Covid-19-Pandemie im Live-Ticker

Coronavirus/NRW: Ab 1. Juli gelten strikte Corona-Regeln in der Fleischindustrie

  • Daniele Giustolisi
    vonDaniele Giustolisi
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  • Christian Keiter
    Christian Keiter
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  • Victoria Maiwald
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Coronavirus-News aus NRW im Live-Ticker. Ab Juli greifen härtere Regeln für die Fleischindustrie. Die News von Lockerungen und Lockdown gibt es hier.

  • Das Coronavirus* grassiert in Nordrhein-Westfalen (NRW) weiterhin.
  • Wenngleich immer mehr Lockerungen umgesetzt werden, ist ein Ende der Covid-19-Pandemie längst nicht in Sicht.
  • Der Corona-Ausbruch bei Tönnies zeigt, wie fragil das Erreichte ist - RUHR24.de* berichtet über alle Entwicklungen zu Sars-CoV-2 im Live-Ticker.

Update, Sonntag (28. Juni), 8.42 Uhr: NRW - Die Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen muss Beschäftigte auf ihre Kosten künftig mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen. 

Die neue Vorgabe gelte ab 1. Juli für Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und vorrangig fleischverarbeitende Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten und unabhängig davon, ob es sich um eigene Beschäftigte oder Werkvertragsnehmer handele, teilte das NRW-Ministerium für Arbeit und Gesundheit in Düsseldorf mit.

NRW: Ab 1. Juli greifen striktere Corona-Regeln in der Fleischindustrie

In der entsprechenden neuen Allgemeinverfügung heißt es wörtlich: "Es dürfen nur Personen in der Produktion eingesetzt werden, die mindestens zweimal pro Woche auf Kosten des Betriebsinhabers auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch PCR-Verfahren getestet werden und dabei ein negatives Testergebnis haben." Die Testung könne im Poolverfahren erfolgen. Die Auswertung müsse durch ein anerkanntes Labor erfolgen. Die Test-Nachweise seien in dem Betrieb vorzuhalten.

Die Verfügung enthält auch umfangreiche Dokumentationspflichten: Die Unternehmen würden verpflichtet, die Namen und Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsadressen sämtlicher auf dem Betriebsgelände anwesender Personen zu erheben und für vier Wochen aufzubewahren, hieß es.

Update, Samstg (27. Juni), 21.08 Uhr: NRW - Wie der Kreis Gütersloh mitteilt, sei die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in der übrigen Bevölkerung (ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft) "merklich" angestiegen. Grund dafür seien wohl die Tests die aktuell vermehrt durchgeführt werden. Viele der Infizierten zeigen wohl keine Symptome

Coronavirus im Kreis Gütersloh: 75 neue Fälle in einer Woche

Insgesamt 75 Fälle seien laut Kreis Gütersloh in der Zeit vom 20. bis zum 26. Juni bekannt geworden. Das waren den Angaben zufolge 28 mehr als am Vortag berichtet.

Allerdings nur wenige Stunden vor der Mitteilung des Kreises Gütersloh, hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) berichtet, dass bei 4100 Tests in der Bevölkerung nur neun Neuinfektionen nachgewiesen wurden, wie die WAZ berichtet. Ein Sprecher des Ministeriums wies allerdings darauf hin, dass den Kreisen die Daten der Infektionen früher vorliegen als auf Landesebene. Außerdem nannte Laumann keinen spezifischen Zeitraum.

Corona in NRW: Polizei muss Menschenansammlungen auflösen

Update, Samstg (27. Juni), 15.08 Uhr: Wegen zu geringen Corona-Mindestabstands hat die Polizei im Rheinland mehrere Menschenansammlungen aufgelöst.

In Köln etwa wurden in der Nacht zum Samstag zahlreiche Platzverweise ausgesprochen, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag sagte. Rund um den Stadtgarten im Belgischen Viertel hätten sich mehrere Hundert Menschen aufgehalten. Da sei es auf den Gehwegen kaum möglich gewesen, den coronabedingten Sicherheitsabstand zu wahren. "Vermutlich waren einige auch alkoholisiert und haben die Maßnahmen nicht mehr ganz so akzeptiert", sagte der Sprecher.

Coronavirus in NRW: Menschenansammlungen in Köln und Düsseldorf

Auch in Düsseldorf lockte das schöne Wetter die Menschen in die Innenstadt. "Viel zu viele und viel zu nah beieinander", beschrieb ein Sprecher der Polizei Düsseldorf die Situation. Nach Bitte des Ordnungsamtes der Stadt hätten die Beamten um kurz nach Mitternacht die Freitreppe und kurz darauf auch die Kurze Straße in der Altstadt mit jeweils Hunderten Menschen geräumt. Teilweise hätten die Feiernden Unmutsbekundungen geäußert, Probleme seien jedoch nicht aufgekommen. Straftaten habe es nicht gegeben. Zuerst hatte der WDR über die Räumungen in Köln und Düsseldorf berichtet.

Update, Samstg (27. Juni), 12.04 Uhr: Im Kreis Gütersloh liegt die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage trotz einer Abwärtstendenz weiter deutlich über der entscheidenden Marke von 50. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen des Robert- Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Kreis Gütersloh ist der einzige Kreis in Deutschland oberhalb dieser Marke.

Nach den jüngsten RKI-Daten gab es im Kreis Gütersloh 164,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - nach zuvor 177,7 Fällen am Freitag. Am Dienstag betrug der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2.

Im benachbarten Kreis Warendorf war die wichtige Kennziffer für die Pandemie-Bekämpfung schon am Freitag mit 47,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen unter die Marke von 50 gefallen. Nach den Daten von Samstag sackte sie nun sogar auf nur noch 19,8 Fälle ab. In beiden Kreisen gilt ein Lockdown.

NRW/Coronavirus: Fans des FC Schalke 04 protestieren gegen Tönnies

Update, Samstg (27. Juni), 9.16 Uhr: Der Corona-Ausbruch bei Mitarbeitern der Fleischfabrik von Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat auch Auswirkungen auf den FC Schalke 04 - zumindest in Form von Demonstrationen der Fans.

Zeitgleich zum letzten Saison-Spiel der Fußball-Profis des FC Schalke 04 beim SC Freiburg werden am Samstag Fans des Bundesligisten an der heimischen Veltins-Arena demonstrieren. Maximal 2000 Besucher sind unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften für die Demonstration ab 15.30 Uhr zugelassen.

Unter dem Motto "Schalke ist kein Schlachthof - gegen die Zerlegung unseres Vereins" wollen die Fans aufmerksam machen auf Missstände und Fehlentwicklungen im Club und im Fleisch-Unternehmen des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies.

NRW: Corona-Ausbruch bei Tönnies wirkt sich auf Kreis Unna aus

Update, Freitag (26. Juni), 22.01 Uhr: NRW - Die Infektionswelle bei der Firma Tönnies hat sich auch im Kreis Unna ausgewirkt. Von 33 im Gebiet wohnenden Mitarbeitern sind nach Angaben der Kreisverwaltung acht mit dem Coronavirus infiziert. Sechs Erkrankte wohnen in Bergkamen und je eine infizierte Person in Lünen und Kamen.

Im familiären Umfeld der Infizierten wurden anschließend Tests durchgeführt. Nach heutigem Stand wurden demnach in Lünen drei Angehörige positiv getestet und in Kamen zwei. In Bergkamen gibt es unter den Angehörigen zehn bestätigte Fälle. Die Zahl der aktuell Infizierten im Detail:

25.06.2020 | 15 Uhr

26.06.2020 | 12 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

14

16

+2

Bönen

0

0

+0

Fröndenberg

0

0

+0

Holzwickede

4

3

-1

Kamen

5

5

+0

Lünen

7

7

+0

Schwerte

24

24

+0

Selm

1

1

+0

Unna

2

2

+0

Werne

10

9

-1

Gesamt

67

67

+0

Coronavirus in NRW: Mehr neu Gesundete als Neuinfektionen in Essen

Update, Freitag (26. Juni), 21.42 Uhr: Die Stadt Essen hat heute zwei neue Coronavirus-Fälle registriert, während neun Patienten wieder gesund gemeldet wurden. Insgesamt haben sich seit Ende Februar/Anfang März 965 Menschen angesteckt. 

867 gelten als gesund und 41 sind in Verbindung mit Corona gestorben. 57 Personen sind im Moment nachweislich infiziert.

Coronavirus in NRW: Lage im Kreis Recklinghausen bleib konstant

Update, Freitag (26. Juni), 21.33 Uhr: Der Kreis Recklinghausen meldet fünf Coronavirus-Neuinfektionen und vier Personen, die die Erkrankung wieder überstanden haben. Insgesamt haben sich seit dem Beginn der Pandemie 1.363 Menschen infiziert, wovon 1.266 genesen und 39 verstorben sind. 58 Menschen sind aktuell an Corona erkrankt.

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

138

131

1

Datteln

57

55

1

Dorsten

158

149

5

Gladbeck

261

223

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

97

90

1

Marl

126

117

1

Oer-Erkenschwick

208

194

3

Recklinghausen

174

167

4

Waltrop

60

56

1

Update, Freitag (26. Juni), 21.21 Uhr: Nachdem sich eine Zweitklässlerin aus der Von-Waldthausen-Schule in Bochum mit dem Coronavirus infiziert hat, wurden 27 Mitschüler sowie eine Betreuerin in Quarantäne geschickt. Sie werden nun ebenfalls auf eine Ansteckung mit dem Erreger getestet. 

Insgesamt ist die Die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner im Durchschnitt der letzten sieben Tage mit 5,9 weiterhin gering. Aktuell sind noch 35 Menschen in Bochum mit dem Virus infiziert.

Coronavirus in NRW: Zwei Neuinfektionen in Herne, vier neu Genesene

Update, Freitag (26. Juni), 21.05 Uhr: Die Stadt Herne meldet heute lediglich zwei Neuinfektionen mit dem Coronavirus und vier neu genesene Personen. 234 Menschen haben sich seit dem Ausbruch des Virus infiziert, 201 unter ihnen haben die Erkrankung nach offiziellen Angaben überstanden. 

Von den 31 aktuell infizierten Patienten werden sieben im Krankenhaus behandelt. Es gibt unverändert zwei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

Coronavirus in NRW: Temporärer Jahrmarkt Düsselland gestartet

Update, Freitag (26. Juni), 20.47 Uhr: In Düsseldorf hat heute ein temporärer Jahrmarkt auf dem Gelände der Messe aufgemacht. Unter anderem sei die Wildwasserbahn gut besucht, berichtete eine Sprecherin nach der Eröffnung.

In dem Pop-Up-Freizeitpark Düsselland gilt Maskenpflicht auf allen Fahrgeschäften. Die Besucher werden mit einem Wegesystem über das Gelände geleitet. Gleichzeitig können 3.500 Gäste jeweils rund drei Stunden bleiben. Der Jahrmarkt dauert einen Monat lang bis zum 26. Juli.

David Young/dpa

Coronavirus in NRW: Süßigkeiten-Hersteller verkaufen in Corona-Zeiten mehr

Update, Freitag (26. Juni), 20.25 Uhr: Der Süßwarenkonzern Haribo hat nach eigenen Angaben in der Coronavirus-Krise vom höheren Verkauf seiner Produkte in Lebensmittelgeschäften profitiert. Es habe zwar Verluste im Außer-Haus-Verkauf etwa auf Bahnhöfen, in Flughäfen oder an Kiosken gegeben, sagte Haribo-Deutschland-Chef Andreas Patz dem Bonner General-Anzeiger. Doch generell habe der Lebensmitteleinzelhandel während der Pandemie mehr Süßigkeiten verkauft.

Nach Umsatzeinbußen im Jahr 2018 habe sich Haribo im Verlauf des vergangenen Jahrs wieder erholt und sein Ziel von drei Prozent Umsatzwachstum übertroffen, sagte Patz. Für das laufende Jahr wollte er angesichts der unklaren Entwicklung durch das Coronavirus keine Prognose abgeben. Haribo feiert in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen.

Coronavirus in NRW: Lage in Gütersloh offenbar unter Kontrolle

Update, Freitag (26. Juni), 19.55 Uhr: NRW - Im Kreis Gütersloh gibt es nach dem Coronavirus-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies und nach der Ausweitung von kostenlosen Tests weiter kaum Anzeichen für eine Übertragung des Virus auf die Bevölkerung. Das teilte der Kreis am Freitagabend mit.

Vom 19. bis 25. Juni seien 55 Fälle ohne Bezug zum Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück bekannt geworden. Am Freitag seien 14 Fälle hinzugekommen, hieß es in einer Presse-Mitteilung. In einem Berufskolleg, einem von insgesamt sechs Testzentren, seien 2.937 Menschen auf Corona untersucht worden. Neun Ergebnisse waren positiv.

Nach der Coronavirus-Welle bei Tönnies hat der Kreis Gütersloh die Lage offenbar im Griff.

Update, Freitag (26. Juni), 19.05 Uhr: Reisende aus einem Landkreis mit hohem Coronavirus-Infektionsgeschehen dürfen nur dann in einem Hotel untergebracht werden, wenn ihnen ein ärztliches Zeugnis bestätigt, dass sie keine Infektion haben. Das geht aus einem Beschluss des Chefs des Bundeskanzleramtes und der Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder vom Freitag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Coronavirus in NRW: Bundesweite Reiseregelung für Corona-Krisengebiete beschlossen - Laschet zufrieden

Das benötigte ärztliche Zeugnis "muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist". NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte dazu zur Deutschen Presse-Agentur: "Der Einsatz hat sich gelohnt. Gut, dass wir nun gemeinsame Regelungen aller Länder mit dem Bund dafür haben, wie wir Risiko-Vorsorge und Reisefreiheit miteinander verbinden." 

Nach dem Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh beim Fleischproduzenten Tönnies hatten die meisten Bundesländer Reise-Einschränkungen für Menschen aus Corona-Hotspots beschlossen. Laschet betonte: "Die Unsicherheit und Stigmatisierung bei Reisenden aus Gütersloh in den letzten Tagen dürfen sich nicht wiederholen. Corona besiegen wir nur miteinander, nicht gegeneinander."

Coronavirus in NRW: Reisebeschränkungen auch in Sachsen-Anhalt

Update, Freitag (26. Juni), 18.43 Uhr: Auch in Sachsen-Anhalt dürfen einreisende Besucher aus dem NRW-Kreis Gütersloh und allen Landkreisen mit einem hohen Coronavirus-Infektionsgeschehen vorerst nicht in Beherbergungsbetrieben wie Hotels oder Campingplätzen übernachten. 

Die Regelung gilt ab Samstag (27. Juni). Das Verbot gilt nicht für Menschen, die nachweisen können, dass sie nicht mit Corona infiziert sind.

Coronavirus in NRW: Laschet verteidigt Lockdown und stellt verändertes Vorgehen in Aussicht

Update, Freitag (26. Juni), 18.06 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Lockdown für die Kreise Gütersloh und Warendorf verteidigt. Man habe "intensiv abgewogen, ob man einzelne Städte aus dem Kreis aus den Regelungen herausnehmen kann, wofür es viele gute Gründe gibt", sagte Laschet den Westfälischen Nachrichten.

Die Verabredung der Länder mit der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut sehe aber bewusst Regeln für das gesamte Kreisgebiet und nicht für kleinere Gebiete vor. "Für die Zukunft wird man da vielleicht über neue Mechanismen nachdenken müssen", so Laschet. Er stellte in Aussicht, dass man durch erhöhte Test-Kapazitäten in der kommenden Woche vielleicht eine "neue Entscheidungsgrundlage" bekommen werde.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist zufrieden mit den neuen Reise-Regeln für Coronavirus-Krisengebiete.

Coronavirus in NRW: Kreis Warendorf kann Infektionsgeschehen begrenzen

Update, Freitag (26. Juni), 17.49 Uhr: Der Coronavirus-Ausbruch im Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück beschränkt sich im benachbarten Kreis Warendorf laut Bezirksregierung bislang auf dort wohnende Mitarbeiter. Das bestätigten die bisherigen Testergebnisse.

Das Robert Koch-Institut hatte außerdem in der Nacht Zahlen zur den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage im Kreis Warendorf veröffentlicht. Diese Marke war mit 47,9 unter den entscheidenden Wert von 50 gefallen.

Coronavirus in NRW: Finanzspritze für Schützen- und Traiditonsvereine

Update, Freitag (26. Juni), 17.33 Uhr: Schützen- und Traditionsvereine sollen in der Coronavirus-Krise mit Unterstützung des Landes über Wasser gehalten werden. Dafür hat die Landesregierung nun ein Sonderprogramm in Höhe von insgesamt 28 Millionen Euro beschlossen.

Anträge können ab dem 15. Juli bei den Bezirksregierungen gestellt werden. Die Vereine können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen. Damit sollten existenzbedrohende Liquiditätsengpässe überwunden werden.

Coronavirus in NRW: Einreisebeschränkungen für Menschen aus Risikogebieten auch in Hessen und Berlin

Update, Freitag (26. Juni), 17.15 Uhr: Nach anderen Bundesländern reagiert nun auch Berlin auf den Coronavirus-Ausbruch im NRW-Kreis Gütersloh. Reisende aus sogenannten Risikogebieten in Deutschland müssen für zwei Wochen in Quarantäne, wenn sie keinen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. 

Am Mittag hatte auch das Bundesland Hessen Beherbergungsverbot für Menschen aus Regionen mit erhöhtem Corona-Infektionsrisiko ausgesprochen, das ab Samstag gelten soll. Als Risikogebiet gelten gemeinhin Regionen mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einem Zeitraum von sieben Tagen.

In Berlin müssen reisende aus Coronavirus-Krisengebieten in Quarantäne.

Coronavirus in NRW: 82 Neuinfektionen bei Döner-Hersteller in Moers

Update, Freitag (26. Juni), 16.55 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch bei einem Döner-Hersteller aus Moers sind inzwischen mit Ausnahme von 17 Urlaubern sämtliche 275 Mitarbeiter des Unternehmens getestet worden. Insgesamt haben sich 82 Menschen nachweislich mit Corona infiziert

Nun würden Kontaktpersonen von Infizierten systematisch mit Reihentests untersucht. Dabei seien in einem benachbarten Fleischbetrieb von Döner-Hersteller Öztas bereits zwei weitere positive Fälle registriert worden. Der Namen dieses Unternehmens wurde nicht genannt. Rund 250 Infizierte und Angehörige seien in Quarantäne.

Coronavirus in NRA: Fleisch-Branche gibt Widerstand gegen das Verbot von Werkverträgen auf

Update, Freitag (26. Juni), 15.19 Uhr: Angesichts der Kritik an Corona-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben gibt die Fleischindustrie den Widerstand gegen ein Verbot von Werkverträgen auf. Der Verband der Fleischwirtschaft teilte am Freitag mit, das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zu unterstützen.

Erste Umsetzungen von Mitgliedsunternehmen zeigten die Ernsthaftigkeit, mit der die Branche in ihrer Gesamtheit eine Umkehr der bisherigen Praxis anstrebe und das System der Werkverträge in der Schlachtung und Zerlegung beenden wolle.

Update, Freitag (26. Juni) 14.43 Uhr: Angela Merkel (CDU) hat sich am Freitag telefonisch beim Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, gemeldet. "Die Bundeskanzlerin hat Mut gemacht und sich bei mir bedankt", sagte Adenauer laut Pressemitteilung des Kreises.

Coronavirus in NRW: Angela Merkel dankt Adenauer und Bevölkerung im Kreis Gütersloh

Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises seien unverschuldet in die aktuelle Situation gekommen, habe die Kanzlerin Adenauer am Telefon gesagt. Durch den Lockdown und den damit verbundenen Beschränkungen leisteten sie einen sehr wichtigen Beitrag, damit sich das Virus nicht über den Kreis Gütersloh hinaus auch in Deutschland ausbreiten könne.

"Die Bundeskanzlerin dankt sehr herzlich der Bevölkerung und allen, die für die Bewältigung dieser Krise arbeiten", teilte der Landrat mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel dankt der Gütersloher Bevölkerung für die Bewältigung der Krise.

Update, Freitag (26. Juni), 14.08 Uhr: Die Bundesregierung hat die Stigmatisierung von Menschen aus Ostwestfalen wegen des dortigen Corona-Ausbruchs scharf kritisiert und zur Solidarität aufgerufen. "Dass Menschen aus Gütersloh und Warendorf zum Teil beleidigt werden, dass Autos zerkratzt werden, das ist natürlich völlig inakzeptables und widerwärtiges Verhalten", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Wir müssen einander gerade in schwierigen Situationen mit Respekt und Sympathie behandeln."

Update, Freitag (26. Juni), 13.57 Uhr: Die Stadt Unna verzichtet nach einem Beschluss des Rates der Kreisstadt vom 25. Juni 2020 auf die Elternbeiträge für die Inanspruchnahme des offenen und gebundenen Ganztages sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote im Primarbereich und Sekundarstufe I für den Zeitraum zwischen dem 1. Juni bis 31. Juli 2020. Dies geschieht unabhängig davon, ob in diesem Zeitraum eine Notbetreuung oder Regelbetreuung in Anspruch genommen wird.

Sofern Eltern die Elternbeiträge per Überweisung oder Dauerauftrag und nicht per Einzugsermächtigung bezahlen, bittet die Stadtverwaltung darum, diese Zahlungen für die Monate Juni und Juli auszusetzen. Bereits gezahlte Beiträge werden verrechnet.

Update, Freitag (26. Juni), 13.45 Uhr: Bürger des Kreises Gütersloh können sich seit Donnerstagabend auch in einem Drive-In kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Dabei lenken die Autofahrer auf dem Flughafen Gütersloh ihre Fahrzeuge in vier Spuren durch einen stillgelegten Hubschrauber-Hangar.

Coronavirus in NRW: Drive-In-Tests in Gütersloh - Bescheid für die Fahrt in den Urlaub

Die Tests werden kontaktlos im Schichtsystem von mehreren Teams genommen. Der Kreis wird dabei von Soldaten der Bundeswehr unterstützt. Die negative Testbescheinigung, zum Beispiel für die Fahrt in den Urlaub, wird anschließend per Post verschickt. Darauf wies der Kreis am Freitag in einer Pressemitteilung hin.

Update, Freitag (26. Juni), 13.24 Uhr: In Deutschland nutzen offensichtlich vor allem jüngere Menschen die im Auftrag der Bundesregierung entwickelte Corona-Warnapp. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gaben 40 Prozent der unter 40-Jährigen an, dass sie die App zu Hilfe nehmen. "Bei den stärker gefährdeten Personen ab 60 Jahren sind es dagegen mit 19 Prozent deutlich weniger", erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel.

Insgesamt gaben 28 Prozent der befragten über 14-Jährigen in Deutschland an, die App schon zu verwenden. Bis Freitag wurde die App von 13,3 Millionen Menschen heruntergeladen.

Update, Freitag (26. Juni), 12.53 Uhr: Während rund um den FC Schalke 04 die Proteste nicht zuletzt wegen Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies (64) immer lauter werden, zieht Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld Konsequenzen aus dem Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh).

Coronavirus in NRW: Arminia Bielefeld reagiert auf Corona-Ausbruch bei Schlachtbetrieb Tönnies

"Der Werbevertrag mit dem Unternehmen Tönnies wird zum Ende dieser Spielzeit auslaufen. Aufgrund der aktuellen Ereignisse wird der DSC Arminia Bielefeld die werbliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Tönnies nicht fortsetzen", teilt der Verein auf Anfrage der Neuen Westfälischen (Bezahlartikel) mit.

Tönnies wurde im Juli 2019 Partner der Arminia. Die Unterstützung sei nicht ausschließlich finanzieller Natur gewesen. In der Vergangenheit trainierten die Ostwestfalen gelegentlich auf dem Kunstrasen der Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück, wenn im Winter die Einheiten witterungsbedingt nicht auf den üblichen Trainingsplätzen stattfinden konnten.

Der Schlachtbetrieb Tönnies steht aufgrund eines massiven Corona-Ausbruchs in der Kritik.

Update, Freitag (26. Juni), 12 Uhr: Obwohl im Kreis Warendorf die 7-Tage-Inzidenz wieder unter die wichtige Marke 50 gefallen ist, dürfen Menschen aus der Region weiter nicht in Hotels in Niedersachsen übernachten. In der Verordnung des benachbarten Bundeslandes ist mit Verweis auf "Inkubationszeit und die Meldeverzögerung" festgelegt, dass das Beherbergungsverbot erst 14 Tage nach Unterschreiten der Kennziffer aufgehoben wird.

Update, Freitag (26. Juni), 10.05 Uhr: Um Privattheater zu unterstützen, die aufgrund der Corona-bedingten Einstellung des Spielbetriebs unverschuldet in finanzielle Engpässe geraten sind, stellt das Land 700.000 Euro in Form von Liquiditätshilfen zur Verfügung. Das teilte das Land NRW am Freitag mit.

Damit ergänzt das Land das Konjunkturprogramm des Bundes und die Nothilfen der Kommunen. Die Unterstützung richtet sich grundsätzlich an alle professionell arbeitenden Privattheater in Nordrhein-Westfalen, die bisher keine institutionelle Förderung des Landes erhalten und angesichts des Umfangs ihres Spielbetriebes die Existenzkrise nicht allein über die bereits vorhandenen Soforthilfen überwinden können.

Update, Freitag (26. Juni), 10 Uhr: Ein Betreiber von Pflegeeinrichtungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf ist nach eigenen Angaben irritiert von den Vorgaben des Landes. Dabei geht es um die jüngst veröffentlichte Allgemeinverfügung des NRW-Gesundheitsministeriums. Sie sehe trotz des Shutdowns in den beiden Kreisen Lockerungen von Besuchsregeln vor, erklärte das Evangelische Johanneswerk.

"Es ist kaum nachvollziehbar, dass Risiken für Kinder, Schüler und Urlauber in den Kreisen Gütersloh und Warendorf schnell erkannt und entsprechend behandelt werden, während Schutzmaßnahmen für Risikogruppen in stationären Pflegeeinrichtungen aufgehoben werden", kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung, Bodo de Vries. Man begrüße die neue Verfügung. Aber es sei unverständlich, warum die Maßnahmen auch in Gütersloh und Warendorf umgesetzt werden sollten.

Coronavirus in NRW: Neuinfektionen in Gütersloh und Warendorf sinken

Update, Freitag (26. Juni), 8.50 Uhr: Im Kreis Warendorf ist die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage unter die entscheidende Marke von 50 gefallen. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor.

Demnach sind es im Kreis Warendorf nun 47,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nach zuvor 50,4.

Auch im Kreis Gütersloh, in dem ebenfalls nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies ein regionaler Lockdown gilt, sinkt die Kennziffer nach extrem hohen Werten weiter.

Mit 177,7 Fällen in je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (zuvor 192,8) liegt der Wert aber weiter deutlich über der Marke von 50. Am Dienstag betrug der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2.

Corona: NRW-Schulministerin Gebauer hält zu schnelle Schulschließungen für unnötig

Update, Freitag (26. Juni), 7 Uhr: Bei regionalen Corona-Ausbrüchen sollten nach Ansicht von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) nicht immer "reflexhaft" die Schulen geschlossen werden. Wenn es regionale Infektionen gebe, müsse man darauf "gezielt" reagieren, sagte die Politikerin dem Kölner Stadt-Anzeiger (Freitag-Ausgabe). 

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will Schüler wegen lokaler Corona-Ausbrüche nicht benachteiligen.

"Es kann allerdings nicht sein, dass die Entscheidungsträger vor Ort reflexhaft als erste und einzige Maßnahme immer sofort Kitas und Schulen schließen, wenn es im Umfeld von Schule Corona-Fälle gibt", so Gebauer. "Da wünsche ich mir eine differenzierte Betrachtungsweise - und keinen Aktionismus zu Lasten unserer Kinder."

NRW: Kreis Unna meldet Corona-Zahlen

Update, Donnerstag (25. Juni), 21.43 Uhr: NRW - Die Gesundheitsbehörde im Kreis Unna berichtet heute von neun weiteren Coronavirus-Neuinfektionen. Dabei handele es sich um sechs Erkrankte aus Bergkamen, zwei aus Kamen und eine aus Lünen. Als genesen gemeldet wurden unterdessen vier weitere Menschen. Es gibt unverändert 38 Todesfälle von Corona-Patienten. Die Zahlen der aktuell Infizierten im Detail: 

24.06.2020 | 15 Uhr

25.06.2020 | 15 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

8

14

+6

Bönen

0

0

+0

Fröndenberg

0

0

+0

Holzwickede

4

4

+0

Kamen

3

5

+2

Lünen

7

7

+0

Schwerte

24

24

+0

Selm

1

1

+0

Unna

2

2

+0

Werne

13

10

-3

Gesamt

62

67

+5

Coronavirus in NRW: Stadt Essen testet in Grundschule auf Corona

Update, Donnerstag (25. Juni), 21.21 Uhr: In Essen wurden sieben neue Ansteckungen mit dem Coronavirus (963 seit Pandemie-Beginn) und eine weitere geheilte Person (858 insgesamt) registriert. Unter anderem wurde laut Stadtverwaltung in der Gemeinschaftsgrundschule Im Steeler Rott in Steele eine Infektion bei einem Kind festgestellt. Die Mitschüler werden nun getestet und treten eine 14-tägige Quarantäne an. 

Nachdem es zuvor einen weiteren Fall in einer vierten Klasse in der Karlschule in Altenessen gegeben hatte, wurden anschließend fünf Lehrer positiv und 27 negativ getestet. In Quarantäne müssen sie dennoch.

Coronavirus in NRW: Neun Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen

Update, Donnerstag (25. Juni), 21.03 Uhr: Der Kreis Recklinghausen meldet neun Coronavirus-Neuinfektionen und keine neu Gesundeten. Seit dem Ausbruch des Virus im Land haben sich 1.358 Menschen angesteckt, 1.262 wurden wieder als gesund gemeldet. Es gibt weiterhin 39 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

138

131

1

Datteln

57

55

1

Dorsten

158

148

5

Gladbeck

258

222

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

97

90

1

Marl

125

117

1

Oer-Erkenschwick

208

194

3

Recklinghausen

173

165

4

Waltrop

60

56

1

Coronavirus in NRW: Neuinfektionen in Herne - Einrichtungen für Menschen mit Behinderung betroffen

Update, Donnerstag (25. Juni), 20.44 Uhr: In Herne haben sich nachweislich sieben Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Für das ansonsten recht geringe Infektionsgeschehen in der Stadt ist das ein relativ hoher Wert. Betroffen sind unter anderem zwei Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Die Lebenshilfe an der Werderstraße mit drei Infizierten wurde unter Quarantäne gestellt, während bei einem Fall in der wewole WERKEN an der Langforthstraße lediglich die betreffende Person sowie deren Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.

Insgesamt steigt die Zahl der Infizierten auf 232, wovon 197 wieder als gesund gelten (keine neu Gesundeten im Vergleich zum Vortag. Es gibt keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Zwei Corona-Patienten sind seit Pandemie-Beginn verstorben.

Coronavirus in NRW: Tönnies vertraut auf Experten-Rat

Update, Donnerstag (25. Juni), 20.18 Uhr: Nach einer ersten Analyse des Hygiene-Experten Martin Exner zum Coronavirus-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies will das Unternehmen einen Vorschlag aufnehmen. "Der bisher unbekannte Faktor Lüftung wird nun in unser Risikomanagement eingearbeitet", so das Unternehmen. 

Die neuen Erkenntnisse der Lüftung in gekühlten Räumen sei aber nicht nur für das Unternehmen Tönnies, sondern von weltweiter Bedeutung für das produzierendes Gewerbe mit gekühlten Räumen. In der kommenden Woche werde man den Behörden ein Konzept dazu vorlegen. Der Bonner Hygiene-Experte hatte sich am vergangenen Wochenende die Lage im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück angeschaut und vermutet als einen möglichen Faktor für die Verteilung des Coronavirus die Umwälzung der Luft.

Hygiene-Experte Martin Exner (r.) bei einer Pressekonferenz der NRW-Landesregierung.

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.59 Uhr: Das Gespräch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit der Funke Mediengruppe zur Coronavirus-Situation in Deutschland und NRW ist beendet. Hier gibt es die wichtigsten Aussagen zum Nachlesen: 

Coronavirus in NRW: Jens Spahn über die aktuelle Corona-Lage: "Wichtig ist nicht, beliebt zu sein"

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.54 Uhr: Die Coronavirus-Krise stelle Deutschland vor eine Situation, "wie wir sie seit hundert Jahren nicht hatten". Deshalb sei es besonders wichtig, zusammenzustehen. Lob hatte Jens Spahn für die Bundeskanzlerin übrig: "Wie Angela Merkel mit der Sache umgeht, hebt sich wohltuend ab, von einem anderem Umgang, den man auf der Welt beobachten kann."

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.52 Uhr: "Wir alle müssen einzeln und als Gesellschaft mit dem Virus umgehen lernen". In den letzten Woche sei zudem das Zutrauen in den Staat gestiegen. "Der letzte, der noch steht und Entscheidungen durchsetzen kann, ist der Staat." Am Ende gebe dieser den Menschen Sicherheit. "Entscheidend ist nicht, beliebt zu sein. Letztendlich geht es um Vertrauen."

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.49 Uhr: Jens Spahn äußerte sich über die Aussagen des ehemaligen Bundestagsmitglieds Herr Dr. Wolfgang Wodarg. Am Ende müsse zwar ein Gespräch möglich sein, mit dem Willen, den anderen nachvollziehen zu können. Es würde aber schwierig, wenn jemand der Meinung sei, "das sei alles nur eine Grippe".

Coronavirus in NRW: 13 Millionen Downloads der Corona-App in Deutschland

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.43 Uhr: "Wir haben zwei bis vier Tage Meldeverzug" zwischen Gesundheitsamt und der öffentlichen Kommunikation neuer Infizierter, so Jens Spahn. Mit der Coronavirus-App sei dies bereits binnen Stunden möglich.

Vorstellung der Corona-Warn-App.

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.41 Uhr: Die Coronavirus-App sei in Deutschland häufiger heruntergeladen worden als in ganz Europa zusammen, so Jens Spahn. Insgesamt habe es 13 Millionen Downloads der App gegeben.

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.39 Uhr: Wer nach einer Coronavirus-Infektion genesen ist, hofft bisher darauf, anschließend Immun gegen das Virus zu sein. Jens Spahn äußerte sich diesbezüglich skeptisch: "Die Erkenntnisse der letzten Tage und Wochen ist, dass eine Immunität möglicherweisen nicht sehr lange anhält".

Coronavirus in NRW: "Wir werden zwei Milliarden Masken haben"

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.36 Uhr: Werden wir in NRW und Deutschland im Falle einer zweiten Coronavirus-Welle genug Masken haben? Jens Spahn beantwortete diese Frage mit einem klaren Ja. "Wir werden am Ende um die zwei Milliarden Masken haben", so der Politiker. Stand jetzt habe man in Deutschland siebenhundert Millionen Masken.

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.34 Uhr: "In der Abwägung mit dem Infektionsgeschehen" sei es wichtig, so schnell wie möglich in den Regelbetrieb in den Schulen zurückzukehren, so Jens Spahn.

Jens Spahn sichert zu, dass es in NRW und ganz Deutschland genügend Mundschutz-Masken geben wird.

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.30 Uhr:  Gesundheitsminister Jens Spahn hat im Gespräch mit der Funke Mediengruppe eingeräumt, dass die Coronavirus-Pandemie Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten unterschiedlich hart treffe: "Es gibt auf jeden Fall eine soziale Dimension", sagte er.

Es sei anders, ob man im Home Office arbeite, oder unter schwierigen Bedingungen zur Arbeit gehen muss. Besonders betroffen machten ihn in Zeiten des Lockdowns Familien mit Kindern, die im sogenannten Home Schooling lernen müssten und keinen Zugang zu einem Garten hätten. "Das ist echt hart für die Kids, für die Eltern, für alle Beteiligten".

Coronavirus in NRW: Tröpfcheninfektion als Haupt-Ansteckungsweg für Coronaviren

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.23 Uhr:  Gesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies betont, dass die Übertragung des Virus hauptsächlich über die Luft geschehe. "Wir haben mittlerweile die Erkenntnis, dass das Risiko relativ gering ist, dass ich etwas anfasse und mich danach infiziere", sagte er im Gespräch mit der Funke Mediengruppe

"Die ganz kleinen Tröpfchen, die jeder von uns beim Atmen ausstößt", seien das Problem. Deshalb sei es besonders wichtig, Räume zu belüften, Fenster aufzumachen, oder bei Belüftungsmaschinen entsprechende Filter einzusetzen.

Coronavirus in NRW: Jetzt live - Jens Spahn äußert sich zum Corona-Skandal bei Tönnies

Update, Donnerstag (25. Juni), 19.19 Uhr: NRW - Stand heute konnte nach dem Ausbruch bei einem Tönnies-Fleischbetrieb ein Übergreifen in die Bevölkerung vermieden werden. Das sagte Gesundheitsminister Jens Spahn im Gespräch mit der Funke Mediengruppe. Die Situation könne bei solch einer dynamischen Lage in einer Stunde aber auch schon wieder anders sein.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Coronavirus in NRW: Österreich lässt Flugzeuge aus Nordrhein-Westfalen ins Land

Update, Donnerstag (25. Juni), 18.51 Uhr: Flugzeuge aus NRW dürfen trotz des massiven Coronavirus-Ausbruchs beim Fleischkonzern Tönnies weiterhin in Österreich landen. "Landeverbote aus Nordrhein-Westfalen wird es aktuell nicht geben", teilte das Gesundheitsministerium des Staates mit.

Die Situation würde laufend neu bewertet, aktuell seien aber keine Einreisebeschränkungen für Deutsche geplant. An Flughäfen in der Alpenrepublik würde bei den Gästen jedoch Fieber gemessen.

Coronavirus in NRW: Tunesien öffnet wieder für Touristen

Update, Donnerstag (25. Juni), 18.50 Uhr: Touristen aus Deutschland und NRW dürfen ab Samstag (27. Juni) wieder ohne Einreise-Beschränkungen und vorherige Coronavirus-Testungen nach Tunesien einreisen. Das sagte das Gesundheitsministerium des Landes in Tunis.

Die Regierung sehe die Bundesrepublik als Staat an, in dem die Gefahr einer Corona-Ansteckung nur gering ist. Selbiges gelte zudem für Deutschlands Nachbarländer Österreich und die Schweiz. Die deutsche Bundesregierung rät allerdings von Reisen in Nicht-EU-Staaten ab und wer nach NRW zurückkehrt muss eine 14-tägige Quarantäne antreten.

Coronavirus in NRW - Lauterbach kritisiert: "Als hätte es Corona nie gegeben

Update, Donnerstag (25. Juni), 18.04 Uhr: Nach Meinung des SPD-Gesundheitsexperten und Epidemiologen Karl Lauterbach (57) steigt die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Coronavirus Welle. Gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung kritisierte er:

"Die Leute verhalten sich derzeit zunehmend unvorsichtig. Wenn man abends vor allem durch Großstädte geht, hat man den Eindruck, dass vor allem jüngere Menschen sich so verhalten, als hätte es Corona nie gegeben." Außerdem ist hält Lauterbach die Rückkehr zum normalen Regelbetrieb in den Schulen nach den Sommerferien "nicht für möglich".

Coronavirus in NRW: 2.000 Corona-Tests in Gütersloh und Warendorf - nur einer positiv

Update, Donnerstag (25. Juni), 17.50 Uhr: Offenbar gibt es erste gute Nachrichten für die Menschen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf. Von 2.000 aktuellen Coronavirus-Tests sei nur einer positiv ausgefallen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses.

Bei den 2.000 Getesteten handelt es sich nach Ministeriumsangaben um Menschen aus der allgemeinen Bevölkerung abseits des Schlachtbetriebs von Tönnies. Das Ergebnis der Massentests ist wichtig für die Entscheidung darüber, ob der neue, zunächst zum 30. Juni verhängte eingeschränkte Lockdown für die Kreise Gütersloh und Warendorf fortgesetzt wird.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Coronavirus in NRW: Fast die Hälfte der Ischgl-Bewohner haben Antikörper gebildet

Update, Donnerstag (25. Juni), 17.20 Uhr: Laut einer Studie der Medizinischen Universität Innsbruck habenfast die Hälfte der Einwohner von Ischgl Antikörper gegen das Coronavirus ausgebildet. Die genaue Zahl soll bei 42,4 Prozent liegen.

Das sei der höchste Wert, der bislang jemals publiziert wurde. Darüber hinaus hätten etwa 85 Prozent der Infiziertennicht einmal bemerkt, dass sie mit Corona infiziert gewesen seien.

Coronavirus in NRW: Corona-Medikament soll bald kommen

Update, Donnerstag (25. Juni), 16.50 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Coronavirus-Therapie in der EU gegeben. Der Empfehlung zufolge sollen bestimmte Covid-19-Patienten unter Auflagen mit Remdesivir behandelt werden dürfen.

Das teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt.

Coronavirus in NRW: Zahl der Corona-Infektionen bei Döner-Fabrikant steigen auf 79

Update, Donnerstag (25. Juni), 16.38 Uhr: Die Zahl der Infizierten bei dem Döner-Hersteller in Moers ist deutlich angestiegen. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf Coronavirus getesteten Personen auf 79

Gestern waren 17 Fälle bekannt geworden, woraufhin der Fleischproduzent 200 Angestellte testen ließ. 120 Testergebnisse stehen aktuell noch aus. Immerhin: Nach Angaben des Kreises Wesel weise bisher keine der Personen Symptome einer Corona-Erkrankung auf.

Coronavirus in NRW: Deutlich reduzierter Flughafen-Betrieb zu Beginn der Sommerferien

Update, Donnerstag (25. Juni), 16.18 Uhr: Zum Start in die Sommerferien erwarten die großen Flughäfen in NRW wegen des Coronavirus deutlich weniger Reisende als normalerweise. Am Flughafen Köln/Bonn werden nach Angaben eines Sprechers von Freitag bis Sonntag voraussichtlich etwa 15.000 Passagiere starten oder landen.

Am ersten Ferienwochenende im vergangenen Jahr seien es rund 130.000 gewesen. Statt wie damals 940 Flüge seien dieses Mal nur 140 Starts und Landungen geplant. Ziele seien unter anderem Mallorca, Griechenland, Portugal, Kroatien und die Türkei.

Coronavirus in NRW: Dortmund-Abi findet an besonderem Ort statt

Update, Donnerstag (25. Juni), 13.15 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie finden große Klausuren in diesem Sommersemester an der TU Dortmund in der Westfalenhalle 3 statt. Mehr als 700 Studierende kamen deshalb am Donnerstag in die Messe, um ihre Klausur in "Deutsch als Zweitsprache" zu schreiben.

Bei der Anmeldung zur Klausur in der Westfalenhalle 3 halten sich die Prüflinge an die Markierungen auf dem Boden, die den Mindestabstand anzeigen.

Erstmals in der Universitätsgeschichte war diese Klausur in die Westfalenhalle 3 verlegt worden. Geschätzt 7500 Studierende werden dort in diesen Tagen ihre schriftlichen Arbeiten ablegen – begleitet von einem  Hygienekonzept, das Ansteckungen mit dem Coronavirus vermeiden soll.

Die Studierenden vor der Nachholklausur in der Westfalenhalle 3: Jedem Prüfling wurde vor der Klausur ein fester Sitzplatz zugeordnet

Coronavirus in NRW: Schulen in Bochum werden weiterhin konsequent gereinigt

Update, Donnerstag (25. Juni), 13.02 Uhr: Um die Sicherheit von Lehrkräften sowie Schülern zu erhöhen, hat die Stadt Bochum entschieden, die im Rahmen der Corona-Pandemie gesetzten Hygiene-Reinigungsstandards noch bis zu den Weihnachtsferien 2020 beizubehalten. 

"Dies bedeutet, dass weiterhin an allen Bochumer Schulen eine Tageskraft aus dem Reinigungsdienst vor Ort ist, um die ständige Verfügbarkeit von Einmalhandtüchern und Seife sicherzustellen", teilte die Stadt am Donnerstag mit. Diese Tageskraft solle außerdem die Zwischenreinigung der Toiletten sicherstellen und grobe Verschmutzungen bei Bedarf direkt beseitigen. Weiterhin werde es mindestens bis zu den Weihnachtsferien eine tägliche desinfizierende Reinigung aller Handkontaktflächen geben.

Coronavirus in NRW: Beherbergunsverbot auch in Baden-Württemberg

Update, Donnerstag (25. Juni), 11.55 Uhr: Auch Baden-Württemberg will Reisende aus dem nordrhein-westfälischen Corona-Risikogebiet nicht mehr im Land übernachten lassen. Das Beherbergungsverbot für Besucher aus einem Stadt- oder Landkreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen soll schnell in Kraft treten. Es gelte, sobald die Verordnung vom Sozial- und vom Wirtschaftsministerium notverkündet werde, teilte am späten Mittwochabend das Staatsministerium in Stuttgart mit.

Update, Donnerstag (25. Juni), 10.07 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstag mit 192.079 angegeben - ein Plus von 630 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 192.871 Infizierte.

Coronavirus: Neue Zahlen vom RKI - Anstieg der Infektionen moderat

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8927 Todesfälle und damit 13 mehr als am Vortag. Die JHU zählte 8928 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 176.800.

Update, Donnerstag (25. Juni), 9.45 Uhr: Von 2000 aktuell geführten Corona-Tests im Kreis Gütersloh ist nur einer positiv ausgefallen. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses. Er habe gerade eine SMS mit diesen Zahlen bekommen, sagte Laumann.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Update, Donnerstag (25. Juni), 9 Uhr: Die ersten Welle von Infizierten im Kreis Gütersloh hat es nach Angaben des Gesundheitsministeriums Ende Mai im Zusammenhang mit einer "kirchlichen Veranstaltung" gegeben. Das sage Staatssekretär Edmund Heller am Donnerstagmorgen in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag.

Nach Recherchen des Portals "t-online.de" handelte es sich um einen Gottesdienst, der am 17. Mai stattfand. Bei diesem Gottesdienst seien auch Arbeiter eines Tönnies-Konkurrenten dabei gewesen.

Coronavirus in NRW: Erste Welle von Infizierten nach Gottesdienst im Kreis Gütersloh

Unterdessen kann Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach eigenen Angaben nicht ausschließen, dass manche Tönnies-Mitarbeiter nicht auf Corona getestet worden sind. Es könne sein, dass "uns 20, 30 durch die Lappen gegangen sind", sagte Laumann am Donnerstag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses. Er verteidigte aber das Vorgehen der Behörden: Es sei "sorgfältig durch die öffentliche Hand getestet" worden. Laumanns Staatssekretär Edmund Heller verdeutlichte in der Sitzung, dass eine komplette Erfassung der Menschen auf dem Tönnies-Gelände rückwirkend zunächst kaum möglich gewesen sei.

Update, Donnerstag (25. Juni), 7.20 Uhr: Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt (LKA) prüft einem Zeitungsbericht zufolge, ob kriminelle Familienclans in der Corona-Pandemie Soforthilfen bekommen haben. "Wir haben in vereinzelten Fällen Hinweise darauf bekommen, dass Clanmitglieder finanzielle Corona-Soforthilfen der Bundesregierung erhalten haben", sagte der leitende LKA-Kriminaldirektor Thomas Jungbluth der Rheinischen Post (Donnerstag).

Man müsse aber beachten, dass auch ein Clanmitglied Anspruch auf solche Soforthilfen haben könnte - etwa wenn sein Betrieb wegen der Corona-Krise schließen musste. "Ein Clanangehöriger bleibt grundsätzlich anspruchsberechtigt. Seine Zugehörigkeit zu einem Familienclan lässt diese Anspruchsberechtigung nicht erlöschen. Wir sind mit Steuerfahndungsbehörden im Gespräch", sagte Jungbluth der Zeitung.

Coronavirus in NRW: Sieben neue Fälle im Kreis Unna

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.56 Uhr: NRW - Im Kreis Unna wurden heute sieben Coronavirus-Neuinfektionen bekannt. Fünf aus Bergkamen und je eine weitere aus Schwerte und Selm. 

Dem gegenüber stehen sechs Patienten, die als neu genesen gelten. Damit sind im Kreis momentan 62 Menschen an Corona erkrankt, also eine mehr als am Vortag. Es gibt keine weiteren Covid-19-Todesfälle (38 seit Pandemie-Beginn).

23.06.2020 | 15 Uhr

24.06.2020 | 15 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

3

8

+5

Bönen

0

0

+0

Fröndenberg

0

0

+0

Holzwickede

4

4

+0

Kamen

3

3

+0

Lünen

7

7

+0

Schwerte

23

24

+1

Selm

0

1

+1

Unna

2

2

+0

Werne

19

13

-6

Gesamt

61

62

+1

Coronavirus in NRW: Stadt Herne hat gute Nachrichten und wichtige Hinweise parat

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.34 Uhr: Gute Nachrichten gibt es aus Herne zu berichten. Die Stadt meldete am Mittwoch keine Coronavirus-Neuinfektion. Damit bleibt die Gesamtzahl der Ansteckungen bei 225, davon sind 197 Patienten bereits wieder gesund (eine neu Gesundete Person im Vergleich zum Vortag). Zwei Menschen starben und 26 sind momentan noch infiziert.

  • Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass nach Reisen in Nicht-EU-Länder wie die Türkei eine 14-tägige Quarantäne nötig wird und Reisende verpflichtet sind, sich nach der Rückkehr beim Gesundheitsamt zu melden.
  • Desweiteren gelte in Gaststätten weiterhin Maskenpflicht für Personal und Gäste (mit Ausnahme des Sitzens am Tisch).
  • In den Restaurants müssen Kontaktdaten der Gäste und ihre Anwesenheitszeit erfasst werden.
  • Beschwerden aus der Bevölkerung wird nachgegangen und es wird in Gaststätten verstärkt kontrolliert, bei Nichtbeachtung der Regeln droht ein empfindliches Bußgeld.

Coronavirus in NRW: Essen meldet 14 Corona-Neuinfektionen

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.17 Uhr: In Essen steigt die Zahl der Corona-Patienten an. Es gibt 14 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus und neun Menschen, die als neu Gesundet gemeldet wurden. 

Insgesamt haben sich damit 956 Menschen mit Corona angesteckt, 857 unter ihnen gelten als geheilt. Die Zahl der verstorbenen Covid-19-Patienten beläuft sich weiterhin auf 41.

Coronavirus in NRW: Mehr neu Gesundete als Neuinfektionen in Bochum gemeldet

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.08 Uhr: In der NRW-Stadt Bochum ist die Zahl der akuten Coronavirus-Erkrankungen nach Angaben der Stadt zurückgegangen. Während sich drei Personen neu mit Corona angesteckt haben (611 insgesamt), wurden sechs neu Gesundete (562 insgesamt) gezählt. 

Gute Nachrichten gibt es unterdessen aus dem Schlachthof: Nachdem zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, fielen alle weiteren Tests der 280 Mitarbeiter negativ aus. Damit kann der Betrieb seine Arbeit ab morgen, 25. Juni, wieder ohne Einschränkungen aufnehmen.

Coronavirus in NRW: Zwölf Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen

Update, Mittwoch (24. Juni), 20.57 Uhr: Im Kreis Recklinghausen haben sich in den vergangenen 24 Stunden zwölf weitere Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Seit Pandemie-Beginn sind es 1.349 Fälle. Dem gegenüber stehen sieben Erkrankte, die nun wieder als gesund gemeldet wurden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona liegt unverändert bei 39. 

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

138

131

1

Datteln

57

55

1

Dorsten

157

148

5

Gladbeck

259

222

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

95

90

1

Marl

120

117

1

Oer-Erkenschwick

207

194

3

Recklinghausen

173

165

4

Waltrop

59

56

1

Coronavirus in NRW: Corona-Massentests im Kreis Gütersloh

Update, Mittwoch (24. Juni), 20.45 Uhr: Bis zum Wochenende möchte man im Kreis Gütersloh wissen, ob das Coronavirus nach dem Ausbruch im Tönnies-Schlachthof auch in andere Teile der Bevölkerung übergesprungen ist. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Aktuellen Stunde des Landtags. 

Bei einem freiwilligen Massentest der Bewohner ist laut den Behörden bei den ersten 230 Ergebnissen noch kein sicherer Coronavirus-Nachweis dabei gewesen. Insgesamt seien bislang 600 Abstriche genommen worden.

Update, Mittwoch (24. Juni), 20.21 Uhr: Der Coronavirus-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies könnte auf die Luftkühlung zurückgehen. Das ist eine erste Einschätzung des Bonner Hygiene-Experten Martin Exner. In dem Bereich würde die Luft auf 6 bis 10 Grad Celsius heruntergekühlt, während die Arbeiter bei hohem Tempo und harter, körperlicher Belastung die geschlachteten Schweine zerlegen.

Coronavirus in NRW: Experte vermutet Luftumwälzung als Ursache für Ausbruch bei Tönnies

Bei seiner Einschätzung verwies Exner auf die Erkenntnisse aus dem ersten großen Corona-Ansteckung bei einer Karnevalsfeier im Kreis Heinsberg. Auch dort seien auf kleiner Fläche in einem geschlossenen Raum viele Menschen gewesen. Auch dort sei die Kühlung der Luft über ein Umluftsystem erfolgt, ohne von einem Filter aufgehalten zu werden.

„Umluft kann ein Aerosol in Bewegung halten“, so der Hygiene-Experte. „Das ist ein bislang unbekannter entscheidender Risikofaktor.“ Das Problem mit der Belüftung betreffe die gesamte Fleischbranche und sei bislang nicht im Blick der Wissenschaft gewesen, sagte der Professor.

Coronavirus in NRW: Vier Neuinfektionen an Schulen in Gelsenkirchen

Update, Mittwoch (24. Juni), 19.56 Uhr: An den Schulen in Gelsenkirchen gibt es vier weitere bestätigte Coronavirus-Infektionen. Dabei handelt es sich um Schüler der Grundschulen am Dörmannsweg und der Hohenfriedberger Straße sowie einen Schüler am Grillo-Gymnasium und eine Lehrkraft in der Gesamtschule Ückendorf.

Die Grundschüler und ihre Mitschüler und Lehrer in den Klassen befinden sich nun in Quarantäne. Bei dem Gymnasiasten und der Lehrkraft können nach Angaben der Stadt Kontakte in der Schule ausgeschlossen werden, weshalb keine Quarantäne notwendig sei.

Coronavirus in NRW: Bund liefert Corona-Schutzausrüstung nach Gütersloh

Update, Mittwoch (24. Juni), 19.39 Uhr: Im Kampf gegen den großen Coronavirus-Ausbruch im Kreis Gütersloh hilft der Bund mit Nachschub an Schutzausrüstung. Nach einer entsprechenden Bitte des dortigen Lagezentrums sollen 20.000 Masken, 10.000 Kittel, 10.000 Handschuhe, 1.000 Schutzbrillen und 200 Liter Desinfektionsmittel geliefert werden.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur vom Bundesgesundheitsministerium. Damit sollen 90 Einsatzkräfte für drei Wochen ausgestattet werden können. Das Material soll noch heute versandt werden.

Der Kreis Gütersloh hat beim Bund um zusätzliche Coronavirus-Schutzausrüstung gebeten.

Coronavirus in NRW: Erste Klage gegen Lockdown in Gütersloh

Update, Mittwoch (24. Juni), 19.17 Uhr: Gegen den eingeschränkten Lockdown im Kreis Gütersloh ist heute am Oberverwaltungsgericht NRW die erste Klage eingegangen. Ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock verlangt nach Angaben einer Gerichtssprecherin die rechtliche Überprüfung der neuen Verordnung nach dem Ausbruch in Rheda-Wiedenbrück.

Schloß Holte-Stukenbrock liegt rund 35 Kilometer entfernt von Tönnies südöstlich von Bielefeld am Teutoburger Wald. Der Antragsteller will klären lassen, warum die Beschränkungen auch Orte betreffen, die von dem Corona-Ausbruch nicht betroffen sind.

Coronavirus in NRW: So schützt man sich zwischen Lockerungen und Lockdown vor Corona

Update, Mittwoch (24. Juni), 18.52 Uhr: Die inzwischen in NRW geltenden Lockerungen haben den Alltag ein Stück weit zurück in Richtung Normalität gebracht. Dennoch grassiert das Coronavirus weiterhin, wie jüngst der Ausbruch bei Tönnies zeigte. 

Doch ohne allzu strenge gesetzliche Regeln, müssen Bürger mehr Eigenverantwortlichkeit zeigen. So gelingt der Schutz vor dem Coronavirus zwischen Lockerungen, Lockdown und Maskenpflicht*.

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch bei Döner-Hersteller in Moers

Update, Mittwoch (24. Juni), 18.12 Uhr: Die Coronavirus-Ausbrüche bei fleischverarbeitenden Betrieben in NRW häufen sich. Nun gibt es 17 bestätigte Neuinfektionen bei einem Döner-Produzenten aus Moers mit 275 Mitarbeitern.

Wie die WAZ unter Berufung auf Informationen des Kreises Wesel berichtet, handelt es sich bei den Infizierten bei der Moerser Öztas Dönerproduktion GmbH & Co KG um zwölf Personen aus Moers, drei mit Wohnsitz in Duisburg und je eine aus Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn. Insgesamt befänden sich 43 Personen inklusive der Infizierten in Quarantäne.

Auch bei einem Döner-Produzenten im Kreis Wesel ist das Coronavirus ausgebrochen.

Coronavirus in NRW: Anschlag auf Autos von Tönnies-Mitarbeitern

Update, Mittwoch (24. Juni), 17.49 Uhr: Unbekannte Täter haben versucht, zwei Autos anzuzünden, die von Mitarbeitern des Schlachtbetriebs Tönnies im Kreis Warendorf genutzt wurden. Die Fahrzeuge mit rumänischen Kennzeichen waren zur Tatzeit am späten Montagabend in Beckum abgestellt, wie die Polizei am Mittwoch erklärte.

Die Täter haben demnach Gegenstände unter den geparkten Wagen angezündet. Die Flammen konnten jedoch rechtzeitig gelöscht werden, bevor ein größerer Schaden entstand.

Update, Mittwoch (24. Juni), 17.25 Uhr: Jede Menge Coronavirus-Infektionen und sehr viele Menschen gemeinsam an einem Ort: Trotz der Gemeinsamkeit finden Experten einen Vergleich des Ausbruchs im Tönnies-Schlachbetrieb in Gütersloh und dem Ansteckungsgeschehen im Tiroler Wintersportort Ischgl zu Pandemie-Beginn unpassend.

Coronavirus in NRW: Tönnies-Ausbruch vergleichbar mit Ischgl? Experten widersprechen

"In Ischgl sind die Angesteckten häufig schon abgereist, bevor sie selbst Symptome entwickelten", sagte Rafael Mikolajczyk, Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Uniklinik Halle. So sei der Ausbruch unbemerkt größer geworden. Man könne davon ausgehen, dass die Kontrolle des Ausbruchs in Gütersloh schneller gelinge.

Eine Parallele zu Ischgl sieht auch der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie nicht. "Im Unterschied dazu handelt es sich in Gütersloh um ein Geschehen in einem Großbetrieb", erklärte er. Eine Häufung von Infektionen war demnach absehbar, wenn Leute am Arbeitsplatz wieder zusammenkommen würden.

Update, Mittwoch (24. Juni), 16.45 Uhr: NRW/Niedersachsen - Nach dem Tönnies-Skandal mit über 1.500 Infizierten in NRW gibt es nun einen weiteren Coronavirus-Ausbruch bei einem Schlachtbetrieb in Niedersachsen. In einer Putenschlachterei von Wiesenhof haben sich 35 Menschen nachweislich mit Corona angesteckt. 

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch auch bei Wiesenhof

Dabei handelt es sich um vier Festangestellte und 31 Werksarbeiter des Betriebs. Bisher wurden nach Angaben der Wiesenhof-Mutter PHW 341 Menschen in dem Betrieb in Wildeshausen getestet. Bis Freitag (26. Juni) sollen von sämtlichen Mitarbeitern Abstriche genommen werden.

Auch in NRW gibt es einen Standort der Wiesenhof-Kette: Die Wurstfabrik in Rietberg ist nur zwölf Kilometer vom Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück entfernt und zählt 250 Mitarbeiter.

Coronavirus-Infektionen in Schlachthof bei Oldenburg.

Coronavirus in NRW: Beherberbungsverbot für Touristen aus Gütersloh in Niedersachsen

Update, Mittwoch (24. Juni), 16.18 Uhr: Nun hat auch Niedersachsen nachgezogen. Das Nachbarland von NRW sprach nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Gütersloh aus. "Wir sind wachsam und gucken, was in Nordrhein-Westfalen passiert", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. 

Dabei gehe es nicht darum, Menschen aus Nordrhein-Westfalen auszugrenzen oder zu diskriminieren. Aber: "Wir versuchen angemessen zu reagieren auf die sich da abzeichnende Gefährdung", so die Sprecherin. Außerdem wurden Lehrer aus dem Raum Gütersloh und Warendorf, die an Schulen in Niedersachsen unterrichten, aufgefordert, zunächst zu Hause zu bleiben.

Update, Mittwoch (24. Juni), 15.10 Uhr: Der starke Ausbruch des Coronavirus im Kreis Gütersloh darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch im Ruhrgebiet immer wieder neue Covid-19-Fälle gibt. Nach Dortmund sind nun auch Schulen in Essen und Castrop-Rauxel betroffen.

Coronavirus in NRW: Neue Covid-19-Infektionen an Schulen in Essen und Castrop-Rauxel bestätigt

In Castrop-Rauxel ist am Dienstag (23. Juni) die Grundschule am Hügel geschlossen worden. Ein Kind hatte sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Sofort wurde die Schulklasse sowie zwei Lehrer getestet und in Quarantäne geschickt, teilt die Stadt heute mit. Obwohl der Kreis dies nicht angeordnet hatte, ließen die Stadtverwaltung und die Schulleitung die Schule vorsichtshalber am Dienstag (23. Juni) schließen. 

"Da die Stadt als Schulträger in diesem Bereich auch die Verantwortung für die Sicherheit der Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrerinnen und Lehrer trägt, ist es unser oberstes Gebot, Vorsicht walten zu lassen", begründet Bürgermeister Rajko Kravanja den Schritt. Damit beginnen für 175 Kinder nun die Sommerferien einige Tage eher, als geplant. Die Ergebnisse der Tests stehen noch aus.

Coronavirus in NRW: Covid-19-Fall an Schule in Essen - Tests und Quarantäne angeordnet

Auch an der Karlschule in Essen-Altenessen gab es einen Covid-19-Fall. Das betroffene Kind war jedoch zuletzt Ende vergangener Woche in der Schule, teilt die Stadtverwaltung mit. Heute wurden 28 Schüler und fünf Lehrer getestet, die mit dem Kind Kontakt gehabt haben können.

Die Betroffenen seien in Quarantäne geschickt worden und werden dort auch bleiben, wenn die Tests negativ ausfallen sollten. Geschlossen werde die Schule in Essen jedoch nicht.

Coronavirus in NRW: SPD-Politiker fordert, das Land NRW soll Menschen aus Gütersloh Kosten für abgesagten Urlaub zahlen

Update, Mittwoch (24. Juni), 14.30 Uhr: Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in den Kreisen Güterloh und Warendorf können viele Menschen von dort nicht wie geplant in den Urlaub fahren. Ein SPD-Politiker fordert nun, ihnen die Gebühren für die Absage der Reise zu erstatten.

Zahlen soll das Geld demnach das Land NRW, findet SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty: "Die Zögerlichkeit und Konzeptlosigkeit der Landesregierung hat dazu geführt, dass das halbe Münsterland jetzt Urlaub auf Balkonien machen muss", sagte Kutschaty am Mittwoch der dpa. Die Menschen in den betroffenen Kreisen würden "in Mitleidenschaft gezogen für Zustände, für die sie nichts können".

Streng genommen liegt der vom Coronavirus stark getroffene Kreis Gütersloh jedoch in Ostwestfalen-Lippe, der Kreis Warendorf zählt hingegen zum Münsterland.

Coronavirus: Opposition in NRW wirft Armin Laschet (CDU) Versagen beim Krisenmanagement vor 

Update, Mittwoch (24. Juni), 13 Uhr: Die Opposition im Landtag von NRW hat dem Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) Versagen im Krisenmanagement während des neuerlichen Corona-Ausbruchs in Ostwestfalen vorgeworfen. 

Laschet scheue das politische Risiko, weil ihm der Mut fehle, Verantwortung zu übernehmen, sagte der SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf.

Im Landtag von NRW tobte am Mittwoch eine heftige Debatte - im Fokus Ministerpräsident Laschet und Oppositionsführer Kutschaty.

Rheda-Wiedenbrück, der Sitz der betroffenen Fleischfabrik, sei "heute der größte Virus-Hotspot in ganz Europa", sagte Kutschaty. Der Corona-Ausbruch sei schlimmer als in Heinsberg und Ischgl. Die Landesregierung habe zu lange damit gezögert, durch entschlossene Maßnahmen "zu verhindern, dass eine zweite Infektionswelle über Deutschland und Europa kippt".

Update, Mittwoch (24. Juni), 11 Uhr: Mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm sollen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen abgefedert und Investitionen angeschoben werden. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Mittwoch im Landtag, das Land nehme dafür 3,6 Milliarden Euro in die Hand und stelle zusätzlich 1,7 Milliarden Euro an Landesmitteln zur Kofinanzierung wichtiger Maßnahmen des Bundes bereit.

Unter anderem bekommen die Krankenhäuser und die Universitätskliniken je eine Milliarde Euro, um den jahrelangen Investitionsstau zu beseitigen. Für Schüler soll digitale Erstausstattung bereitgestellt werden. Kunst und Kultur würden mit 185 Millionen Euro gestärkt. Noch vor der Sommerpause werde es einen Kulturgipfel geben.

Armin Laschet kündigte am Mittwoch ein milliardenschweres Konjunkturprogramm für NRW an. Grund dafür ist die Corona-Krise.

Update, Mittwoch (24. Juni), 10.39 Uhr: Infolge des Coronavirus-Ausbruchs in der Fleischfabrik von Clemens Tönnies im Landkreis Gütersloh hat die österreichische Regierung eine partielle Reisewarnung für NRW ausgesprochen. 

"Im Zusammenhang mit der neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus gilt für Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung - vor Reisen nach Nordrhein-Westfalen wird gewarnt", heißt es dementsprechend auf der Internetseite des österreichischen Auswärtigen Amtes. 

Auch auf dem Twitter-Account der Behörde steht in einem am Mittwochvormittag veröffentlichten Post, das dringend von Reisen in dieses deutsche Bundesland abgeraten werde.

Update, Mittwoch (24. Juni), 9.47 Uhr: Laut ADAC könnten sich in diesem Jahr aufgrund des Coronavirus mehr Menschen mit dem Auto in den Urlaub begeben, also sonst üblich. Es drohem demnach Staus auf den bekannten Reiserouten.

Coronavirus in NRW: Kontaktbeschränkungen im Kreis Gütersloh und Kreis Warendorf gelten wieder

Update, Mittwoch (24. Juni), 9.07 Uhr: Über Mitternacht sind im Landkreis Gütersloh und im benachbarten Kreis Warendorf erneut strenge Corona-Auflagen in Kraft getreten. Betroffen sind insgesamt rund 640.000 Einwohner. Im Kreis Gütersloh liegt mit dem Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück der Ausgangspunkt eines größeren Corona-Ausbruchs, auch im Raum Warendorf wohnen viele Tönnies-Mitarbeiter.

Diese Regeln gelten und diese Maßnahmen werden unter anderem durchgeführt:

  • Kontaktbeschränkungen auf Haushaltsverbund oder zwei Personen,
  • Beschränkungen im Sport,
  • Schließungen von Bars und Kultureinrichtungen,
  • Polizisten achten verstärkt auf die Einhaltung der Quarantäne,
  • Mehr Tests werden in der Bevölkerung durchgeführt.

Die Vorschriften für die neuen Einschränkungen gelten zunächst für eine Woche bis zum 30. Juni.

Update, Mittwoch (24. Juni), 7.18 Uhr: Nach mehreren massiven Corona-Ausbrüchen unter Beschäftigten in der Fleischindustrie fordert Rumänien mehr Schutz für seine Staatsbürger in deutschen Schlachthöfen. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Mitarbeiter müssten "dringend verbessert werden", sagte der rumänische Botschafter in Berlin, Emil Hurezeanu, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Die Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie sei zu Recht immer heftiger geworden.

Der Botschafter betonte mit Blick auf den Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh: "Die Hälfte der Mitarbeiter des Unternehmens sind rumänische Staatsangehörige."

NRW/Corona: Armin Laschet warnt vor Benachteiligung von NRW-Urlaubern

Update, Mittwoch (24. Juni), 6.20 Uhr: Vor Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) davor gewarnt, Urlauber aus dem Kreis Gütersloh zu benachteiligen. "Die Botschaft an alle, die jetzt auf Gütersloh schauen: Es sind außerhalb der Beschäftigten in der Fleischindustrie so gut wie keine Fälle bisher bekannt", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend in den ARD Tagesthemen mit Blick auf andere Bundesländer. "Ich warne nur davor, jetzt die Bewohner dieses Kreises zu stigmatisieren."

Am Dienstag zeichnete sich ab, dass der Ausbruch in Nordrhein-Westfalen Auswirkungen auf die Urlaubsplanung vieler Menschen haben dürfte. Auf Usedom wurden am Montag 14 Menschen aus Corona-Hotspots aufgefordert, vorzeitig abzureisen. Auch in Bayern und Schleswig-Holstein gelten künftig Beschränkungen für Reisende aus Corona-Hotspots. Zumindest in Bayern ist eine Einreise mit einem negativen Testergebnis laut Laschet weiter möglich. "Wir tun alles, dass sie dieses Attest bekommen."

NRW: Landtag stellt sich auf heiße Debatte um Corona-Ausbruch ein

Update, Mittwoch (24. Juni), 6 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet muss sich heute im Landtag auf eine heiße Debatte zum Ausbruch des Coronavirus in der Fleischindustrie einstellen. Außerdem will der CDU-Mann das Plenum über die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise unterrichten.

Update, Dienstag (23. Juni), 22.05 Uhr: Der Ausbruch des Coronavirus beim Schlachtbetrieb Tönnies verunsichert. Wie erkenne ich Fleisch und Wurst vom Schlachthof-Riesen?

Aldi und Lidl bieten Produkte von Tönnies an*. Eine Gefahr für Verbraucher ist unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.

Coronavirus in NRW: Nach Ausbruch in Gütersloh werden Tests augeweitet

Update, Dienstag (23. Juni), 21.58 Uhr: In den Kreisen Gütersloh und Warendorf werden die Coronavirus-Tests deutlich ausgeweitet. Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sollen Bewohner und Beschäftigte in den Pflegeeinrichtungen in den kommenden Tagen durchgetestet werden. Gleiches gelte für Mitarbeiter der Krankenhäuser, Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und Kioskpersonal.

Alle Bürger der beiden Kreise sollen außerdem die Möglichkeit bekommen, kostenlos einen Test durchführen zu lassen. Die Bevölkerung werde durch Zeitungsannoncen und Lautsprecherdurchsagen zur Testung aufgerufen. "Wir werden auch öffentliche Teststationen über Bundeswehr und Rotes Kreuz errichten", sagte Laumann.

Coronavirus in NRW: Schleswig-Holstein schickt Reisende aus Krisengebieten in Quarantäne

Update, Dienstag (23. Juni), 21.28 Uhr: Schleswig-Holstein will Reisende aus Corona-Hotspots wie den Kreisen Gütersloh und Warendorf in NRW künftig in eine zweiwöchige Quarantäne schicken. Sie müssen unverzüglich nach der Einreise in ihre Wohnung oder in eine andere geeignete Unterkunft, um sich dort 14 Tage lang zu isolieren.

Damit gelten im nördlichsten Bundesland verschärfte Reisebedingungen für Bewohner aus Krisenregionen, nachdem auch Bayern und die Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern Urlauber aus den betroffenen NRW-Kreisen nicht mehr einreisen lassen wollen. Grenzwert sind über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Auf Sylt ist für Urlauber aus Coronavirus-Krisenregionen eine zweiwöchige Quarantäne angesagt.

Coronavirus in NRW: Gütersloh-Landrat übt Kritik an Bayerns "stigmatisierender Behandlung"

Update, Dienstag (23. Juni), 21.08 Uhr: Der Landrat des Kreises Gütersloh hat die neuen Coronavirus-Vorgaben für den Fremdenverkehr in Bayern (siehe Ticker-Eintrag von 18.01 Uhr) hart kritisiert. "Das halte ich für eine ganz schlimme und stigmatisierende Behandlung der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh, die ich so nicht toleriere. Ich weiß, dass es für die Leute, die nachweisen können, dass sie nicht positiv getestet sind, möglich sein soll, in Bayern einzureisen", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Abend.

Update, Dienstag (23. Juni), 20.30 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat klar gemacht, dass der Betrieb bei Tönnies schnellstmöglich umgebaut werden muss, damit der Schlachtbetrieb weiter gehen kann. Die Kapazitäten von Tönnies seien nicht einfach aufzufangen.

Dort wurden vor dem Coronavirus-Ausbruch laut Laumann pro Tag 25.000 Schweine geschlachtet. Zu einer starken Landwirtschaft gehörten auch Schlachthöfe, so der Minister. Sie seien systemrelevant.

Coronavirus in NRW: RKI mahnt zur Achtsamkeit

Update, Dienstag (23. Juni), 19.44 Uhr: Nach den Coronavirus-Ausbrüchen in NRW und Deutschland rief das Robert Koch-Institut (RKI) die Menschen zur Vorsicht auf. "Wir müssen weiterhin achtsam sein", sagte RKI-Chef Lothar Wieler

Das gelte für weitere Monate, denn das Virus sei noch im Land. "Wenn wir ihm die Chance geben, sich auszubreiten, nimmt es sich diese Chance. Das sieht man an den derzeitigen Ausbruchsgeschehen. (...) Ich denke nicht, dass die Lockerungen völlig folgenlos bleiben werden."

RKI-Chef Lothar Wieler.

Coronavirus in NRW: 38 Menschen aus Tönnies-Schlachthof in Kliniken

Update, Dienstag (23. Juni), 19.14 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch mit über 1.500 Neuinfektionen bei dem Tönnies-Betrieb in Rheda-Wiedenbrück werden in der Region insgesamt 38 Menschen mit Bezug zum Schlachthof in Krankenhäusern behandelt. Dies geht aus Angaben der drei Bezirksregierungen Detmold, Münster und Arnsberg hervor. Neun von ihnen liegen auf Intensivstationen, zwei davon müssen beatmet werden.

Allein im Bezirk Detmold, zu dem der am stärksten betroffene Kreis Gütersloh gehört, waren am Montag 29 Corona-Patienten bekannt, die stationär behandelt werden mussten, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte. Acht Patienten wurden intensivmedizinisch behandelt, zwei davon mit Beatmung. Ein Engpass bei den Kapazitäten werde derzeit von den Krankenhäusern aber nicht erwartet.

Update, Dienstag (23. Juni), 18.46 Uhr: Virologe Christian Drosten befürchtet nach Coronavirus-Ausbrüchen unter anderem in NRW eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus in die Bevölkerung. Jetzt sei entscheidend, die Verbreitung über die Gegend hinaus zu verhindern, sagte der Charité-Wissenschaftler im NDR-Podcast. Generell gebe es aktuell in mehreren Orten, darunter auch in Berlin, eindeutige Anzeichen, dass Corona wieder komme.

Coronavirus in NRW: Virologe Drosten warnt vor zweiter Corona-Welle

Schon jetzt ist aus Sicht des Virologen große Vorsicht geboten, dass sich keine zweite Corona-Welle entwickelt. Er verwies auf die Lage in den Südstaaten der USA, wo sich trotz hoher Umgebungstemperaturen eine "furchtbare Situation" entwickle. Dort sei zu früh gelockert worden.

"Ich bin nicht optimistisch, dass wir in einem Monat noch so eine friedliche Situation haben wie jetzt, was die Epidemietätigkeit angeht" sagte Drosten. "In zwei Monaten, denke ich, werden wir ein Problem haben, wenn wir nicht jetzt wieder alle Alarmsensoren anschalten." Die Bevölkerung müsse einsehen, dass die Gesundheitsbehörden Unterstützung und Konsens bräuchten.

Virologe Christian Drosten warnt vor eine zweiten Coronavirus-Welle in NRW und Deutschland.

Coronavirus in NRW: Kritik aus Bayern an Laschet

Update, Dienstag (23. Juni), 18.21 Uhr: Aus Bayern gibt es Kritik an der Reaktion der NRW-Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet nach dem Coronavirus-Ausbruch im Kreis Gütersloh. Zwar begrüße man die getroffenen Maßnahmen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann laut Merkur. 

Aber: "Wir wundern uns schon etwas darüber, dass es keine Ausreisebeschränkungen gibt. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Ferien beginnen". Aus diesem Grund sei auch der Entschluss gereift, keine Gäste aus den Risikogebieten in NRW mehr beherbergen zu wollen.

Coronavirus in NRW: Bayern sperrt Übernachtungsgäste aus Risikogebieten aus

Update, Dienstag (23. Juni), 18.01 Uhr: Wegen des massiven Coronavirus-Ausbruchs im Kreis Gütersloh (NRW) hat das Bundesland Bayern reagiert. Gastbetriebe wie Hotels und Pensionen dürfen ab sofort keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis stammen, in dem Sieben-Tage-Neuinfektionen bei über 50 pro 100 000 Einwohner liegen.

Das gilt neben dem Kreis Gütersloh auch für den Kreis Warendorf. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Coronavirus in NRW: Laumann rechtfertigt flächendeckenden Lockdown in Kreis Warendorf

Update, Dienstag (23. Juni), 17.45 Uhr: Der neuerliche Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf beginnt in der Nacht zum Mittwoch (24. Juni) um Mitternacht und gilt zunächst bis zum 30. Juni. "Das gesellschaftliche Leben orientiert sich nicht an Dorfgrenzen" begründete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Entscheidung, statt einzelnen Dörfern an der Grenze zu Gütersloh überraschenderweise den kompletten Kreis Warendorf in den Lockdown zu schicken.

Zudem habe die 7-Tages-Ansteckung mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner den Wert von 50 überschritten. "Darauf guckt auch Deutschland. Darauf guckt auch das Ausland. Und ich finde, wenn man das abgemacht hat, muss man sich auch dran halten", so Laumann.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Update, Dienstag (23. Juni), 17.25 Uhr: Rund 90 Prozent der Bundesbürger fordern nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies einen radikalen Wandel in der Fleischindustrie. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Nachrichtenportal t-online.

Unter fast 5.100 online befragten Personen sahen nur knapp sechs Prozent keinen Bedarf für deutliche Reformen bei Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit. Fünf Prozent waren unentschieden.

Coronavirus in NRW: Zwei Corona-Fälle an Schulen in Gelsenkirchen

Update, Dienstag (23. Juni), 16.59 Uhr: Bei zwei Schulen in Gelsenkirchen sind nach Angaben der Stadt Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Es handelt sich um je einen Schüler und eine Schülerin an der Beckeradschule und an der Grundschule am Schloss Horst.

Sie wurden in Quarantäne geschickt, ebenso wie Lehrer und Mitschüler der jeweiligen Klassen. Alle Personen wurden auf eine Ansteckung getestet, die Ergebnisse stehen aber noch aus. Abgesehen davon geht der Unterricht an den betroffenen Schulen nach Plan weiter.

Coronavirus in NRW: Caritas übt heftige Kritik an Tönnies

Update, Dienstag (23. Juni), 16.45 Uhr: Die Caritas im Kreis Gütersloh hat schwere Vorwürfe gegen den Schlachtbetrieb Tönnies erhoben. Der Branchenriese in Rheda-Wiedenbrück habe sich "höchst fahrlässig" verhalten, sagte Caritas-Vorstand Volker Brüggenjürgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Coronavirus-Schutzmaßnahmen von Tönnies seien völlig unzureichend gewesen. "Die Leute werden in Transportern zur Arbeit gekarrt. Sie wohnen, essen, arbeiten immer dicht an dicht", sagte Brüggenjürgen. "Man hat die Arbeiter sehenden Auges in dieses Desaster hineingeschickt."

Clemens Tönnies muss nach dem Coronavirus-Ausbruch in dem Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück viel Kritik einstecken.

Coronavirus in NRW: Lockdown auch im Kreis Warendorf

Update, Dienstag (23. Juni), 16.19 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück verhängen die Behörden einen Lockdown auch für den Nachbarkreis Warendorf. Genau wie im Kreis Gütersloh gebe es wieder Kontaktbeschränkungen.

Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden außerdem verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen.

Update, Dienstag (23. Juni), 15.30 Uhr: Droht Dortmund ein neuer Coronavirus-Hotspot in NRW zu werden? Nachdem dort bereits nach kurzer Zeit mehrere Schulen wieder dicht gemacht haben, sind zwei Seniorenheime von Infektionen betroffen. Über 500 Menschen sollen am Mittwoch (24. Juni) getestet werden.

Coronavirus NRW: Landrat in Gütersloh appelliert, die Regeln einzuhalten

Update, Dienstag (23. Juni), 14.46 Uhr: Während wegen Tönnies in Gütersloh wieder das Kontaktverbot, wie in weiten Teilen Deutschlands zu Anfang der Coronavirus-Pandemie, ausgerufen wurde, appelliert der Landrat des Kreises, dieses auch wirklich einzuhalten.

Die Einschränkungen seien weniger umfangreich als noch im März, wie die Deutsche Presse Agentur mitteilt. "Das war mir besonders wichtig", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU). "Viele Dinge, an die wir uns wieder gewöhnt haben, bleiben uns erhalten." So dürften beispielweise die Geschäfte weiterhin geöffnet bleiben.

Coronavirus: 5500 Schulen in NRW nach den Sommerferien wieder in Normalbetrieb

Update, Dienstag (23. Juni), 14.15 Uhr: Alle rund 5500 Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Sommerferien zum neuen Schuljahr wieder in einen Normalbetrieb nach Stundenplan zurückkehren. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag an. 

Sollte an einzelnen Schulen aufgrund neuer Corona-Infektionen phasenweise kein Präsenzunterricht möglich sein, finde Unterricht auf Distanz statt - es solle aber so viel Präsenzunterricht wie möglich geben. 

Update, Dienstag (23. Juni), 14.05 Uhr: Die Empörung über die massenhaften Corona-Infektionen in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) ist groß. Dennoch sind auch Verbraucher durch ihr Konsumverhalten am Tönnies-Skandal nicht ganz unschuldig, findet unser Autor. Ein Problem: Die günstigen Fleischpreise, deren Nachfrage immer noch groß ist.

Laschet: Zentrum des erneuten Coronavirus Ausbruchs liegt bei Tönnies in NRW

Update, Dienstag (23. Juni), 11.40 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Dienstag in einer Pressekonferenz erstmals Informationen über den möglichen Ursprung des Corona-Ausbruchs in der Fleischfabrik Tönnies bekannt gegeben. 

Nach Aussagen von Laschet liege das Zentrum des Corona-Ausbruchs bei Tönnies in der Fleischzerteilung. In dieser Abteilung gebe es die meisten Infizierten, sagte Laschet am Dienstag. 

Von 7000 Tönnies-Mitarbeitern seien derzeit 1553 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei Nicht-Mitarbeitern von Tönnies im Kreis Gütersloh habe man nur 24 Infizierte festgestellt, so Laschet.

Coronavirus in NRW: Laschet verkündet Lockdown und Kontaktverbot in Gütersloh - alle Beschränkungen

Update, Dienstag (23. Juni), 11.20 Uhr: Der von Armin Laschet (CDU) am Dienstag angekündigte Lockdown für den Kreis Gütersloh hat weitreichende Folgen. 

Nur wenige Wochen nach den ersten Lockerungen in den Corona-Maßnahmen, werden im Landkreis Gütersloh (NRW) nun zum ersten Mal in Deutschland wieder Beschränkungen eingeführt, die an den Beginn der Coronavirus-Pandemie im März erinnern: 

  • Kontaktverbot: Im öffentlichen Raum darf man sich wieder nur gemeinsam mit den Personen des eigenen Hausstands bewegen - oder mit einer weiteren Person eines anderen Hausstands. 
  • Konzerte, Aufführungen, Kinobetrieb, Galerien, Schlösser, Gedenkstätten werden wieder abgesagt und geschlossen
  • Sport im Fitnesstudio wird wieder untersagt. 
  • Restaurants können geöffnet bleiben, allerdings sind Besuche nun wieder nur für Personen aus einem Hausstand.
  • Gaststätten mit Thekenbetrieb müssen schließen. 
  • Andere Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen, für die keine Maskenpflicht besteht sind verboten.
  • Picknicken im öffentlichen Raum ist untersagt.
  • Reisebusfahrten werden untersagt.
  • Ausreiseverbote gebe es zwar nicht, dennoch appellierte Laschet an die Bewohner des Kreises Gütersloh, derzeit auf Urlaubsreisen zu verzichten und nicht in andere Landkreise zu fahren. 

Coronavirus in NRW: Lockdown-Beschränkungen im Landkreis Gütersloh bis 30. Juni

Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 30. Juni. Armin Laschet gab außerdem an, dass sich nun jeder Anwohner des Landkreises Gütersloh kostenlos auf das Coronavirus testen lassen könne, wenn gewünscht. 

Die NRW-Landesregierung werde den Lockdown wieder zurücknehmen, "sobald wir Sicherheit über das Infektionsgeschehen haben". Es handele sich um eine "prophylaktische Maßnahme".

Coronavirus in NRW: Laschet verkündet Lockdown für Landkreis Gütersloh - Kontaktverbot wieder in Kraft

Update, Dienstag (23. Juni), 10.45 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am heutigen Dienstag weitere Maßnahmen im Kampf gegen den massiven Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies und dessen Folgen auf den Landkreis Gütersloh bekanntgegeben. 

In einer Pressekonferenz verkündete der Ministerpräsident: "Wir werden erstmals in Deutschland einen ganzen Kreis auf die Maßnahmen zurückführen, wie sie vor Wochen gegolten haben." 

Das bedeutet konkret: "Wir werden einen Lockdown für den gesamten Kreis Gütersloh verhängen." Die Maßnahmen sollen zunächst für eine Woche bis zum 30. Juni gelten. 

Coronavirus in NRW: Lockdown im Landkreis Gütersloh - Kontaktverbot wie im März eingeführt

Laschet konkretisierte die Maßnahmen wie folgt: Das Kontaktverbot, wie es im März in Nordrhein-Westfalen eingeführt wurde, tritt für den Kreis Gütersloh wieder in Kraft. Konkret bedeutet dies: Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch Personen aus dem eigenen Hausstand gemeinsam beziehungsweise mit einer weiteren Person aufhalten. 

Die Quarantäne solle streng nachverfolgt werden. Mobile Teams und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden würden von der Polizei unterstützt. Armin Laschet: "Für mich ist klar: Die Behörden müssen zur Not die Maßnahmen mit Zwang durchsetzen."

Update, Dienstag (23. Juni), 10.30 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, hat nun auch der zweite Landkreis in NRW den festgelegten Schwellwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten. 

Coronavirus in NRW: Landkreis Warendorf überschreitet Schwellenwert von 50 Neuinfektionen

Im Landkreis Warendorf wurden laut Robert-Koch-Institut am Dienstag (um 0 Uhr) 68,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern erfasst. Im Nachbar-Landkreis Gütersloh, wo sich die Tönnies-Fabrik befindet, sind derzeit 263 Infektionen pro 100.000 Einwohner registriert. 50 Fälle gelten als Grenze für zusätzliche Schutzmaßnahmen

Update, Dienstag (23. Juni), 10.05 Uhr: Nach mehreren Corona-Fällen an Schulen in Dortmund und Bochum, gibt es nun auch an einer Schwerter Grundschule einen Corona-Fall - angeblich hat sich eine Lehrkraft infiziert. Das verkündete Uwe Hasche, Gesundheitsdezernet beim Kreis Unna, am Montag (22. Juni) in einer Pressekonferenz, berichten die Ruhrnachrichten

Coronavirus in NRW: Ein Corona-Fall an Schwerter Grundschule - drei Klassen in Quarantäne

Der Corona-Fall an der Schwerter Grundschule soll Auswirkungen auf drei Klassen haben. Für sie beginnen die Sommerferien nun früher als geplant. 

Ebenfalls in Quarantäne seien außerdem einzelne Gruppen zweier Kitas in Schwerte. Zum einen seien Gruppen in der Kita betroffen, welche die Kinder der infizierten Grundschule-Lehrkraft besuchten. 

Coronavirus in NRW: Corona-Fall an Schwerter Grundschule - Ursache bei Tönnies noch nicht bestätigt

Bei der anderen Kita geht es um einen anderen, unabhängigen Fall, wo sich ein Elternteil eines Kindes infiziert habe. 

Ob die Fälle etwas mit dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies zu tun haben, wurde noch nicht bestätigt. In Schwerte sollen jedoch laut Uwe Hasche keine Tönnies-Mitarbeiter wohnen. 

Coronavirus in NRW: Schulministerin Gebauer informiert über Schulbetrieb nach den Sommerferien 

Update, Dienstag (23. Juni), 9.30 Uhr: Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will am heutigen Dienstag darüber informieren, wie der Schulbetrieb in NRW nach den Sommerferien ablaufen soll. Trotz Coronavirus seien zahlreiche Lockerungen absehbar. 

Regulärer Unterricht ohne Abstandsregeln könnte möglich sein - vorausgesetzt, die Corona-Pandemie nimmt keinen unerwarteten Verlauf.

Update, Dienstag (23. Juni), 9.00 Uhr: NRW - Böse Überraschung für zwei Usedom-Urlauber aus Gütersloh (NRW). Wie bild.de berichtet, soll ein Ehepaar aus Gütersloh von den Behörden im Landkreis Vorpommern-Greifswald zur vorzeitigen Abreise aufgefordert worden sein. 

Grund dafür: Der rapide Anstieg der Corona-Fallzahlen im Landkreis Gütersloh durch den Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies

Coronavirus in NRW: Usedom-Urlauber aus Gütersloh wegen Corona-Ausbruch bei Tönnies nach Hause geschickt

Ein Kreissprecher verwies am Montagabend auf eine Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Demnach dürfen Personen nicht in das Bundesland einreisen, wenn sie aus einem Landkreis kommen, in dem in den letzten sieben Tagen vor Einreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner höher als 50 ist.

Im Kreis Gütersloh  beträgt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner derzeit 263.

Update, Dienstag (23. Juni), 8.40 Uhr: NRW - Nach dem Massen-Ausbruch des Coronavirus in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) hat sich nun auch die "Fridays for Future"-Bewegung in Gütersloh eingeschalten. 

Die Bewegung, die sich seit zwei Jahren für Klimaschutz einsetzt, fordert den sofortigen Rücktritt des Tönnies-Gesellschafters Clemens Tönnies (64) und hat dafür eine Petition eingerichtet, die bereits von 1000 Menschen unterschrieben wurde. 

Außerdem fordern sie Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Fleischproduktion und die Haftbarmachung der Fleischindustrie für die ökologische Zerstörung und die Klimaschäden. 

Coronavirus in NRW: Tönnies-Infizierte leben nicht nur im Landkreis Gütersloh 

Update, Dienstag (23. Juni), 8.05 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück hat vor allem der Kreis Gütersloh mit dem Ausbruch zu kämpfen - dort leben die meisten der infizierten Mitarbeiter. 

Doch der Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fabrik zieht weite Kreise: Auch in den umliegenden Landkreisen macht sich der Massen-Ausbruch bei Tönnies anhand der neuen Fallzahlen immer mehr bemerkbar. 

Im Kreis Soest wurden bis Montag 15 Infizierte registriert, fünf von ihnen sind Tönnies-Mitarbeiter. In Bielefeld waren am Montag 26 Infizierte bekannt - neun von ihnen hätten einen Tönnies-Bezug, sagte ein Stadtsprecher. 

In Hamm wurden am Montag 51 Infizierte bekannt, 48 davon sind Tönnies-Mitarbeiter und deren Angehörige. Im Landkreis Paderborn sind 39 Infizierte bekannt, zehn davon sollen mit dem Tönnies-Ausbruch in Verbindung stehen.

Coronavirus in NRW: Quarantäne gilt nur noch für Einreisende aus Risikogebieten - darunter Türkei und Schweden

Update, Dienstag (23. Juni), 7.50 Uhr: Seit Montag müssen in NRW nur noch Einreisende aus Coronavirus-Risikogebieten für zwei Wochen in Quarantäne. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. 

Bisher war die Quarantänepflicht für Menschen aufgehoben, die aus EU-Ländern, Großbritannien, Island oder der Schweiz einreisten. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte diese Regelung aber Anfang Juni gekippt. Zu den Risikogebieten zählen zurzeit noch viele Urlaubsregionen wie die Türkei, Ägypten und auch das EU-Land Schweden

Eine Ausnahme macht die neue Verordnung, wenn man am Abreiseort noch 48 Stunden vorher einen negativen Coronavirus-Test gemacht hat und einen entsprechenden Nachweis mitbringt. Erlaubt sind außerdem Durchreisen.

Update, Montag (22. Juni), 20 Uhr: Nun hat sich auch Sven-Georg Adenauer (CDU), Landrat des Kreises Gütersloh, zu der Masseninfektion bei Tönnies und den damit verbundenen Auswirkungen geäußert. Er hält einen Lockdown in der Region für vorstellbar. "Ich würde sagen ja", so Sven-Georg Adenauer. 

Mehr als 1500 Coronavirus-Fälle bei Tönnies-Miterabeitern in NRW

Inzwischen gibt es 1.553 positive Corona-Befunde im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück. Alle infizierten Personen sind jedoch unmittelbar in dem Fleischereibetrieb tätig, so Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabes im Kreis Gütersloh. Allerdings sind inzwischen die ersten Teams unterwegs, um auch die Familienangehörigen anzusprechen sowie die Wohnungen und die Unterkünfte zu prüfen. Und sie wurden bereits fündig.

Auch im engeren Umfeld der Tönnies-Mitarbeiter gibt es bereits einige positive Corona-Fälle. Wie viele es jedoch sind, dazu wollte sich der Landrat noch nicht äußern. Es soll zuerst ausgeschlossen werden, dass es keine doppelten Zählungen gebe. 

Coronavirus in NRW: Muss Tönnies für Masseninfektion haften?

Update, Montag (22. Juni), 18 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) brachte heute ins Gespräch, ob Tönnies nun angesichts der Corona-Masseninfektion möglicherweise eine Haftung übernehmen sollte. Es entstünden beispielsweise erhebliche Kosten für Gesundheitsbehandlungen, "aber auch für das, was da in der Region los ist", so Hubertus Heil. 

Coronavirus in NRW: Keine Infizieren in Fleischbetrieben in Gelsenkirchen

Der Minister erwarte daher von dem Unternehmen, "dass alles getan wird, um den Schaden zu begrenzen, um tatsächlich auch einzustehen für das, was da angerichtet wurde." Tönnies hatte am Sonntag selbst bereits in Aussicht gestellt, die Kosten flächendeckender Tests im Kreis Gütersloh zu übernehmen. 

Während die Situation im Kreis Güterloh weiterhin kritisch ist, gibt die Stadt Gelsenkirchen Entwarnung. Die Stadt hatte am Freitag bekannt gegeben, auch bei den in Gelsenkirchen ansässigen Fleischbetrieben  Nordfrost und Libreco Coronavirus-Tests durchzuführen. Seit heute (22. Juni) liegen nun die Ergenisse vor. Keiner der Beschäftigten der Betriebe ist mit dem Coronavirus infiziert.

Update, Montag (22. Juni), 17 Uhr: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erklärte heute, dass er seine Ticketpreise der allgemeinen Absenkung der ermäßigten Mehrwertsteuer anpassen werde. Dies gilt zum 1. August.

Besondere Aktion des VRR: Dank für Vertrauen trotz Coronavirus

Ebenso wird es eine besondere Aktion für Abo-Kunden geben, mit der der VRR und die im VRR zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen sich bei ihren Stammkunden bedanken möchten, dass sie auch in der Coronavirus-Krise das Vertrauen in den Nahverkehr behalten hätten.

zum Dank werden die Abo-Tickets in einer NRW-Sommerferienaktion vom 27. Juni bis 11. August aufgewertet. VRR-Abo-Kunden und Nutzer des VRR-Sozialtickets können mit ihren Tickets in den NRW-Sommerferien montags bis freitags ganztägig im gesamten Verbund fahren.

Wegen Coronavirus: Klasse in Bochumer Schule in Quarantäne

Update, Montag (22. Juni), 15.30 Uhr: NRW - Nur wenige Tage vor den Sommerferien müssen 25 Schüler einer zweiten Klasse der Bochumer Weilenbrink-Grundschule in Quarantäne. Das gab die Grundschule auf ihrer Homepage bekannt. Auch zwei Lehrerinnen sollen von den Quarantäne-Maßnahmen betroffen sein. 

Grund für die Maßnahmen: Sieben Mitglieder einer Bochumer Familie sollen sich mit dem Coronavirus infiziert haben - darunter eine Zweitklässlerin der Weilenbrink-Grundschule

Update, Montag (22. Juni), 14.45 Uhr: NRW - Nachdem im Schlachtbetrieb Tönnies 1331 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ordnete der Landkreis Gütersloh alle auf dem Betriebsgelände tätigen Personen an, sich bis zum 2. Juli in Quarantäne zu begeben. 

Coronavirus in RNW: Nicht alle Tönnies-Mitarbeiter bereits in Quarantäne

Einige Mitarbeiter des vom Coronavirus betroffenen Fleischverarbeiters  Tönnies könnten der Gewerkschaft NGG zufolge jedoch in ihre Heimatländer Bulgarien, Rumänien oder Polen zurückgekehrt sein. Das berichtet die tagesschau

In der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. 

Zudem hätten auch noch nicht alle Mitarbeiter des Schlachthofs mit rund 7000 Beschäftigten schriftliche Aufforderungen erhalten, sich in Quarantäne zu begeben. Ein Sprecher des Kreises sagte dazu, es habe mündliche Aufforderungen an die Mitarbeiter gegeben, sich in Quarantäne zu begeben. 

Update, Montag (22. Juni), 14.25 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet jahrzehntelange  Auswirkungen der Coronavirus-Krise. Wie WHO Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Konferenz angab, sei die größte Gefahr dabei nicht das Virus selbst, "sondern der Mangel an globaler Solidarität und globaler Führung". 

Die Coronavirus-Pandemie sei nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern auch eine wirtschaftliche und soziale sowie in vielen Ländern auch eine politische Krise: "Ihre Auswirkungen werden noch in kommenden Jahrzehnten zu spüren sein."

Coronavirus in NRW: Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert kurzen Lockdown für Landkreis Gütersloh

Update, Montag (22. Juni), 13.45 Uhr: Kurz vor den Sommerferien warnt SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach vor uneingeschränktem Reiseverkehr der Menschen aus der Region Gütersloh. 

Der Grund dafür: "Ich bin sicher, dass deutlich mehr Menschen außerhalb der Mitarbeiterschaft inzwischen infiziert sind", sagte Karl Lauterbach der "Rheinischen Post". 

Das Virus könnte sich so wie zu Beginn der Coronavirus-Pandemie wieder sehr weit verteilen. Der Gesundheitspolitiker findet deshalb: "Es ist falsch, dass es jetzt keinen kurzen Lockdown mit massivem Testaufgebot gibt, um das tatsächliche Infektionsgeschehen in der Region anhand genügend großer Stichproben genau einschätzen zu können."

Coronavirus in NRW: Angestellte, Arbeiter und Angehörige von Tönnies in Quarantäne

Bisher müssen im Kreis Gütersloh nur die Angestellten, Arbeiter und deren Angehörige des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Quarantäne. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat einen kompletten Lockdown der Region aber nicht ausgeschlossen. 

Update, Montag (22. Juni), 10.55 Uhr: Unter dem Motto "Night of Light“ wollen am Montagabend Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft bundesweit um 22 Uhr Spielstätten und andere Gebäude rot anstrahlen. 

Die Farbe Rot wurde aufgrund der symbolischen "Alarmstufe Rot" gewählt. Damit wollen die Veranstalter auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage infolge der Coronavirus-Krise hinweisen. Mit der Coronavirus-Kirse sei einem kompletten Wirtschaftszweig die Arbeitsgrundlage entzogen worden. Das berichteten die Organisatoren rund um den Essener Tom Koperek im Vorfeld.

Update, Montag (22. Juni), 10.30 Uhr: Die Firma Tönnies soll nach Meinung des Bundes-Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) selbst für die Schäden, die durch den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh entstanden sind, haften

"Es muss eine zivilrechtliche Haftung des Unternehmens geben", sagte Arbeitsminister Hubertus Heil in der Internetsendung "Die richtigen Fragen" der Bild-Zeitung. Wer durch Regelverstöße die Verbreitung des Coronavirus auslöse, müsse dafür auch haften. Für die Bewohner in der Region seien infolge des Ausbruchs erhebliche Kosten entstanden. 

Coronavirus in NRW: Tönnies soll für Schäden durch Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh haften

Grünen-Politiker Anton Hofreiter brachte unterdessen sogar eine persönliche Haftung des Konzernchefs Clemens Tönnies ins Spiel. Wenn Tönnies seine Entschuldigung ernst meine, "würde er die Kosten aus seinem Privatvermögen tilgen - nicht aus dem Firmen-Vermögen", sagte Hofreiter in "Die richtigen Fragen". 

Das Vermögen des Tönnies-Chefs wird vom "Vermögenmagazin" auf 2,3 Milliarden Euro geschätzt. 

Coronavirus in NRW: Ministerpräsident Armin Laschet schließt kompletten Lockdown für Landkreis Gütersloh nicht aus

Update, Montag (22. Juni), 9.30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Sonntagabend (21. Juni) im "Heute Journal" im ZDF über den Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) gesprochen. 

Darin gab der Ministerpräsident an, einen regionalen Lockdown nicht ausschließen zu können. 

Coronavirus in NRW: Haushaltsangehörige von Tönnies-Mitarbeiter auf Sars-CoV-2 gestestet 

Update, Montag (22. Juni), 9.10 Uhr: NRW - Bereits am Sonntag waren mobile Teams im Landkreis Güstersloh unterwegs, um nun auch Haushaltsangehörige der Tönnies-Mitarbeiter zu testen. Die Teams sollen am heutigen Montag (22. Juni) noch einmal aufgestockt werden, um weitere Abstriche in den Städten und Gemeinden durchzuführen.

An den Teams beteiligt sind Mitarbeiter des Ordnungsamtes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Bundeswehr und Dolmetscher. 

Im Kreis Gütersloh werden weiterhin Corona-Tests an Tönnies-Mitarbeitern und ihren Haushaltsangehörigen durch spezielle Teams durchgeführt. 

Update, Montag (22. Juni), 8.45 Uhr: Die Reproduktionszahl in Deutschland wurde aufgrund der vereinzelten Corona-Ausbrüche massiv in die Höhe getrieben. Laut dem Rober-Koch-Institut beträgt sie inzwischen2,88 und unterscheidet sich damit massiv von den Zahlen Anfang Juni. 

Coronavirus in NRW: Nach Corona-Ausbruch bei Tönnies in Gütersloh - Reproduktionszahl steigt auf 2,88 an 

Damals fiel die Zahl teilweise sogar unter 1. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen von einer mit dem Coronavirus infizierten Person durchschnittlich angesteckt werden. 

Grund für die hohe Reproduktionszahl seien laut Robert-Koch-Institut die Corona-Ausbrüche in NRW, Hessen und Berlin. 

Update, Montag (22. Juni), 8.15 Uhr: NRW - Nach dem Massen-Ausbruch des Coronavirus in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) sollen sich bald alle Menschen im Kreis Gütersloh kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) gab am Sonntag an, "dass wir für alle Menschen im Kreis Gütersloh ein Angebot bereithalten werden in den nächsten Tagen, sich kostenlos zu

testen". 

Coronavirus in NRW: Tönnies übernimmt Corona-Tests für alle Menschen im Kreis Gütersloh

Die Kosten für die Corona-Tests werden von der Firma Tönnies, die für einen Großteil des neuen Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh verantwortlich ist, übernommen. 

Gesellschafter Clemens Tönnies erklärte laut einem Sprecher: "Wir stehen zu unserer Verantwortung und übernehmen die Kosten für einen freiwilligen flächendeckenden Corona-Test im Kreis Gütersloh. Die Details stimmen wir mit dem Kreis Gütersloh ab." 

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück ist bis Sonntag nach Angaben des Kreises auf 1331 gestiegen.

NRW - 40.918 mit dem Coronavirus infizierte Personen zählt Nordrhein-Westfalen am Sonntag. Wegen des Ausbruchs bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) sind die Fallzahlen seit Ende letzter Woche deutlich angestiegen.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17,93 Millionen

Hauptstadt

Düsseldorf

Coronavirus in NRW: Massiver Corona-Ausbruch bei Tönnies treibt Fallzahlen in die Höhe

Um den Infektionsherd einzugrenzen, hat der Kreis Gütersloh einen Krisenstab eingerichtet. Mehr als 1.300 Mitarbeiter hatten sich im Fleischkonzern Tönnies mit dem Coronavirus angesteckt. Am Sonntag reiste NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gemeinsam mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach Gütersloh.

Auf einer Pressekonferenz schloss der NRW-Ministerpräsident einen regionalen Lockdown weiterhin nicht grundsätzlich aus. Gleichwohl betonte Armin Laschet, dass es gegenwärtig keinen Grund für eine derartige Maßnahme gebe.

Das Infektionsgeschehen sei lokalisierbar und bislang nicht "signifikant" in die Bevölkerung übergesprungen. Solange man alles dafür tue, dass das bei Tönnies grassierende Coronavirus nicht auf die Bevölkerung überspringt, könne man andere zielgerichtetere Maßnahmen ergreifen.

Clemens Tönnies steht nach einem massiven Corona-Ausbruch in seinem Unternehmen in der Kritik - einen Rücktritt schloss er aus.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet mahnt Bewohner im Kreis Gütersloh zum Einhalten der Regeln

Dazu solle die Bevölkerung im betroffenen Kreis Gütersloh die Regeln "mehr als sonst" einhalten. "Achten Sie auf Abstand, auf die Masken. Vermeiden Sie große Veranstaltungen. Veranstaltungen über 50 Teilnehmer sollten in der nächsten Zeit - wenn es geht - nicht stattfinden", so Laschet auf einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag in Gütersloh.

Jeder einzelne könne jetzt seinen Beitrag dazu leisten, "dass wir auch durch diese Krise kommen". Das gelte auch für die infizierten Mitarbeiter von Tönnies. Armin Laschet warnt insbesondere Arbeiter aus anderen Ländern vor einer überstürzten Heimreise.

Wer unter Covid-19 leide, erhalte die "bestmögliche medizinische Versorgung" in Deutschland. Derzeit werden in unbegrenzter Größenordnung so viele Dolmetscher wie möglich in die Unterkünfte der Beschäftigten geschickt. Problematisch sei dabei, dass sich diese auf 1300 Liegenschaften verteilen. Drei Hundertschaften der Polizei unterstützten die Ordnungsämter dabei, die Quarantäne durchzusetzen.

Fallzahlen des Gesundheitsministeriums zum Coronavirus in NRW (Stand: Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr)

Landkreis/ kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

Genesene

Aachen & Städteregion Aachen

1.991

97

1.873

Bielefeld

431

5

402

Bochum

596

19

523

Bonn

754

8

740

Borken (Kreis)

1.111

38

1.066

Bottrop

211

7

203

Coesfeld (Kreis)

871

24

842

Dortmund

889

9

747

Duisburg

1.393

57

1.146

Düren (Kreis)

605

39

558

Düsseldorf

1.646

36

1.421

Ennepe-Ruhr-Kreis

462

14

423

Essen

917

41

820

Euskirchen (Kreis)

473

22

441

Gelsenkirchen

473

16

397

Gütersloh (Kreis)

1.542

20

671

Hagen

360

13

317

Hamm

511

36

437

Heinsberg (Kreis)

1.923

79

1.795

Herford (Kreis)

354

7

324

Herne

219

2

193

Hochsauerlandkreis

616

17

591

Höxter (Kreis)

366

18

340

Kleve (Kreis)

786

37

700

Köln

2.564

102

2.399

Krefeld

648

22

615

Leverkusen

249

5

237

Lippe (Kreis)

755

29

715

Märkischer Kreis

610

31

567

Mettmann (Kreis)

978

79

887

Minden-Lübbecke (Kreis)

491

12

486

Mönchengladbach

666

41

583

Mülheim an der Ruhr

234

12

204

Münster

731

13

707

Oberbergischer Kreis

490

18

472

Oberhausen

273

10

254

Olpe (Kreis)

651

56

580

Paderborn (Kreis)

683

34

614

Recklinghausen (Kreis)

1.323

40

1.246

Remscheid

241

18

223

Rhein-Erft-Kreis

1.110

76

1.018

Rheinisch-Bergischer-Kreis

471

21

446

Rhein-Kreis Neuss

731

20

694

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

315

8

306

Soest (Kreis)

376

8

355

Solingen

289

8

245

Steinfurt (Kreis)

1.339

82

1.241

Unna (Kreis)

730

38

588

Viersen (Kreis)

726

37

674

Warendorf (Kreis)

640

20

478

Wesel (Kreis)

670

27

588

Wuppertal

974

85

848

Gesamt

40.918

1.663

36.633

Hier gibt es alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche*.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa; Collage: RUHR24

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