen, die das Geld damit verdient haben, jetzt andere dafür zahlen lassen wollten. "Moralische und gesellschaftliche Verantwortung sieht anders aus", sagte Mast. SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty betonte außerdem: "Die Antwort des Landes kann nur lauten: Nein. NRW muss eigene Impulse setzen, um jetzt dort zu investieren, wo unverschuldet der Betrieb zurückgefahren werden musste: in die Innenstädte, für die Gastronomie, für die Schaustellerinnen und Schausteller."

Hier gibt es alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche*. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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