News-Blog zur Pandemie

Coronavirus in NRW: 900 Menschen nach Familienfeier in Bielefeld unter Quarantäne

Alle Autoren
    schließen
  • Simon Stock
    Simon Stock
  • Lars Becker
    Lars Becker
  • Kristina Köller
    Kristina Köller
  • Kathrin Bastert
    Kathrin Bastert
  • Katharina Küpper
    Katharina Küpper
  • Hannah Decke
    Hannah Decke

Coronavirus in NRW: Die Pandemie bestimmt das öffentliche Leben weiterhin. Die aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Newsblog.

  • Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus* in NRW steigt weiter.
  • Hamm in Westfalen ist neuer Corona-Hotspot in NRW. Die Zahlen stiegen auch am Donnerstag weiter (siehe Update, 24. September, 12.10 Uhr)
  • Die landesweiten Regeln für private Feiern sollen verschärft werden (siehe Update 24. September, 16.29 Uhr)

NRW - Wir verfolgen in unserem News-Blog die aktuellen Entwicklungen des Coronavirus' in Nordrhein-Westfalen.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17.947.221 (Stand: 31.12.2019)

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Ministerpräsident

Armin Laschet (CDU)

>>> Coronavirus in NRW: Ticker aktualisieren <<<

Update,7. September, 19.03 Uhr: Nach Corona-Infektionen infolge einer Familienfeier in Bielefeld ist die Zahl der betroffenen Schulen auf zehn gestiegen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen im Zusammenhang mit der privaten Feier gab die Stadt in einer Mitteilung am Sonntagabend wie am Vortag mit 36 an. Betroffen von Quarantäne-Anordnungen waren an den Schulen jeweils einzelne oder mehrere Klassen und Jahrgangsstufen sowie Lehrer. Insgesamt seien knapp 900 Menschen - Schüler und Lehrer - im Zusammenhang mit diesem Fall in Quarantäne, hieß es in der Mitteilung.

Update, 27. September, 15.10 Uhr: Die Stadt Hamm in Westfalen hat nach einem Corona-Ausbruch und einhergehenden strengeren Regeln für private Feiern am Wochenende vier Feste untersagt. Wie ein Stadtsprecher am Sonntag sagte, handelte es sich dabei um ein sogenanntes Henna-Fest, eine Verlobung und zwei - nicht runde - Geburtstage. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte unterdessen, dass man ab 1. Oktober zwar die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen verschärfen werde - die eigenen vier Wände blieben aber außen vor.

"Wir sind der Meinung, dass der Staat, wenn irgend möglich, bei privaten Feiern in einer Wohnung oder in der Garage nichts zu suchen hat. Wir wollen nicht mit dem Ordnungsamt in die Wohnungen oder Häuser, weil wir die Privatsphäre achten", sagte Laumann.

Coronavirus in NRW: Zahlen in Hamm leicht gesunken

Update, 26. September, 16.56 Uhr: Nach tagelang steigenden Corona-Werten sind in Hamm die Fallzahlen erstmals leicht gesunken. Am Samstag gab die Stadt die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen Infizierten pro 100.000 Einwohner mit 95,5 an. Am Freitag hatte die Stadt einen Wert von 99,9 errechnet. 

Eine private Feier ist auch in Bielefeld der Ausgangspunkt für 36 Corona-Infektionen. Weitere Testergebnisse stehen aus. Weil unter den Infizierten auch Schulkinder sind, seien an mittlerweile sieben Schulen rund 720 Schüler und mehr als 70 Lehrer in Quarantäne geschickt worden, teilte die Stadt am Samstag mit. In Remscheid, der Stadt mit den zweithöchsten Corona-Zahlen in NRW, ging der Leiter des örtlichen Krisenstabes am Samstag von einem unverändert hohen Niveau von über 70 Infizierten je 100.000 Einwohner aus. 

Im Kreis Olpe gibt es unterdessen fünf Neuinfizierte - darunter drei Kinder. Für deren Schulklassen zieht das Quarantäne nach sich. Außerdem müssen mehr als 200 Kontaktpersonen getestet werden

Coronavirus in NRW: Familienfeier als Auslöser für Corona-Welle

Update, 25. September, 14.32 Uhr: Nach einer größeren Familienfeier in Bielefeld sind mittlerweile 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Unter den Betroffenen seien auch neun Schüler, die fünf verschiedene Schulen besuchten. "Das Gesundheitsamt hat die Kontaktnachverfolgung gestartet und wird das gesamte Wochenende über die betroffenen Personen kontaktieren", kündigte die Stadt an. Wegen der hohen Zahl an Menschen, die benachrichtigt werden müssten, könne es aber ein wenig dauern, bis alle informiert seien. Ab Montag seien Tests etwa für andere Schüler und Lehrer geplant, die mit den Infizierten Kontakt hatten. Nach Angaben einer Sprecherin hatte es sich um eine private Feier in privaten Räumlichkeiten gehandelt. Sie habe in der vergangenen Woche stattgefunden. Da die Nachverfolgung noch laufe, könne die Zahl der positiv Getesteten noch weiter steigen.

Update, 25. September, 14.01 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus Infizierten ist nach Daten des NRW-Gesundheitsministeriums auf mehr als 5.000 gestiegen.

Update, 25. September, 13.56 Uhr: Nach gestiegenen Corona-Fallzahlen schließt eine Gesamtschule in Remscheid bis zu den Herbstferien. Die knapp 1200 Schüler sollen per Distanzunterricht weiter unterrichtet werden.

Coronavirus in NRW: Hamm untersagt mehrere private Feiern

Update, 25. September, 10.53 Uhr: Der Flughafen Dortmund teilt mit, dass die kostenfreien Corona-Tests am Dortmund Airport auch in den Herbstferien weiter möglich sind. "Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen- Lippe betreibt das Testzentrum am Flughafen verbindlich bis zum 25. Oktober 2020. Dies gibt Reisenden Sicherheit für die Herbstferien", heißt es in einer Pressemitteilung. 

Update, 25. September, 10.33 Uhr: Angesichts der dramatisch veränderten Corona-Lage in Hamm sind viele Bürger vor Ort kurz vor den Herbstferien verzweifelt. "Was darf ich, was darf ich nicht?" fragen sich die Hammer. Zur Eindämmung der Corona-Welle in Hamm hat die Stadt schon drei private Feiern untersagt. Grundlage der Untersagung sind die Bestimmungen einer neuen Allgemeinverfügung der Stadt.  

Update, 24. September, 22.18 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. "Aus meiner Sicht macht es Sinn, dass das tatsächlich lokal, regional, nach dem Infektionsgeschehen auch passiert", sagte der CDU-Politiker am Abend in den ARD-"Tagesthemen". Es komme immer darauf an, was die Quelle für erhöhte Infektionszahlen sei.

Coronavirus in NRW: 300 Mitarbeiter von Fleischverarbeiter in Quarantäne

Update, 24. September, 20.29 Uhr: Im Fall des Fleischverarbeiters in Emsdetten (Kreis Steinfurt), bei dem 26 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, hat der Kreis Steinfurt alle rund 300 Mitarbeiter in Quarantäne geschickt. Sie und weitere rund 200 Kontaktpersonen sollen nun getestet werden. Am Abend teilte das Unternehmen mit, die bisherigen Erkenntnisse deuteten als Ursprung der Infektionen auf den privaten Bereich hin - auf zwei Feiern aus familiären Anlässen.

Update, 24. September, 20.13 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fordert eine neue Art der Risikobewertung in der Corona-Pandemie. "Wir brauchen für ganz Deutschland ein standardisiertes Corona-Monitoring, das die Pandemieentwicklung kommunenscharf abbildet", sagte Laschet. Er stellte sich damit hinter den Vorschlag seines Corona-Expertenrats, der sich für ein "Ampel"-System ausspricht. Als Beispiel nennt der Rat Österreich. Dem Rat gehört auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck an, der ebenfalls für einen Strategiewechsel plädiert hatte.

Coronavirus in NRW: Schärfere Regeln für private Feiern

Update, 24. September, 16.29 Uhr: Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun NRW-weit verschärft werden. "Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gegenüber dem WDR. Außerdem sei dabei ein Verantwortlicher zu benennen und eine Gästeliste einzureichen. "Dann kann das Ordnungsamt solche Feiern auch mal kontrollieren", sagte Laumann weiter. 

Die Neuregelung soll laut Ministerium für private Feierlichkeiten "aus herausragendem Anlass im öffentlichen Raum" ab 50 Teilnehmern gelten, also etwa in angemieteten Räumen, Gaststätten oder Versammlungsstätten wie Pfarrheimen. Als Beispiele wurden Jubiläen, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags- oder Abschlussfeiern genannt. Die vorab einzureichende Gästeliste mit den entsprechenden Daten der Gäste soll es den Kommunen ermöglichen, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Weiterhin gelte eine Höchstgrenze von 150 Teilnehmern.

Die aktuelle Coronaschutzverordnung ist bis einschließlich 30. September gültig. Die von Laumann angekündigte Änderung soll in die neue Coronaschutzverordnung aufgenommen werden, die ab dem 1. Oktober gelten soll. "Ich möchte nicht, dass wir im schlimmsten Fall vor der Entscheidung stehen, große Feiern gänzlich zu verbieten", erklärte Laumann laut einer Mitteilung des Ministeriums.

Coronavirus in NRW: 800 Schüler im Hotspot Hamm unter Quarantäne

Update, 24. September, 12.10 Uhr: In Hamm befinden sich rund 800 Schüler wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus in Quarantäne. Nachgewiesen ist das Virus derzeit bei 54 Schülern.

Update, 24. September, 11.45 Uhr: Pauschal von einem Arzt ausgefüllte Atteste reichen für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule nicht aus. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW heute entschieden und mitgeteilt. Geklagt hatten Schüler aus Bocholt im westlichen Münsterland. Sie hatten der Schulleitung jeweils zwei gleichlautende Bescheinigungen ihres Arztes vorgelegt. Die Leitung lehnte die Befreiung ab (Az.: 13 B 1368/20). Zuerst hatte sich das Verwaltungsgericht Münster in einem Eilverfahren dieser Sicht angeschlossen, dann jetzt auch das OVG. Laut Coronabetreuungsverordnung des Landes NRW müsse über die allgemeine Beeinträchtigung beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes konkrete körperliche oder psychische Erkrankungen von einem Arzt benannt werden, heißt es in der Begründung des OVG. Dies sei im Fall der beiden Schüler nicht glaubhaft gelungen. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Coronavirus in NRW: Corona-Regeln für Privatfeiern sollen verschärft werden

Update, 24. September, 8 Uhr: Hamm ist Corona-Hotspot - was bedeutet das für die Bürger der Stadt, die einen Urlaub - auch im eigenen Land - geplant haben? Auch wenn es eine Ausweisung als Risikogebiet seitens des NRW-Gesundheitsministeriums nach den Erfahrungen mit dem Kreis Gütersloh nicht mehr gibt; die Regelungen der einzelnen Bundesländer sind zum Teil streng. Bei Hausärzten in Hamm und auch bei der Stadt laufen die Telefonleitungen heiß. Binnen 48 Stunden einen geforderten, negativen Coronatest zu bekommen, dürfte ein großes Problem werden. 

Update, 23. September, 19.50 Uhr: Remscheid folgt Hamm: Angesichts stark steigender Neuinfektionswerte hat die bergische Stadt die Corona-Auflagen genau wie Hamm massiv verschärft. An allen weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder eingeführt, wie die Stadt heute mitteilte. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für Restaurants, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. 

Wie auch in Hamm müssen private Feiern mit geselligem Charakter wie runde Geburtstage, Hochzeiten oder Jubiläen ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen vorab den Behörden gemeldet werden. Ab 50 Gästen bis zu einer Obergrenze von 150 Personen muss die Stadt Feiern genehmigen. Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für 14 Tage. 

In Remscheid hatte die Zahl der Neuinfektionen den Schwellenwert von 50 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg auf einen aktuellen Wert von 51,4 - nach 36,9 am Dienstag. Wird in einer Stadt oder in einem Kreis die 50er-Grenze überschritten, sieht die Corona-Schutzverordnung in NRW "zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen" vor.

Update, 23. September, 15.32 Uhr: Nach wie vor ist die Stadt Hamm die mit den bundesweit höchstens Corona-Neuinfektionszahlen. Auch am Mittwoch stieg die Zahl weiter an. Am Nachmittag waren den Behörden 179 akut mit Corona infizierte Hammer bekannt. Damit liegt die Sieben-Tages-Indzidenz jetzt bei 94,9 (am Dienstag lag sie bei 87,1). Das bedeutet, dass am Mittwoch 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet wurden, wie ein Sprecher der Stadt erklärte. Die steigenden Zahlen hatten schon vorher zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Hamm geführt.

Coronavirus in NRW: Türkische Großhochzeit in Hamm Auslöser für Corona-Welle

Als Auslöser der Corona-Welle in Hamm gilt eine türkische Großhochzeit und damit verbundene Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Dort waren mindestens 309 Teilnehmer aus Hamm gewesen, die alle in Quarantäne müssen und getestet werden. "Wir sind dabei herauszufinden, wer die Verantwortlichen sind und prüfen, wie wir sie zur Rechenschaft ziehen können", erläuterte der Sprecher. Das gelte vor allem für Brautpaar und Betreiber der Lokalität in Hamm. Bußgelder oder auch Schadenersatz seien denkbar. Beteiligte der Hochzeitsfeiern mauern allerdings massiv, sodass die Stadt Probleme hat, die Hintergründe aufzuklären.

Coronavirus in NRW: "Größeres Ausbruchsgeschehen" in Fleischbetrieb

Der Kreis Steinfurt meldete ein "größeres Ausbruchgeschehen" in einem fleischverarbeitenden Betrieb. Es hieß, dass mindestens 26 Beschäftigte eines mittelgroßen Betriebs der Fleischverarbeitung positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Eine Sprecherin des Kreises sagte: "Das Ausmaß ist uns noch nicht bekannt, unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck." Es gehe darum, Infektionsketten rasch zu unterbrechen. Der Schwerpunkt des Geschehens liege im Emsdetten. Der Krisenstab stelle derzeit alle Informationen zusammen und werde noch am Nachmittag berichten. 

Coronavirus in NRW: Steigende Zahlen und Maßnahmen auch in Remscheid

Auch in Remscheid tagte am Mittwoch erneut der Krisenstab. Dort wurde den Bürgern geraten, in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In der bergischen Stadt mit rund 114.000 Einwohnern ist Sportunterricht in der Halle bis zu den Herbstferien nun verboten. Eine mehrsprachige Aufklärungskampagne und eine Plakataktion starteten. Man will Kontrollen verschärfen und Verstöße konsequent mit Bußgeldern ahnden. Die Sieben-Tage-Inzidenz des RKI kletterte auch im Fall von Remscheid deutlich - auf einen aktuellen Wert von 51,4 - nach 36,9 am Dienstag. Die Stadt prüft weitere Maßnahmen. Dort gelten vor allem "reiserückkehrende Familienverbünde" als Verursacher.

Coronavirus in NRW: Das passiert wenn eine Stadt oder ein Kreis die 50-er-Grenze überschreitet

Wird in einer Stadt oder in einem Kreis die 50er-Grenze überschritten, sieht die Corona-Schutzverordnung in NRW "zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen" vor. Schon ab einer Vorwarnstufe von 35 müssen erste Maßnahmen beraten werden. Über dieser Schwelle lag laut RKI Gelsenkirchen am Mittwoch mit 39,1 - und als größte Stadt in NRW näherte sich Köln dieser Marke mit 33,3 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Coronavirus in NRW: Großrazzien in Fleischbetrieben

Update, 23. September, 08.10 Uhr: Nach gehäuften Corona-Infektionen in Fleischbetrieben waren die Arbeitsbedingungen in der Branche und die Unterbringung ausländischer Beschäftigter erneut in den Fokus gerückt. Das hat eine bundesweite Debatte über die Arbeitsbedingungen in der Branche ausgelöst. Heute führt die Polizei bundesweit Großrazzien durch. 

Update, 22. September, 16.18 Uhr: Armin Laschet (CDU) hat eine landesweite Verschärfun g der Corona-Auflagen etwa mit Maskenpflicht im öffentlichen Leben trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst ausgeschlossen. "Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW", sagte Laschet am Dienstag zu Beginn einer Kabinettssitzung auf dem Wasserschloss Anholt in Isselburg. Bisher seien die Infektionsketten rückverfolgbar. Es werde daher weiter lokal reagiert, wie etwa in Hamm, wo die Auflagen verschärft worden seien. Wenn es - wie in Hamm - Verstöße gebe, müsse darauf mit Ordnungswidrigkeitsverfahren reagiert werden. "Wenn es in Hamm Probleme gibt, muss man aber nicht Menschen in der Eifel und im Sauerland dafür leiden lassen."

Auch schließt die Landesregierung flächendeckende Schul- oder Kitaschließungen aus. Das hat der NRW-Familienminister und stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Dienstag betont. Kommunen und Landesregierung handelten weiter lokal und regional. In der Abwägung liege der Schwerpunkt aber bei den Bildungschancen der Kinder, sagte Stamp. Im September habe es wegen der Corona-Pandemie 50 vollständige und 90 Teilschließungen von Kitas gegeben. Dies sei bei rund 10.000 Kitas in NRW akzeptabel. Die Landesregierung trifft sich in Isselburg zu einer zweitägigen Klausur.

Coronavirus in NRW: Mehrere Städte kurz vor der Corona-Bremse

Update, 22. September, 15.50 Uhr: Neben Hamm ist die Corona-Lage auch in Remscheid kritisch. Dort empfiehlt man Bürgern in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In den vergangenen sieben Tagen sei es zu 52,05 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen, teilte die Stadt den Stand vom Dienstag mit. Man könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der gesamten City aber nicht anordnen, sondern nur empfehlen, erläuterte eine Sprecherin nach einer Sitzung des Krisenstabs.

In Remscheid darf Schulsport bis zu den Herbstferien nun nicht mehr in der Halle stattfinden. Großveranstaltungen über 300 Personen werden nicht mehr genehmigt. Zum Maßnahmenpaket gehören eine Plakataktion und umfassende Infos, die Tausende Haushalte über Schulen, Kitas oder Vereine erreichen sollen.

In Gelsenkirchen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag laut RKI bei 38,0 - und fiel damit immerhin geringer aus als am Tag zuvor mit 44,1. Dennoch wäre das Platz zwei vor Remscheid. Die Stadt mit 265.000 Einwohnern veröffentlichte am Dienstag zunächst keinen neuen eigenen Wert. Dort dürfen nach einem Beschluss vom Montag an privaten Feiern in gewerblichen Räumen noch höchstens 50 Personen teilnehmen - statt zuvor maximal 150 Teilnehmern. Die Stadt appellierte an die Bürger, in privaten Räumen nur mit maximal 25 Personen zu feiern.

Coronavirus in NRW: Landesregierung hat "Null Toleranz" bei Feiern

Update, 22. September, 15.45 Uhr: Die NRW-Landesregierung will mit Blick auf die Wirtschaftslage ein erneutes Stilllegen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens unbedingt vermeiden. "Klar ist: Wir wollen einen zweiten Lockdown verhindern. Das ist derzeit die beste Wirtschaftspolitik", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). 

Update, 22. September, 15.33 Uhr: Am Rande einer zweitägigen Klausur der Landesregierung hat sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu der Corona-Krise geäußert. Er hält trotz der Pandemie Weihnachtsmärkte in den Städten für möglich. Es handle sich dabei letztlich um eine Entscheidung, die bei der jeweiligen Kommune liege, sagte er am Dienstag. Und er ergänzte: "Ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen.". Allerdings seien sie nur unter klaren Regeln denkbar, etwa mit Abstandsregeln. Auch Martinsumzüge seien möglich. Er halte sie "für das geringste Problem". "Wenn Kinder in der Kita auf engstem Raum zusammen sind, sollte es an der frischen Luft mit Abstand auch gelingen, eine Martinsfackel durch die Straße zu tragen", sagte Laschet.

Laschet kündigte vor Beginn einer Kabinettsklausur ein "Null-Toleranz-Prinzip" an. Wer Feiern mache, müsse sich an die Regeln halten, und wenn das jemand nicht tue, müsse das "als Ordnungswidrigkeit geahndet werden". Laschet bezog sich auf eine Feier mit rund 250 Menschen, bei der es keinen Listen für Kontaktnachverfolgung gegeben habe. Bei der Hochzeitsfeier hatten sich 86 Menschen infiziert. Bei dem Fest waren 236 Gäste aus Hamm.

Coronavirus in NRW: Hamm greift durch

Update, 22. September, 13.07 Uhr: Hamm greift immer drastischer durch: Die Stadt hat heute Mittag unter anderem die Maskenpflicht für weiterführende Schulen und Kontaktbeschränkungen verkündet, berichtet wa.de*.

Update, 22. September, 12.05 Uhr: Im Zuge der dramatischen Corona-Entwicklung in Hamm hat die Stadt am Dienstag den Kirmes-Park an den Zentralhallen gestoppt. Weitere Maßnahmen sind wahrscheinlich. Ein Hammer Chefarzt erklärt das aktuelle Phänomen.

Coronavirus in NRW: Massentest an Gesamtschule in Ostwestfalen

Update, 22. September, 11.35 Uhr: Nach vier Corona-Infektionen unter Schülern einer Schule in Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke (Ostwestfalen) haben die Behörden einen Massentest angeordnet. Bis Mittwoch ist die Gesamtschule voraussichtlich geschlossen, am Dienstag war der Test der rund 1500 Schüler und Lehrer angelaufen.

Update, 22. September, 8.36 Uhr: Die Corona- Zahlen in NRW steigen: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und sein Stellvertreter Joachim Stamp wollen sich gegen 14.30 Uhr zur aktuellen Lage äußern.

Update, 22. September, 7.26 Uhr: Wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen schlägt eine weitere Stadt in Nordrhein-Westfalen eine etwas härtere Gangart ein. In Remscheid soll den Bürgern empfohlen werden, im ganzen öffentlichen Raum Mundschutz zu tragen - über diese Maßnahme und ein weitere Vorgaben will heute der Krisenstab der 114.000-Einwohner-Stadt entscheiden. An weiterführenden Schulen soll ein Mund-Nasen-Schutz zudem wieder Pflicht sein. In Remscheid waren am Montag im Wochenschnitt 38 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden.

Coronavirus in NRW: Schnelltest vor dem Fußball-Stadion?

Update, 22. September, 6.46 Uhr:Werden Fußballfans bald direkt am Stadion auf eine mögliche Coronavirus-Infektion getestet? Das kann sich Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionschef im NRW-Landtag, vorstellen. "In wenigen Tagen wird ein Schnelltest auf den deutschen Markt kommen, der innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis bringt. Dann wüssten alle im Stadion, dass dort niemand ansteckend infiziert ist. Und im Stadion wäre schon wieder sehr viel Normalität möglich." Die neuen Tests könnten nicht nur im Fußball genutzt werden, sondern auch in Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen und Krankenhäusern.

Update, 21. September, 17.22 Uhr: Wie befürchtet sind die Corona-Zahlen in Hamm am Montag weiter stark gestiegen. Der so genannte RKI-Wert lag am Montagmittag bei 70,9. Auch wenn es keinen neuerlichen Lockdown geben soll: Die Konsequenzen in Hamm werden vielerorts spürbar sein.

Coronavirus in NRW: Rollt die zweite Welle an?

Update, 21. September, 9.17 Uhr: Hamm steht mit 46,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagenkurz vor der wichtigen Marke von 50. Die Stadt stand NRW-weit am Montag an der Spitze der Liste der sogenannten 7-Tage-Inzidenz und überholte mit einem Anstieg von fast vier Punkten zum Vortag Gelsenkirchen.

Auch in anderen Städten liegt der entsprechende Wert weiter über der Zahl 35, ab der bereits erste Maßnahmen ziehen: Gelsenkirchen lag - zum Vortag unverändert - bei 44,1. Remscheid bei 37,8, wobei der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) am Vortag noch bei 36,9 lag. Für Köln betrug der Wert am Montag 33,2 (Vortag: 34,2). Der Oberbergische Kreis stagnierte bei 33,0. 

Heute wollen die Behörden entscheiden, ob in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid wieder striktere Beschränkungen eingeführt werden. In Köln solle am Dienstag der Krisenstab zusammentreten, teilte ein Sprecher mit.

Coronavirus in NRW: Zahl der Neuinfektionen steigt in einigen Städten stark

Update, 20. September, 13.52 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen Städten in NRW steigt weiterhin stark an. Am Sonntag überschritten auch die Städte Hamm und Remscheid die sogenannte Vorwarnstufe. Das heißt, die Menschen dort müssen sich jetzt womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Update, 20. September, 9.30 Uhr: Nach der Absage von klassischen Karnevalssitzungen und -Zügen wollen die rheinischen Narren ihr Fest während der Corona-Pandemie auf neue Art feiern. "Die Absage bezieht sich auf die Formate, wie wir sie kennen", sagte der oberste Kölner Karnevalist Christoph Kuckelkorn am Samstag. "Ab jetzt planen wir völlig anders, völlig neu." So soll am 11.11., dem Beginn der Karnevalszeit, sowohl die traditionelle Eröffnungsveranstaltung in Düsseldorf - Hoppeditz' Erwachen - stattfinden als auch die Auftaktfeier in Köln.

Diese Feier mit den bekanntesten Karnevalsbands werde allerdings nicht wie sonst auf dem Heumarkt in der Altstadt mit vielen tausend Zuschauern abgehalten, sondern unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Kölner Wagenbauhalle. Der Westdeutsche Rundfunk werde die ganze fünfeinhalb Stunden lange Show live im Fernsehen übertragen.

Coronavirus in NRW: Gelsenkirchen überschreitet Vorwarnstufe

Update, 19. September, 11.50 Uhr: In Gelsenkirchen ist die Zahl der Neuinfektionen massiv angestiegen. Damit nähert sich die Stadt der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. In Gelsenkirchen liegt dieser Wert bei 44,1.

Sollte die Sieben-Tages-Inzidenz über 50 steigen, kündigte die Stadt "einschneidende Einschränkungen" an. Größere private Feiern sollen zur Virusverbreitung beigetragen haben.

In Köln liegt der Wert aktuell bei 34,8. Deshalb muss das Fußball-Bundesligaspiel des FC Köln gegen Hoffenheim am Samstag doch ohne Zuschauer stattfinden. Auch in Hamm ist die Sieben-Tages-Inzidenz im Moment mit 34,1 sehr hoch.

Coronavirus in NRW: Karnevalisten wollen kreative Alternativen finden

Update, 19. September, 11.30 Uhr: Nach der Absage des Straßenkarnevals hat der oberste Kölner Karnevalist dazu aufgerufen, "kreativ zu werden und das Herz des Fastelovends herauszuarbeiten". Das sagte Christoph Kuckelborn. "Feiern um jeden Preis" sei nie das Ziel der Karnevalisten gewesen.

Update, 18. September, 19.06 Uhr: Schlechte Nachrichten für alleKarneval-Fans: Die Session 2020/21 fällt so gut wie aus. Es sollkeinen Straßenkarneval geben. Nur „karnevalistische Kulturveranstaltungen“ mit Bühnenprogramm sollen unter strengen Auflagen stattfinden können.

"Gesellige Karnevalsveranstaltungen" seien in diesem Jahr "nicht möglich", sagte der nordrhein-westfälische Staatskanzleichef Nathanael Liminski am Freitag nach Beratungen mit Karnevalsvertretern in Düsseldorf. Er rief die Karnevalisten auf, in diesem Jahr"zu Hause im kleinen Kreis" zu feiern.

„Diese Entscheidung kann angesichts der Pandemielage niemanden überraschen. Es ist natürlich enttäuschend für die Vereine und die Jecken, dass der Karneval, wie wir ihn kennen, nicht möglich sein wird. Immerhin haben die Vereine jetzt weitestgehend diePlanungssicherheit, die für sie wichtig ist. Es ist für die Zukunft auch gut, dass das Land finanzielle Hilfen für die Karnevalsvereine in Aussicht gestellt hat“, kommentiert Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel bei "DerWesten".

Coronavirus in NRW: Karnevals-Aus droht - doch die Jecken wollen es so 

Update, 18. September, 14.22 Uhr: Weiter heißt es jetzt nach WDR-Informationen, dass die Chefs der Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen der Landesregierung einen entsprechenden Vorschlag zur Komplett-Absage unterbreiten möchten. Eine Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval wollte den Bericht nicht kommentieren. 

Der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Klaus-Ludwig Fess, wollte den Ergebnissen des Treffens in Düsseldorf nicht vorgreifen. Er betonte am Freitag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur aber, dass er eine offizielle Absage von karnevalistischen Großveranstaltungen durch die Regierung im ersten Quartal begrüßen würde. So gäbe es für alle Karnevalsvereine in NRW - also nicht nur die in den großen Städten - eine Rechtssicherheit.

Wie der WDR weiter berichtete, pochen auch die anderen Teilnehmer des Treffens aus den Karnevalshochburgen auf ein Verbot durch die Regierung. Sie wollen demnach sogar ein Alkohol- und Verweilverbot für die tollen Tage in den Innenstädten durchsetzen. Eine Zustimmung der Landesregierung zu den Plänen der Karnevalisten gelte jedoch keineswegs als sicher, so der WDR. Es könne rechtliche Bedenken geben. Das Landeskabinett wolle am Mittwoch über die Vorschläge beraten.

Update, 18. September, 14.13 Uhr: Kommt heute das Aus für den Karneval? Laut WDR-Informationen soll der Sitzungs- und Straßenkarneval in NRW für die kommende Session komplett abgesagt werden. Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich um 17 Uhr mit Vertretern der NRW-Landesregierung zu einem Karnevals-Gipfel. Um 18.30 Uhr soll über die Ergebnisse informiert werden. Wir werden Sie an dieser Stelle über alle Entwicklungen informieren.

Coronavirus in NRW: Wieder Zuschauer in der Fußball-Bundesliga

Update, 17. September: Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich am Freitag (18. September) mit Vertretern der NRW-Landesregierung zu einem Karnevals-Gipfel. Bei dem Treffen in der Düsseldorfer Staatskanzlei soll über ein 30-seitiges Konzept gesprochen werden, das die Karnevalisten dem Gesundheitsministerium vorgelegt hatten. Es enthält Handlungsempfehlungen, wie zum Beispiel am 11.11. trotz Corona-Krise zur Sessionseröffnung Karneval gefeiert werden könnte.

Coronavirus in NRW: Laschet zu Zuschauer-Lockerungen

Update, 15. September, 18.51 Uhr: Bei Spielen der Fußball-Regionalliga und anderen Sportveranstaltungen in NRW sind künftig zumindest theoretisch noch mehr Zuschauer erlaubt als bei Bundesliga-Spielen. Viertligist Alemannia Aachen dürfte am Tivoli bei einem Drittel der Stadionkapazität künftig bis zu 11.000 Zuschauer empfangen. In der Fußball-Bundesliga sind bei dem Test-Betrieb von sechs Wochen 20 Prozent der Stadion-Kapazität möglich, das wären bei Bayer Leverkusen rund 6.000 Besucher.

Update, 15. September, 17.59 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich zu den Lockerungen in den Stadien und Sporthallen geäußert. „Sportveranstaltungen leben von der Unterstützung der Fans, von der Atmosphäre mit Publikum – das gilt sowohl für Bundesligaspiele, als auch für den Amateur- und Breitensport", sagte Laschet. Er bezeichnete die neue Regelung als "weiteres Stück verantwortungsvolle Normalität".

Update, 15. September, 17.45 Uhr: Ab dem morgigen Mittwoch (16. September) dürfen trotz Corona-Krise bei Sportveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen oder bei Wettbewerben wieder mehr als 300 Zuschauer anwesend sein, sofern ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorgelegt wird.

Bei mehr als 1.000 Zuschauern gilt – wie auch bei sonstigen Veranstaltungen – eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätte, heißt es in einer Mitteilung der NRW-Staatskanzlei.

Coronavirus in NRW: Kein Alkohol bei Bundesliga-Spielen

Die Länder haben sich auf diese Eckpunkte für die Zulassung von Zuschauerinnen und Zuschauer bei Bundesliga-Spielen und anderen bundesweiten Teamsportwettbewerben geeinigt:

  • In einem sechswöchigen Probebetrieb sollen die Hygienekonzepte, die als Grundlage für die Zulassung von Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen dienen, getestet werden.
  • Das aktuelle Corona-Pandemiegeschehen wird berücksichtigt. So werden keine Zuschauer zu Veranstaltungen zugelassen, wenn die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist.
  • Das Abstandsgebot von 1,5 Metern muss durch eine Reduktion der maximalen Zuschauerauslastung, eine Entzerrung der Besucherströme bei Ein- und Auslass und durch ein Verbot des Ausschanks und Konsums von Alkohol gewährleistet werden.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Einnehmen des Sitz- oder Stehplatzes ist Pflicht. Für ausreichende Lüftung der Veranstaltungsorte muss gesorgt werden.
  • Die zulässige Zuschauerzahl wird für jeden Austragungsort individuell bestimmt. Zulässige Höchstkapazität während des sechswöchigen Probebetriebs sind bei mehr als 1.000 Zuschauern 20 Prozent der jeweiligen Stadien- oder Hallenkapazität.

Coronavirus in NRW: Verordnungen bis 30. September verlängert 

Update, 15. September, 17.34 Uhr:  Das NRW-Landeskabinett hat heute die Verlängerung der Corona-Verordnungen bis einschließlich 30. September beschlossen. Veränderungen gibt es vornehmlich im Bereich des Sports: hier sind in allen Bereichen wieder mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in den Sportstätten zugelassen.

Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Die Staatskanzleien verständigten sich auf einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern. Die Grenze liegt oberhalb einer Zahl von 1000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität.

Coronavirus in NRW: Alle neuen Entwicklungen in unserem News-Ticker

Update, 14. September, 15.37 Uhr: Die Stadt Leverkusen hat alle Umzüge der kommenden Karnevalssession abgesagt. Man wolle die Gesundheit der Bevölkerung nicht gefährden, hieß es in einer Mitteilung von Stadt und Karnevalsvereinen am Montag. Auch Prinzenproklamation, Rathaussturm und andere öffentliche Großveranstaltungen der Vereine werde es im kommenden Jahr wegen der Corona-Gefahr nicht geben. 

Frohsinn und närrisches Treiben seien in der aktuellen Zeit weder vermittelbar noch verantwortungsbewusst, sagte Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD). Seit Wochen wird angesichts der Corona-Pandemie über die kommende Session debattiert. Zahlreiche Politiker, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), aber auch der Vize-Ministerpräsident von NRW, Joachim Stamp (FDP), haben sich für eine Absage des Karnevals ausgesprochen.

Coronavirus in NRW: Handwerker haben deutlich weniger Geschäft

Update, 14. September, 12.28 Uhr: Die nächste Branche, die unter dem Coronavirus leidet: In der Corona-Krise haben inNRW Handwerker deutlich weniger Geschäft gemacht als im gleichen Zeitraum 2019. Der Umsatz des zulassungspflichtigen Handwerks sei im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent gesunken, teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mit. Vor allem Handwerker, die in der Kraftfahrtbranche arbeiten, mussten heftige Einbußen hinnehmen - hier sanken die Erlöse um ein Fünftel (19,6 Prozent). Der Effekt auf den Arbeitsmarkt war allerdings nicht so gravierend: Die Beschäftigtenzahl aller Handwerker reduzierte sich nur um 1,5 Prozent. Das berichtet dpa. 

Update, 12. September, 10.22 Uhr: Das Dortmunder "Fest der Chöre" trotzt Corona und geht heute im digitalen Raum über die Bühne. Normalerweise verwandelt sich die Innenstadt von Dortmund seit vielen Jahren einen Tag lang in eine Klanglandschaft - mit Auftritten von weit mehr als Hundert Chören und Ensembles. Wegen der Pandemie wird der Veranstalter Klangvokal Musikfestival Dortmund diesmal ab 12 Uhr ein 80-Minuten-Programm über Facebook zeigen. Zu den Höhepunkten gehört ein virtueller Projektchor.

Coronavirus in NRW: Minister fordert Nachvollziehbarkeit der Coronaschutzverordnung 

Update, 11. September, 17.24 Uhr: Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) möchte die stetig angewachsene Coronaschutzverordnung auf das Wesentliche beschränken. "Wir brauchen eine transparente, schlanke und für die Bürgerinnen und Bürger leicht nachvollziehbare Verordnung", sagte der FDP-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

In den vergangenen sechs Monaten sei die bisherige Verordnung auf inzwischen 19 Seiten, 19 Paragrafen und 41 Bußgeld-Tatbestände angewachsen. Die aktuelle Version gilt zunächst noch bis einschließlich Dienstag nächster Woche. 

Joachim Stamp, stellvertretender NRW-Ministerpräsident, will die Coronaschutzverordnung "entrümpeln". 

Am Anfang sei es richtig und wichtig gewesen, detaillierte Vorgaben für das Leben mit der Pandemie zu machen, stellte Stamp fest. Nun sei es aber an der Zeit, die Verordnung nicht nur zu entbürokratisieren, sondern mit dem Wissen von heute völlig neu zu formulieren.

"Um drohende Insolvenzen abzuwenden, brauchen wir klare und präzise Regelungen für die von der Krise besonders stark betroffenen Schausteller, für die Durchführung der Weihnachtsmärkte und insbesondere auch für die vielen Vereine des Amateur- und Breitensports in Nordrhein-Westfalen", betonte Stamp. 

Coronavirus in NRW: Bald wieder mehr Zuschauer bei Sportveranstaltungen erlaubt

Update, 11. September, 16.43 Uhr: Bei Sportveranstaltungen in NRW sollen von der kommenden Woche an mehr als 300 Zuschauer erlaubt werden. Das teilte die Staatskanzlei nach einem Sport-Gipfel von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag mit zahlreichen Funktionären verschiedener Sportarten mit. Dabei ging es auch um den Spitzensport jenseits der Fußball-Bundesliga

Eine genaue Zahl von Zuschauern gab die Landesregierung zunächst nicht bekannt. "Bei regionalen Ligen und bei regionalen, nationalen sowie internationalen Sportwettkämpfen wird es wieder möglich sein - unter Beachtung notwendiger Hygiene- und Schutzmaßnahmen und der Kapazitäten der Sportstätte - mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in Stadien und Sporthallen zuzulassen", hieß es in der Mitteilung. Es sei in den Gespräche deutlich geworden, "dass die Sportarten sehr unterschiedliche Bedarfe für einen wirtschaftlich vertretbaren Betrieb haben", deshalb arbeite die Landesregierung nun an einem "stimmige Gesamtkonzept, das die unterschiedlichen Kapazitäten der Sportstätten berücksichtigt und bereits mit der nächsten Novelle der Corona-Schutzverordnung am kommenden Dienstag in geltendes Recht umgesetzt werden soll." 

Zudem beschloss die Landesregierung ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen Euro für Vereine, die durch die Corona-Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.

Coronavirus in NRW: Schulen in Wuppertal geschlossen

Update, 11. September, 16.40 Uhr: Nach mehreren Corona-Infektionen sind eine Gesamtschule und eine Grundschule in Wuppertal vorsorglich geschlossen worden. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, fällt der Präsenzunterricht bis Mittwoch aus. An beiden Schulen wurden je drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Bei der Gesamtschule dürfen 1500 Schüler und 120 Lehrkräfte nicht in die Schule. An der Grundschule sind 300 Schüler und 30 Lehrkräfte von der Schließung betroffen. Das Gesundheitsamt und die Schulleitungen versuchten nun, Infektionsketten nachzuvollziehen.

Coronavirus in NRW: Solingen vor Corona-Bremse

Update, 11. September, 15.45 Uhr: Erstmals in NRW ist eine Kommune wegen einer hoher Corona-Fallzahlen dem Schwellenwert der sogenannten Corona-Bremse nahe gekommen. In Solingen registrierten die Gesundheitsbehörden in den letzten sieben Tagen insgesamt 34,5 neue Fälle pro 100.000 Einwohner. Seit Anfang September gilt in NRW, dass sich ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner die betroffenen Kommunen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der zuständigen Bezirksregierung über konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen müssen. Kontakt gab es aber schon: "Das Landeszentrum Gesundheit steht bereits mit der Stadt Solingen und der Bezirksregierung Düsseldorf im Kontakt zur weiteren Sachverhaltsaufklärung zu den Hintergründen dieses Anstiegs", erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Düsseldorf.

Die Fallzahl in Solingen war in den vergangenen zwei Tagen erst um 19, dann noch einmal um 16 gestiegen. Zwölf positive Tests seien allein auf eine private Feier im benachbarten Leichlingen zurückgegangen, hatte die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. Neun weitere Fälle stammten aus einer Seminargruppe für ein Freiwilliges Soziales Jahr, die sich im Westerwald getroffen habe. Daraus erkläre sich ein Großteil der Infizierten, sagte Stadtsprecher Thomas Kraft am Freitag. Das Geschehen sei lokalisierbar, anlassbezogen und nachvollziehbar. "Natürlich wird jetzt mit erhöhter Aufmerksamkeit geschaut, ob sich die Entwicklung fortsetzt oder nicht." Im Gesundheitsamt habe es bis Freitagmittag aber keinen Hinweis darauf gegeben, dass es einen weiteren größeren Anstieg gebe. Besondere Schutzmaßnahmen würden zunächst nicht ergriffen.

Coronavirus in NRW: Sport-Gipfel für finanzielle Hilfen

Update, 10. September, 22.26 Uhr: Bei einem Sport-Gipfel mit Ministerpräsident Armin Laschet und zahlreichen Funktionären soll am Freitag (9 Uhr) über weitere finanzielle Hilfen und die Ermöglichung von Amateursport vor Zuschauern beraten werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. 

Die Landesregierung hatte Ende März beschlossen, Sportvereine und -verbände bei den Folgen der Corona-Pandemie zu unterstützen. Die "Soforthilfe Sport" mit zehn Millionen Euro richtet sich an Sportvereine, die sich in einer existenziellen Notlage befinden. 

Jetzt soll es weiter gehen. "Bevor wir über Zuschauer bei der Fußball-Bundesliga entscheiden, brauchen wir ein klares Signal für den Breitensport", sagte Laschet. Die Amateurvereine seien das "Rückgrat unseres Sportlands" - viele seien durch die Corona-Beschränkungen aber finanziell unter Druck geraten. 

Coronavirus in NRW: Darf mein Kind mit Husten oder Schnupfen zur Schule?

Update, 10. September, 9.54 Uhr: Die Schule läuft wieder in NRW; der Herbst steht vor der Tür und damit die Krankheitssaison. In Corona-Zeiten sind viele Eltern verunsichert. Darf mein Kind mit Husten oder Schnupfen zur Schule? Ein Experte rät nicht zu einem voreiligen Gang zum Kinderarzt.

Update, 8. September, 17.20 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus darf der Arzneimittelentwickler Janssen aus Neuss bei Düsseldorf einen möglichen Impfstoff in Deutschland am Menschen testen. Die klinische Prüfung sei genehmigt worden, teilte das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag mit. 

Bei der Phase-II-Studie solle an einer größeren Zahl von Probanden untersucht werden, ob der Impfstoff wirksam, sicher und verträglich ist. Bei dem Impfstoffkandidaten von Janssen handele es sich um einen Vektor-Impfstoff, bei dem ein abgeschwächtes Virus genutzt werde, damit der Körper eine Immunantwort auf das Virus Sars-CoV-2 produziere, teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. Weltweit laufen inzwischen Dutzende klinische Studien zu Corona-Impfstoff-Kandidaten.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht in Bordellen?

Update, 8. September, 16.09 Uhr: Zum gekippten Sexverbot in Bordellen (Update 13.41 Uhr) schlagen die Richter in ihrem Beschluss weitere Maßnahmen vor, um die Infektionsgefahr bei sexuellen Dienstleistungen zu minimieren. So sei in einem neuen Erlass des Landes eine Pflicht zur Begrenzung der Zahl der Kunden denkbar, Abstandsgebote und Desinfektionsintervalle für die Dienstleister, ebenso Vorgaben für regelmäßige Belüftung der Räume. Nach Ansicht des 13. OVG-Senats kommt auch eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Prostituierte und die Kunden in Betracht.

"Dass solche Maßnahmen mit Blick auf die angestrebte Beherrschung des allgemeinen Infektionsgeschehens durch eine Reduzierung von Infektionsgefahren per se ungeeignet oder nicht ausreichend wären, erkennt der Senat nicht", heißt es im Beschluss. Es sei auch nicht ersichtlich, dass die Einhaltung branchenspezifischer Schutzmaßnahmen darüber hinaus grundsätzlich dem Geschäftsmodell der Prostitution zuwiderlaufe.

Coronavirus in NRW: Minister Stamp sieht Probleme in der Kontaktnachverfolgung

Update, 8. September, 15.26 Uhr: Die NRW-Landesregierung sieht Probleme bei der Umsetzung des Urteils des Oberverwaltungsgerichts (OVG) zur Erlaubnis von Sexdienstleistungen in der Corona-Krise (Update 13.41 Uhr). Man müsse nun sehen, wie der Beschluss umzusetzen sei, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. "Die Kontaktnachverfolgung ist in einem Bereich, wo es ein Stück weit um Diskretion geht, schwierig." Ein "ernsthaftes Problem" sei auch ein zunehmend illegaler Bereich, "wo es um brutalste Ausbeutungsverhältnisse gerade von Frauen geht", sagte Stamp, der auch Familienminister ist.

Update, 8. September, 14.45 Uhr: Gegner der Corona-Maßnahmen haben für den 20. September eine Demonstration in Düsseldorf mit fast 50.000 Teilnehmern angemeldet. Ein Polizeisprecher bestätigte am Dienstag die Anmeldung. Man wolle nun Gespräche mit den Veranstaltern führen. Dass es sich beim Anmelder um die Gruppe "Querdenken 711" handelt, die auch zur Demo in Berlin am vorvergangenen Wochenende aufgerufen hatte, bestätigte die Polizei zunächst nicht. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

Update, 8. September, 14.20 Uhr: Auch einen Monat nach Ende der Sommerferien sind laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) keine unkontrollierten Corona-Infektionen in NRW festzustellen. "Auch nach der Aussetzung der Maskenpflicht im Unterricht sind unsere Schulen weiterhin sichere Orte", sagte Gebauer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf. "Die Maßnahmen zur Einhaltung von Hygiene und Infektionsschutz greifen."

Coronavirus in NRW: Sexarbeit wieder erlaubt - Gericht kippt Verbot

Update, 8. September, 13.41 Uhr:

Bordellbetreiber und Prostituierte können ihre Dienstleistungen in der Corona-Krise vorläufig wieder anbieten. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für NRW in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden. Die vom Land erlassene Coronaschutzverordnung ist damit im Bezug auf das Verbot von sexuellen Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten und Bordellen außer Vollzug gesetzt (Az.: 13 B 902/20.NE, nicht anfechtbarer Beschluss).

Die vollständige Untersagung aller sexuellen Dienstleistungen sei derzeit nicht mehr verhältnismäßig, heißt es in der Begründung des OVG. Ähnlich wie beim Sex werde auch beim Sport oder im Fitnessstudio heftig geatmet und vermehrt virushaltiges Aerosol verteilt. Auch sei nicht ersichtlich, warum die Gefahr bei sexuellen Dienstleistungen höher als bei privaten Feiern mit bis zu 150 Personen sein soll.

Coronavirus in NRW: Immun gegen Corona? In Aachen startet eine Riesen-Studie

Update, 8. September, 8.24 Uhr: In Aachen startet morgen eine bundesweit angelegte Studie zur Untersuchung des Immunstatus der Bevölkerung bei Coronaviren. Nach Reutlingen und Freiburg in Baden-Württemberg sei Aachen die dritte Testregion, sagte der Koordinator der Studie, Prof. Gérard Krause, am Montag in Aachen. 

Bis zu 3000 Menschen in der Region sollen bis zum 20. Oktober bei der Antikörperstudie untersucht werden, sagte der Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Nach dem Kreis Heinsberg war die Städteregion Aachen zu Beginn der Coronavirus-Pandemie im Frühjahr besonders betroffen. Die zufällig ausgewählten, durchweg erwachsenen Teilnehmer werden befragt, und ihnen wird Blut für einen Antikörpertest entnommen. Der Studienleiter sagte, eine Auswertung der ersten beiden Städte habe ergeben, dass bei einem niedrigen einstelligen Prozentsatz der Probanden Antikörper nachgewiesen werden konnte. 

Die Bereitschaft zur Teilnahme sei groß. Etwa die Hälfte der Angeschriebenen habe sich bereit erklärt. "Das ist erstaunlich hoch", sagte Krause. Die Studie soll dazu beitragen, das Infektionsgeschehen besser zu überblicken, die Bewältigungsstrategien im Umgang mit der Pandemie zu verbessern und Wissen mit Blick auf künftige Impfkampagnen zu gewinnen. Mit Aachen beteiligen sich in der Region die Kommunen Stolberg, Eschweiler, Herzogenrath und Würselen. Nach Angaben des Helmholtz-Zentrums stehen noch nicht alle künftig teilnehmenden Städte fest. (dpa)

Coronavirus in NRW: Verstöße gegen das Infektionsgesetz bei Treffen von Autofans

Update, 6. September, 8.49 Uhr: Wegen Verstößen gegen das Infektionsgesetz hat die Polizei in Mülheim an der Ruhr ein Treffen von etwa 600 Autofans aufgelöst. Die Teilnehmer hatten sich in sozialen Netzwerken verabredet und waren am Freitagabend mit etwa 300 Autos aus dem gesamten Ruhrgebiet und dem Rheinland angereist. Bei dem Treffen auf einem Parkplatz eines Gewerbegebiets sei "massiv gegen das Infektionsgesetz verstoßen" worden, teilte die Polizei am Samstag mit. 

So hätten viele Menschen zu nah beieinander gestanden und keinen Mund-Nasenschutz getragen. Die Polizei stellte die Personalien der Anwesenden fest und fertigte Videoaufnahmen an. Allen wurde ein Platzverweis erteilt. Es sei mit einer großen Zahl von Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten zu rechnen, hieß es weiter.

Coronavirus in NRW: Laschet äußert Vorschlag Quarantäne zu verkürzen

Update, 4. September,  12.48 Uhr: Armin Laschet (CDU) hat sich außerdem offen für den Vorschlag gezeigt, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen. "Es würde das ganze System erleichtern", sagte er. Menschen weniger als 14 Tage Quarantäne zuzumuten,erhöhe die Akzeptanz für die Maßnahme. Allerdings müsse ein solcher Schritt wissenschaftlich abgesichert sein. 

"Es ist immer klug, bei all diesen Vorschlägen auf den Rat der Experten zu hören", sagte der Ministerpräsident von NRW. "Und wenn es am Ende Konsens aller Virologen sein sollte, dass in der Tat sieben oder acht Tage ausreichen für eine Quarantäne, dann wird sich die Politik dem nicht verschließen." DerBerliner Virologe Christian Drosten hatte für eine Verkürzung plädiert, um die Akzeptanz für die Maßnahmen in der Gesellschaft zu erhalten

Menschen mit Verdacht auf eine Infektion sollten sich nur noch 5 statt 14 Tage isolieren müssen. Mit diesem Vorschlag gehe er "bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie", sagte er am Dienstag in seinem NDR-Podcast. Er regte zudem an, die fünf Tage nicht für Tests zu "verschwenden", sondern erst nach Ablauf der Zeit zu testen, ob die Betroffenen infiziert waren und noch infektiös sind.

Coronavirus in NRW: Corona-Check an Schulen - Martinsumzüge sollen stattfinden

Update, 12.14 Uhr, 4. September: Ministerpräsident Armin Laschet hält Martinsumzüge in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie für möglich: "Wenn Kinder in den Kitas eng zusammen sind, dann können sie auch mit Abständen Martinsumzüge machen." In Nordrhein-Westfalen werde es keine landesgesetzlichen Verbote zu Martinsumzügen geben.

Update, 11.39 Uhr, 4. September: Corona-Check an Schulen - das kündigteN RW-Ministerpräsident Armin Laschet am Freitag in Düsseldorf an. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus soll die Verbreitung von Aeorosloen in Klassenzimmern an Schulen in NRW untersucht werden.

Coronavirus in NRW: Minister schließt Schließung von Kitas und Schulen aus

Update, 3. September, 18.54 Uhr: NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) erteilt einer erneuten flächendeckenden Schließung von Bildungseinrichtungen in der Corona-Krise eine Absage. Er gebe den Familien "eine Bildungs- und Betreuungsgarantie": " Es wird keine landesweite Schließung von Kitas und Schulen mehr geben ", sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident. Das gelte auch, wenn die Infektionszahlen im Winter wieder stiegen.

Frühkindliche Bildung müsse sehr ernst genommen werden. Die Bundesregierung müsse sie stärker in den Mittelpunkt stellen als zu Beginn der Krise. Der Minister sagte, seit dem Neustart der Kitas seien die Rückmeldungen positiv. Es habe vereinzelt Schließungen gegeben, aber bisher keinen Hotspot in einer Kita oder Schule.

Coronavirus in NRW: Größtes Bordell insolvent

Update, 3. September, 15.30 Uhr: Das "Pascha" in Köln, Europas größtes Bordell, hat Insolvenz angemeldet. Ein Sprecher des Amtsgerichts Köln bestätigte am Donnerstag, dass der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens dort eingegangen sei. "Wir sind am Ende", sagte Geschäftsführer Armin Lobscheid dem Kölner "Express". Wegen des andauernden Prostitutionsverbots während der Corona-Krise seien die Rücklagen aufgebraucht. Lobscheid kritisierte im "Express", die Branche werde von der Politik hingehalten. "So können wir nicht planen. Wir hätten die Insolvenz mithilfe der Banken vielleicht abwenden können, wenn man uns zugesagt hätte, dass es Anfang nächsten Jahres wieder losgehen kann." Jeder in der Branche wisse, dass das Geschäft mit dem käuflichen Sex munter weitergehe - allerdings "in der Anonymität und vorbei am Finanzamt".

Coronavirus in NRW: Keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demos

Update, 2. September, 16.47 Uhr: In NRW soll trotz der Corona-Pandemie weiterhin keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen gelten. Sie kann aber vom Ordnungsamt in Abstimmung mit der Polizei als weitere Schutzmaßnahme angeordnet werden. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klar.

Update, 2. September, 13.33 Uhr: Die Landräte in NRW appelieren an die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Mit Blick auf die Erkältungs- und Grippezeit im Herbst sei die Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene und Alltagsmasken) umso wichtiger.

Die NRW-Kreise hätten in den vergangenen Monaten intensive Arbeit geleistet, die Kapazitäten in ihren Gesundheitsämtern hochgefahren und die individuelle Pandemie-Lage vor Ort im Griff behalten. Doch die Ressourcen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes seien nicht unendlich: „Mit Blick auf den Herbst brauchen wir praktikable Konzepte, um den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu entlasten und die vorhandenen Ressourcen da einsetzen zu können, wo sie dringend benötigt werden: Bei der Kontaktverfolgung“, sagt der Präsident des Landkreistags NRW, Landrat Thomas Hendele (Kreis Mettmann).

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Infizierten fällt

Update, 1. September, 15.36 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Menschen in NRW ist binnen 24 Stunden um exakt weitere 300 gefallen - auf jetzt 3465 (Vortag 3765). Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der bestätigten Infektionen zwar von 58.686 um 336 Fälle auf 59.022, doch zeitgleich gelten jetzt auch schon 53.745 Personen als genesen. Das sind 635 weniger als am Vortag (53.110). Die Zahl der Todesfälle stieg um einen auf 1812.

Coronavirus in NRW: Gute Nachrichten für Chöre und Blasorchester

Update, 1. September, 14.39 Uhr: Nach monatelanger Zwangspause vor allem wegen nicht ausreichend großer Räumlichkeiten dürften viele Chöre, Musikvereine und Blasorchester mit Stichtag 1. September endlich wieder in die Lage versetzt worden sein, den Probebetrieb aufzunehmen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat nämlich mit Inkrafttreten der neuen Coronaschutzverordnungdie Auflagen für Proben und Auftritte deutlich gelockert.

Update, 1. September, 12.13 Uhr: Das Land NRW hat in der seit heute gültigen Fassung der Coronaschutzverordnung klargestellt, dass bei der Kommunalwahl am 13. September in allen Wahllokalen Maskenpflicht besteht. Laut Gesundheitsministerium sei dies aber nur als Klarstellung zu verstehen. Wahlen seien eine Veranstaltung - insofern habe sich die Maskenpflicht bereits aus den alten Verordnungen ergeben.

Bislang hatten mehrere Kommunen Masken in Wahllokalen lediglich empfohlen. So hieß es am Dienstag zum Beispiel in den Wahl-Informationen im Kreis Gütersloh: "Eine Mund-Nase-Bedeckung ist nicht Pflicht, wird aber empfohlen." In Köln wurden die Wählerinnen und Wähler bislang nur "dringend dazu aufgefordert, vom Betreten bis zum Verlassen des Wahlgebäudes eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen."

Coronavirus in NRW: Auch Maskenverweigerer müssen wählen dürfen

Das Gesundheitsministerium erläuterte: "Gerade als Signal an die ehrenamtlichen Wahlvorstände wurden die Vorgaben jetzt aber nochmal ausdrücklich ausformuliert." Ein Ministeriumssprecher weiter: "In allen Wahlräumen besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Ausnahmen für Wahlvorstände sind aufgrund deren langer Anwesenheit möglich, wenn hier durch Visiere, Plexiglasabtrennung oder organisatorische Maßnahmen die Infektionsrisiken gleich sicher ausgeschlossen werden können."

Maskenverweigerer müssen übrigens auch wählen dürfen. In der alten und neuen Verordnung heißt es, dass entsprechende Möglichkeiten geschaffen werden müssen, damit sie ihr Wahlrecht ausüben können.

Update, 31. August, 15.00 Uhr: Ab dem morgigen Dienstag, 1. September gilt für Nordrhein-Westfalen eine neue Coronaschutzverordnung. Über deren Inhalte informierten Gesundheitsminister Laumann sowie Schul- und Bildungsministerin Gebauer die Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Die Zusammenfassung dazu finden Sie hier.

Coronavirus in NRW: Ermittler gehen von Echtheit aus

Update, 31. August, 14.57 Uhr: Nach dem Fund eines Brandsatzes vor der Villa des durch mehr als 2100 Corona-Fälle massiv in die Kritik geratenen Fleischunternehmers Clemens Tönnies (siehe Update 12.33 Uhr) gehen die Ermittler davon aus, dass das Bekennerschreiben echt ist. Nach erster Bewertung spreche alles dafür, dass das Schreiben aus dem Kreis der mutmaßlichen Täter stamme, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe auf Anfrage.

Die bisherigen Ermittlungen deuteten darauf hin, dass die Tat einer Gruppierung mit dem Namen Revolutionäre Aktionszellen (RAZ) zuzuschreiben sei. Gegen die RAZ ermittelt die Bundesanwaltschaft dem Sprecher zufolge schon länger wegen Drohschreiben unter anderem an etliche Politiker. Im Raum stehe der Verdacht der Gründung einer terroristischen Vereinigung und der Mitgliedschaft darin. Deshalb falle auch der Vorfall bei Tönnies in die Zuständigkeit des Generalbundesanwalts.

Coronavirus in NRW: Sogar nur noch 3765 akut Infizierte

Update, 31. August, 14.49 Uhr: Nach den Zahlen, die das NRW-Gesundheitsministerium (Mags) am heutigen Montag vorgelegt hat, liegt die Zahl der akut mit dem Coronavirus Infizierten sogar nur noch bei 3765. Das sind sage und schreibe 493 weniger als im Zahlenwerk des Robert-Koch-Institutes (RKI). Die Ursache für die Differenz liegt wie schon immer in Zeiten der Pandemie in den Übermittlungswegen der Zahlen aus den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Das Mags meldet bereits 53.110 genesene Infizierte, das RKI deren 52.618. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte die Zahl von 3765 in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Schulministerin Yvonne Gebauer verkündet. Die Mags-Zahlen basieren auf den Rückmeldungen aus den Kommunen, das RKI nutzt andere Methoden. In beiden Fällen handele es sich aber ohnehin nur um Schätzungen, weil man die gemeldeten Zahlen nicht im Detail überprüfen könnte, sagte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage. 

Coronavirus in NRW: 2117 Angestellte bei Tönnies positiv getestet

Update, 31. August, 12.33 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat sich jetzt konkreter zum Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh geäußert. Zwischen Anfang Juni und Ende Juli seien 2117 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. In 90 Prozent ergab sich als Infektionsquelle der Arbeitsplatz, wie aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der AfD im Landtag hervorgeht. 

Demnach wurde nur in neun Prozent der Fälle der private Haushalt als Ansteckungsort ausgemacht, in einem Prozent waren es "sonstige" Kontakte. Von den 2117 Infizierten kamen 1970 in Quarantäne. Was aus den übrigen wurde, bleibt im Papier der Landesregierung unklar. Verstorben ist nach Erkenntnissen der Landesregierung keiner der infizierten Mitarbeiter.

Auf der Zufahrt zur Privatvilla des Fleischunternehmers Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück haben Unbekannte bereits in der Nacht zum vergangenen Donnerstag (27. August) Behälter mit Flüssigkeit und Anzünder abgestellt, bestätigte am Samstag ein Sprecher der Polizei Gütersloh. Dazu sei ein Bekennerschreiben eingegangen. 

Coronavirus in NRW: Details zum Brandsatz an Tönnies-Villa

Die Generalbundesanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen, sagte Behördensprecher Markus Schmitt dem Westfalen-Blatt. Nach Informationen der Zeitung Die Glocke bezichtigen sich in dem Schreiben zwei Organisationen des potenziellen Brandanschlags: die "Revolutionären Aktionszellen" sowie eine "Westfälische Animal Liberation Front". Sie sprächen von einer gemeinsamen Aktion gegen Konzernchef Tönnies. 

Die Flüssigkeit werde noch untersucht, sagte der Polizeisprecher. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handle. Konkrete Gefahr habe aber nicht bestanden, denn es sei nichts angezündet worden. Die Gegenstände seien auch zu weit vom Wohnhaus entfernt gewesen. Aber es seien schon die Bestandteile eines Brandsatzes gewesen. 

Coronavirus in NRW: Immer weniger akut Infizierte

Update, 31. August, 12.06 Uhr: Binnen etwas mehr als einer Woche ist die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen in Nordrhein-Westfalen von 5300 (23. August) um mehr als 1000 auf 4258 gesunken. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit (LZG) hervor.

Insgesamt 58.687 Personen in NRW haben sich bislang infiziert (Vortag 58.584) - das sind nur 103 mehr. Parallel stieg aber die Zahl der Genesenen um mehr als das Dreifache von 52.300 auf 52.618 (+318). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg von 1809 um zwei auf 1811.

Update, 31. August, 7.50 Uhr: Die bisherigen Regeln der Coronaschutzverordnung sowie der Verordnungen zur Betreuung in Kitas, Schulen und Behinderteneinrichtungen enden in NRW mit Ablauf des heutigen 31. August, ebenso wie die Corona-Einreiseverordnung. Die Landesminister für Gesundheit und für Schule, Karl-Josef Laumann (CDU) und Yvonne Gebauer (FDP), wollen heute Einzelheiten der neuen Fassungen vorstellen.

Coronavirus in NRW: Keine Maskenpflicht mehr im Unterricht

Update, 30. August, 15.21 Uhr: Ab Dienstag ändern sich die Regeln für ältere Schüler in NRW: Schüler von weiterführenden Schulen müssen dann im Unterricht keine Maske mehr tragen. Der Corona-Schutz an Schulen ist außerhalb des Unterrichts allerdings weiterhin Pflicht.

Update, 30. August, 14.51 Uhr: Der "Zollstocker Dienstagszug" ist in Köln als erster Karnevalszug der kommenden Session wegen der unsicheren Corona-Lage abgesagt worden. Man könne es den beteiligten Schulen und Kindergärten gegenüber nicht verantworten, noch länger mit einer Entscheidung zu warten hieß es als Begründung. Gesundheitliche und finanzielle Risiken seien zu hoch, um den Zug weiter zu planen.

Update, 30. August, 14.11 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen in Nordrhein-Westfalen ist auf 4.475 gesunken. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat.

Coronavirus in NRW: Rund 1700 Verstöße gegen Maskenpflicht

Update, 28. August, 14.24 Uhr: Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen hatte laut Verkehrsministerium bereits vor der Einführung des Bußgelds von 150 Euro in NRW eine hohe Akzeptanz. Mit Bezug auf die Zweckverbände berichtete das Ministerium gegenüber dem Landtag von einer 95-prozentigen "Tragequote" in Bahnen von 95 Prozent bei hoher Kontrolldichte. Laut dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen werde die Maskenpflicht im ÖPNV sogar von 95 bis 97 Prozent eingehalten. Inwieweit sich das Bußgeld von 150 Euro auswirkt, das seit dem 12. August erhoben wird, ist noch nicht klar. Die Verbände nehmen laut Ministerium aber eine "steigende Akzeptanz" wahr.

Bei einer landesweiten Kontrollaktion waren am vergangen Montag 1707 Verstöße gegen die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr festgestellt worden. "Die Zahl zeigt uns, dass es nötig ist, mit solchen Kontrollen auf die Maskenpflicht hinzuweisen", hatte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) erklärt. Auch in Zukunft werde es immer wieder Kontrollen in Bussen und Bahnen geben.

Update, 28. August, 14 Uhr: Das angekündigte Ende der Maskenpflicht im Unterricht stößt in NRW auf Erleichterung, aber auch Bedenken. Der Landesvorsitzende des Lehrerverbands Bildung und Erziehung, Stefan Behlau, sprach von einer zwiespältigen Entscheidung: "Sicherlich wird die Kommunikation im Unterricht ohne Maske deutlich erleichtert, da jedoch das Abstandhalten in den Klassenräumen nicht möglich ist, geht ein wichtiger Schutz verloren." Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält den Schritt für leichtsinnig. Landeschefin Maike Finnern vermisst Konzepte, die eine Abnahme der Maske im Unterricht rechtfertigen.

Coronavirus in NRW: Sexarbeiterinnen wollen zurück an die Arbeit

Update, 27. August, 20.10 Uhr: Seit Monaten sind die Bordelle wegen der Corona-Pandemie dicht - jetzt haben Sexarbeiterinnen die rasche Wiederzulassung von sexuellen Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen gefordert. "Öffnet die Bordelle", forderten rund 30 Prostituierte und Vertreterinnen von Beratungsstellen am Donnerstag bei einer Demonstration erstmals direkt vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf. Das Verbot von käuflichem Sex treibe Frauen in die Illegalität, der angestrebte Gesundheitsschutz werde damit gefährdet. Vor allem kleinere Bordelle müssten Konkurs anmelden, argumentieren die Demonstranten. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) äußerte Verständnis für die Sorgen der Frauen um eine Abwanderung in die Illegalität. Derzeit sei aber in Bezug auf Bordelle keine Änderung bei der Coronaschutzverordnung geplant. Dort seien die Abstandsregeln nicht einzuhalten.

Update, 27. August, 20.07 Uhr: Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen sollen im Fall von Quarantäneverstößen bei corona-kranken Kindern nicht mit der Herausnahme aus der Familie drohen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte, er werde die Ämter nachdrücklich bitten, "solche Maßnahmen, die nur Verunsicherung schüren, grundsätzlich nicht weiter anzudrohen". Laumann sagte, im Fall von Verdacht oder Erkrankung sollten Lösungen gefunden werden, in denen Eltern und Kinder zusammenbleiben sollten. Dem Ministerium seien keine Fälle bekannt, in denen Kinder wegen einer Quarantänemaßnahme aus Familien herausgenommen worden wären. Laut Medienberichten war in mehreren Kreisen in Schreiben an Familien mit Kindesentzug bei Verstößen gegen Auflagen gedroht worden. 

Coronavirus in NRW: Ministerpräsident erläutert neue Regeln

Update, 27. August, 19.57 Uhr: Ende der Maskenpflicht im Unterricht für NRW-Schüler an weiterführenden Schulen, mehr Eingriff des Landes bei Großveranstaltungen, Pochen auf Einhaltung der Quarantänepflicht: Diese und weitere Regeln hat Ministerpräsident Armin Laschet nach den Bund-Länder-Verhandlungen zu neuen Corona-Regeln am Donnerstag vor der Presse erläutert. 

Update, 27. August, 14.50 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen in Nordrhein-Westfalen ist jetzt noch deutlicher unter die 5000er Marke gesunken. Wie aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit (LZG) hervorgeht, liegt sie bei 4739. Am Mittwoch waren es noch 4925 gewesen (+186), am Dienstag 5052 und am Montag 5125.

Die Zahl der Neuinfizierten stieg in den letzten 24 Stunden von 57.560 um 266 auf 57.826. Zeitgleich erhöhte sich die Zahl der Genesenen um 450 von 50.832 auf 51.282. 1807 Personen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Coronavirus in NRW: Weihnachtsmarkt am Kölner Dom fällt aus

Update, 27. August, 14.39 Uhr: Kein Glühwein auf dem Roncalliplatz: Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom fällt wegen Corona aus. "Wir haben den Markt abgesagt und die Mieter mit einem Schreiben darüber informiert", sagte die Geschäftsführerin der Kölner Weihnachtsgesellschaft, Monika Flocke. "Wir haben wochenlang überlegt, ob wir den Markt so gestalten könnten, dass es nicht zu Ansteckungen kommt. Aber letztlich haben wir keine Lösung gefunden."

Mit etwa fünf Millionen Besuchern sei der Markt ein Publikumsmagnet. Auch bei begrenztem Zugang könne es vor dem Eingang sicherlich "zu einer Riesen-Stausituation" kommen. Darum sei die Verantwortung einfach zu groß, sagte die Veranstalterin. Die Stadt Köln zeigte sich am Donnerstag verwundert. "Wir haben bislang keine offizielle Absage erhalten", sagte eine Sprecherin. 

Coronavirus in NRW: Hier sollen Weihnachtsmärkte wie geplant kommen

In der Landeshauptstadt Düsseldorf und in Essen laufen die Planungen für die Weihnachtsmärkte zunächst weiter. "Wir sind zuversichtlich, den Weihnachtsmarkt durchführen zu können", sagte ein Sprecher der städtischen Marketinggesellschaft EMG in Essen. Wie genau der dann aussehen werde, müsse sich noch zeigen. "Wir wollen einen Weihnachtsmarkt, der sich auch anfühlt wie ein Weihnachtsmarkt. Und er muss wirtschaftlich Sinn machen - sowohl für die Aussteller als auch für uns." 

Auch die Düsseldorf Tourismus GmbH geht weiter davon aus, dass der Weihnachtsmarkt 2020 planmäßig stattfindet - allerdings unter Corona-Schutzvorkehrungen. So soll es auf einer Fläche am größten U-Bahn-Ausgang im Zentrum keine Stände geben, wie eine Sprecherin sagte. Es werde überlegt, Bereiche zu nutzen, wo Zugänge kontrolliert werden könnten.

In Münster, Dortmund und Aachen sind die Verantwortlichen noch unentschlossen und wollen erstmal weiter abwarten. Ob und unter welchen Bedingungen in diesem Jahr Weihnachtsmärkte stattfinden, sei völlig offen und hänge vom weiteren Infektionsgeschehen ab, hieß es dort. In Bochum planen die Veranstalter mit mehreren Szenarien. "Klar ist: Einen Weihnachtsmarkt wie wir ihn kennen, wird es nicht geben", sagte ein Sprecher von Bochum Marketing.

Coronavirus in NRW: Ministerpräsident und Gesundheitsminister äußern sich

Update, 27. August, 9.51 Uhr: Am heutigen Donnerstag finden erstmals seit Juni wieder Bund-Länder-Beratungen in Sachen Coronavirus statt - danach wollen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu den weiteren Maßnahmen informieren. Vorab sickern nun schon erste Informationen durch. Den Menschen in Nordrhein-Westfalen drohen deutlich schärfere Regeln

Update, 26. August, 18.25 Uhr: Kommt morgen die Nachricht über verschärfte Regeln in NRW? Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann wollen am Donnerstag gegen 15 Uhr im Anschluss an die Bund-Länder-Beratungen zu den weiteren Maßnahmen der Landesregierung informieren. Die schwarz-gelbe Koalition prüft etwa Teilnehmer-Obergrenzen für größere Veranstaltungen.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten morgen zunächst mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz über eine Neujustierung der Corona-Maßnahmen. Für die weiteren Schritte der Landesregierung NRW seien die Abstimmungen im Kreis der Länder sowie mit dem Bund von Bedeutung, hatte Regierungssprecher Christian Wiermer gesagt.

Coronavirus in NRW: Umstrittenes Konzert in Düsseldorf verlegt

Update, 26. August, 11 Uhr: Das ursprünglich für den 4. September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13.000 Zuschauern soll in den Spätherbst verschoben werden, berichtet dpa. Das teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. "Trotz eines überzeugenden Hygiene- und Schutzkonzepts sahen sich die Organisatoren angesichts steigender Infektionszahlen und im Raum stehenden, nachträglichen Kapazitätsbeschränkungen, die eine allgemeine Verunsicherung zur Folge hatten, zu diesem Schritt veranlasst", hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. 

Den mehr als 7000 Besuchern, die bereits Tickets erworben hätten, werde nun das Eintrittsgeld einschließlich Vorverkaufsgebühren zurückerstattet. Vor gut zwei Wochen hatten Land, Stadt sowie Veranstalter Marek Lieberberg in einer gemeinsamen Erklärung noch mitgeteilt, dass man das Konzert imFußballstadion "Merkur Spiel-Arena" vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig mache - und spätestens am 31. August entscheide, ob es stattfindet. "Ein Abrücken hiervon war durch Bedenken der Landesregierung deutlich geworden", teilte Lieberbergs Firma Livenation jedoch am Mittwoch mit: "Die gegensätzlichen Positionen ließen sich nicht überbrücken." 

Die Landesregierung hatte offiziell erst am 7. August von dem Vorhaben erfahren. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sofort Zweifel an der rechtlichen Grundlage des Konzerts geäußert. In den vergangenen Tagen hatte Laumann mehrmals geäußert, dass man kein Fußballspiel mit tausenden Zuschauern verbieten, ein Konzert dieser Größenordnung aber erlauben könne.

Coronavirus in NRW: Testzentrum am Hauptbahnhof in Köln

Update, 26. August, 8.20 Uhr: Auch am Kölner Hauptbahnhof kann man sich künftig auf Corona checken lassen. Dort nimmt am Mittwoch ein neues Corona-Testzentrum den Betrieb auf. Das Testzentrum ist täglich von 7 bis 23 Uhr geöffnet und bietet allen Reiserückkehrern - nicht nur Bahnreisenden - aus Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten die Möglichkeit, sich nach ihrer Einreise nach Deutschland kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen. Wenn das Testangebot gut angenommen wird, soll es ausgebaut werden. 

Am Flughafen Köln/Bonn betreibt die Stadt Köln bereits seit dem 18. Juli 2020 ein Testzentrum für Reiserückkehrer. Dort wurden bislang 32.826 Abstriche genommen. 408 Befunde waren positiv. Auch am Düsseldorfer Hauptbahnhof gibt es ein Testzentrum.

Coronavirus in NRW: Mehr Genesene als Neuinfizierte

Update, 25. August, 16.30 Uhr: Die Koalition prüft schärfere Schutzmaßnahmen. Zu den möglichen Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus in NRW zählen auch Teilnehmerbeschränkungen für private Feiern und größere Veranstaltungen.

Update, 25. August, 14.27 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen in Nordrhein-Westfalen ist binnen 24 Stunden von 5125 auf 5052 gesunken (minus 73). Das geht aus den Zahlen hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat.

Die Ursache liegt darin, dass die Zahl der Genesenen um 366 Personen stieg (von 49.993 auf 50.359), während es parallel "nur" 297 registrierte Neuinfektionen in NRW gab. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um vier von 1798 auf 1802.

Coronavirus in NRW: Spahn spricht auch von "Dauerwelle"

Update, 25. August, 14.09 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aus Ahaus im Münsterland war im Rahmen des Kommunalwahlkampfes der CDU in Lüdenscheid zu Gast. In der Kreisstadt des Märkischen Kreises betonte der 40-Jährige vor rund 250 Interessierten, dass er vom Begriff "zweiter Lockdown" nicht viel halte, auch nicht von einer zweiten Welle.

"Eher schon ist es eine Dauerwelle", sagt er, "aber mit den heutigen Erfahrungen um Masken und Hygienekonzepte wird es nicht notwendig sein, den Einzelhandel oder den Besuch beim Friseur wieder einzuschränken", wird Spahn auf come-on.de* zitiert.

Coronavirus in NRW: Kabinett Laschet berät steigende Fallzahlen

Update, 25. August, 7 Uhr: Es könnte ein spannender Tag für die Menschen in NRW werden: Die steigenden Corona-Infektionszahlen beschäftigen heute ab 14 Uhr erneut das Landeskabinett. Die schwarz-gelbe Koalition prüft Verschärfungen der Schutzmaßnahmen. Dazu zählen etwa Teilnehmerbeschränkungen für private Feiern und größere Veranstaltungen

Ob das Landeskabinett bereits Beschlüsse fällen und mitteilen wird, ist ungewiss. Über das Thema haben auch Bund und Länder in einer Schaltkonferenz am Montag gesprochen. Es wird weiter über einheitlichere Corona-Regeln in Deutschland mit Blick auf Familienfeiern, Bußgelder und Masken diskutiert. Parallel dazu werden Kontrollmaßnahmen verschärft.

Außerdem ging am Montag aus einer Schaltkonferenz von Bund und Ländern hervor, dass es Änderungen bei den kostenlosen Corona-Tests für Reiserückkehrer geben soll. Nach dem Ende der Sommerreisesaison wollen sich Bund und Länder bei den Corona-Tests verstärkt auf Krankenhäuser und Pflegeheime konzentrieren. Kostenlose Tests für Urlauber und Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen dafür nach dem Willen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegfallen.

Coronavirus in NRW: Auflagen für private Feiern könnten verschärft werden

Update, 24. August, 14.01 Uhr: Bei Gesprächen von Bund und Ländern könnten die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen verschärft werden. Private Feiern, bei denen Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, tragen laut Bundesregierung zu den steigenden Corona-Infektionszahlen bei. In NRW dürfen aktuell 150 Leute zusammen feiern, in Berlin sind bis zu 500 möglich.

Coronavirus in NRW: Jagd auf Maskenverweigerer im Nahverkehr

Update, 24. August, 12.56 Uhr: In Regionalzügen und S-Bahnen hat am Montagmittag eine NRW-weite Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht begonnen. Laut Verkehrsministerium soll in den Zügen unter anderem vom jeweiligen Bahnpersonal nach Maskenverweigerern gesucht werden, die dann an neun großen Bahnhöfen von der Bundespolizei in Empfang genommen werden.

Die Corona-Schutzverordnung von Nordrhein-Westfalen schreibt seit Ende April vor, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Mund-und-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Seit dem 12. August gilt ein Bußgeld von 150 Euro.

Coronavirus in NRW: Schule in Bochum geschlossen

Update, 24. August, 7.55 Uhr: Ordnungsämter, Bundespolizei, die Bahn und die Verkehrsunternehmen wollen heute mit einer landesweiten Großaktion die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren. Der Fahrgastverband "Pro Bahn" begrüßte die angekündigte Großkontrolle. Die SPD kritisierte sie als "Show-Veranstaltung".

Update, 24. August, 7.40 Uhr: In Bochum bleibt eine Gesamtschule am Montag komplett geschlossen, weil eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Da sie noch am Freitag in der Schule war und es am Wochenende nicht vollständig gelungen sei, alle Kontaktpersonen zu ermitteln und zu benachrichtigen, sei die vorsorgliche Schließung der gesamten Willy-Brandt-Gesamtschule beschlossen worden, teilte die Stadt am Sonntag mit. Am Montag werde mit den Tests der ermittelten Kontaktpersonen begonnen und über weitere Maßnahmen beraten. Ebenfalls am Sonntag informierte der Kreis Minden-Lübbecke darüber, dass der Grundschulverbund Lahde-Frille am Standort Lahde kurzfristig geschlossen werde, nachdem es in mehreren Klassen zu Covid-19-Fällen gekommen sei. 

Update, 23. August, 18.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuansteckungen steigt weiter. Bund und Länder bereiten vor diesem Hintergrund Spitzengespräche zum weiteren Vorgehen in der Pandemie vor. Am Montag beraten die Gesundheitsminister der Länder, am Dienstag die Koalitionsspitzen in Berlin, und am Donnerstag schalten sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Video zusammen. Auf dem Prüfstand stehen die Corona-Maßnahmen in verschiedenen Bereichen.

Update, 23. August, 11.08 Uhr: Ist die kommende Karnevalssession wegen der Corona-Krise noch zu retten? NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will gemeinsam mit den Karnevalsvereinen über ein Verbot von Veranstaltungen entscheiden. "Ich will es im Konsens machen", sagte Laschet am Samstagabend im WDR-Fernsehen. Er denke, "dass wir in zwei, drei Wochen Klarheit haben", betonte der Regierungschef mit Blick auf ein coronabedingtes Verbot von Karnevalssitzungen.

Karneval in NRW trotz Corona? Laschet kündigt klare Ansage an

Am Ende werde es "eine klare Ansage des Landes geben", sagte Laschet. Er verwies auf die Absage der Schützenfeste in NRW im Sommer. Damals hätten die Vereine die Landesregierung aufgefordert, die Veranstaltungen zu verbieten, damit sie nicht auf den Kosten für Festzelte und Verträge sitzen blieben. "Das brauchen wir beim Karneval auch."Nur eine begrenzte Zahl von Feiernden zu den Karnevalssitzungen zu lassen, sei keine Lösung. Denn dann könnten die Vereine die Kosten nicht mehr tragen.

Update, 23. August, 9.26 Uhr: Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 5.300 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie haben sich 56.784 Menschen in NRW mit Sars-Cov-2 angesteckt.

Coronavirus in NRW: Minister gegen Karneval 2021 

Update, 21. August, 17.53 Uhr: Als erstes Mitglied der NRW -Landesregierung wagt sich Vizeministerpräsident Joachim Stamp aus der Deckung: Der Landeschef der FDP fordert, alle Karnevalsumzüge der kommenden Session abzusagen. Dies müsse auch für größere Sitzungen gelten, sagte Stamp am Freitag.

"Karneval lebt von Unbeschwertheit und auch Nähe. Ausgelassenes Feiern ist in der derzeitigen Lage allerdings nicht möglich, unterstrich der FDP-Politiker, der in NRW auch Familienminister ist. Deshalb sollten sich alle zum Schutz des Brauchtums und der vielen ehrenamtlichen Aktiven "ehrlich machen", Planungssicherheit schaffen und die großen Veranstaltungen absagen, forderte Stamp.

Die Corona-Pandemie in NRW hatte im Februar mit einer Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg begonnen.

Coronavirus in NRW: Attest gegen Maskenpflicht kein Freifahrtschein

Update, 21. August, 17.37 Uhr: Seit Corona gibt es einen neuen Begleiter im Alltag: die Maske. Einige Personen können sie aus gesundheitlichen Gründen nicht tragen. Doch ein Attest vom Arzt ist kein Freifahrtschein aus der Maskenpflicht in NRW. 

Update, 21. August, 16.43 Uhr: Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen 5.050 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie haben sich 55.936 Menschen in NRW mit Sars-Cov-2 angesteckt.

Update, 21. August, 15.58 Uhr: Etwa 50 Bundeswehrsoldaten helfen in Köln bei Coronatests. Mehrere Teams des Sanitätsdienstes der Bundeswehr würden im Infektionsschutzzentrum in der Innenstadt eingesetzt, teilte die Stadt mit. Damit sollten die Testkapazität erhöht und die Wartezeiten verkürzt werden..

Coronavirus in NRW: Bürgermeister unter Quarantäne

Update, 21. A ugust, 14.30 Uhr: Nachdem sich der Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid freiwilllig in Quarantäne begeben hat, da er Kontakt zu einer infizierten Person gehabt hat, sindjetzt die Testergebnisse da.   

Update, 21. August, 12.40 Uhr:  Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner darf sich weiter frei über die Zustände in den Betrieben von Clemens Tönnies äußern. Das Landgericht Hamburg hat einen Antrag der Tönnies Holding auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Politiker am Dienstag zurückgewiesen, sagte Gerichtssprecher Kai Wantzen am Freitag in Hamburg. Darin sollte Stegner verpflichtet werden, kritische Äußerungen über die Zustände in den Schlachthöfen zu unterlassen.

Unter anderem hatte Stegner in einer Talkshow der "Bild"-Zeitung gesagt: "Die Gesetze werden missachtet dort. Das ist ja gar keine Frage." In dem Urteil des Landgerichts Hamburg heißt es, Tönnies werde durch die Äußerung von Stegner nicht in seinen Rechten verletzt, weil es sich dabei um eine Meinungsäußerung handele. "Hierbei kommt zum Tragen, dass der Arbeitsschutz unstreitig im Mai 2020 Verstöße gegen die damals geltendeCorona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen festgestellt hat", heißt es in dem Urteil.

Coronavirus in NRW: Warnung vor falschem Attest aus dem Netz

Update, 21. August, 9.55 Uhr: Es soll unkompliziert von der Maskenpflicht befreien, aber führt stattdessen zur Anzeige: Die Bundespolizei warnt davor, ein selbstausgefülltes Attest aus dem Internet zu nutzen, laut dem man vermeintlich an Bahnhöfen sowie in Bussen und Bahnen keine Maske tragen muss. Immer wieder legten Menschen bei Verstößen Online-Atteste vor, die sie angeblich von der Pflicht befreiten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, teilte die Bundespolizeiinspektion Münster am Donnerstag mit. Ein Arzt habe das Blanko-Attest auf seiner Homepage angeboten, Nutzer hätten ihm zufolge nur ihren Namen und ihre Adresse eintragen müssen. Dem widerspricht die Polizei: Mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse mache man sich strafbar. Dazu komme eine Anzeige, da Mund und Nase nicht bedeckt seien.

Update, 20. August, 16.47 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in NRW steigt weiter. Aktuell tragen mehr als 5.200 Personen das Virus in sich. Seit Beginn der Pandemie haben sich 55.760 Menschen in Nordrhein-Westfalen mit Sars-Cov-2 angesteckt.

Update, 20. August, 16.12 Uhr: Corona-Hammer im Märkischen Kreis: Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas hat sich am Donnerstag (20. August) freiwillig in Quarantäne begeben, nachdem er vom positiven Corona-Test einer Kontaktpersonen erfahren hat. Zudem ließ er sich noch am Donnerstag testen. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze wurde informiert - sie hatte Kontakt zu Dzewas, wie come-on.de* berichtet.

Coronavirus in NRW: Gericht billigt Maskenpflicht im Unterricht

Update, 20. August, 15.48 Uhr: In NRW bleibt es bei der Maskenpflicht im Schulunterricht. Das Oberverwaltungsgericht in Münster lehnte am Donnerstag einen Eilantrag von drei Schülern aus dem Kreis Euskirchen ab, die gegen die Vorschrift geklagt hatten. Die Verpflichtung, auch während des Unterrichts grundsätzlich eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, sei verhältnismäßig, entschieden die Richter. Es sei auch nicht feststellbar, dass das Tragen der Alltagsmaske Gesundheitsgefahren für die Schüler berge.

Update, 20. August, 9.54 Uhr: Ordnungsämter, Bundespolizei, die Bahn und die Verkehrsunternehmen wollen am Montag eine Großaktion zur Kontrolle der Maskenpflicht starten. Sie betrifft den regionalen Bahnverkehr und S-Bahnen, wie das Verkehrsministerium bestätigte, dass die Aktion initiiert hat. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet.

Laut Ministerium soll in Regionalzüge n und S-Bahnen unter anderem vom Bahnpersonal nach Maskenverweigerern gesucht werden, die dann an mehreren großen Bahnhöfen Bundespolizei oder Ordnungsamt übergeben werden sollen. So kann dann das Bußgeld von 150 Euro, das seit dem 12. August gilt, auch erhoben werden.

In Bussen und Straßenbahnen haben einzelne Städte ähnliche Aktionen bereits auf lokaler Ebene gestartet. Die Düsseldorfer Rheinbahn kündigte am Mittwoch Schwerpunktaktionen mit Polizei und Ordnungsamt an. Ab diesem Donnerstag sollen die von Rheinbahn-Mitarbeitern festgestellten Verstöße "mittels Drittanzeige" an das Ordnungsamt weitergeleitet werden: "Der Bußgeldbescheid wird dann von der Behörde versendet", so das Unternehmen.

Coronavirus in NRW: Spahn äußert sich erneut zu Karneval

Update, 19. August, 21.08 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut den Vorrang von Schulen und Kitas in der Corona-Krise vor dem Karneval oder privaten Feiern betont. Auch Wirtschaft und Handel müssten vorrangig unterstützt werden, denn es gehe um den Erhalt von Arbeitsplätzen, mit denen auch das Gesundheitssystem finanziert werde, sagte Spahn am Mittwoch in Kiel bei einem Besuch des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.

Spahn zeigte sich auch zuversichtlich, dass Bund und Länder eine einheitliche Regelung finden für Privatfeiern in Corona-Zeiten. Bisher gibt es in den Ländern sehr unterschiedliche Regelungen (siehe Update 18.09 Uhr). "Schützenfest nicht zu feiern, fällt dem Münsterländer schwer", sagte Spahn, der selber aus der Region kommt. Aber in einer Jahrhundertpandemie wie dieser könne man auch eine Zeit ohne Schützenfest oder persönliche Feiern auskommen. Jeder müsse für sich abwägen: "Was ist jetzt das, was Priorität hat und worauf kann man vielleicht in so einer Pandemie auch verzichten?" Das Virus habe es leicht dort, "wo wir gesellig werden miteinander". "Ich bin nicht der Spielverderber oder der Spaßverderber, das ist das Virus", sagte Spahn. Er verwies auch auf den Alkoholkonsum: "Ich habe selbst lange genug gekellnert, auf Hochzeiten insbesondere, um zu wissen, dass nach dem dritten Bier das halt so wird wie es wird.

Coronavirus in NRW: Landesregierung berät über Corona-Regeln

Update, 19. August, 18.09 Uhr: Angesichts der steigenden Infektionszahlen will die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW die Zügel bei den Corona-Auflagen weiter anziehen. Das Kabinett berät am kommenden Dienstag (25. August) über eine Begrenzung der Personenzahl bei größeren Veranstaltungen in NRW, wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch ankündigte. Derzeit sehe die Corona-Schutzverordnung für NRW keine Obergrenzen wie in anderen Bundesländern vor. Aber es stehe die Entscheidung an, dass "eine Zahl" in die Verordnung eingefügt werde. Das Ministerium sehe die Entwicklung der Infektionszahlen "ein Stück weit mit Sorge".

Coronavirus in NRW: Mehr als 1000 Reiserückkehrer positiv an Flughäfen getestet

Update, 19. August, 16.31 Uhr: An den Flughäfen in NRW sind bisher mehr als 1000 Reiserückkehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das geht aus Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums sowie der beiden Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) Nordrhein und Westfalen-Lippe hervor. Insgesamt sind mit Stand Montag gut 65.000 Tests an den fünf Airports Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück und Weeze vorgenommen worden. Von den bis dahin vorliegenden 58.475 Befunden waren 1241 positiv. Das entspricht 2,1 Prozent. 8406 Befunde zu abgegebenen Test standen am Montag noch aus.

Update, 19. August, 14.15 Uhr: Im NRW-Landtag gilt ab Montag (24. August) ein Maskengebot. Die "dringende Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung" gelte für alle öffentlichen Bereiche, teilte die Landtagsverwaltung am Mittwoch mit. Zudem führt der Landtag ein freiwilliges Testangebot für Abgeordnete und Beschäftigte ein.

Für die Abgeordneten gilt, dass sie die Maske unter anderem an den Plätzen im Plenarsaal abnehmen können. Dort waren bereits vor der Sommerpause Acrylglaskabinen für alle Parlamentarier aufgebaut worden. Für Besucher ist eine Maske verpflichtend.

Update, 19. August, 7.40 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich gegenüber einem Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Vier-Tage-Woche offen gezeigt. "Gute und pragmatische Ideen sind gefragt, um gemeinsam durch die Krise zu kommen", sagte Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich könne eine geeignete Maßnahme sein. Voraussetzung sei, dass "sich die Sozialpartner darauf verständigen", sagte Heil.  IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hatte am Wochenende vorgeschlagen, in der kommenden Tarifrunde eine Vier-Tage-Woche als Option für die Betriebe zu vereinbaren, um einen Stellenabbau zu verhindern. Arbeitgeberverbände lehnten den Vorschlag ab.

Update, 18. August, 16.04 Uhr: Kein Karneval in der Saision 2020/21? Das zumindest fordert einem Bericht der Rheinischen Post zufolge der Gesundheitsminister Jens Spahn. Dieses Verbot soll nicht nur in NRW, sondern in ganz Deutschland gelten - Schuld ist das Coronavirus. Spahn sagt: "Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen. Das ist bitter, aber so ist es.“ 

Update, 18. August, 13.30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bei steigenden Corona-Infektionszahlen wieder schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gefordert. Das Prinzip der Landesregierung sei: "Wenn Infektionszahlen sinken, müssen Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden - wenn Infektionszahlen steigen, müssen Schutzvorkehrungen verstärkt werden", sagte Laschet laut Mitteilung am Dienstag kurz vor Beginn einer gemeinsamen Sitzung des Landeskabinetts mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Düsseldorf. In der aktuellen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Pandemie-Lage sei "der enge Schulterschluss zwischen Bund und Ländern wichtiger denn je". 

Coronavirus in NRW: Nach Tönnies-Skandal gibt's Geld fürs Image

Update, 18. August, 08.07 Uhr: Die beiden Kreise Gütersloh und Warendorf erhalten nach dem Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik jeweils 150.000 Euro für eine Imagekampagne. Beide Kreise müssten dazu noch Anträge stellen, sagte eine Sprecherin des Landeswirtschaftsministeriums am Montag. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) habe die Hilfen bei einem Besuch in der Region zugesagt. 

Update, 17. August, 17.46 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen in NRW beträgt am Montag 4.933. 263 Neuinfektionen sind hinzugekommen - das sind im Vergleich zu den Entwicklungen der vorherigen Tage wieder weniger akut und Neuinfizierte. Das geht es aus den aktuellen Fallzahlen des Landeszentrums Gesundheit (LZG) hervor. 47.942 Menschen in NRW haben die Corona-Infektion bereits hinter sich und gelten als genesen.

Update, 17. August, 8.55 Uhr: Angesichts der Corona-Krise fordern immer mehr Forscher ein globales Frühwarnsystem für Viren aus dem Tierreich. Eine frühzeitige Entdeckung könnte in Zukunft ähnliche Pandemien verhindern, sagte Stephan Ludwig, Direktor des Instituts für Molekulare Virologie an der Uni Münster, in einem am Montag veröffentlichten Podcast seiner Uni. Wichtig sei eine Überwachung von sogenannten Schlüsselevents wie Lebend- oder Wildtiermärkten in Asien. Das Coronavirus Sars-CoV-2 ist höchstwahrscheinlich von einem Tier auf den Menschen übergesprungen.

Update, 16. August, 11.08 Uhr: Jetzt liegen auch die aktuellsten Zahlen in Sachen Coronavirus für Nordrhein-Westfalen vor. 54.390 Personen sind insgesamt infiziert worden, 47.489 gelten als genesen. Unter Berücksichtigung der unverändert 1777 tödlichen Verläufe sind damit 5124 akut infiziert - das sind nur 13 weniger als am Vortag (1537). 284 neue Infektionen waren im Laufe des Samstags ans RKI gemeldet worden.

Coronavirus in NRW: Fast 300 akut Infizierte mehr

Update, 16. August, 10.00 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen in Nordrhein-Westfalen ist am Samstag auf 5137 gestiegen. Das geht es aus den aktuellen Fallzahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit (LZG) hervor.

54.106 Personen (+445 gegenüber dem Vortageswert) sind bislang insgesamt seit Ausbruch der Pandemie in NRW infiziert worden, 1777 Krankheitsverläufe nahmen einen tödlichen Verlauf. Weil bislang erst 47.192 Personen als genesen gelten (+136 gegenüber dem Vortageswert), stieg die Zahl der akut Infizierten in Summe deutlich von 4833 auf 5137.

Coronavirus in NRW: Familie im Kreis Kleve stark betroffen

Update, 16. August, 9.49 Uhr: Wenige Tage nach Schuljahresbeginn sind auch an zwei Schulen in Kleve Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Betroffen seien ein Schulkind einer neunten Klasse der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve und ein Kind einer sechsten Klasse der Karl-Kisters-Realschule in Kleve-Kellen, teilte die Stadt mit. Es handle sich um Geschwister aus einer Familie mit sechs Kindern. Zuerst war bei der Mutter ein Corona-Test positiv. Dieses Ergebnis sei am Donnerstag beim Gesundheitsamt eingegangen.

Fünf der sechs Geschwister besuchen eine Schule oder eine Kita. Da Mutter und Kinder in einem Haushalt leben, stehen die Kinder alle seit Donnerstag unter Quarantäne. Das Testergebnis des dritten Schulkindes ist negativ. Die beiden Kleinkinder besuchen denselben Kindergarten, auch bei einem dieser Kinder liege ein negatives Testergebnis vor, hieß es. Für das andere Kleinkind steht das Resultat noch aus.

Coronavirus in NRW: Dynamik der Pandemie weiter sehr hoch

Ebenfalls am Donnerstag sei beim Gesundheitsamt das positive Laborergebnis einer Ganztags-Betreuungsperson an der Franziskus-Grundschule in Wallfahrtsstadt Kevelaer-Twisteden eingegangen. Die Kontaktpersonen stehen in allen bestätigten Fällen unter Quarantäne.

"Diese ersten Fälle nur wenige Stunden nach Beginn des Schuljahres zeigen, dass die Dynamik der Corona-Pandemie weiterhin sehr hoch ist und nicht unterschätzt werden darf", sagte Landrat Wolfgang Spreen. "Wir alle sind und bleiben aufgerufen, die Abstands- und Hygieneregeln auch weiterhin zu beachten."

Coronavirus in NRW: Pannen aus Bayern strahlen nach NRW aus

Update, 14. August, 13.58 Uhr: Nach den ersten Coronavirus -Fällen an vier Schulen im Kreis Soest hat die Stadt Soest erste Konsequenzen gezogen. Jetzt ist auch eine Kita-Gruppe in Quarantäne. In Hamminkeln am Niederrhein ist eine Grundschule nach einem Corona-Fall im Kollegium von Freitag bis einschließlich Montag geschlossen worden.

Update, 14. August, 13.15 Uhr: Beim Gesundheitsamt im Märkischen Kreis im Sauerland sind Meldungen von in Bayern positiv auf das Coronavirus getesteten* Bürgern verspätet eingegangen. In Bayern waren an drei Autobahnraststätten Corona-Tests angeboten worden. Bei der Übermittlung des Testergebnisses an die Probanden kam es zu Pannen.

Coronavirus in NRW: Steigende Zahlen machen Sorgen

Update, 14. August, 11.32 Uhr: Die Entwicklung der Corona-Fallzahlen für Nordrhein-Westfalen bleibt weiter im negativen Sinne sehr dynamisch. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für die letzten 24 Stunden wieder 538 labor-bestätigte Neuinfektionen registriert - am Vortag waren es 535 gewesen. Insgesamt 53.661 Fälle sind damit seit Ausbruch der Pandemie jetzt in NRW gezählt worden (Vortag 53.123).

Weil die Zahl der genesenen Covid-19-Patienten im gleichen Tages-Zeitraum von 46.838 nur um 218 auf 47.056 gestiegen ist, hat sich die Zahl der akut Infizierten in NRW noch einmal von 4517 um 316 auf 4833 erhöht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg binnen 24 Stunden von 1767 um fünf auf 1772.

Coronavirus in NRW: Schüler aus dem Sauerland hat sich in Bayern infiziert

Update, 14. August, 11 Uhr: Die Pannen beiCoronavirus-Tests in Bayern haben auch Auswirkungen auf das Sauerland. Am Donnerstag mussten eine sechste Klasse der Realschule Hüsten und ihre Klassenlehrerin in Quarantäne geschickt werden, berichtet sauerlandkurier.de*. Ein Kind aus der Klasse war in Bayern auf seiner Urlaubsrückreise positiv auf das Coronavirus* getestet worden.

Update, 13. A ugust, 17.41 Uhr: Ob das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich spätestens am 31. August - vier Tage vor dem eigentlichen Termin. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung, wie am Donnerstag aus einer gemeinsamen Mitteilung mit dem Veranstalter hervorging. Entscheidend soll dann das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen sein.

Coronavirus in NRW: Positive Fälle an Schulen im Kreis Soest

Update, 13. August, 16 Uhr: Nach mehreren bekannt gewordenen Corona-Fällen in Schulen kurz nach dem Schulstart am Mittwoch ist der Kreis Soest besonders hart getroffen. An vier Schulen sind am zweiten Tag Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die betroffenen Klassen müssen in Quarantäne, wie soester-anzeiger.de* berichtet. 

Besonders brisant: Die Fälle im Kreis Soest könnten mit der Panne in Bayern zusammenhängen. Die Corona-Fälle sind auf eine achtköpfige und eine vierköpfige Familie aus Soest zurückzuführen, die am 9. August aus Kroatien zurückgekehrt sind und zuvor an einer Autobahnraststätte in Bayern getestet worden waren. In Bayern hat es eine beispiellose Panne bei der Auswertung der Corona-Tests von Reiserückkehrern gegeben. Stand Mittwoch warteten 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, nach Corona-Tests an den Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse - darunter auch 900 nachweislich positiv Getestete.

Coronavirus in NRW: Zahlen des RKI alarmierend

Update, 13. August, 15.37 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen in NRW wächst und wächst besorgniserregend weiter: Innerhalb von 24 Stunden stieg sie von 4222 auf 4517 - also um fast 300. Zur Einordnung: Zwischen Ende Mai und Mitte Juni waren in Deutschland insgesamt etwas weniger als 5000 Personen akut erkrankt. Die Zahl erreicht jetzt NRW fast alleine.

Dabei darf man aber nicht außer Acht lassen, dass die Zahl der Corona-Testungen angesichts der vielen Reiserückkehrer aus Risikogebieten - beispielsweise an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen - auch enorm gestiegen ist. Wie viele Personen vor Wochen und Monaten erkrankt waren, ohne Symtome zu zeigen und damit ohne getestet zu werden, kann niemand verlässlich sagen. Unterm Strich aber bleibt eine schwierige Vergleichbarkeit der Zahlen.

Coronavirus in NRW: 535 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Insgesamt sind in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) jetzt schon mehr als 53.000 Fälle offiziell registriert worden (53.123). 

Das wiederum sind 535 Neuinfektionen mehr als am Vortag. Dass zeitgleich die Zahl der genesenen Covid-19-Patienten nur von 46.600 auf 46.838 Personen stieg (+238), erklärt den starken Zuwachs bei der Zahl der akut Infizierten. 1767 Krankheitsverläufe nahmen einen tödliche Verlauf - das sind zwei mehr als am Vortag.

Coronavirus in NRW: Vereine bangen um Veranstaltungen

Schauen wir noch auf die bundesweiten Zahlen: 219.964 Personen gelten laut RKI als infiziert - das sind 1445 mehr als am Vortag. Für den gestrigen 12. August ging das RKI von etwas weniger als 199.000 Genesenen aus (noch keine Zahl für den heutigen Tag). Nimmt man die 9211 Todesfälle hinzu, müsste es in Deutschland aktuell ca. 11.500 bis 12.000 akut Infizierte geben.

Update, 13. August, 11.55 Uhr: Der Landrat desRhein-Sieg-Kreises spricht sich für eine Absage von Karnevalsveranstaltungen in der kommenden Session aus. Er habe in dieser Sache bereits vor einigen Tagen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) angeschrieben.

Karneval "so, wie wir ihn kennen", werde in der Session 2020/2021 nicht möglich sein, erklärte Landrat Sebastian Schuster (CDU). Die wegen der Corona-Pandemie gebotenen Abstands- und Hygieneregeln machten Veranstaltungen für Vereine nicht durchführbar.

Coronavirus in NRW: Köln hält am Karneval fest

Eine Kreis-Sprecherin sagte am Donnerstag, bislang habe es keine Reaktion von Laschet gegeben. Mehrere Medien hatten berichtet. Die Diskussion um Karneval in Corona-Zeiten nimmt zunehmend Fahrt auf. Die Karnevalisten in Köln etwa halten eine Komplettabsage für keine Option.

In Düsseldorf darf das Prinzenpaar ein weiteres Jahr im Amt bleiben, sollte die Session samt Rosenmontagszug in Teilen flachfallen. Das kleinere Euskirchen hat bereits entschieden, Karneval in seiner alten Form wegen Corona ausfallen zu lassen. Und auch in Hamm gibt es bereits erste Absagen*.

Update, 13. August, 9.19 Uhr: Nach einem Corona-Massenausbruch in einer Altenpflege-Einrichtung, bei der in Fröndenberg im Frühjahr mehr als 20 Menschen mit Covid-19 starben, hat die Geschäftsführung Initiative ergriffen und eine Online-Petition gestartet. Die Unterschriften sollen NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann übergeben werden.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Entwicklungen im Ticker

Update, 12. August, 20.13 Uhr: Kurz nach dem Schulbeginn nach den Sommerferien sind im Kreis Düren zwei Klassen wegen positiver Corona-Tests wieder nach Hause geschickt worden. Zwei Kinder einer Familie, die von einer Reise zurückgekehrt waren und positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hatten eine Grundschule und eine Gesamtschule besucht, wie es in einer Mitteilung des Kreises hieß. 

Die Mitschüler aus den Klassen und die Lehrer mussten nach Hause gehen und sollen auch getestet werden. Für die Grundschüler sei eine häusliche Quarantäne angeordnet worden, die Mitschüler aus der Gesamtschulklasse müssen zunächst bis zum Abstrichergebnis zuhause bleiben. 

Im Kreis Viersen fielen die Corona-Tests zweier Lehrerinnen von unterschiedlichen Schulen positiv aus. Weitere Lehrkräfte mussten sich in Quarantäne begeben, weil sie mit den zwei Infizierten Kontakt hatten, wie es in einer Mitteilung des Kreises hieß. 

Coronavirus in NRW: RKI geht doch nicht von Impfstoff ab Herbst aus

Update, 12. August, 19.58 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht offenbar doch nicht davon aus, dass es schon im Herbst einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben könnte. Ein Positionspapier des RKI zur möglichen Verfügbarkeit eines Impfstoffs hat für Verwirrung gesorgt.

Das Institut hatte das Papier auf seiner Internetseite veröffentlicht, darauf via Twitter hingewiesen und die Urheberschaft auf Nachfrage auch bestätigt. In dem Dokument war mit Datum 12. August zu lesen, vorläufige Prognosen ließen "die Verfügbarkeit eines Impfstoffs (ggf. mehrerer) bis Herbst 2020 möglich erscheinen" (siehe Ticker-Eintrag 17.57 Uhr).

Wenige Stunden später erklärte das RKI, bei dem Papier handele es sich um eine ältere Version, diese sei in der Zwischenzeit mehrfach überarbeitet und versehentlich online gestellt worden. Man gehe nicht von der Verfügbarkeit eines Impfstoffs bereits im Herbst aus.

Coronavirus in NRW: 3000 Tickets für umstrittenes Großkonzert verkauft

Update, 12. August, 18.29 Uhr: Für das umstrittene Großkonzert am 4. September in Düsseldorf sind nach Angaben des Veranstalters mittlerweile bislang etwas mehr als 3000 Tickets verkauft worden. "In Anbetracht der Lage" sei man mit dem Vorverkauf zufrieden, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch. Man müsse in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass die Abwicklung eines Tickets wesentlich länger benötige, da eine Registrierung erforderlich sei. 

Bei dem Konzert sollen unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor vor bis zu 13.000 Zuschauern auftreten - trotz Corona-Pandemie. Die von Konzertmogul Marek Lieberberg erdachte Veranstaltung hat in den vergangenen Tagen aber zu massivem Streit zwischen der Stadt Düsseldorf und der Landesregierung geführt. Die Stadt segnete das Hygienekonzept ab, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält das Event "für kein gutes Signal". Noch immer ist unklar, ob es doch noch zu einer Absage kommen könnte. 

Coronavirus in NRW: RKI hält Impfstoff ab Herbst für möglich

Update, 12. August, 17.57 Uhr: Blick über NRW-Grenzen hinaus: Das Robert Koch-Institut (RKI) hält die Verfügbarkeit eines Impfstoffs gegen das Coronavirus noch in diesem Jahr für möglich. "Vorläufige Prognosen lassen die Verfügbarkeit eines Impfstoffs (ggf. mehrerer) bis Herbst 2020 möglich erscheinen", heißt es in einem Positionspapier, das am Mittwochnachmittag im Internet veröffentlicht wurde. 

Es sei in jedem Fall unerlässlich, unverzüglich eine bundesweite Impfkampagne für den Zeitpunkt vorzubereiten, zu dem ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. Gleichzeitig warnt das RKI vor überhöhten Hoffnungen: "Auch wäre es gefährlich zum jetzigen Zeitpunkt darauf zu vertrauen, dass mit einer Impfung ab dem Herbst 2020 die Pandemie beherrschbar wird, da Unwägbarkeiten wie Mutationen oder nur kurze Immunitätszeiten den Nutzen von Impfungen relativieren könnten", heißt es.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht im Designer-Outlet

Update, 12. August, 14.30 Uhr: Viele Menschen aus NRW zieht es oft für einen Wochenendausflug in die Niederlande. So auch zum Designer-Outlet im niederländischen Roermond. Doch Besucher aufgepasst: Das Outlet hat eine Maskenpflicht eingeführt.

Ab sofort müssen Besucher ab 13 Jahre Mund-Nasen-Schutz tragen, teilten die Betreiber mit. Durch die Maske solle die Verbreitung des Coronavirus verhindert werden. In den Niederlanden steigt die Zahl der Neu-Infektionen seit einigen Wochen schnell an.  

Coronavirus in NRW: Schule in Dorsten wegen positivem Fall geschlossen

Update, 12. August, 14.15 Uhr: Wegen eines Corona-Falls ist die Sekundarschule in Dorsten am ersten Tag nach den Sommerferien in NRW geschlossen geblieben. Eine Lehrerin habe sich angesteckt.

Ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass die Lehrerin an den Tagen vor dem Schulbeginn am 12. August an mehreren Konferenzen teilgenommen hätte. Insgesamt 43 Kontaktpersonen seien aktuell ermittelt worden. 

Wegen Personalmangels blieb die Schule zu. Bei negativen Tests im Kollegium spreche nichts gegen eine baldige Öffnung der Schule in Dorsten.

Update, 12. August, 13.35 Uhr: Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen ist derzeit auf Reiserückkehrer aus dem In- und Ausland zurückzuführen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

Allein am Flughafen Düsseldorf waren am Samstag (8. August) 71 von rund 1850 Abstrichen positiv. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mit.

Coronavirus in NRW: Neue Covid-19-Regeln gelten in Nordrhein-Westfalen ab dem 12. August

Update, 12. August, 11.20 Uhr: Die neue Corona-Verordnung für NRW ist veröffentlicht worden. Die Corona-Regeln in NRW wurden nicht nur verlängert, sondern auch verschärft. So gilt unter anderem ein Bußgeld von 150 Euro für Maskenverweigerer in Bus und Bahn. Das Bußgeld kann sofort verhängt werden, Bahnfahrer, die keine Maske tragen müssen nicht erst ermahnt werden. 

Update, 12. August, 9.50 Uhr: Heute ist Schulstart in NRW - allerdings ein besonderer, denn die Schüler sitzen mit Masken im Unterricht. Während heute die fünften Klassen eingeschult werden, ist erst morgen der erste Tag für die i-Männchen. Schüler und Eltern müssen allerdings einige Regeln zur Einschulung beachten.   

Coronavirus in NRW: Neue Schutzverordnung - Strengere Regeln im Land

Update, 11. August, 18.10 Uhr: Für das umstrittene Event "Give Live A Chance", bei dem vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf unter anderem Bryan Adams und Sarah Connor auftreten sollen, ist der Online-Ticket-Verkauf freigeschaltet worden. Das Konzert soll trotz Corona -Krise am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion stattfinden. 

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion "kein gutes Signal". Das Kabinett beriet am Dienstag über die rechtliche Lage, eine Entscheidung über eine eventuelle Absage gab es aber zunächst nicht. Sängerin Sarah Connor verteidigte ihre Teilnahme in einem Posting auf Instagram.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Hallo Ihr Lieben. Ich höre Euch. Und ich verstehe alle Bedenken und Einwände zu dem ersten grossen geplanten Konzert in der „neuen Zeit“. Ich habe vier Kinder, eines davon könnte man als besonders „gefährdet“ einstufen. Auch wir erwarten mit Spannung den Schulbeginn. Auch meine Kinder müssen in der Schule Masken tragen. Seid gewiss, ich gehe auf keinen Fall leichtsinnig mit der Situation um. Aber: auch meine Branche hat in den letzten Monaten extrem gelitten. Auch ich habe viele Freunde und Kollegen deren Existenzen mittlerweile bedroht sind. Ich allein beschäftige über‘s Jahr um die 150 Menschen, denen im März von heute auf Morgen sämtliche Einnahmen weggebrochen sind. Musiker, Tontechniker, Bühnenbauer, Backliner, Bus-und Truckfahrer, Securityleute, Lichtdesigner, Videooperator und viele mehr, die z.T. keine grossen Gewerbe haben, sondern Selbständige sind. Familienväter- und Mütter. Fleissige Menschen, die seit März ohne Arbeit und vor Allem ohne jegliche Einkünfte sind. Die keine Perspektive haben, keine Lobby. Die brav ihre Steuern zahlen, aber nun seit Monaten ignoriert werden. Für die niemand kämpft, weil ständig gesagt wird, ihre Arbeit sei nicht systemrelevant. Wir reden über insgesamt 150.000 Arbeitsplätze alleine in Deutschland‼️ Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass dieses Virus verschwindet und alles wieder „normal“ wird. Aber das wird es nicht. Noch lange nicht. Also müssen wir Konzepte entwickeln wie es in der „neuen Zeit“ machbar wird, ein Konzert zu besuchen; indem wir die richtigen Sicherheitsvorkehrungen treffen und uns an alle Angaben und Maßnahmen halten. Nach meinen Informationen, sonst hätte ich niemals zugestimmt, ist das geplante Konzert vorsichtig durchdacht und eng mit den Behörden erarbeitet und abgestimmt worden. Ich bin selbst gespannt, ob und wie es stattfindet. Aber wenn, dann bin ich dabei. Alles andere kann ich meinen Leuten gegenüber nicht verantworten. Wir sind dankbar für den Versuch, unserer Branche wieder ein wenig Hoffnung zu geben. Viele Menschen warten darauf. Ich rede nicht von “Party machen”, sondern von JOBS. Von 150.000 Arbeitsplätzen! Ja es geht um Leben, aber auf beiden Seiten der Argumentation!!! Sarah

Ein Beitrag geteilt von Sarah Connor (@sarahconnor) am

Laschet warf dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vor. Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis "ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte." Geisel entgegnete in der Rheinischen Post, man habe sich lediglich an Recht und Gesetz gehalten. Die Corona-Vorgaben würden durch den Veranstalter sogar übererfüllt.

Coronavirus in NRW: Stadt Düsseldorf hat Hygienekonzept genehmigt

"Ich wundere mich, wie heutzutage alles politisiert wird", sagte Geisel der Süddeutschen Zeitung (Mittwoch). Er sprach von einem "politischen Profilierungs-Wettbewerb" zwischen Laschet und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Söder hatte dem Konzert eine "katastrophale Signalwirkung" im Corona-Kampf bescheinigt.

Die Stadt Düsseldorf hat das Hygienekonzept abgesegnet, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits am Freitag scharfe Kritik geübt und rechtliche Zweifel angemeldet.

Veranstalter Marek Lieberberg will für seine Pläne kämpfen. Man habe sich an die zuständige Behörde gewandt. Und die zuständige Behörde für ein Konzert in Düsseldorf sei "in der Zeit dieser Republik" noch nie die NRW-Landesregierung gewesen. "Wir müssen uns auf die Rechtsgültigkeit solcher Verfahren auch verlassen können. Und das tun wir. Und deshalb werden wir alles tun, damit es bei dieser Genehmigung auch bleibt", sagte er. "Wir haben eine Zusage, wir glauben, dass die Zusage rechtlich bindend ist." 

Coronavirus in NRW: Lieberberg erreicht Laschet nicht

Lieberberg sagte, er habe Laschet geschrieben und bemühe sich nun seit zwei Tagen, den Regierungschef zu erreichen. Er könne verstehen, dass Laschet sehr beschäftigt sei. "Aber wenn man Zeit hat, sich öffentlich zu äußern zu Veranstaltungen, deren Regularien man offenbar nicht kennt, dann denke ich, müsste man auch Zeit haben, hier zu reagieren, um auch dieses Gespräch zu führen." 

An seinen Plänen hält Lieberberg fest. Auf die Frage, was er im Falle einer Absage tun werde, antwortete er, man werde sich in diesem Fall mit geeigneten Mitteln "dagegen äußern". Das Hygienekonzept sei sehr gut.

Update, 11. August, 15.29 Uhr: Für NRW meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell 52.175 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Das sind 413 mehr als am Vortag. 1763 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden offiziell registriert. 46.376 Personen gelten als genesen und 4035 als akut infiziert.

Coronavirus in NRW: Das droht Maskenverweigerern

Update, 11. August, 14.14 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat in Düsseldorf den 718 Millionen Euro schweren "Masterplan Grundschule" vorgestellt. Dabei äußerte sie sich auch zur Kritik an der Maskenpflicht an NRW-Schulen. Ein Staatssekretär machte deutlich, was Maskenverweigerern droht.

Update, 11. August, 10.06 Uhr: In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW, die noch heute vorgelegt werden soll, wird es laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) "keine weiteren Öffnungen geben". Er appellierte an alle Reiserückkehrer, sich "zeitnah" testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war. Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.

Seit 10 Uhr sitzt das NRW-Kabinett zusammen. Auch dort geht es um die Corona-Schutzverordnung.

Update, 11. August, 8.57 Uhr: Am morgigen Mittwoch (12. August) geht es an den Schulen in NRW für alle Schüler ab Klasse 2 wieder los. Die Erstklässler starten am Donnerstag. Wie es in Sachen Corona-Regeln an den Grundschulen weitergeht, will NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer heute mitteilen.

Coronavirus in NRW: Hitzefrei auch für ältere Schüler?

Update, 10. August, 9.44 Uhr: Hitze am Ende der Sommerferien: Angesichts des Schulstarts in NRW und dem Unterricht mit Maskenpflicht fordert der Städtetag eine Lockerung der Hitzefrei-Regelung: Auch Oberstufenschüler sollen Hitzefrei bekommen. Diese Meinung vertritt auch eine weitere Institution. 

Update, 9. August, 20.55 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist auf 51.561 gestiegen, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1759. Als genesen gelten 45.768 Personen. Die Zahl der akut Infizierten stieg auf 4034 - die höchste Zahl seit vielen Wochen und Monaten.

Coronavirus in NRW: Laschet verteidit Lockdown aus dem März

Update, 9. August, 20.43 Uhr: Trotz steigender Corona-Infektionszahlen hat sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne "nicht die Lösung" sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg.

"Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen." Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an. Zugleich rechtfertigte Laschet die bundesweite Stilllegung vom März. 

Laschet bewirbt sich im Dezember für den CDU-Bundesvorsitz und gilt damit auch als potenzieller Kanzlerkandidat. In der Corona-Krise waren seine Umfragewerte stark gesunken. Laschet verwies immer wieder darauf, dass zwischen den Corona-Schutzmaßnahmen und Einschränkungen der Grundrechte abgewogen werden müsse. Dies hatte dem NRW-Regierungschef den Ruf eines "Lockerers" eingetragen.

Coronavirus in NRW: Demo gegen Beschränkungen in Dortmund

Update, 9. August, 11.20 Uhr: In Dortmund rüstet die Polizei für eine Corona-Demo auf: Am Sonntagmittag gehen Menschen in der Stadt in NRW gegen die staatlichen Coronavirus-Beschränkungen auf die Straße. Sollten die Hygienekonzepte nicht eingehalten werden, will die Polizei klare Kante zeigen

Update, 8. August, 12.15 Uhr: In der Nacht zum Samstag hat die Polizei in mehreren Großstädten in NRW kaum Verstöße gegen die Corona-Regeln verzeichnet. Lediglich in Bonn nahmen die Beamten sieben junge Männer frühzeitig in Gewahrsam, die zum Teil stark alkoholisiert und aggressiv gewesen sein sollen. Die Männer seien Platzverweisen nicht nachgekommen, teilte die Polizei mit. 

Insgesamt wurden 20 Menschen verwiesen. Darüber hinaus habe es jedoch kaum Gründe für ein Einschreiten der Einsatzkräfte gegeben. In Köln kam es zu keinen größeren Vorfällen. "Es waren zwar viele Leute wegen des guten Wetters unterwegs, aber es gab keine nennenswerten Störungen", sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei eine ziemlich normale Nacht an den Rheinufern gewesen. "Es war tatsächlich nicht so voll wie in den Wochen zuvor", berichtete ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Es habe dort keinerlei Corona-Verstöße gegeben.

Coronavirus in NRW: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten startet

Update, 8. August, 10 Uhr: Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich von heute an auf das Coronavirus testen lassen. Allein am in NRW betrifft das am Düsseldorfer Airport am Wochenende rund 8000 Passagiere. Die Testkapazitäten im Sicherheitsbereich des Airports werden nun erweitert. Auch am Köln-Bonner Flughafen kann man sich testen lassen.

Update, 7. August, 16.27 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat "begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage" eines in Düsseldorf geplanten Konzerts mit 13.000 Zuschauern. Das Konzept sei nicht mit dem Land abgestimmt worden, erklärte er am Freitag gegenüber der dpa. Bei einer Großveranstaltung dieser Art hätte er in diesen Zeiten eine Abstimmung mit den Landesbehörden erwartet. Sein Ministerium habe das Düsseldorfer Gesundheitsamt angewiesen, "unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen und das Hygienekonzept für die Veranstaltung selbst zur Prüfung durch die Fachaufsicht vorzulegen."

Am Freitagmorgen waren die Pläne für das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion ("Merkur Spielarena") bekannt geworden. Vor 13.000 Fans sollen unter anderem Rocker Bryan Adams (60), Sängerin Sarah Connor (40) und die Western-Band The BossHoss auftreten. "Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben", erklärte Veranstalter Marek Lieberberg. Das Konzert werde in enger Abstimmung mit den Behörden geplant. Dem Infektionsschutz werde dabei "in vollem Umfang Rechnung getragen", so die Veranstalter. Unter anderem gelte eine dauerhafte Maskenpflicht.

Coronavirus in NRW: Deutlicher Anstieg an Infizierten

Update, 7. August, 12.45 Uhr: Binnen 24 Stunden ist die Zahl der mit dem Coronavirus akut infizierten Personen in NRW noch einmal um fast 200 deutlich angestiegen - von 3541 auf 3726 (+185). Das geht es aus den aktuellen Zahlen hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag veröffentlicht hat.

Das RKI registrierte insgesamt - Stand Mitternacht - 444 neue Infektionen für Nordrhein-Westfalen (jetzt in Summe 50.937), aber gleichzeitig gelten nur 256 weitere Personen als genesen (in Summe 45.456). Die Zahl der Todesfälle stieg um drei auf 1755.

Von den insgesamt 1147 neu registrierten Infektionen in Deutschland (insgesamt jetzt 214.214 bei 9183 Todesfällen) im Verlaufe des Donnerstages entfallen auf NRW fast 39 Prozent.

Coronavirus in NRW: Über 2000 neue Fälle binnen sieben Tagen

Update, 6. August, 11.26 Uhr: Weitere 425 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell für Nordrhein-Westfalen bestätigt. Damit ist die Gesamtzahl im bevölkerungsreichsten Bundesland auf 50.493 gestiegen. Alleine in den letzten sieben Tagen kamen 2052 hinzu.

45.200 nachgewiesen Infizierte gelten inzwischen als genesen, 1752 Todesfälle wurden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Infizierten in NRW über 3500

Weil die Zahl der Genesenen nur um 228 sank, während 425 Neuinfektionen erfasst wurden, ist die Zahl der akut mit dem Coronavirus in NRW infizierten Personen zum Donnerstag auf 3541 gestiegen.

Das RKI vermeldete für das gesamte Bundesgebiet heute erstmals seit drei Monaten wieder mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - es waren exakt 1045. Damit sind in Deutschland seit dem Ausbruch 213.067 Personen betroffen, 9175 Verläufe endeten tödlich.

Coronavirus in NRW: Reinigungskräfte in Klinik positiv getestet

Update, 5. August, 18.15 Uhr: Corona-Verdacht in Klinik: Nachdem zwei Reinigungskräfte positiv auf das Coronavirus getestet wurden, wurde jetzt eine Stadtklinik in NRW abgeriegelt*. Für die Bewohner stehen Massentests an.

Update, 5. August, 16.06 Uhr: 341 Infektionen mehr: Die Zahlen in NRW steigen wieder sprunghaft. Ein wichtiger Schwellenwert wurde durchbrochen: Mittlerweile sind 50.068 Menschen als mit Corona infiziert registriert. 3345 Menschen gelten als akut infiziert, 1741 Menschen starben an Covid-19. 

Update, 5. August, 7.37 Uhr: Das Land NRW will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld von 150 Euro abkassieren. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte der "Rheinischen Post" (Mittwoch): "Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen. Wir wollen eine Verschärfung, so dass unmittelbar beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist." 

Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. Wüst sagte, man wolle "keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln".

Coronavirus in NRW: RKI beunruhigt über neuste Entwicklung der Zahlen

Update, 4. August, 16.38 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist über die aktuelle Entwicklung, die das Coronavirus in Deutschland macht, beunruhigt. 

Die Zahl der täglich neu übermittelten Infektionen mit dem Coronavirus an das RKI ist in der vergangenen Woche angestiegen. Laut RKI gibt es derzeit „viele kleinere Ausbruchgeschehen in verschiedenen Landkreisen“.

Diese würden mit unterschiedlichen Situationen zusammenhänge, etwa mit größeren Feiern oder an Arbeitsplätzen. In NRW gab es zuletzt einen Corona-Ausbruch mit mehr als 60 Infizierten nach einer Hochzeitsfeier. In Offenbach (Hessen) werden die Corona-Maßnahmen wegen zahlreicher Neuinfektionen wieder verschärft.

Update, 4. August, 11.21 Uhr: Die Zahl der akut Corona-Infizierten in NRW ist aktuell von 3156 um 77 auf 3233 Personen gestiegen (Stand Mitternacht). Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat. Insgesamt 49.727 Personen haben sich seit Ende Februar in NRW infiziert, das sind 292 mehr als am Vortag (49.435).

Coronavirus in NRW: Fast 2000 Fälle in den letzten sieben Tagen

Für die letzten sieben Tage weist das RKI exakt 1936 Neuinfektionen für Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland aus (277 im Schnitt pro Tag). Kein anderes Bundesland hat derart hohe Zuwächse. 

In den drei Bundesländern mit den nächsthöheren Bevölkerungszahlen sind die Zuwächse ungleich geringer: Bayern hat in sieben Tagen 634 neue Fälle gemeldet, Baden-Württemberg 406 und Hessen 434.

Parallel gelten 44.750 Personen in NRW und damit 209 mehr als Montag (44.541) als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um weitere sechs auf 1744.

Für Deutschland insgesamt hat das RKI 211.281 Infektionen registriert, das sind 879 mehr als am Vortag. In den letzten sieben Tagen wurden 4641 neue Fälle gemeldet. 9156 Menschen sind an bzw. mit Covid-19 gestorben, acht mehr als Vortag.

Coronavirus in NRW: So hoch ist die "Trefferquote" bei Reiserückkehrern

Update, 3. August, 16.09 Uhr: Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den Flughäfen in NRW werden rund 2,5 Prozent der Urlauber positiv auf das Coronavirus getestet. Dies sei eine "relativ hohe" Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag im Deutschlandfunk. 

40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen nach der Corona-Einreiseverordnung seit Mitte Juli einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. 

In NRW hatten kostenlose Testangebote für Reisende aus Risikoländern an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück vor gut einer Woche begonnen.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht im Unterricht für Schüler ab der 5. Klasse

Update, 3. August, 14.05 Uhr: Yvonne Gebauer, Schulministerin von NRW, hat eine Maskenpflicht für den Unterricht ab der 5. Klasse verkündet.

Wie es genau an den Schulen weitergehen soll, lesen Sie in unserem Ticker zum Schulstart aus der Konferenz des Schulministeriums.

Update, 3. August, 12.40 Uhr: Für NRW meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) übrigens aktuell am Montag exakt 49.435 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus - das sind 290 mehr als am Vortag. 44.541 Personen sind inzwischen genesen, außerdem wurden 1738 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Das bedeutet, dass in NRW aktuell 3156 Personen akut infiziert sind.

Update, 3. August, 12.23 Uhr: Noch etwas mehr als eine halbe Stunde - dann äußert sich Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) dazu, wie sich das Land NRW an den Schulen die Rückkehr in den Regelbetrieb nach den Sommerferien konkret vorstellt. Im Raum steht dabei seit dem Wochenende auch eine Maskenpflicht in der Schule. Wir begleiten die Pressekonferenz in der Düsseldorfer Staatskanzlei hier im News-Ticker. 

Update, 3. August, 9.33 Uhr: Nach einer Hochzeitsfeier in NRW, nach der zahlreiche Gäste positiv auf das Coronavirus gestestet wurden, werden die Tests im Kreis Kleve in dieser Woche fortgesetzt. "Bei 50 Gästen fielen die ersten Tests negativ aus. Sie werden in den nächsten Tagen noch einmal getestet, um sicherzugehen", sagte eine Sprecherin am Montag. 

Insgesamt waren seit Mitte der vergangenen Woche 111 Hochzeitsgäste getestet worden. Bei 61 von ihnen war der Test positiv, das letzte Ergebnis lag demnach am Sonntag vor. Die Feier hatte im benachbarten Kreis Wesel stattgefunden. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste in Geldern im Kreis Kleve beheimatet, sagte die Sprecherin. Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, wurden 111 Gäste aus Geldern getestet und unter Quarantäne gestellt.

Coronavirus in NRW: Steigende Zahlen haben Folgen für Krankenhäuser

Update, 2. August, 12.15 Uhr: Die Krankenhäuser in NRW wappnen sich dafür, wieder deutlich mehr Corona-Patienten aufnehmen zu müssen. Grund dafür ist, dass die Zahl neuer Infektionen steigt. Der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW sagte, dass im Ruhrgebiet inzwischen wieder viele Krankenhäuser Besuchsverbote hätten aussprechen und planbare Operationen verschieben müssen.

Falls der Trend zu einer "zweiten Welle" auswächst, sieht die Krankenhausgesellschaft aber Anlass für Zuversicht im Abwehrkampf. "Grundsätzlich sind die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser besser vorbereitet als noch vor und während der ersten Hochphase der Pandemie", sagte Jochen Brink.

Coronavirus in NRW: 54 positive Tests nach Feier im Kreis Kleve

Update, 1. August, 12 Uhr: Der Gewerkschafter spricht von "Menschenhandel", die Arbeitgebervertreterin von "einzelnen schwarzen Schafen": Neben der Fleischindustrie sind nach mehreren Corona-Ausbrüchen auch die Arbeitsbedingungen von Erntehelfern in der Landwirtschaft in den Fokus geraten.

Update, 31. Juli, 13.20 Uhr: Erneuter Corona-Ausbruch in NRW: Nach einem privaten Fest sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Kreisverwaltung heute mit. Bei der Veranstaltung habe es sich um eine Feier im benachbarten Kreis Wesel gehandelt, sagte eine Sprecherin. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste im Ort Geldern im Kreis Kleve beheimatet. 

Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, seien 111 Personen umgehend getestet und unter Quarantäne gestellt worden. Von 98 am Freitagmorgen vorliegenden Laborergebnissen waren 54 positiv und 44 negativ. "Das Gesundheitsamt nimmt direkt Kontakt mit den positiv getesteten Personen auf, um weitere Informationen zu erhalten", sagte Landrat Wolfgang Spreen. Die Kontaktpersonenermittlung laufe.

Coronavirus in NRW: Die aktuellen Entwicklungen im Überblick

Update, 30. Juli, 16.19 Uhr: Wollte Tönnies das Verbot von Werkverträgen umgehen? Nach Massenausbruch von Corona und dem öffentlich Werden der schlechten Arbeitsbedingungen wird wieder Kritik an dem Schlachthof aus Rheda-Wiedenbrück laut.

Update, 28. Juli, 12.23 Uhr: Bei einer Versicherung gegen eine Betriebsschließung besteht kein Deckungsschutz gegen Krankheiten oder Erreger wie Covid-19 oder Corona, wenn diese nicht ausdrücklich vertraglich benannt sind. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem Eilverfahren entschieden und heute mitgeteilt. 

Die Klägerin, Inhaberin einer Gaststätte in Gelsenkirchen, hatte von ihrer Versicherung fast 27.000 Euro eingefordert. Bereits das Landgericht Essen hatte den Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte diese Sicht jetzt in einem nicht anfechtbaren Beschluss vom 15. Juli (Az.: 20 W 21/20).

Die Aufzählung der versicherten Krankheiten und Krankheitserreger in den vereinbarten Versicherungsbedingungen sei abschließend, teilte das OLG zur Begründung mit. Der Wortlaut "nur die im Folgenden aufgeführten" und die anschließende ausführliche Auflistung einer Vielzahl von Krankheiten und Erregern mache dem - für die Auslegung maßgeblichen - durchschnittlichen Versicherungsnehmer deutlich, dass der Versicherer nur für die benannten, vom Versicherer einschätzbaren Risiken einstehen wolle, heißt es in der Begründung des OLG in Hamm.

Update, 28. Juli, 22.36 Uhr: Der Autozulieferer Hella kündigt in der Corona-Krise harte Maßnahmen an: Er will an seinem Firmensitz in Lippstadt rund 900 Stellen abbauen. Die Geschäftsentwicklung sei durch die Corona-Pandemie zusätzlich belastet worden, hieß es in einem Schreiben des Familienunternehmens am Dienstag.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht gilt laut Gericht weiterhin

Update, 28. Juli, 16.31 Uhr: Die Maskenpflicht gilt weiterhin: Aus Sicht des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts ist die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie in NRW weiterhin verhältnismäßig. Mit einer erneuten Entscheidung zu dem Thema bekräftigten die Richter heute ihre Haltung, dass das Tragen von Alltagsmasken etwa beim Einkauf oder in Bus und Bahn rechtens sei (A.: 13 B 675/20 NE). 

Laut Gerichtsmitteilung hatte ein Mann aus Kleve sich per Eilverfahren gegen die Regelung gewandt. Er vertritt die Auffassung, die Mund-Nase-Bedeckungen seien ungeeignet, die Ansteckungsgefahr zu minimieren - sie vermittelten im Gegenteil trügerische Sicherheit. Zudem seien die angebotenen Masken auf dem Markt mit Chemikalien belastet. 

Den Argumenten folgten die Richter mit ihrem nicht anfechtbaren Eilbeschluss nicht: Die Landesregierung NRW sei einer Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) gefolgt. Es sei demnach nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass die Masken eine Filterwirkung entfalten könnten und so die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen könnten. Mund-Nase-Bedeckungen riefen zudem keine Gesundheitsgefahren für den Menschen hervor - wer sich vor einer Schadstoffbelastung fürchte, könne schadstofffreie Alternativen wählen.

Coronavirus in NRW:So geht die Kinderbetreuung nach den Sommerferien weiter

Update, 28. Juli, 13.15 Uhr: Das Coronavirus in NRW hat über Monate das Leben an Schulen und Kitas lahmgelegt. Jetzt gibt es erste Nachrichten, wie es nach den Sommerferien bei der Kinderbetreuung trotz Covid-19 weitergehen soll. 

Update, 28. Juli, 12.14 Uhr: Angesichts der rasant steigendenInfektionszahlen mit dem Coronavirus hat de Stadt Bochum in NRW wieder die Drive-In-Teststelle geöffnet. An drei Tagen in der Woche können die Bochumer dort nach vorheriger Terminabsprache und Empfehlung der Experten aus dem Gesundheitsamt bei der Durchfahrt mit dem Auto durch das geöffnete Fenster einen Abstrich machen lassen.

Aktuell sind etwa 98 Personen in Bochum mit dem Coronavirus infiziert - ein Viertel von ihnen wird stationär versorgt. 

Coronavirus in NRW: RKI schlägt Alarm - immer mehr Infektionen aktuell

Update, 28. Juli, 11.03 Uhr: Das RKI ist alarmiert angesichts der steigenden Zahlen derer Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind: "Die neueste Entwicklung der Fallzahlen macht mir und allen im Robert-Koch-Institut große Sorgen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin vor Journalisten. "Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie", warnte er. "Die ganze Welt ist mittendrin." Wieler rief zur Disziplin auf und ermahnte zum Einhalten der Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmaske

Update, 28. Juli, 10.30 Uhr: Die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten könnte in NRW schon bald Realität sein. Gesundheitsminister-Laumann fordert, wer an einem Flughafen in NRW ankommt, soll sich verbindlich testen lassen. Die Kostenübernahme sieht er dabei nicht mehr beim Staat.  

Update, 27. Juli, 16.56 Uhr: Wer in ein Land reist, das als Corona-Risikogebiet eingestuft ist, muss sich nach der Rückkehr umgehend für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Für die, die das nicht tun, wird es teuer. In Lüdenscheid im Märkischen Kreis hat es jetzt das erste Bußgeld gegen eine Rückkehrerin gegeben - und das hatte es mit mehreren hundert Euro in sich.

Coronavirus in NRW: Laumann für verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

Update, 27. Juli, 14 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich grundsätzlich für verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ausgesprochen. „Wir begrüßen, dass der Bund prüft, ob das mit der jetzigen Rechtsgrundlage geht oder ob das Infektionsschutzgesetz geändert werden muss“, sagte er am Montag in Düsseldorf. „Wenn wir die Rechtsgrundlage schon haben, bin ich dafür, es sofort zu machen - aber es muss rechtssicher sein.“

Update, 27. Juli, 10.57 Uhr: Die Exporte der nordrhein-westfälischen Wirtschaft sind im Zuge der Corona-Pandemie auch im Mai eingebrochen. Die Unternehmen im bevölkerungsreichsten Bundesland lieferten Waren im Wert von 12,3 Milliarden Euro ins Ausland und damit etwa 27 Prozent weniger als im Mai 2019, wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf erklärte. 

Der Wert der Importe war mit 16,3 Milliarden Euro um 22,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai 2020 gingen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,6 Prozent auf 71,4 Milliarden Euro zurück. Der Wert der Einfuhren sank den Angaben zufolge um 11,9 Prozent auf 92,1 Milliarden Euro.

Coronavirus in NRW: Bedenken bei Wiederzulassung von Stadionbesuchern

Update, 25. Juli, 13.25 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zeigt Bedenken bei der Wiederzulassung von Zuschauern in Fußballstadien. Nur wenn es aus Gesundheitssicht verantwortbar sei, könnten Fans wieder ins Stadion gelassen werden, betonte er. "Es muss sichergestellt sein, dass es beispielsweise zu keinem Gedrängel an den Ein- und Ausgängen kommt", sagte Laumann der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Update, 25. Juli, 11.25 Uhr: Seit Samstagmorgen gibt es an den Flughäfen in Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Seit 6 Uhr ist das Testzentrum in Düsseldorf geöffnet, in Dortmund seit 8 Uhr. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten die kostenlosen Tests am Freitag vereinbart.

Coronavirus in NRW: Teststationen an Flughäfen starten

Update, 24. Juli, 15.49 Uhr: Schon am Samstag, den 25. Juli, starten dieTeststationen an den Flughäfen in Dortmund und Düsseldorf. Am Flughafen Münster/Osnabrück ist der Start für den kommenden Dienstag geplant. Am Flughafen Köln/Bonn plant die Landesregierung, das bislang von der Stadt Köln und der Johanniter Unfallhilfe betriebene Testzentrum einzubinden, das teilte das Ministerium für Gesundheit NRW mit. Passagiere sollen sich auf das Coronavirus freiwillig testen lassen können. 

Update, 24. Juli, 15.20 Uhr: Urlauber können nach ihrer Rückkehr von ihrer Reise kostenlose Tests auf das Coronavirus auf freiwilliger Basis machen lassen. Das teilte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag nach Beratungen mit ihren Kollegen aus Bund und Ländern in Bonn mit. Dieses Angebot gilt für Rückkehrer aus Risikogebieten ebenso wie aus Nichtrisikogebieten.

Update, 24. Juli, 13.30 Uhr: Die Corona-Warn-App soll potenzielle Kontaktpersonen von Corona-Infizierten warnen. Doch Millionen Nutzer konnten womöglich nicht oder erst verspätet gewarnt werden, weil Hintergrundaktualisierungen blockiert wurden.

Update, 24. Juli, 12 Uhr: Bei routinemäßigen sind im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück 30 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die meisten sollen nach Angaben des Unternehmens Altfälle sein, bei denen Sars-CoV-2 schon früher festgestellt wurde und das noch immer nachweisbar sei. 

Bei 8 der 30 Mitarbeiter müsse noch geklärt werden, ob sie sich neu mit dem Virus angesteckt haben oder ob bei ihnen ebenfalls nur eine frühere Infektion noch nachweisbar sei, sagte Vielstädte. Nach einer Infektion könne das Ergebnis noch bis zu zehn Wochen lang positiv ausfallen, obwohl der Betroffene nicht mehr infektiös sei.

Gehen die Coronavirus-Infektionen bei Tönnies auf einen Superspreader zurück? Eine Helmholtz-Studie legt diesen Schluss nahe.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Entwicklungen im Ticker

Update, 23. Juli, 22.39 Uhr: Nach der Reise in ein Corona-Risikogebiet müssen Kinder in NRW zunächst in Quarantäne - auch dann, wenn das mit dem Schulstart kollidieren sollte. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Update, 23. Juli, 12.06 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt bekannt, dass in Deutschland in der 29. Kalenderwoche 531.571 Tests durchgeführt wurden, in der Vorwoche waren es noch rund 30.000 weniger. So viele Tests gab es bundesweit noch nie. Damit steigt auch die Zahl der Infektionen.

Update, 22. Juli, 18.05 Uhr: Achtung Reiserückkehrer: Die Flughäfen in NRW haben Pläne, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. 

Update, 22. Juli, 17.41 Uhr: Die Zahl der betätigten Todesfälle in NRW ist um drei Personen gestiegen. 1717 Menschen sind dementsprechend in Zusammenhang mit einer Erkrankung an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Gesamtinfizierten in Nordrhein-Westfalen liegt bei 46.367. Allerdings gelten laut Angaben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Mags) auch 42.450 Personen als von dem Coronavirus genesen

Coronavirus in NRW: Ryanair kündigt Schließung eines Flughafens - auch Weeze ist im Gespräch

Update, 22. Juli, 13.59 Uhr: Die Fluglinie Ryanair hat die Schließung des Flughafens Frankfurt-Hahn angekündigt. Auch für Weeze sieht es schlecht aus. Man beobachte die laufenden Verhandlungen und müsse das Ergebnis abwarten, sagte der Geschäftsführer des Flughafens, Ludger van Bebber, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "In diesen Zeiten Einschätzungen zu treffen, ist kaum möglich." Die Corona-Pandemie hat weltweit die Fluggesellschaften hart getroffen und teils zu massiven Stellenkürzungen geführt.

Hintergrund ist ein Streit des Unternehmens mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) über Gehaltskürzungen. Die bei der Ryanair-Tochter Malta Air beschäftigten Piloten aus Deutschland hatten die bisherigen Vorschläge der Airline abgelehnt. Nach VC-Angaben sind von angedrohten Kündigungen bis zu 170 Piloten betroffen.

Coronavirus in NRW: Immunität langfristig dank Antikörpern?

Update, 22. Juli, 13.09 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Corona-Regeln für die Gastronomie in NRW bestätigt. Ein Brauhaus hatte gegen die Vorgaben geklagt.

Update, 21. Juli, 14.30 Uhr: Gute Nachrichten: Einer Studie zufolge bieten Antikörper vermutlich längerfristig Immunität gegen das Coronavirus. Die noch unveröffentlichte Studie des deutsch-chinesischen Gemeinschaftslabors in Wuhan wurden 327 Covid-19-Patienten in Wuhan untersucht, berichtet wa.de*. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.

Neben chinesischen Experten haben auch drei Virologen aus Essen in NRW an der Studie mitgewirkt. Die untersuchten Patienten seien alle im Krankenhaus behandelt worden und hätten leichte oder schwere Symptome des Coronavirus gezeigt, so Dittmer. Die Bildung der Antikörper habe dem entsprochen, was man auch von anderen Viruserkrankungen kenne, sagte der Virologe der dpa.

Coronavirus in NRW: Infektion kann zu längerfristigen Immunität führen

In den letzten zwei bis drei Monaten des jeweils sechsmonatigen Untersuchungszeitraums bei den chinesischen Covid-19-Patienten sei die Antikörper-Menge relativ stabil geblieben. "Ich glaube, dass daraus folgt, dass wir zumindest eine Zeit lang von einer Immunität nach einer durchgemachten Erkrankung ausgehen können", sagte der Forscher aus NRW weiter. Dittmer betonte, dass weltweit bislang noch kein eindeutiger Fall bekannt sei, bei dem ein genesener Patient erneut mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert wurde. 

Coronavirus in NRW: Ab Dienstag Änderungen bei Maskenpflicht - Karnevalszug in Köln abgesagt

Insbesondere nach ermutigenden Zwischenergebnissen mit ersten Corona-Impfstoffen sehen viele Forscher darin dennoch die stärkste künftige Waffe gegen die Krankheit. "Die einzige Illusion, die man nehmen muss, ist, dass eine Impfung gegen Covid-19 ein Leben lang hält", sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Es könnte auch bei einem Covid-19-Impfstoff sein, dass man wie bei der Influenza-Schutzimpfung regelmäßig wieder geimpft werden muss." Es sei nicht ungewöhnlich, dass Impfungen nicht jahrelang hielten, sondern regelmäßig aufgefrischt werden müssten.

Coronavirus in NRW: Die aktuellen Fallzahlen 

Update, 21. Juli, 14.15 Uhr: Die aktuellen Zahlen in NRW kletterten die Gesamtinfektionszahlen wieder leicht nach oben: nach Statistiken des Gesundheitsministeriums haben sich inzwischen über 46.000, genauer 46.213 Personen, seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind die weitaus meisten den Angaben zufolge wieder genesen. Mehr als 1700 Menschen sind nach einer Erkrankung im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Nordrhein-Westfalen gestorben. 

Coronavirus in NRW: Viele Jugendherbergen in Westfalen-Lippe bleiben dicht

Update, 21. Juli, 13.17 Uhr: In der Region Westfalen-Lippe in NRW werden zwölf von 29 Jugendherbergen erst 2021 wieder öffnen, das teilt das Deutsche Jugendherbergswerk in einer Mitteilung mit. „Aufgrund der Krise kommen kaum Schulklassen und Gruppen, die an den betroffenen Standorten bis zu 80 Prozent der Belegung ausmachen“, erklärt Guido Kaltenbach, Geschäftsführer der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe. Er betont, dass es sich dabei ausdrücklich um vorübergehende Schließungen handele.

Doch er blickt optimistisch in die Zukunft: „Die Buchungen für 2021 sehen bisher gut aus. Wir gehen fest davon aus, im nächsten Jahr wieder durchzustarten“, so Guido Kaltenbach. In diesem Jahr sei der Betrieb von zwölf Jugendherbergen aber leider wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Dabei handelt es sich um die Standorte: Reken, Cappenberger See, Glörsee, Burg Altena*, Rüthen, Paderborn, Bad Driburg, Porta Westfalica, Soest, Rheine, Sorpesee und Horn-Bad Meinberg. In Soest könnte sich die Wiedereröffnung 2021 noch nach hinten verschieben: Die Gruppenstornierungen machen sich stark bemerkbar.

Coronavirus in NRW: Touristen sorgen sich über mögliche Quarantäne nach dem Urlaub 

Update, 21. Juli, 13 Uhr: Stichwort Reise: Auf Mallorca herrschen - nachdem einige Menschen auf derPartymeile Ballermann trotz Coronavirus ohne Maske und ohne Abstand gefeiert haben sollen - strenge Regeln. Touristen aus NRW berichten, wie sie den Urlaub mit Maskenpflicht wahrnehmen. 

Update, 21. Juli, 12 Uhr: Die Sommerferien in NRW sind bereits zur Hälfte vorbei. Viele Familien waren bereits im Urlaub und stehen vor der Rückkehr in die Heimat. Einige werden sich angesichts der steigenden Zahlen der Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, die Frage stellen, ob die Reise in Quarantäne endet. Die Regeln dazu sind klar definiert.  

AlleEntwicklungen zum Coronavirus in NRW bis zum 21. Juli, 12 Uhr, gibt es in unserem alten Ticker. - *wa.de, soester-anzeiger.de, sauerlandkurier.de und come-on.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Kommunalwahl 2020 im Kreis Recklinghausen: Ergebnisse der Stichwahlen stehen fest - so haben die Bürger entscheiden
Kommunalwahl 2020 im Kreis Recklinghausen: Ergebnisse der Stichwahlen stehen fest - so haben die Bürger entscheiden
Kommunalwahl 2020 im Kreis Recklinghausen: Ergebnisse der Stichwahlen stehen fest - so haben die Bürger entscheiden
Coronavirus im Kreis RE: Weiterer Anstieg bei aktuellen Fällen - so ist die Lage in Ihrer Stadt
Coronavirus im Kreis RE: Weiterer Anstieg bei aktuellen Fällen - so ist die Lage in Ihrer Stadt
Coronavirus im Kreis RE: Weiterer Anstieg bei aktuellen Fällen - so ist die Lage in Ihrer Stadt
Kommunalwahl 2020 im Kreis Recklinghausen: Was Sie jetzt zur Stichwahl wissen müssen
Kommunalwahl 2020 im Kreis Recklinghausen: Was Sie jetzt zur Stichwahl wissen müssen
Kommunalwahl 2020 im Kreis Recklinghausen: Was Sie jetzt zur Stichwahl wissen müssen
Großbrand in Gelsenkirchen-Buer: Betroffene dürfen kurz zurück in die unbewohnbaren Häuser - aus diesem Grund
Großbrand in Gelsenkirchen-Buer: Betroffene dürfen kurz zurück in die unbewohnbaren Häuser - aus diesem Grund
Großbrand in Gelsenkirchen-Buer: Betroffene dürfen kurz zurück in die unbewohnbaren Häuser - aus diesem Grund
Gelsenkirchen: Bittere Pille für Schalke-Fans - Stadt verkündet radikale Maßnahme vor dem Bremen-Spiel
Gelsenkirchen: Bittere Pille für Schalke-Fans - Stadt verkündet radikale Maßnahme vor dem Bremen-Spiel
Gelsenkirchen: Bittere Pille für Schalke-Fans - Stadt verkündet radikale Maßnahme vor dem Bremen-Spiel

Kommentare