Live-Ticker zur Pandemie

Coronavirus in NRW: Laschet nimmt Tönnies in die Pflicht - Schlachthof in Bochum teilweise dicht

Wie steht es in NRW in Sachen Coronavirus, Urlaub, Schule und Kita? Was Laschet über den Corona-Ausbruch bei Tönnies sagt: Hier aktuell im Live-Ticker.

  • Das Coronavirus beschäftigt aktuell noch viele Menschen in NRW.
  • Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies muss so manche Kita oder Schule geschlossen werden.
  • Weitere Lockerungen könnten laut Armin Laschet aufgehoben werden - RUHR24.de* berichtet im Live-Ticker über aktuelle Zahlen und Co.

Update, Sonntag (21. Juni), 21.55 Uhr: NRW - Dieser Ticker wird nicht länger aktualisiert. Alle Neueigkeiten zum Coronavirus in NRW finden Sie in diesem neuen Live-Ticker. Wir danken für die Aufmerksamkeit.

Update, Sonntag (21. Juni), 17.02 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies gehen auch die Testungen am Schlachthof in Bochum weiter. Wie die Stadt mitteilt, wurden am Freitag 98 Abstriche, am Samstag weitere 54 genommen. Bislang sind zwei Personen positiv getestet worden.

Coronavirus in NRW: Teile des Schlachthofs Bochum nach positiven Tests geschlossen

Eine Person ist Bochumer, die andere Person wohnt im Kreis Recklinghausen. Sie leben in privaten Wohnungen. Die anderen Abstriche der getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind entweder negativ oder die Ergebnisse stehen noch aus.

Die Teilbereiche Schinkenzerlegung und Versand wurden geschlossen. Zu Beginn der neuen Woche werden weitere Abstriche genommen und geprüft, ob noch andere Teile des Betriebs in Bochum geschlossen werden müssen. Regelmäßig werden auch die Sammelunterkünfte kontrolliert.

Update, Sonntag (21. Juni), 15.55 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nimmt Unternehmer Clemens Tönnies nach dem Corona-Ausbruch in dessen Fleischkonzern in die Pflicht. "Wir werden auch Herrn Tönnies beim Wort nehmen, dass er gesagt hat, es kann keinen Zustand geben wie zuvor. Wir brauchen neue Regeln, neue Bedingungen - und das ist auch das, was wir vom Unternehmen erwarten."

Coronavirus in NRW: Armin Laschet nimmt Clemens Tönnies in die Pflicht

Auch zum Wirrwarr um die nicht herausgegebenen, beziehungsweise nicht vorhandenen Personaldaten der Mitarbeiter hat sich Armin Laschet geäußert. Man müsse einen Zustand herstellen, bei dem zu jeder Zeit feststellbar ist, welcher Mitarbeiter im Unternehmen arbeite und wo er wohne. In dieser Frage gebe es im Moment verschiedene Rechtsauffassungen. Gegebenenfalls müssten Gesetze entsprechend geändert werden.

Clemens Tönnies wird von Armin Laschet in die Pflicht genommen.

Update, Sonntag (21. Juni), 15 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sehen die Behörden weiterhin keinen Grund für einen Lockdown im Kreis Gütersloh, also das massive Runterfahren des öffentlichen Lebens. Zwar gebe es "ein enormes Pandemie-Risiko", allerdings sei das Infektionsgeschehen lokalisierbar und es gebe keinen "signifikanten Übersprung" in die Bevölkerung.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet sieht nach Tönnies-Ausbruch keinen Grund für einen Lockdown

Deshalb gelte weiterhin der Satz, "dass wir einen flächendeckenden Lockdown im Moment nicht ausschließen können, aber solang wir alles tun, dass es gelingt, dass es nicht überspringt auf die Bevölkerung, können wir andere bessere zielgerichtetere Maßnahmen ergreifen", sagte Laschet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet warnt Arbeiter aus anderen Ländern vor einer überstürzten Abreise in die Heimat. Im Falle einer Infizierung garantiere man in Deutschland die "bestmögliche medizinische Behandlung".

Das liege auch im eigenen Interesse der Arbeiter. Es würden nun in unbegrenzter Größenordnung so viele Dolmetscher wie möglich in die Unterkünfte der Beschäftigten geschickt. Das Problem sei, dass diese nicht auf wenige Sammelunterkünfte sondern auf 1300 Liegenschaften verteilt seien. Drei Hundertschaften der Polizei unterstützten die Ordnungsämter dabei, die Quarantäne durchzusetzen.

Nach dem massiven Corona-Ausbruch bei Tönnies sehen die Behörden weiterhin keinen Grund für einen flächendeckenden Lockdown.

Update, Sonntag (21. Juni), 14.35 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) ist auf 1331 gestiegen. Dies teilte der Kreis Gütersloh am Sonntag mit. Die Reihentestungen auf dem Gelände der Firma seien am Samstag abgeschlossen worden, hieß es. Insgesamt 6139 Tests seien gemacht worden. 5899 Befunde lägen bereits vor.

Update, Sonntag (21. Juni), 14.13 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik von Tönnies hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zusätzliche Hilfe für den betroffenen Kreis Gütersloh angeboten. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, habe Armin Laschet angeboten jedes notwendige Personal zu organisieren.

Coronavirus in NRW: Laschet betont Wichtigkeit der Kontaktnachverfolgung nach Ausbruch bei Tönnies

Das Wichtigste sei nun die Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten und die strikte Einhaltung der Quarantäne. Sowohl Gesundheitsbehörden im Land als auch die Polizei würden verstärkt Kräfte bereitstellen.

Update, Sonntag (21. Juni), 13.24 Uhr: Im Kreis Gütersloh werden gegenwärtig 19 Patienten stationär wegen Covid-19 behandelt. Es handle sich laut Kreis fast ausschließlich um Mitarbeiter der Firma Tönnies. Sechs Erkrankte lägen auf der Intensivstation - zwei würden beatmet. Das berichtet die WAZ.

Update, Sonntag (21. Juni), 12.35 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) die aktuellen Fallzahlen veröffentlicht. Am Sonntag zählt das bevölkerungsreichste Bundesland insgesamt 40.918 mit dem Coronavirus (Sars-CoV-2) infizierte Personen - ein Plus von 549 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Zahl der Infektionen steigt deutlich

Davon gelten 36.633 als genesen - neun mehr als noch am Samstag. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 1.663. Die meisten aktiven Infektionen verzeichnet gegenwärtig der Kreis Gütersloh, wo es zu einem massiven Ausbruch beim Fleischereibetrieb Tönnies gekommen ist. Aufgrund des technischen Meldeverzugs werden die Daten von dort kontinuierlich überarbeitet.

Update, Sonntag (21. Juni), 12.14 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 189.822 angegeben - ein Plus von 687 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 191.225 Infizierte.

Coronavirus: Robert-Koch-Institut korrigiert Zahl der Covid-19-Todesopfer nach unten

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8882 Todesfälle und damit einen weniger als am Vortag. Der Grund für diese Veränderung war zunächst unklar. Die JHU zählte 8895 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 174.900.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählt am Sonntag 189.822 mit dem Coronavirus infizierte Personen in Deutschland.

Update, Sonntag (21. Juni), 11.52 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund hat vor sozialen Konflikten infolge der jüngsten Corona-Ausbrüche in Deutschland gewarnt. "Wir dürfen Menschen nicht diskriminieren oder benachteiligen, die zum Beispiel im Niedriglohnbereich unter schlechten Wohnverhältnissen die preiswerte Fleischproduktion in bestimmten Betrieben gewährleistet haben", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Funke Mediengruppe.

Coronavirus: Städte- und Gemeindebund warnt vor sozialen Konflikten wegen Corona-Ausbrüchen

Es sei deshalb völlig inakzeptabel, wenn einzelne Gruppen in der Öffentlichkeit oder in Geschäften diskriminiert würden. Auch dürfe es nicht sein, dass Menschen mit geringeren Einkommen ein Vorwurf gemacht werde, weil es in beengten Wohnverhältnissen eher zu Infektionen kommen könne. "Durch die Krise kommen wir nur mit der Solidarität aller und nicht mit Ausgrenzungen."

Update, Sonntag (21. Juni), 11.04 Uhr: Die Corona-Warn-App wird es bald in weiteren Sprachen geben. Wie Jürgen Müller, Vorstandsmitglied von SAP, der Bild am Sonntag sagt, wird es neben einer türkischen Version auch eine französische, arabische, russische und rumänische Version geben.

SAP hatte die App gemeinsam mit der Deutschen Telekom im Auftrag der Bundesregierung programmiert. Bis Samstagnachmittag wurde die Anwendung laut Robert-Koch-Institut rund 10,6 Millionen Mal heruntergeladen.

Update, Sonntag (21. Juni), 10.49 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies mit bislang mehr als 1000 Infizierten will sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag vor Ort ein Bild von der Lage machen. Gemeinsam mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) fährt der Regierungschef am Morgen nach Gütersloh.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet äußert sich am Nachmittag in Gütersloh zum Tönnies-Ausbruch

Dort wollten die Politiker unter anderem den Krisenstab des Kreises treffen und mit eingesetzten Kräften vor Ort sprechen. Außerdem tritt am Sonntag das Landeskabinett in Düsseldorf zu einer Sondersitzung zusammen. Laschet wird dem Vernehmen nach per Video zugeschaltet.

Gegen 14.30 Uhr will er ein Statement vor der Presse abgeben. Ein regionaler Lockdown gilt wegen des massiven Corona-Ausbruchs als nicht ausgeschlossen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird sich am Nachmittag zum Corona-Ausbruch bei Tönnies im Kreis Gütersloh äußern.

Update, Sonntag (21. Juni), 10.32 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält die vollständige Rückkehr zu einem normalen Schulbetrieb nach den Sommerferien noch längst nicht für gesichert.

Coronavirus: Normaler Schulbetrieb nach den Ferien nicht gesichert

"Das Virus ist nicht weg, und wir müssen immer wieder damit rechnen, dass Schulen geschlossen werden müssen, wenn sich dort jemand infiziert hat", so die 49-Jährige gegenüber FAZ. Besonders in Nordrhein-Westfalen zeige sich angesichts der jüngsten Ausbrüche, wie fragil die Situation ist. Daher müsse man mit Umsicht handeln.

Die Länder streben eine Rückkehr zum Regelbetrieb in den Schulen nach den Sommerferien an. "Ich hoffe sehr, dass das Infektionsgeschehen diese Entwicklung zulässt", sagte Karliczek.

Allerdings hätten die vergangenen Wochen gezeigt, wie wichtig der regelmäßige und persönliche Kontakt zwischen Schülern und Lehrern sei. Homeschooling habe "ganz klare Grenzen". "Deshalb behält der Präsenzunterricht natürlich seine Bedeutung. Ohne Wenn und Aber. Aber Schule und Unterricht werden insgesamt digitaler."

Update, Sonntag (21. Juni), 10.11 Uhr: Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat die Supermarktketten zu einem Boykott von Tönnies-Produkten aufgerufen. "Das Gebaren der Fleischbarone, die nur auf Profit setzen, und meinen, sich an keine Regeln halten zu müssen, ist ein Skandal", sagte Hofreiter der Bild am Sonntag.

Coronavirus in NRW: Hofreiter nennt Tönnies-Machenschaften einen "Skandal"

Es sei an der Zeit, dass sich die großen Supermarktketten "nicht länger mitschuldig machen", so der 50-Jährige weiter. "Sie sollten die Tönnies-Produkte aus ihrem Angebot nehmen."

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat die Supermarktketten zu einem Boykott von Tönnies-Produkten aufgerufen.

Update, Sonntag (21. Juni), 9.54 Uhr: Am gestrigen Abend hat Clemens Tönnies vor der Konzernzentrale in Rheda-Wiedenbrück ein kurzes Statement zum Corona-Ausbruch in seinem Unternehmen abgegeben. Rücktritts-Spekulationen wies der Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 zurück.

Coronavirus in NRW: Clemens Tönnies will das Unternehmen "aus der Krise führen"

"Ich werde dieses Unternehmen aus der Krise führen und dann sehen wir weiter. Ich mache mich nicht aus dem Staub", so der 64-Jährige.

Seit Jahren wird in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb ein Streit um die Unternehmensführung geführt. Robert Tönnies, Neffe von Clemens, forderte seinen Onkel am 19. Juni in einem persönlichen Brief auf, den Weg frei zu machen. Dessen Sohn Max Tönnies solle die Arbeit in der Geschäftsführung übernehmen.

Update, Sonntag (21. Juni), 8.45 Uhr: Das NRW-Landeskabinett will sich heute auf einer Sondersitzung mit der Frage beschäftigten, ob die aktuellen Quarantäne-Maßnahmen für die beschäftigten bei der Firma Tönnies reichen oder ob flächendeckende Einschränkungen von Nöten sind. Das berichtet die Rheinische Post

Coronavirus in NRW: Landtag tagt heute wegen Tönnies-Firma

Man wolle die Lage neu bewerten. Das hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag (19. Juni) angekündigt. Ein regionaler Lockdown ist nicht ausgeschlossen. Erschreckend sind die aktuellen Zahlen. Von den insgesamt 6.500 Mitarbeitern wurden bis Samstag 5.800 getestet. Bei 1.029 wurde das Coronavirus nachgewiesen 

in Verl (Landkreis Gütersloh) wurde eine Quarantänezone eingerichtet, in der sich aktuell 670 Menschen aufhalten. 

Update, Samstag (20. Juni), 21.15 Uhr: In der kommenden Woche rollt die erste Hitzewelle des Jahres auf NRW* zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt Temperaturen von über 30 Grad voraus - inklusive Sonne und blauer Himmel.

Doch egal, wie warm es auch wird - die Corona-Regeln wie etwa die Maskenpflicht in Geschäften bleibt auch bei Hitze* bestehen. 

Update, Samstag (20. Juni), 17.47 Uhr: Der Corona-Ausbruch bei Tönnies hat viele Bürger in NRW verunsichert. Kann das Fleisch aus den Betrieben gefahrlos verzehrt werden*?

Update, Samstag (20. Juni), 16.41 Uhr: Harte Worte von Thomas Kuhlbusch, Gesundheitsdezernent im Kreis Gütersloh. "Unser Vertrauen in die Firma Tönnies ist gleich null", sagte er auf einer Pressekonferenz am Samstag.

Coronavirus in NRW: Tönnies wird nach Corona-Ausbruch scharf kritisiert

Dass Deutschlands größter Schlachthof bis tief in die Nacht nicht in der Lage war, sämtliche Adressen der Mitarbeiter herauszugeben, habe den Umgang mit dem Ausbruchsgeschehen erschwert. Erst gegen 1.30 Uhr lagen die 1300 Adressen vor.

"1300 Wohnungen sind weit mehr als das, was wir erwartet haben", so Kuhlbusch weiter. Beim Kreis waren offenbar deutlich weniger Unterkünfte angegeben worden. Ein Dank gelte auch der Bezirksregierung Detmold, die gezielt auf die etlichen Subunternehmen von Tönnies zugegangen sei.

Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabs, kritisiert Tönnies scharf.

Update, Samstag (20. Juni), 16.02 Uhr: Am Freitagabend haben Polizei und Ordnungs- und Servicedienst die Kurze Straße und die Freitreppe in der Altstadt von Düsseldorf geräumt. Zu viele Menschen hatten sich dort aufgehalten und die Abstandsgebote nicht eingehalten.

Coronavirus in NRW: Erneuter Zwischenfall in Düsseldorf - Teile der Altstadt geräumt

Die Räumung sei störungsfrei verlaufen, wie die Rheinische Post berichtet. Schon mehrfach beklagten Anwohner, dass sich in den beliebten Bereichen der Altstadt regelmäßig zu viele Menschen aufhalten.

Update, Samstag (20. Juni), 15.14 Uhr: In der Nacht zu Samstag haben sich der Kreis Gütersloh und der Arbeitsschutz Zugriff auf die Personalakten der Firma Tönnies verschafft. "Das Unternehmen hatte es nicht geschafft, uns alle Adressen zu liefern", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Samstag bei einer Pressekonferenz in Gütersloh.

Coronavirus in NRW: Kreis Gütersloh muss sich Zugriff auf Tönnies-Personalakten verschaffen

Darauf seien die Behörden gemeinsam am Freitagabend in die Konzern-Zentrale gegangen, sagte Adenauer. Jetzt liegen 1300 Adressen von Wohnungen allein für den Kreis Gütersloh vor.

Update, Samstag (20. Juni), 15.02 Uhr: Ein regionaler Lockdown im Kreis Gütersloh kann wohl trotz der über 1000 postiven Corona-Testergebnisse bei Tönnies verhindert werden. Das erklärte Landrat Sven-Georg Adenauer auf einer Pressekonferenz.

Coronavirus in NRW: Wohl kein Lockdown im Kreis Gütersloh trotz Corona-Ausbruch bei Tönnies

Zum einen sei der Anstieg (heute rund 200 mehr als am Vortag) geringer ausgefallen als an den vergangenen Tagen. Zum anderen gebe es noch keine Hinweise darauf, dass das Infektionsgeschehen bei Tönnies weit in die Bevölkerung im Kreis Gütersloh hineingetragen wurde.

"Wir haben die Chance zu verhindern, dass es zu einem regionalen Lockdown kommt."

Update, Samstag (20. Juni), 14.43 Uhr: Vor dem Werk des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbrück haben sich am Samstagmittag rund 60 Menschen versammelt, um gegen den Konzern zu protestieren. "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr den Menschen die Rechte klaut", rief ein Sprachchor.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17,93 Millionen

Regierungssitz

Düsseldorf

Coronavirus in NRW: Proteste vor Werk in Rheda-Wiedenbrück

Manche der Protestierenden haben sich mit Kunstblut angemalt. Die Polizei berichtete der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort von einem friedlichen Verlauf der Demonstration.

Organisiert wurde der Protest von mehreren Umwelt- und Tierschutzorganisationen, unter anderem Fridays for Future. "Wir verstehen uns als Gerechtigkeitsbewegung", so Stefan Schneidt von Fridays For Future Gütersloh. "Tönnies verstoße klar gegen Arbeitsrecht und Tierwohl."

Demonstranten und Aktivisten, die gegen Tierquälerei demonstrieren, stehen vor dem Betriebsgelände der Fleischfabrik Tönnies.

Update, Samstag (20. Juni), 14.32 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sind mittlerweile 1029 Mitarbeiter positiv getestet worden. Dies teilte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, am Samstag in Gütersloh mit. Insgesamt 3127 Befunde lägen vor.

Auf dem Tönnies-Gelände werden Reihentests auf das Coronavirus durchgeführt.

Update, Samstag (20. Juni), 13.54 Uhr: Der Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies soll kommende Woche Thema im Plenum des Landtags werden. Die Fraktionen von CDU und FDP haben gemeinsam eine Aktuelle Stunde beantragt. Es soll unter anderem um die Hygienekonzepte in dem Betrieb gehen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Coronavirus in NRW: Ausbruch bei Tönnies wird Thema im Landtag

Der Landtag kommt am Mittwoch, Donnerstag und Freitag zusammen. Er soll zum ersten Mal seit der Corona-Krise wieder in voller Besetzung tagen. Dafür wird für jeden Abgeordneten eine Plexiglas-Kabine im Plenum aufgebaut.

Update, Samstag (20. Juni), 13.45 Uhr: Auf dem Gelände der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) sind am Samstag die Reihentests auf das neuartige Coronavirus fortgesetzt worden. Mehrere Kleinbusse mit ausländischen Kennzeichen brachten am Vormittag zumeist Männer zum Werk. Nicht alle trugen dabei Schutzmasken, berichtete eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17,93 Millionen

Regierungssitz

Düsseldorf

Coronavirus in NRW: Reihentests am Samstag auf Gelände von Tönnies nach Ausbruch

Fahrzeuge der Uniklink Bonn und der Bezirksregierung Detmold kamen ebenfalls auf das Gelände. Mitarbeitende trugen Masken und Kühlboxen auf das Gelände. Auch Einsatzkräfte der Polizei waren vor Ort. Aktuelle Zahlen will der Kreis am Samstag veröffentlichen.

Auch dutzende Medienvertreter hatten sich am Samstag vor dem Werkstor versammelt, um über das Geschehen zu berichten. Ihnen wurde der Zugang zum Gelände laut Bundeswehr aus Sicherheitsgründen untersagt.

Update, Samstag (20. Juni), 13.15 Uhr: Die Bundeswehr hat ihren Einsatz am Werk des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ausgebaut. "Wir haben noch 40 weitere Soldaten hinzu geholt", sagte Bundeswehrsprecher Uwe Kort der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Samstag. "20 davon helfen bei der Dokumentation und 20 helfen bei der Kontaktpersonennachverfolgung."

Coronavirus in NRW: Bundeswehr stockt Kräfte am Tönnies-Standort in Rheda-Wiedenbrück auf

Die Soldaten, die osteuropäische Sprachen beherrschen, seien in zehn Fahrzeugen der Bundeswehr gemeinsam mit medizinischem Personal und Mitarbeitern des Kreises Gütersloh unterwegs, um in den Unterkünften die Arbeiter zu testen. Bereits am Freitag waren insgesamt 25 Soldaten in Rheda-Wiedenbrück eingetroffen.

Nach dem Corona-Ausbruch hatte der Kreis Gütersloh die Bundeswehr bei der Durchführung von Reihentests um Hilfe gebeten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass noch weitere Soldaten angefordert werden.

Die Bundeswehr hat ihren Einsatz am Werk des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbück ausgebaut.

Update, Samstag (20. Juni), 13 Uhr: Wegen des Coronavirus war lange Zeit nicht klar, wann und ob die Schwimmbäder diesen Sommer noch öffnen können. In Dortmund öffnen die Freibader heute wieder* ihre Pforten. Beim Besuch gelten besondere Regeln.

Update, Samstag (20. Juni), 12.44 Uhr: Geht es nach Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD), würde die Tönnies-Fabrik in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) umgehend schließen. Der 57-Jährige hält es für nicht vertretbar, dass in dem Werk überhaupt noch gearbeitet werde, wie er dem WDR sagt.

Coronavirus in NRW: Karl Lauterbach fordert sofortige Schließung der Tönnies-Fleischfabrik im Kreis Gütersloh

Die Quelle der Infektionen sei noch nicht entdeckt. "Wir wissen nicht, ist das in der Kantine passiert, auf dem Weg dorthin, in der Verarbeitung selbst, ist es die Lüftung? Das heißt, da könnten sich jetzt auch weiterhin Leute infizieren. Ich würde unter diesen Umständen den Betrieb dicht machen." Er wisse, dass das Fleisch dann nicht mehr zu verarbeiten sei. "Dann ist das so."

Der Kreis hatte dem Unternehmen in den Produktionsbereichen noch eine so genannte Arbeitsquarantäne gestattet, um die zuletzt geschlachteten Tiere noch zu Lebensmitteln verarbeiten zu können. Die Zerlegebetriebe und der Versand werden daher erst am Samstagabend geschlossen.

Ab Samstag ist dem Unternehmen nur noch in eng begrenzten Bereichen wie Personalverwaltung, Unternehmensführung, oder Technik eine Arbeitsquarantäne erlaubt. Unter Beachtung der Hygieneauflagen dürfen die Betroffenen nur noch zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrem Wohnort pendeln.

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine sofortige Schließung der Tönnies-Fabrik in Rheda-Wiedenbrück.

Update, Samstag (20. Juni), 12.12 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die aktuellen Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Das bevölkerungsreichste Bundesland zählt am Samstag 40.369 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Das sind 216 mehr als noch am Vortag.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17,93 Millionen

Regierungssitz

Düsseldorf

Coronavirus in NRW: Land vermeldet mehr neue Infektionen als neue Genesene

Davon gelten 36.624 als genesen. Ein Plus von 99 gegenüber Freitag. Somit gibt es mehr Neuinfektionen als neue Genesene. Die Zahl der Toten ist um drei auf insgesamt 1.663 gestiegen.

Das NRW-Gesundheitsministerium weist zudem daraufhin, dass aufgrund des technischen Meldeverzugs das aktuelle Ausbruchsgeschehen im Kreis Gütersloh und dessen Auswirkungen auf die benachbarten Gebietskörperschaften noch nicht vollständig abgebildet werden kann. Die Daten würden derzeit kontinuierlich eingepflegt.

Update, Samstag (20. Juni), 11.46 Uhr: Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies verpasst das letzte Saison-Heimspiel seines Clubs. Nachdem sich Hunderte von Mitarbeitern seines großen Schlachtbetriebs in Rheda-Wiedenbrück mit dem Coronavirus infizierten, schickten die Behörden am Freitagabend auch die Führungsspitze der Tönnies-Werke in eine sogenannte Arbeitsquarantäne.

Coronavirus in NRW: Clemens Tönnies ist S04-Besuch in der Veltins-Arena untersagt

Somit darf sich der 64 Jahre alte Unternehmensboss Tönnies vorerst nur zwischen seinem Wohnhaus und seiner Firma bewegen. Ein Besuch in der Veltins-Arena, wo Schalke am Samstag um 15.30 Uhr den VfL Wolfsburg empfängt, ist Tönnies somit untersagt.

Clemens Tönnies steht unter Arbeitsquarantäne - der Besuch des kommenden Schalke-Heimspiels ist nicht gestattet.

Update, Samstag (20. Juni), 11.33 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger zur Nutzung der Corona-Warn-App aufgerufen. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte sie am Samstag: "Jeder und jede, der die App nutzt, leistet einen Beitrag dazu, das Virus auch zukünftig unter Kontrolle zu halten."

Coronavirus: Angela Merkel ruft Bürger zur Nutzung der Corona-Warn-App auf

Dabei betont die Bundeskanzlerin die Freiwilligkeit bei der Nutzung der App, weist aber auf die Vorteile hin. Zum einen bestehe "das ureigene Interesse", zu erfahren, ob man einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt war. "Aber genauso auch der Nutzen, der für die Gemeinschaft in dieser App steckt. Und je mehr mitmachen, desto größer ist dieser Nutzen."

Gleichwohl sei die Corona-Warn-App, die mittlerweile über neun Millionen Mal heruntergeladen wurde, nur ein Helfer, wenn es darum geht, Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen. Am wichtigsten bleibe es aber, neue Infektionen von vornherein zu vermeiden. "Abstandhalten, Händewaschen und das Tragen von Alltagsmasken bleibt unerlässlich."

Angela Merkel betont die Wichtigkeit der Corona-Warn-App im Kampf gegen die Pandemie.

Update, Samstag (20. Juni), 11.17 Uhr: Die Kölner Haie aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hoffen, dass sie ab September vor Fans in der heimischen Lanxess Arena spielen können. "Dafür werden wir alles tun. Wirtschaftlich ist es für uns von größter Bedeutung", sagte Geschäftsführer Philipp Walter dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Coronavirus in NRW: Events mit Zuschauern ab dem 1. September möglich - Kölner Haie hoffen

Gemäß der Entscheidung nach der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten dürfen ab dem 1. September wieder Events mit Zuschauern stattfinden, bei denen Kontaktverfolgung sowie die Einhaltung von Hygieneregeln möglich sind. Die reguläre DEL-Saison würde am 18. September in die neue Spielzeit gehen.

"Wir arbeiten mit der Liga und der Arena daran, Konzepte zu entwerfen, die diese Aspekte umsetzen. Wir haben die Möglichkeit, personalisierte Tickets zu erstellen." Auch Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund testet in einem Pilotprojekt bereits die Rückkehr der Fans in den Signal Iduna Park*.

Die Kölner Haie wollen zur neuen Saison trotz Corona die eigenen Fans in der Lanxess Arena im Rücken wissen.

Update, Samstag (20. Juni), 10.58 Uhr: In Dortmund werden DSW21-Mitarbeiter konsequent gegen hartnäckige Masken-Verweiger* in Bus und Bahn vorgehen. Zuletzt habe man Nachlässigkeiten bei der Einhaltung der Maskenpflicht im ÖPNV festgestellt. Ab Montag (22. Juni) werden deshalb unangekündigte Schwerpunkt-Kontrollen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt.

Update, Samstag (20. Juni), 10.31 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 189.135 angegeben - ein Plus von 601 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 190.299 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8883 Todesfälle und damit elf mehr als am Vortag, die JHU 8887 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 174.700.

Update, Samstag (20. Juni), 10.24 Uhr: Tausende Schüler in NRW dürfen sich freuen. Seit heute sind Abschluss- inklusive Abi-Partys ohne Eltern wieder erlaubt. So sieht es die neue Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vor, die am gestrigen Freitag veröffentlicht wurde.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17,93 Millionen

Regierungssitz

Düsseldorf

Coronavirus in NRW: Abi-Feiern dürfen unter Einschränkungen stattfinden

Minderjährige müssen eine Einverständniserklärung ihrer Erziehungsberechtigten mitbringen, jede Party muss mindestens zwei Tage vorher bei den Gesundheitsbehörden angemeldet werden. Bei einem lokalen Corona-Ausbruch können diese die Feiern auch verbieten.

Der neue Absatz in der Schutzverordnung erlaubt "ausschließlich interne und jeweils einmalige selbst organisierte Feste von Schulabgangsklassen oder -jahrgängen außerhalb von Schulanlagen und Schulgebäuden". Es muss sichergestellt werden, dass nur die jeweiligen Schüler der Klasse oder des Jahrgangs kommen.

Update, Samstag (20. Juni), 9.53 Uhr: Der massive Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies schlägt hohe Wellen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) fordert schnellere Schritte zum Schutz der Fleischarbeiter.

Coronavirus in NRW: Hubertus Heil will nach Corona-Ausbruch bei Tönnies Verbot von Werkverträgen durchsetzen

"Wir wollen die Kontrollen weiter verschärfen, noch bevor das neue Gesetz zur Arbeitssicherheit in der Fleischindustrie da ist", sagte Heil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Mit dem "Verbot von Werkverträgen im Kernbereich der Fleischindustrie" wolle man auf "jeden Fall ernst" machen.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll im Sommer vorliegen. Spätestens 2021 soll dann, so Hubertus Heil, "endgültig Schluss mit dem Missbrauch von Werkverträgen in der Fleischindustrie" sein.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will ein zeitnahes Ende von Werkverträgen in der Fleischindustrie.

In vielen Schlachthöfen arbeiten billige Arbeitskräfte, die aus Kostengründen über Subunternehmen und Werkverträge beschäftigt werden - nicht als angestellte des Schlachthofbetreibers. Die Arbeitsbedingungen mit Subunternehmen und Sammelunterkünften mit vielen osteuropäischen Beschäftigen werden seit dem Ausbruch bei Tönnies scharf kritisiert.

Gegenüber der Passauer Neuen Presse kritisierte der Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, die "skandalösen Arbeitsbedingungen" in der Fleischbranche. "Die Regierung schützt bislang das Geschäftsmodell der Billigfleischproduzenten auf Kosten der Gesundheit." Das System könne so nicht weitergehen.

Update, Samstag (20. Juni), 8.20 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind jetzt 803 Neuinfektionen registriert. Das teilt der Kreis Gütersloh am Abend mit (Stand 0 Uhr, 19. Juni).

Coronavirus in NRW: Mehr als 800 Infizierte bei Tönnies - alle Mitarbeiter in Quarantäne

Am Vorabend lag dieser Wert noch bei 730. Bislang waren 463 Testergebnisse den Angaben zufolge negativ. Eingesammelt wurden bislang über 3500 Proben für den von Behörden angeordneten Reihentest, der am Freitag mit Hilfe der Bundeswehr fortgesetzt wurde. Ergebnisse liegen bislang für 1266 Mitarbeiter vor. Etwa die Hälfte der Testreihe ist noch offen.

Einige Mitarbeiter, darunter auch Unternehmenschef Clemens Tönnies, stehen nach Angaben des Betriebs unter sogenannter Arbeitsqarantäne. Das bedeutet, dass sie sich nur zwischen ihrem Wohnort und dem Arbeitsplatz bewegen dürfen.

Update, Freitag (19. Juni), 21.59 Uhr: NRW - Der Kreis Unna meldet zwei neue Coronavirus-Fälle in Lünen und einen aus Werne. Dabei handele es sich unter anderem um ein Grundschul-Kind und einen Tönnies-Mitarbeiter. Derzeit würden die Schlachthof-Mitarbeiter im Kreis anhand einer Liste ermittelt und anschließend eine Quarantäne angeordnet. Auch Kontaktpersonen der Beschäftigten wird geraten, sich in Quarantäne zu begeben. Die Zahlen der aktuell Infizierten im Detail:

18.06.2020 | 15 Uhr

19.06.2020 | 12 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

0

0

+0

Bönen

0

0

+0

Fröndenberg

0

0

+0

Holzwickede

5

5

+0

Kamen

1

1

+0

Lünen

4

5

+1

Schwerte

19

19

+0

Selm

0

0

+0

Unna

3

2

-1

Werne

18

19

+1

Gesamt

50

51

+1

Coronavirus in NRW: Stabile Lage in Bochum, viele Genesene in Essen

Update, Freitag (19. Juni), 21.52 Uhr: In Bochum bleibt die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner weiter gering. Sie liegt nach Angaben der Stadt im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage bei 4,0. 

Insgesamt beträgt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie 597, wovon 545 als wieder genesen angesehen werden. Die Todesopfer aufgrund der Virus-Infektion belaufen sich auf 19. Eine infizierte Person starb nicht am Virus.

Update, Freitag (19. Juni), 21.43 Uhr: Die NRW-Metropole Essen meldet acht Coronavirus-Neuinfektionen, aber auch 16 Gesundete. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 924 Menschen mit dem Erreger angesteckt, wovon sich 836 wieder erholt haben. Es gibt weiterhin 41 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

Coronavirus in NRW: Sechs Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen

Update, Freitag (19. Juni), 21.35 Uhr: Im Kreis Recklinghausen gibt es sechs bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Dem stehen fünf weitere als gesundet geltende Menschen gegenüber. Damit sind von 1.317 Infizierten 1.246 offiziell wieder genesen. Es sind weiter 39 Todesfälle von Corona-Patienten im Kreis gemeldet. Die Zahlen im Detail: 

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

131

129

1

Datteln

56

52

1

Dorsten

154

147

5

Gladbeck

252

217

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

94

88

1

Marl

119

116

1

Oer-Erkenschwick

198

193

3

Recklinghausen

171

164

4

Waltrop

58

56

1

Coronavirus in NRW: Lockdown im Kreis Gütersloh soll abgewendet werden

Update, Freitag (19. Juni), 21.15 Uhr: Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) hat angekündigt, den drohenden Coronavirus-Lockdown im Kreis Gütersloh unbedingt abwenden zu wollen: "Wir werden alles unternehmen, um einen weitreichenden Lockdown im Kreis Gütersloh zu verhindern. Leider müssen wir feststellen, dass die für das Personal in den Produktionsbereichen am 16. Juni erlassenen Quarantänen nicht von allen eingehalten wurden", so der Politiker.

Die Überprüfung der Quarantäne werde mit den Ordnungsbehörden und mit auswärtigen Kräften deutlich verstärkt. Wie viele Menschen nun konkret betroffen sind, blieb zunächst offen. Adenauer hatte bereits zuvor Quarantäne für rund 7.000 Menschen verfügt, was nun noch ausgeweitet wurde. Die Hilfe von weiteren 20 Bundeswehr-Soldaten wurde zudem angefordert, auch das Land NRW sei um Hilfe gebeten worden.

Coronavirus in NRW: Zwei Schulklassen in Herne müssen in Quarantäne

Update, Freitag (19. Juni), 20.59 Uhr: In einer Grundschule in Herne müssen zwei Schulklassen für 14 Tage in Quarantäne. Das bedeutet, dass die Klassen bis zu den Ferien nicht mehr am Schulbetrieb teilnehmen werden.

Grund dafür ist, dass zwei Schüler in unterschiedlichen Klassen der Josefschule mit dem Coronavirus infiziert sind. Nach ersten Angaben der Stadt stehen die beiden Erkrankungen vermutlich in keinem Zusammenhang zueinander.

Coronavirus in NRW - Nach Corona-Ausbruch bei Tönnies: Alle Mitarbeiter in Quarantäne

Update, Freitag (19. Juni), 20.39 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies müssen sämtliche Mitarbeiter am Standort Rheda-Wiedenbrück in Quarantäne. Das betreffe auch die Verwaltung, das Management und die Konzernspitze, teilte der Kreis Gütersloh am Freitagabend mit.

Einige Mitarbeiter können den Angaben nach aber in sogenannte Arbeitsquarantäne. Das heißt, dass sie sich nur zwischen Arbeits- und Wohnort bewegen dürfen. Das gilt auch für Clemens Tönnies, Gesellschafter von Deutschlands größtem Schlachtbetrieb, wie ein Konzernsprecher der Deutschen-Presse Agentur (dpa) sagte.

Nach dem Coronavirus-Ausbruch im Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück muss nun auch Clemens Tönnies in Quarantäne.

Coronavirus in NRW: Gelsenkirchen warnt vor Reisen in Nicht-EU-Staaten

Update, Freitag (19. Juni), 20.14 Uhr: Die Stadt Gelsenkirchen weist darauf hin, dass von nicht notwendigen Reisen außerhalb der Europäischen Union abgeraten wird. Dazu zählen Urlaubsreisen in Länder wie Ägypten, Marokko, Thailand und auch die Türkei sowie weitere 130 Länder.

Die Bundesregierung hat diese als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft und Reisewarnungen ausgesprochen. Die offiziellen Reisewarnungen gelten bis mindestens Ende August. Krisenstabsleiterin Karin Welge: „Wir erhalten derzeit zahlreiche Anfragen vor allem von Menschen, die in die Türkei reisen wollen. Ich habe großes Verständnis dafür, dass viele Menschen aus Gelsenkirchen dort ihre Familien besuchen wollen, dennoch kann ich aktuell nur von einer Reise abraten, da bei einer Rückkehr aus einem Risikogebiet zwingend eine Quarantäne erforderlich ist. Bitte bleiben Sie zu Hause!"

Coronavirus in NRW: Produktion bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück läuft aus

Update, Freitag (19. Juni), 20.14 Uhr: Nach dem Stopp der Schlachtungen bei Tönnies im Kreis Gütersloh läuft die Produktion nach Angaben des Unternehmens Schritt für Schritt aus. Am Freitag wurden Restbestände in den Bereichen Rinder- und Sauenzerlegung sowie Zwiebelmett verarbeitet und diese Bereiche heruntergefahren, weitere Produktionsschienen würden jetzt folgen.

Nach Angaben eines Tönnies-Sprechers gilt im sogenannten Shutdown für die notwendigen Mitarbeiter eine behördlich angeordnete Arbeitsquarantäne. Die Mitarbeiter dürfen sich nur zwischen ihrem Arbeits- und Wohnort bewegen.

Coronavirus in NRW: Laschet bedauert Schließung von einzelnen Kitas und Schulen

Update, Freitag (19. Juni), 19.56 Uhr: Armin Laschet hat den Eltern und Kindern Respekt gezollt, die wegen des Coronavirus-Ausbruchs bei Tönnies nun wieder mit geschlossenen Schulen und Kitas konfrontiert sind. Ausgerechnet sie seien die ersten, die von den Maßnahmen der Behörden betroffen seien, sagte der NRW-Ministerpräsident.

"Ich kann das sehr nachvollziehen, nachempfinden, was das für ein Kind bedeutet, das monatelang nicht in der Kita und in der Schule war, das dann wieder hindarf, und das nun ein Opfer dieses Vorgangs ist. Das ist einem Kind sehr schwer zu erklären", sagte er.

Coronavirus in NRW: Nach Corona-Ausbruch bei Tönnies - SPD-Chef übt heftige Kritik an Laschet

Update, Freitag (19. Juni), 19.44 Uhr: Der Oppositionsführer im NRW-Landtag, Thomas Kutschaty (SPD), hat Ministerpräsident Armin Laschet für sein Vorgehen im Fall Tönnies scharf kritisiert. Kutschaty sagte der Düsseldorfer Rheinischen Post:

"Armin Laschet hat lange gebraucht, um aufzuwachen. Er hat die Dimension des Ausbruchs viel zu spät erkannt und zunächst denen in die Schuhe geschoben, die am allerwenigsten dafür können." Er erwarte von ihm jetzt konsequentes Handeln und hoffe, dass es nicht bei den Ankündigungen bleibe, sagte Kutschaty.

Thomas Kutschaty, Fraktionschef der SPD in NRW.

Update, Freitag (19. Juni), 19.36 Uhr: Der Kreis Paderborn hat 54 Beschäftigte der Firma Tönnies unter häusliche Quarantäne gestellt. Seit Donnerstag seien fünf Coronavirus-Neuinfektionen mit Bezug zu Tönnies im rund 70 Kilometer entfernten Rheda-Wiedenbrück verzeichnet worden. Landrat Manfred Müller habe deshalb vorsorglich die Quarantäne ab Samstag (20. Juni) für 14 Tage angeordnet.

Coronavirus in NRW: Galeria Karstadt Kaufhof macht in Essen und Dortmund dicht

Update, Freitag (19. Juni), 19.19 Uhr: Die geplanten Warenhaus-Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof werden auch in den NRW-Innenstädten tiefe Spuren Hinterlassen. Insgesamt sollen im Land 18 Häuser geschlossen werden. Das geht aus einer internen Liste der Unternehmensgruppe hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Besonders hart trifft es den Firmensitz in Essen und die Stadt Dortmund. In beiden Städten sollen die verbliebenen beiden Warenhäuser geschlossen werden. In der Landeshauptstadt Düsseldorf sollen zwei von drei Filialen der Warenhauskette dicht machen. Schließen sollen außerdem Filialen in Bielefeld, Bonn, Brühl, Gummersbach, Gütersloh, Hamm, Iserlohn, Köln Weiden, Leverkusen, Mönchengladbach Rheydt, Neuss und Witten.

Coronavirus in NRW: Sondersitzung zu Corona-Ausbruch bei Tönnies am Sonntag

Update, Freitag (19. Juni), 18.58 Uhr: Das NRW-Landeskabinett will sich am Sonntag (21. Juni) in einer Sondersitzung mit dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies beschäftigen. Dort werde die Landesregierung die Lage erneut bewerten, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Gesundheitsminister Jens Spahn und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU) hätten zugesagt, so viel Personal bereitzustellen, wie erforderlich ist. "Es wird alles getan, was nötig ist - auch mit Unterstützung des Bundes", sagte Laschet.

NRW-Gesundheitsminister Armin Laschet (CDU) wird am 24. Juni im Landtag NRW über die Zukunft des Bundeslandes sprechen.

Coronavirus in NRW: Laschet sieht "enormes Pandemie-Risiko"

Update, Freitag (19. Juni), 18.43 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach auf der Pressekonferenz zum Coronavirus-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies (siehe dazu die vorherigen Ticker-Updates) außerdem von einem "enormen Pandemie-Risiko". 

Die Problematik sei unter anderem, dass die Mitarbeiter des Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück in NRW verteilt untergebracht seien, etwa im Kreis Warendorf, Bielefeld, Soest oder Hamm und weiteren Orten. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer habe die Unterstützung der Bundeswehr zugesagt.

Coronavirus in NRW: 803 Mitarbeiter bei Tönnies in Kreis Gütersloh infiziert

Update, Freitag (19. Juni), 18.30 Uhr: Laut Kreis Gütersloh liegen Testergebnisse für 1.266 Mitarbeiter im Schlachtbetrieb Tönnies vor. 803 Personen haben sich mit dem Coronavirus infiziert, 463 waren Testergebnisse den Angaben zufolge negativ.

Eingesammelt wurden bislang über 3.500 Proben für den von Behörden angeordneten Reihentest, der am Freitag mit Hilfe der Bundeswehr fortgesetzt wurde. Etwa die Hälfte der Testreihe ist noch offen.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet schlägt auf Pressekonferenz Alarm - "Nie da gewesenes Infektionsgeschehen"

Update, Freitag (19. Juni), 18.18 Uhr: NRW-Miniterpräsident Armin Laschet: "Die Situation ist ernst. Wir werden konsequent, zielgerichtet und zügig alle Maßnahmen ergreifen, um diese Bedrohung zu bekämpfen. Jeder Einzelne ist jetzt gefordert, dass er die Hygieneregeln ganz streng einhält."

Update, Freitag (19. Juni), 18.12 Uhr: Laut Armin Laschet werden alle Mitarbeiter aller Fleischbetriebe in ganz NRW erneut auf das Coronavirus getestet. Außerdem werden wieder neue Krankenhauskapazitäten für mögliche neue Erkrankte geschaffen. Es gebe neue Diagnose- und Behandlungszentren.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zeigte sich angesichts des neuerlichen Coronavirus-Ausbruchs alarmiert.

Update, Freitag (19. Juni), 18.08 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nannte den Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück "das größte, nie dagewesene Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen". Von den rund 7.000 Beschäftigten sind über 1.100 Beschäftigte getestet worden mit 803 Coronavirus-Fällen. Dieses Geschehen zeige die Gefahr des Virus. Noch könne man das Geschehen lokalisieren. Sollte sich das ändern, könne auch ein flächendeckender Lockdown in der Region nötig werden.

Coronavirus in NRW: Kreis Gütersloh mit Neuinfektions-Wert von 213

Update, Freitag (19. Juni), 17.58 Uhr: Bis zum heutigen Morgen wurden beim Tönnies-Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück 730 Infizierte registriert. Neuere Zahlen lagen am Nachmittag zunächst nicht vor. Gestern hatte der Kreis Gütersloh für die sogenannte 7-Tages-Inzidenz - also die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - einen Wert von 213 gemeldet.

Er lag also bereits mehr als vier Mal so hoch wie der Grenzwert 50, was in NRW eigentlich die Aufhebung der Lockerungen zur Folge haben müsste. Allerdings gilt auch, dass diese Zahl keine Rolle spielt, wenn es sich um einen lokal eingrenzbaren Infektionsherd handelt.

Coronavirus in NRW: Hygiene-Mängel bei Schlachtbetrieb Tönnies im Mai

Update, Freitag (19. Juni), 17.40 Uhr: Bei Kontrollen in der Kantine bei dem Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück hat der Arbeitsschutz zwischen dem 11. und 18. Mai Mängel festgestellt. Der Abstand zwischen Kantinen-Nutzern seien die Abstände zu gering gewesen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Detmold der Deutschen Presse-Agentur (dpa)

Bei einer Nachkontrolle am 29. Mai seien die Coronavirus-Hygienevorgaben dann aber eingehalten worden. Und auch die Zahl der Sitzplätze hätte der Betrieb reduziert, so wie es verlangt worden war.

In dem Schlachtereibetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh ist das Coronavirus erneut ausgebrochen.

Coronavirus in NRW: Corona-Fälle in Schule und Krankenhaus in Dortmund

Update, Freitag (19. Juni), 17.21 Uhr: In Dortmund steigen die Coronavirus-Fallzahlen deutlich an. Heute meldete die Stadt 14 Neuinfektionen. Es handelt sich dabei den Angaben zufolge unter anderem um eine Familie mit insgesamt fünf Fällen, zwei Personen arbeiten außerdem an einer Schule, eine stammt aus dem Krankenhaus- und eine aus dem Seniorenbereich.

Damit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung insgesamt 869 positive Tests in Dortmund vor, 764 Patienten gelten als genesen. In den Krankenhäusern der Stadt werden 17 Corona-Patienten stationär behandelt, sieben von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen.

Coronavirus in NRW: Bundeswehr-Soldaten am Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück eingetroffen

Update, Freitag (19. Juni), 16.56 Uhr: 25 Soldaten der Bundeswehr sind heute beim Tönnies-Betrieb in Rheda-Wiedenbrück eingetroffen und haben erste Coronavirus-Tests durchgeführt. Es seien Absperrungen und Zäune aufgebaut worden. Der Kreis hatte die Bundeswehr um Unterstützung bei den Tests gebeten, trägt laut Bundeswehr aber weiter die Verantwortung.

Die Soldaten kommen aus Augustdorf im benachbarten Kreis Lippe sowie aus Rheinland-Pfalz. 13 davon sind als Sanitätssoldaten vor Ort, zwölf zur Dokumentation. Sie sind laut Bundeswehr in Hotels untergebracht oder wohnen in der Nähe.

Coronavirus in NRW: Fünf Anzeigen im Tönnies-Skandal

Update, Freitag (19. Juni), 16.36 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld fünf Strafanzeigen eingegangen. Darunter sei auch eine Anzeige der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Grüne).

Das sagte Oberstaatsanwalt Martin Temmen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ermittelt werde jetzt gegen Unbekannt wegen eines Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Coronavirus in NRW: 14 Neuinfektionen in Gelsenkirchen - kein Zusammenhang mit Ausbruch bei Tönnies

Update, Freitag (19. Juni), 16.20 Uhr: Die Stadt Gelsenkirchen meldet 14 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in verschiedenen Familien. Es gebe bei den Erkrankten aber keinen Zusammenhang mit dem Ausbruch in dem Tönnies-Schlachthof in Gütersloh, betonte Krisenstabsleisterin Katrin Welge. "Die Situation in den Gelsenkirchener Betrieben ist insgesamt eine andere als in Gütersloh", sagte sie.

Aktuelle Corona-Testungen im Westfleisch-Schlachthof in Gelsenkirchen-Heßler sind nach Angaben der Stadt ohne Befund geblieben. Zudem wurden gestern und im Laufe des heutigen Tages auch die Mitarbeiter von zwei weiteren Fleisch zerlegenden Betrieben in Gelsenkirchen getestet. Es handelt sich dabei um die Betriebe Nordfrost und Libreco.

Coronavirus in NRW: Corona-Infektionen wegen Tönnies-Skandal - drei Schulklassen in Hamm in Quarantäne

Update, Freitag (19. Juni), 15.45 Uhr: Die hunderten infizierten Mitarbeiter bei dem Schlachtereibetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh betrifft nun auch die Stadt Hamm. Drei Schulklassen wurden nun in Quarantäne geschickt, weil sich dort drei Kinder mit dem Coronavirus infiziert haben - deren Eltern Mitarbeiter bei Tönnies sind, wie Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann bekannt gab.

Allerdings sei nicht klar, wie viele Mitarbeiter von Tönnies in Hamm wohnen würden und ob sich weitere Kinder angesteckt haben. Der Betrieb in der Grund-, Real- und Hauptschule soll am Montag wieder aufgenommen werden.

Update, Freitag (19. Juni), 12.30 Uhr: Die Diskussion um das Kantinen-Video aus der Tönnies-Schlachterei reißt nicht ab. Nachdem ein Sprecher am Donnerstagabend (18. Juni) bestätigte, dass das Video Anfang April entstanden sei und damit gegen die Hygieneauflagen verstoßen wurde (Update von 11.15 Uhr), wird diese Aussage jetzt wieder zurückgerufen.

Tönnies-Skandal: Kantinen-Video jetzt doch schon im März aufgenommen

Nach Bild-Informationen habe Tönnies eigene Recherchen angestellt und könne nun doch belegen, dass die Aufnahme aus der vollen Kantine bereits Ende März aufgenommen wurde. Stimmt das, würde kein Verstoß gegen die Hygienemaßnahmen bestehen. 

Ein Sprecher der Tönnies-Schlachterei sagt, man hätte den 8. April als Veröffentlichungsdatum nur nach massiven medialen Druck bestätigt. Gegenüber der Bild räumt ein Sprecher dieses Verhalten als Fehler ein. Das Unternehmen hätte nun Beweise dafür, nicht gegen die Auflagen verstoßen zu haben.

Die Diskussion um einen möglichen Verstoß gegen die Hygieneauflagen reißt nicht ab.

Coronavirus in NRW: Kindergärten lehnen Masken-Lieferung ab

Update, Freitag (19. Juni, 11.50 Uhr: In Herne geht eine Kindergartengemeinschaft auf die Barrikaden. Grund dafür ist eine Lieferung der Landesregierung. Sie beinhaltet mehrere hundert Masken - allerdings in Einzelteilen, das wollen die Kindergärten so nicht hinnehmen.

Masken-Lieferung abgelehnt - Kindergärten wollen ein Zeichen setzen

Die Leitungen der Evangelischen Einrichtungen in Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel haben entschieden, die Annahme der Lieferung zu verweigern. Die Leiterinnen der Kindergärten werden am kommenden Montag (22. Juni) die Pakete zurück zur Post bringen und zurück an das Familienministerium in Düsseldorf senden. Damit wollen sie ein klares Zeichen setzen.

„Wir haben infolge der Infektionsschutzbestimmungen zurzeit viel Mehrarbeit zu leisten, sodass wir gar nicht in der Lage sind, in unserer Arbeitszeit Masken zu basteln und anschließend zu sterilisieren“, sagt Livia Leichner, Leiterin Familienzentrum Dreifaltigkeit. Das Schlimme daran sei die mangelnde Wertschätzung für den Beruf. "Wir sind keine Basteltanten, sondern tragen Verantwortung für kleine Menschen, die wir in ihrer Vorschulzeit intensiv begleiten."

Tönnies hat anscheinend gegen Hygienemaßnahmen verstoßen 

Update, Freitag (19. Juni), 11.15 Uhr: Bereits seit einigen Wochen kursiert ein Video einer vollen Tönnies-Kantine. Darauf zu sehen sind Mitarbeiter, die dich an dicht nebeneinander sitzen und essen. Von Mindestabstand keine Spur (siehe Update von Mittwoch, 17. Juni, 20.30 Uhr).

Screenshot aus dem Video über die Zustände in der Kantine der Fleischschlachterei Tönnies in Gütersloh.

Corona-Ausbruch bei Tönnies: Anscheinend gegen Hygienevorschriften verstoßen

Zwar bestätigte die Schlachterei Tönnies, dass das Video echt sei, betonte aber auch, dass es ganz zu Beginn der Corona-Pandemie aufgenommen worden sei. Daher sei auf den Bildern ein alter Stand der Hygienemaßnahmen zu sehen.

Die Recherchen des SWR hingegen zeigen, dass Tönnies sehr wohl gegen die Hygienevorschriften verstoßen hat. Demnach sei das Video am 8. April dieses Jahres entstanden. Zur Erinnerung: Die Hygienemaßnahmen in NRW sind am 30. März in Kraft getreten.

Tönnies-Video: Sprecher korrigiert das Datum der Aufzeichnung

In der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen gab es klare Vorgaben für Betriebskantinen in Nordrhein-Westfalen. Darin heißt es, dass Kantinen nur betrieben werden dürfen, "wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern gewährleistet sind."

Inzwischen korrigierte ein Sprecher der Schlachterei Tönnies die ursprüngliche Aussage und bestätigt, dass das Video der Kantine von Anfang April stammt.

Coronavirus in Schlachterei: Ansteckung über Lebensmittel unwahrscheinlich

Update, Freitag (19. Juni), 10.45 Uhr: Das Landwirtschaftsministerium NRW betont in einer Mitteilung, dass trotz des Ausfalls der Schlachterei Tönnies aufgrund der Corona-Ausbreitung keine eingeschränkte Versorgungssicherheit zu befürchten ist. Derzeit hat die Eindämmung des lokalen Ausbruchsgeschehens höchste Priorität ebenso wie die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Des Weiteren stellt das Ministerium erneut klar, dass es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass Coronaviren über Lebensmittel, konkret über Fleischprodukte, übertragen werden. In einer Mitteilung heißt es: "Dem Bundesinstitut für Risikobewertung sind bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über einen Übertragungsweg über Lebensmittel bekannt."

Wegen Coronavirus: Schlachtbetrieb Tönnies steht still

Update, Freitag (19. Juni), 7.49 Uhr: Eigentlich werden im Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück am Tag 20.000 Schweine geschlachtet und zerlegt. Jetzt steht der Betrieb gezwungenermaßen still. Denn nach Angaben des Kreises Gütersloh gibt es inzwischen 730 registrierte Neuinfektionen in der Schlachterei Tönnies

In den nächsten Tagen steht der Betrieb bei Tönnies still - Schuld daran ist das Coronavirus.

Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies: Engpässe sind zumindest für den Verbraucher nicht zu erwarten

Aber auch wenn einer der größten Schlachtbetriebe in Deutschland stillsteht, für den Verbraucher soll sich nichts ändern. Für Landwirte hingegen könnte das anders aussehen.

"Fleisch wird in Deutschland nicht knapp, auch nicht Schweinefleisch", sagte Tim Koch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in Bonn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Versorgungsengpässe seien demnach nicht zu erwarten. Ob sich dieser Ausnahmezustand bei Tönnies allerdings auf die Preise auswirkt, sei erst in einigen Wochen abzusehen.

Um den Ausfall in Rheda-Wiedenbrück zu kompensieren, will Tönnies die Schlachtkapazität an anderen Standorten erhöhen. Zudem könne der Import von Schlachtschweinen zeitweise reduziert werden, um den Druck auf deutsche Schweinemäster zu verringern.

Coronavirus im Schlachtbetrieb: 5300 Tests stehen noch aus

Denn wenn Mäster innerhalb von ein bis zwei Wochen ihre Tiere nicht vermarkten können, kann es bereits zu Schwierigkeiten kommen, sagt Miriam Goldschalt, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund gegenüber der dpa. Es kommt zu Platzproblemen, weil immer neue Jungtiere angeliefert werden und nicht klar sei, wohin mit den alten Tieren.

Zudem verlieren ältere Tiere ab einem gewissen Punkt mit zunehmendem Gewicht an Wert. Den Mästern drohen Verluste.

Noch ist nicht abzusehen, wann der Betriebt die Arbeit wieder aufnehmen kann. 1106 Corona-Ergebnisse liegen den Behörden bereits vor, in den nächsten Tagen müssen jedoch noch rund 5300 Tönnies-Mitarbeiter getestet werden. Bei den Reihentestungen soll ab heute sogar die Bundeswehr unterstützen.

Corona in NRW: Drei infizierte Kinder in Werne

Update, Donnerstag (18. Juni), 21.55 Uhr: In Werne  (Kreis Unna) haben sich ein Kind aus einer Grundschule und zwei Kinder, die eine Kita besuchen, mit dem Coronavirus infiziert. Der Kreis hat deshalb 30 Kinder und Erwachsene der Schule getestet. Die Testungen für rund 20 Kita-Kinder und mehrere Erzieherinnen sind nach Angaben der Kreisverwaltung für den morgigen Freitag vorgesehen. 

Aktuell sind im Kreis Unna 50 Menschen erwiesenermaßen an dem Coronavirus erkrankt, das sind 13 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag. 633 Menschen werden als wieder gesund angesehen und 38 Covid-19-Erkrankte sind seit Pandemie-Beginn gestorben.

17.06.2020 | 15 Uhr

18.06.2020 | 15 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

0

0

+0

Bönen

0

0

+0

Fröndenberg

0

0

+0

Holzwickede

4

5

+1

Kamen

1

1

+0

Lünen

4

4

+0

Schwerte

12

19

+7

Selm

0

0

+0

Unna

3

3

+0

Werne

13

18

+5

Gesamt

37

50

+13

Coronavirus in NRW: Zahl der aktuell Infizierten in Herne binnen eines Tages verdoppelt

Update, Donnerstag (18. Juni), 21.30 Uhr: In Herne hat sich die Zahl der akuten Corona virus-Infektionen binnen eines Tages verdoppelt. Heute kamen zu den acht aktuell nachweislich Infizierten in der Stadt nämlich acht Neuinfektionen hinzu.

16 Personen sind damit in Herne aktuell an Corona erkrankt. Insgesamt steigt die Zahl der Fälle seit dem Ausbruch Anfang des Jahres auf 211 an, zwei Corona-Patienten sind verstorben.

Coronavirus in NRW: Lage im Kreis Recklinghausen bleibt stabil

Update, Donnerstag (18. Juni), 21.15 Uhr: Im Kreis Recklinghausen gibt es drei Coronavirus-Neuinfektionen und zwei Patienten, die wieder gesund gemeldet wurden. Damit sind insgesamt 1.312 Fälle bekannt, wovon 1.240 als geheilt gelten. 

39 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Zahlen im Detail:

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

131

129

1

Datteln

56

52

1

Dorsten

154

147

5

Gladbeck

249

212

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

94

88

1

Marl

118

115

1

Oer-Erkenschwick

198

193

3

Recklinghausen

171

164

4

Waltrop

57

56

1

Update, Donnerstag (18. Juni), 21.05 Uhr: Die Stadt Essen meldet vier Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 916 seit dem Beginn der Pandemie. 820 Menschen gelten als gesundet

Das entspricht einem Zuwachs von drei weiteren Personen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona bleibt unverändert bei 41.

Coronavirus in NRW: Jede vierte bestätigte  Neuinfektion im Kreis Warendorf

Update, Donnerstag (18. Juni), 20.54 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium meldet heute 205 weitere positive Coronavirus-Tests. der Großausbruch von Corona-Infektionen im Schlachthof Tönnies in Rheda Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) ist hierbei aber noch nicht voll erfasst. 51 der 205 wurden aber im Kreis Warendorf erfasst und sind laut Sprecher des Kreises auf das Infektionsgeschehen rund um den Schlachtbetrieb zurückzuführen.

Die Zahl aller registrierten Infektionen in NRW seit Beginn der Pandemie stieg am Donnerstag auf 39.777 Fälle. Davon gelten 36.422 Menschen als wieder gesund, während 1.658 Covid-19-Patienten verstorben sind. Innerhalb eines Tages starben drei Menschen und 137 meldeten sich gesund.

Landkreis/ kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle (IfSG)

Todesfälle (IfSG)

Genesene*

Aachen & Städteregion Aachen

1.986

97

1.871

Bielefeld

420

5

400

Bochum

592

19

521

Bonn

752

8

737

Borken (Kreis)

1.109

38

1.063

Bottrop

210

7

200

Coesfeld (Kreis)

869

24

842

Dortmund

847

9

742

Duisburg

1.363

57

1.117

Düren (Kreis)

604

39

557

Düsseldorf

1.598

36

1.410

Ennepe-Ruhr-Kreis

459

14

422

Essen

911

41

810

Euskirchen (Kreis)

472

22

429

Gelsenkirchen

457

14

383

Gütersloh (Kreis)**

840

20

671

Hagen

349

13

317

Hamm

484

36

437

Heinsberg (Kreis)

1.915

78

1.789

Herford (Kreis)

345

7

324

Herne

212

2

193

Hochsauerlandkreis

614

17

591

Höxter (Kreis)

366

18

337

Kleve (Kreis)

782

37

685

Köln

2.560

101

2.387

Krefeld

645

22

613

Leverkusen

248

5

235

Lippe (Kreis)

753

29

715

Märkischer Kreis

607

31

567

Mettmann (Kreis)

975

79

883

Minden-Lübbecke (Kreis)

489

12

479

Mönchengladbach

653

41

581

Mülheim / Ruhr

225

12

198

Münster

730

13

705

Oberbergischer Kreis

490

18

472

Oberhausen

269

10

253

Olpe (Kreis)

648

56

580

Paderborn (Kreis)

673

34

613

Recklinghausen (Kreis)

1.312

40

1.238

Remscheid

241

18

221

Rhein-Erft-Kreis

1.106

76

1.014

Rheinisch-Bergischer Kreis

471

21

442

Rhein-Kreis Neuss

725

20

694

Rhein-Sieg-Kreis

1.458

50

1.388

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

314

8

306

Soest (Kreis)

373

8

355

Solingen

281

8

241

Steinfurt (Kreis)

1.339

82

1.239

Unna (Kreis)

705

38

588

Viersen (Kreis)

720

36

670

Warendorf (Kreis)

582

20

474

Wesel (Kreis)

664

27

576

Wuppertal

965

85

847

Gesamt

39.777

1.658

36.422

Coronavirus in NRW: 80 Corona-Neuinfektionen bei Tönnies

Update, Donnerstag (18. Juni), 20.19 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten im größten Schlachtbetrieb des Branchenriesen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist weiter angestiegen. Bereits am Mittwoch waren mehr als 650 registrierte Neuinfektionen vermeldet worden.

Bis zum Donnerstagabend stieg die Zahl nach der Auswertung von gut 1.100 Tests um 80 weitere Fälle auf 730. Für rund 7000 Menschen wurde eine Quarantäne verfügt.

Update, Donnerstag (18. Juni), 19.56 Uhr: Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die Äußerung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über rumänische und bulgarische Arbeiter in dem von Coronavirus schwer getroffenen Schlachtbetrieb Tönnies als "höchst gefährlich" kritisiert. Für die "unqualifizierte Bemerkung" gebe es keine sachliche Grundlage.

Coronavirus in NRW: Maas kritisiert Laschet heftig für zweifelhafte Bemerkungen über Bulgaren und Rumänen

"Es ist höchst gefährlich über solche Schuldzuweisungen, die in der Sache auch noch absurd sind, Diskussionen, die wir auch in Deutschland haben, zu verstärken und auch zu verschärfen", sagte Maas. Laschet gieße damit "Öl ins Feuer", wie es "niemand, der verantwortliche Politik macht, tun darf".

Auf die Frage, ob Laschet sich entschuldigen solle, sagte Maas: "Herr Laschet hat sich, glaube ich, bereits korrigiert. Aber ich glaube, mit einer Entschuldigung würde er sich selber den größten Gefallen tun." (siehe dazu auch das Update von 16.34 Uhr hier im Ticker).

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD)

Coronavirus in NRW: Acht Neuinfektionen in Dortmund gemeldet

Update, Donnerstag (18. Juni), 19.26 Uhr: Heute sind in Dortmund acht weitere Coronavirus-Neuinfektionen* hinzugekommen. Von diesen positiv Getesteten stehen drei im Zusammenhang mit einer Familie. Insgesamt liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in der Stadt 855 positive Tests vor.

752 Patienten haben die Erkrankung offiziell überstanden und gelten als genesen (fünf mehr als am Vortag). Aktuell werden in den Krankenhäusern 17 Corona-Patienten stationär behandelt, sechs von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bleibt bei sieben.

Coronavirus in NRW: Galeria Karstadt Kaufhof will über ein Drittel aller Filialen schließen

Update, Donnerstag (18. Juni), 19.07 Uhr: Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will 62 seiner 172 Filialen schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Verhandlungskreisen. Eine entsprechende Vereinbarung mit Betriebsrat und Gewerkschaften soll noch heute Abend unterschrieben werden. Bezüglich der Galeria Karstadt Kaufhof in Dortmund* äußerte OB Ullrich Sierau sich hingegen optimistisch.

Über ein Drittel aller Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof müssen schließen.

Coronavirus in NRW: Tönnies erntet heftige Kritik für Aussage zur Corona-Ursache

Update, Donnerstag (18. Juni), 18.38 Uhr: Die Aussage des Fleischunternehmens Tönnies, die Coronavirus-Infektionswelle in dem Betrieb sei von osteuropäischen Werkarbeitern von ihrem Heimaturlaub mitgebracht worden, hat bei Kritikern für Empörung gesorgt. Solche Aussagen machten aus Opfern Täter, sagt etwa der katholische Pastor Peter Kossen.

"Dann heißt es nachher: Die "dreckigen Rumänen", die es mit der Hygiene nicht so wichtig nehmen, die tragen uns hier die Krankheit rein. Dann sind wir mitten in der Rassismus-Debatte, die wir weltweit haben", so der Geistliche bei der Vorstellung eines Buches, das sich unter dem Titel "Das Schweinesystem" kritisch mit der Branche und dem System der Werkarbeiter aufeinandersetzt.

Coronavirus in NRW: Bundeswehr soll bei Corona-Tests im Schlachtbetrieb Tönnies helfen

Update, Donnerstag (18. Juni), 18.18 Uhr: Der Kreis Gütersloh hat bei der Bundeswehr um Unterstützung für den Reihentest auf Coronavirus-Infektionen beim Schlachtbetrieb Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück angefragt. Bislang hatten das Rote Kreuz und die Malteser bei den Tests geholfen, diese stoßen aber offenbar an ihre Grenzen.

Die Bundeswehr soll ab Freitag Soldaten mit medizinischen Vorkenntnissen und weitere für die Dokumentation schicken. Insgesamt sollen laut einer Mitteilung der Bundeswehr 25 Soldaten einer Panzerbrigade aus Augustdorf helfen. Nach Angaben eines Konzern-Sprechers sollen pro Tag 1.500 bis 2.000 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet werden. Nach dem Start der behördlich angeordneten Reihe sind noch rund 5.300 Tests offen.

Beim Schlachtbetrieb Tönnies gibt es zahlreiche Coronavirus-Neuinfektionen.

Coronavirus in NRW: Lünsche Mess offiziell abgesagt

Update, Donnerstag (18. Juni), 18.03 Uhr: Wie die Stadt Lünen mitteilt, muss die beliebte Lünsche Mess dieses Jahr wegen dem Verbot von Großveranstaltungen während der Coronavirus-Pandemie ausfallen. Ebenso kann das Sparkassen-Drachenfest nicht stattfinden. 

Man sehe keine Möglichkeit, die Veranstaltungen unter Beachtung der Abstandsregeln sowie mit Zugangskontrollen und einer Erfassung der Besucher durchzuführen. Damit das kulturelle Leben in der Stadt im Sommer und Herbst dennoch intakt bleibt, arbeite man nun an anderen Veranstaltungsformaten.

Coronavirus in NRW: Nena tritt in der Lanxess-Arena auf

Update, Donnerstag (18. Juni), 17.36 Uhr: Popsängerin Nena wird unter Coronavirus-Bedingungen wieder vor einem Live-Publikum in einer Arena auftreten. Am 27. und 28. Juli sind laut Veranstalter Auftritte in der Kölner Lanxess-Arena geplant.

Die Sängerin von "99 Luftballons" ist damit Teil des Versuchs, wieder Live-Konzerte vor Publikum in einer Halle zu ermöglichen. Das Corona-Konzept in Köln sieht vor, dass die Zuschauer im Innenraum in kleinen Plexiglas-Boxen sitzen, die zur Bühne hin geöffnet sind. Das Publikum ist wegen der Auflagen aber deutlich überschaubarer als sonst: Pro Auftritt sind nur 900 Fans zugelassen.

Pop-Star Nena tritt Ende Juli in der Kölner Lanxess-Arena auf.

Coronavirus in NRW: Gastronomie erlebt heftigen Umsatz-Einbruch

Update, Donnerstag (18. Juni), 16.58 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind die Umsätze im Gastgewerbe in NRW dieses Jahr drastisch eingebrochen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes handelt es sich um einen Rückgang von über 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Besonders schlimm betroffen sind Hotels mit über 90 Prozent Einbußen sowie Kneipen und Bars mit knapp 80 Prozent. Außerdem ist die Zahl der Menschen, die in der Branche arbeiten, deutlich zurückgegangen (22 Prozent weniger als im Vorjahr). 

Coronavirus in NRW: "Rumänen und Bulgaren" - Laschet bezieht Stellung zu Kritik

Update, Donnerstag (18. Juni), 16.34 Uhr: Armin Laschet (CDU) hat auf Kritik an seiner Aussage zum Coronavirus-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies* reagiert. "Menschen gleich welcher Herkunft irgendeine Schuld am Virus zu geben, verbietet sich. Mir ist wichtig klarzumachen, dass das für mich wie für die gesamte Landesregierung selbstverständlich ist", so Laschet.

Der NRW-Ministerpräsident hatte am Mittwoch auf die Frage, was der Ausbruch im Schlachtbetrieb über die bisherigen Lockerungen im Land aussage, geantwortet: "Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt. Das wird überall passieren." Mehrere SPD-Politiker hatten daraufhin eine Entschuldigung gefordert.

Coronavirus in NRW: Clemens Tönnies muss nicht in Quarantäne

Update, Donnerstag (18. Juni), 15.37 Uhr: NRW - Alle Mitarbeiter des Schlachtbetriebes Tönnies in Gütersloh müssen in Quarantäne - außer Clemens Tönnies. Trotz der über 650 Infizierten darf er weiterhin arbeiten. 

"Clemens Tönnies ist auch nicht infiziert oder durch Corona krank geworden", so André Vielstädte gegenüber der dpa. Nach einem Krankenhausaufenthalt sei dieser wieder bei der Arbeit. Woran der Gesellschafter erkrankt war, ist nicht bekannt.

Update, Donnerstag (18. Juni), 14.49 Uhr: In der Bekämpfung gegen das Coronavirus und andere Viren setzt der Flughafen Düsseldorf jetzt auf einen Roboter. Der soll lautlos und mit ultraviolettem Licht (UV-C) ausgestattet durch den Flughafen fahren und desinfizieren.

Der Desinfektionsroboter fährt in Schrittgeschwindigkeit durch den Flughafen Düsseldorf.

Roboter bekämpft Coronavirus am Flughafen Düsseldorf

So soll der Roboter Bakterien und Viren auf verschiedensten Oberflächen und auch in der Luft abtöten. Das soll auch die Ausbreitung des Coronavirus unterbinden, teilt der Flughafen Düsseldorf in einer Pressemitteilung mit.

In Schrittgeschwindigkeit bewegt der 140 Kilo schwere Roboter sich durch den Flughafen. Ganz alleine - er kennt den Weg. Aber er kann auch mit einem Tablet gesteuert werden.

Der Desinfektionsroboter soll als Ergänzung zur herkömmlichen Reinigungsleistung an stark frequentierten Orten im Terminal eingesetzt werden. Solche Roboter kommen oft in Krankenhäusern, Arztpraxen und Laboren zum Einsatz.

Tönnies: Corona-Vorfall heizt die Stimmung auf

Update, Donnerstag (18. Juni), 13.01 Uhr: Der Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies führt zur nächsten Runde des seit Jahren schwelenden Streits der Inhaber: Robert Tönnies, Mitinhaber des Schlachtbetriebs mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück, hat in einem Brief nun den Rücktritt seines Onkels Clemens Tönnies aus der Geschäftsleitung gefordert. 

Corona bei Tönnies: Harte Vorwürfe gegen die Geschäftsleitung

In dem Schreiben vom 17. Juni wirft Robert Tönnies der Geschäftsleitung und dem Beirat des Konzerns unverantwortliches Handeln sowie die Gefährdung des Unternehmens und der Bevölkerung vor.

Robert, Sohn des verstorbenen Firmengründers Bernd Tönnies, wirft der Geschäftsleitung und dem kontrollierenden Beirat vor, seit 2017 geltende Unternehmensleitsätze zur Abschaffung von Werkverträgen nicht umzusetzen, wie die dpa berichtet. Er sei mit seinen Hinweisen und Vorstößen stets abgeblockt worden, heißt es in dem Brief.

Coronavirus in Schlachtbetrieb: Werkverträge sollen Schuld sein

"Dass gerade in Schlachtbetrieben die Infektionszahlen weit überdurchschnittlich hoch sind, ist ganz sicher auch dem System der Werkverträge geschuldet; es zwingt viele Arbeiterinnen und Arbeiter in unzumutbare Wohnverhältnisse, die mit einem hohen Ansteckungsrisiko verbunden sind und nur wenig Schutzmöglichkeiten bieten, wenn einmal eine Infektion auftritt", schreibt Robert Tönnies. Über die Forderung hatte das Manager Magazin zuvor berichtet.

Coronavirus: Sommerurlaub auf Ibizia möglich

Update, Donnerstag (18. Juni), 10.01 Uhr: Nachdem bereits die beliebte Urlaubsinsel Mallorca die ersten Touristen empfangen hat, öffnen nun weitere Inseln ihre Pforten. Sommerurlaub auf Menorca, Ibiza oder Formentera sind auch während der Corona-Krise* möglich.

Ab dem 27. Juni starten die ersten Flieger in Richtung der Urlaubsinseln. Aber während der Flüge gilt Maskenpflicht.

Nach Mallorca kommt jetzt Ibiza: Immer mehr Touristen können auf die Balearen reisen.

Armin Laschet trägt Maske mit NRW-Wappen

Update, Donnerstag (18. Juni), 8.41 Uhr: Was für ein Fashion-Statement: Bei dem gestrigen Treffen der Ministerpräsidenten trat NRW-Landeschef Armin Laschet (CDU) mit einer Gesichtsmaske mit NRW-Wappen auf. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilt, sei sie ein Geschenk eines Abgeordneten gewesen.

In dessen Wahlkreis würden die Masken hergestellt werden, so ein Regierungssprecher. Um welchen Parlamentarier es sich handelte, blieb offen.

Laut Düsseldorfer Staatskanzlei war der Auftritt in Berlin kein Einzelfall: "Es gibt unterschiedliche Mund-Nasen-Bedeckungen mit dem Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen, die der Ministerpräsident und andere Mitglieder der Landesregierung und Landesverwaltung verwenden."

In NRW wurde die Maskenpflicht vor wenigen Tagen bis zum 1. Juli verlängert. Gemäß der Coronaschutz-Verordnung des Landes gilt als Mund-Nase-Bedeckung neben Masken auch ein Schal oder Tuch.

Armin Laschet (CDU) mit NRW-Maske zum Schutz vor dem Coronavirus.

Coronavirus: Schlachtbetrieb in NRW mit wenig Corona-Beschränkungen

Update, Mittwoch (17. Juni), 20.50 Uhr: Ein Video des Schlachtereibetriebes Tönnies macht derzeit seine Runden auf Twitter. In diesem sind Mitarbeiter des Unternehmens in der Kantine beim Essen zu sehen.

Dieses Video soll zeigen, wie nah sich die Mitarbeiter tatsächlich gekommen sind und dass es in den letzten Wochen keinerlei Beschränkungen wegen des Coronavirus gegeben haben soll.

Screenshot aus dem Video über die Zustände in der Kantine der Fleischschlachterei Tönnies in Gütersloh.

Wie der Haller Kreisblatt berichtet, soll das Video bereits seit mehreren Wochen im Internet kursieren. Auch auf der Pressekonferenz heute war das Video ein Thema. Gereon Schulze Althoff von der Firma Tönnies bestätigte, dass auch das Unternehmen von dem Video wisse.

Allerdings betonte er auch, dass die Kantine ein sensibler Bereich sei, an dem viele Menschen aufeinandertreffen würden. Daher sei es oftmals schwierig, den Kontakt zu vermeiden. Das Unternehmen habe sich dennoch mit dem Video beschäftigt und bereits Verbesserungen erzielt.

Update, Mittwoch (17. Juni), 20.45 Uhr: Das DFB-Pokalfinale zwischen FC Bayern München und Bayer Leverkusen wird am 4. Juli ohne Zuschauer stattfinden, wie der DFB mitteilt. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen keine andere Entscheidung zu, auch nach eingehender Prüfung verschiedener Optionen", lautet die Begründung.

Zuletzt hatte der DFB beim Berliner Senat beantragt, pro Club 5000 Zuschauer zuzulassen, dieser wurde jedoch abgelehnt, da eine gesetzliche Grundlage fehlen würde. Schließlich seien bis zum 31. August Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen untersagt.

Weitere Infizierte beim Schlachtbetrieb Tönnies in Gütersloh

Update, Mittwoch (17. Juni), 19.05 Uhr: In dem Schlachtereibetrieb Tönnies in Gütersloh sind nun alle 983 Tests ausgewertet worden - und die Zahl der Infizierten steigt weiter an. Statt 400 Infektionen sind nun offiziell 675 Mitarbeiter an dem Coronavirus erkrankt, so ein Sprecher des Kreises Gütersloh.

Auch andere Fleischereibetriebe werden nun die Auswirkungen des Ausbruchs zu spüren bekommen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kündigte an, alle Schlachthöfe mit Arbeiter mit Werkvertrag im gesamten Land auf das Virus zu testen.

Update, Mittwoch (17. Juni), 18.58 Uhr: Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus von der CDU verurteilt das Verhalten der Tönnies-Geschäftsführung hart. "Das Hygienekonzept der Tönnies-Gruppe hat, so wie es aussieht, die Ausbreitung des Coronavirus nicht eindämmen können. Ich erwarten von den Eigentümern und dem Management der Tönnies-Gruppe, dass sie dafür die Verantwortung übernehmen", so der Politiker gegenüber Westfalenblatt.

Brinkhaus werde sich deswegen persönlich einsetzen, dass die Ursachen für das Infektionsgeschehen vollständig aufgeklärt und transparent gemacht werden. Ein "Wir werden in Zukunft alles besser machen", kann es bei Tönnies im Interesse der Beschäftigten und auch bei den Menschen in Gütersloh nicht geben.

CDU-Politiker Ralph Brinkhaus kritisiert das Verhalten der Tönnies-Geschäftsführung

"Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung sowie der Beschäftigten muss absolute Priorität insbesondere vor wirtschaftlichen Interessen haben. Auch das Argument einer etwaigen Gefahr für die Versorgungssicherheit rechtfertigt diese Gesundheitsgefährdung in keinster Weise", erklärt Ralph Brinkhaus.

Update, Mittwoch (17. Juni), 18.10 Uhr: Nach den Sommerferien werden die Schulen in NRW und den restlichen Bundesländern wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen können - allerdings nur, wenn sich die Infektionslage in der Coronavirus-Krise weiter gut entwickeln würde. 

Das beschlossen Bund und Länder heute bei einem Treffen in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Landtag NRW tagt kommende Woche erstmal wieder vollständig

Update, Mittwoch (17. Juni), 18.02 Uhr: Der NRW-Landtag wird in der kommenden Woche erstmal wieder im Vollbetrieb mit allen Abgeordneten tagen. Im Plenarsaal werden die Sitze mit Trennwänden aus Acrylglas getrennt, die Kabinen werden mit Saugnäpfen an den Tischen befestigt.

Während der politischen Sommerferien werden die beiden größten Fraktionssääle mit Trennwänden ausgestattet, sodass im Vollbetrieb einige Wochen später wieder genügend Platz für Besucher und Presse gesichert werden kann.

Update, Mittwoch (17. Juni), 16.55 Uhr: Der Corona-Skandal bei Tönnies in Gütersloh ging nicht an Armin Laschet, NRW-Gesundheitsminister, vorbei. Dieser äußerte sich nun zu den Vorkomnissen und schießt dabei scharf gegen Osteuropa.

"Es muss Konsequenzen haben, wenn so eine gravierende Zahl an einem Hotspot auftaucht. Da werden wir mit aller Schärfe jetzt reagieren", so der Minister. "Das sagt aber überhaupt nichts zu den Lockerungen aus, weil Rumänen und Bulgaren eingereist sind und da der Virus herkommt."

Die Grünen aus Gütersloh kritisieren das Schließen der Schulen und Kitas wegen des Coronavirus

Update, Mittwoch (17. Juni), 16.42 Uhr: Die Grünen in Gütersloh kritisieren den Umgang mit dem Coronavirus bei Tönnies scharf. "Es ist ein Unding, dass die Kinder und Eltern die Zeche für die schwerwiegenden Versäumnisse der Firma Tönnies zahlen. Es muss Schluss damit sein, dass die Fleischindustrie weiterhin auf Kosten von Mensch und Tier wirtschaftet", heißt es von Seiten der Partei.

Die Schließung der Firma hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Mitarbeiter, sondern auch für die Verbraucher im Discounter und Supermarkt. Nach Angaben von Tönnies würden 20 Prozent des Fleischangebotes dem Handel entzogen werden. Das sei kein Grund für Hamsterkäufe, so Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) "Aber das ist schon eine deutliche, hohe Zahl."

Update, Mittwoch (17. Juni), 15.45 Uhr: Was könnte der Grund für den hohen Ausbruch des Coronavirus in dem Schlachtereibetrieb Tönnies in Gütersloh sein? Auch wenn Gereon Schulze Althoff vom Schlachtbetrieb darauf noch keine konkrete Antwort hat, habe er bereits eine Vermutung.

Könnten ausländische Mitarbeiter schuld an dem Coronavirus-Ausbruch in Gütersloh sein?

"Sicher hat uns die europäische Reisefreiheit, die seit einigen Tagen wieder herrscht, für die Mitarbeiter aus anderen Ländern dazu geführt, dass diese ins Ausland zu ihren Familien gereist sind - was man verstehen muss und auch kann. Das hat dazu geführt, dass wir wieder neuen Risiken ausgesetzt waren."

Das habe das Unternehmen auch gewusst und daher neue Tests von Urlaubsrückkehrern angeordnet. Jedoch sei es ihnen nicht gelungen, den Brandherd aus dem Unternehmen herauszuhalten.

Update, Mittwoch (17. Juni), 15.40 Uhr: Auch Gereon Schulze Althoff, ebenfalls zur Familie Tönnies gehörend, entschuldigt sich bei allen betroffenen Menschen. "Ich kann ihnen persönlich versichern, dass wir seit Ende Februar wie die Löwen kämpfen, um das Coronavirus aus dem Betrieb zu halten. Wir waren und wir sind unserer besonderen Verantwortung bewusst."

400 positive Coronavirus-Tests in Gütersloh: Sicherheit der Mitarbeiter von Tönnies sei an oberster Stelle

Update, Mittwoch (17. Juni), 15.35 Uhr: An erster Stelle würde nun der Schutz der Mitarbeiter und des Kreises stehen, erklärt Andre Vielstädte von der Familie Tönnies. Daher würde die Firma eng mit dem Krisenstab und der Behörde zusammenarbeiten.

"Wir können uns nur für diese Situation entschuldigen. Wir haben in den vergangenen vier Monaten alle Maßnahmen, die wir in Absprache mit den Behörden ergriffen haben, vollzogen." 

Update, Mittwoch (17. Juni), 15.30 Uhr: Thomas Kuhlbusch, Krisenstabsleiter der Stadt Gütersloh habe die Hinweise über den zweiten Ausbruch nicht nur durch den Betrieb selber erfahren, sondern auch von den niedergelassenen Hausärzten des Kreises, wie es in der Pressekonferenz heißt.

Thomas Kulbusch, Krisenstabsleiter der Stadt Gütersloh, auf der Pressekonferenz zur Coronavirus-Welle in dem Schlachtereibetrieb in Gütersloh.

Tönnies in Gütersloh mit 400 Infizierten: Unternehmen sucht intern nach dem Coronavirus-Brandherd

Der nächste Schritt sei jetzt das Suchen des Brandherdes. Da zuerst die Abteilung rund um das Zerlegen der Tiere im Fokus war, wird die Suche nun auch auf die weiteren Bereiche ausgebreitet. Demnach müssen nun alle weiteren Abteilungen neu getestet werden. Auch die Mitarbeiter, die noch nicht getestet worden sind, werden nun in Quarantäne geschickt.

Update, Mittwoch (17. Juni), 15.26 Uhr: In diesen Minuten veranstaltet der Kreis Gütersloh eine Pressekonferenz rund um die 400 positiven Tests bei dem Schlachtereibetrieb Tönnies. Von 1050 Tests seien 400 positiv ausgefallen. Daher hat Sven-Georg Adenauer vom Landrat Gütersloh heute Morgen den Krisenstab einberufen. 

Dieser hat folgende Beschlüsse durchgesetzt: 

  • Gesamte Schließung des Stadtbetriebes
  • Stopp von Anlieferung von Schweinen
  • Alle Infizierten und deren Kontaktpersonen müssen in Quarantäne
  • Schulen und Kitas bleiben im gesamten Kreis bis zu den Sommerferien geschlossen

Coronavirus-Ausbruch bei Schlachterei Tönnies: Menschen in Gütersloh sollen zu Hause bleiben

Obwohl bereits beim ersten Ausbruch des Coronavirus bei Tönnies die 7000 Mitarbeiter auf das Virus getestet worden sind, müssen diese nun ihren Test wiederholen. Diese Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass der Kreis vor dem großflächigen Shutdown bewahrt wird.

"Das ist ein dringender Appell an die Familienangehörigen, die nicht bei Tönnies arbeiten und auch nicht in Quarantäne sind - auch diese müssen sich öffentlicht zurückhalten", so Adenauer.

Update, Mittwoch (17. Juni), 14.35 Uhr: Die Entscheidung für den Kreis Gütersloh ist gefallen und sie könnte drastischer nicht sein. Nach dem erneuten Ausbruch des Virus in der Schlachterei Tönnis im Kreis, werden alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien wieder geschlossen.

Dadurch soll die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung verhindert werden, so der Kreis Gütersloh. Zuvor wurden 400 positive Tests in dem Schlachtereibetrieb gemeldet, obwohl sogar eine Quarantäne angeordnet war.

Update, Mittwoch (17. Juni), 12.57 Uhr: Der Shutdown in Nordrhein-Westfalen hat seine Spuren hinterlassen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, haben viele Kunden einen großen Bogen um die Innenstädte gemacht, das hatte Auswirkungen auf den NRW-Einzelhandel: Im April verbuchten die Händler einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 5,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt IT.NRW heute mitteilte.

Kleidungs- und Schuhgeschäfte verloren demnach im Vorjahresvergleich im April rund zwei Drittel ihres Umsatzes (66,4 Prozent). Sport- und Spielwarengeschäfte sowie der Einzelhandel mit Elektronik büßten rund ein Viertel des Umsatzes ein. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Versand- und Internethandel ein Wachstum um fast ein Drittel (31,2 Prozent). Unter dem Strich stand der Rückgang um gut fünf Prozent.

Coronavirus in NRW: Tönnies verzeichnet 400 positive Corona-Testergebnisse 

Update, Mittwoch (17. Juni), 12.27 Uhr: Inzwischen verschärft sich die Corona-Lage beim Fleischkonzern Tönnies immer weiter. Wie verschiedene lokale Medien berichten, gibt es in dem Betrieb inzwischen 400 positive Coronavirus-Tests. 500 weitere Ergebnisse stehen derzeit noch aus.

Wie Radio Gütersloh berichtet, tagt seit 10 Uhr der Krisenstab im Kreis Gütersloh. Der Betrieb Tönnies müsse wohl weitestgehend herunter fahren, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Landrat Sven-Georg Adenauer will nun alles dafür tun, einen Shutdown zu verhindern.

Coronavirus in NRW: Harter Schlag für Tönnies im Kreis Gütersloh 

Update, Mittwoch (17. Juni), 9.24 Uhr: Derzeit gibt es die zweithöchste Infektionsrate mit dem Coronavirus im Kreis Gütersloh. Grund dafür ist die hohe Infektionszahl in der Fleischverarbeitungsfirma Tönnies, wie Radio Gütersloh berichtet.

Um dem entgegen zu steuern, will Tönnies in nächster Zeit weniger Schlachten, da die Schweinezerlegeung in erster Linie von den Infektionen betroffen ist. Abstände sollen vergrößert, Mitabreiterzahlen verringert und die Belüftung verbessert werden. So will Konzernchef Clemens Tönnies die Lage in den Griff bekommen. Denn eine Schließung kommt nicht in Frage, da es sich um einen system-relevanten Betrieb handelt.

Corona in NRW: Armin Laschet vor der Ministerpräsidentenkonferez

Update, Mittwoch (17. Juni), 8.23 Uhr: Zur weiteren Eindämmung der Coronavirus-Pandemie macht sich NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) für ein gemeinsames Vorgehen stark. "Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine gesamtstaatliche Herausforderung und bleibt es", sagte Laschet gegenüber der Rheinischen Post vor der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz.

"Nicht zuletzt angesichts der bevorstehenden Reisesaison brauchen wir einen gemeinsamen Rahmen von Bund und Ländern mit dem richtigen Instrumentenkasten aus Schutzmaßnahmen, Hygienekonzepten und Kontaktnachverfolgung." Demnach sei ein gemeinsamer Weg von Bund und Ländern der Schlüssel zum Erfolg bei der Reduzierung der Infektionen. Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse das Signal ausgehen: "Wir bleiben zusammen, wir gehen weiter gemeinsam vor."

NRW-Gesundheitsminister Armin Laschet (CDU) wird am 24. Juni im Landtag NRW über die Zukunft des Bundeslandes sprechen.

Corona-Krise in NRW kreativ genutzt: 8-Jährige veröffentlicht Buch

Update, Dienstag (16. Juni), 21.53 Uhr: Die erzwungenen Corona-Ferien für Schulkinder sind für die einen vermutlich sehr langweilig gewesen, für die anderen aber waren die freien Tage eine Möglichkeit, sich richtig kreativ auszutoben. Für die achtjährige Kira aus Duisburg sind die Ferien Grund genug gewesen, ihr erstes Buch zu veröffentlichen, wie Bild berichtet.

Das Kinderbuch heißt "Kapitän Zahnlos", in der es um wilde Geschichten rund um Piraten geht. Die 35 Geschichten sind selber von der jungen Kira geschrieben und sogar die Bilder sind von Hand ausgemalt worden.

Keine Langeweile in den Corona-Ferien: Kira aus Duisburg wird Buchautorin

Die Idee für die junge Buchautorin kommt nicht von irgendwoher, schließlich erzählt sie ihrer sechsjährigen Schwester gerne Geschichten. "Sie gefielen uns so gut, dass wir Kira ein eigenes Buch als Ferienprojekt vorschlugen. Und außerdem wollten wir ihr damit zeigen, dass jede Krise auch eine Chance bietet", so Vater Thorsten.

Und das Buch kommt gut an, schließlich ist es in der Bestsellerliste von Amazon bereits unter den Top 50 bei Kinderbüchern zu finden.

Update, Dienstag (16. Juni), 18 Uhr: Am Mittwoch, den 24. Juni, wird NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das letzte Mal vor der Sommerpause im Landrat NRW über die Maßnahmen der Landesregierung in Sachen Corona-Krise informieren. Nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur, soll die Staatskanzlei heute eine Unterrichtung zum Thema "Verantwortungsvolle Normalität gestalten - Nordrhein-Westfalen sozial und wirtschaftlich stärken" beantragt haben.

Update, Dienstag (16. Juni), 17 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Dortmund steigt weiter an. Alleine am heutigen Dienstag sind zwölf weitere Patienten hinzugekommen. 

Sechs davon stammen aus dem Wohnstift Auf der Kronenburg, ein Fall stammt aus dem Klinikum Dortmund und ein weiterer aus dem St. Josefs-Hospital. Damit liegen seit dem ersten Auftreten des Coronavirus 840 positive Tests in Dortmund vor.

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten in Dortmund steigt weiter an

742 Patienten haben das Virus wieder überstanden und gelten als gesund. 16 Menschen werden noch stationär behandelt, es gibt sechs Todesopfer.

Update, Dienstag (16. Juni), 16.20 Uhr: Ab kommender Woche sucht die Stadt Bochum Blindgänger an 15 Orten. Die Coronavirus-Pandemie erschwert dabei die geplanten Evakuierungen der Anwohner. Dafür hat die Stadt nun besondere Vorgaben gemacht.

Coronavirus in NRW: Pop-up Freizeitpark an den Westfalenhallen Dortmund

Update, Dienstag (16. Juni), 15.03 Uhr: Weil Großveranstaltungen bereits seit März verboten sind, leiden besonders Schausteller unter dem Coronavirus-Lockdown. An den Westfalenhallen in Dortmund entsteht deshalb ein Pop-up Freizeitpark mit Riesenrad und Wildwasserbahn.

"Ich glaube ihr habt noch nie soviel Platz gehabt, um so viel Freude zu haben" bewirbt Patrick Arens vom Schaustellerverband Rote Erde den Freizeitpark.

Update, Dienstag (16. Juni), 13.33 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die aktuellen Fallzahlen veröffentlicht. Am heutigen Dienstag zählt NRW 39.412 mit dem Coronavirus (Sars-CoV-2) infizierte Personen - ein Plus von 107 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Mehr Genesene als Neuinfektionen am Dienstag

Die Zahl der Genesenen beträgt 36.178. Somit haben im Vergleich zu Montag 155 Personen ihre Covid-19-Erkrankung überstanden. Die Zahl der Toten ist um 2 auf insgesamt 1.648 gestiegen.

Update, Dienstag (16. Juni), 13.25 Uhr: An der Heinrich-Heine-Grundschule in Düsseldorf-Heerdt gibt es einen bestätigten Corona-Fall. Das teilt die Schule auf ihrer Internetseite mit.

Coronavirus in NRW: Corona-Fall an Grundschule in Düsseldorf - Kinder müssen in Quarantäne

Kinder, die mit dem betreffenden Kind in einer Teil-Lerngruppe waren (Kategorie 1), müssen in häusliche Quarantäne gehen und dürfen frühestens am 19.06.2020 wieder in die Schule kommen.

Den direkten Kontaktkindern der Kategorie 1 wird ein baldiger Test auf SARS-CoV-2 angeboten und dringend nahegelegt. Das Gesundheitsamt wird sich überdies mit den sieben Familien in Verbindung setzen. Alle übrigen Kinder dürfen die Heinrich-Heine-Grundschule in Düsseldorf weiter besuchen.

11.08 Uhr: Jürgen Müller von SAP betont einmal mehr die Sicherheit der Daten. Jede Pizzabestellung gebe mehr Daten preis, als die Nutzung der neuen Corona-Warn-App.

10.58 Uhr: RKI-Präsident Lothar Wieler sieht in der App ein zusätzliches Instrument zur Pandemiebekämpfung, nicht jedoch das einzige. "Neben dem Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln ist die Kontaktnachverfolgung durch die Behörden der wesentliche Grund dafür, dass wir die Pandemie in Deutschland beherrscht haben und beherrschen können."

In Berlin stellt die Bundesregierung die neue Corna-Warn-App vor.

10.50 Uhr: Lambrecht hält eine gesetzliche Regelung zur Nutzung der App nicht für erforderlich. Das Vorhandensein der App auf dem Smartphone habe keinerlei Auswirkungen auf die Teilnahme des Einzelnen am öffentlichen Leben. Ein Gastwirt könne beispielsweise niemanden den Zutritt zum Lokal verwehren, nur weil er die Anwendung nicht installiert hat.

10.47 Uhr: Auch Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht (SPD) betont, dass sowohl aus rechtlicher als auch aus Sicht der Verbraucher die Nutzung der App empfohlen werden kann. Der Beauftragte für den Datenschutz habe der Anwendung ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Die Freiwilligkeit werde in zwei Stufen eingehalten. Zum einen entscheide jeder selbst über den Download der Anwendung. Zum anderen entscheide jeder selbst, ob und wie er andere mit seinen Daten über die Corona-Warn-App informiert.

10.45 Uhr: Jetzt spricht Innenminister Horst Seehofer (CSU). "Die Sicherheit und Qualität der App bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und erfüllt höchste Ansprüche, was den Datenschutz anbelangt." Man werde mit den Entwicklern und Apple und Google in engem Austausch bleiben.

10.43 Uhr: Ein Fehlalarm der App könne grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Aber auch bei den Befragungen durch die Gesundheitsämter könne es zu Fehlern kommen. Man werde außerdem stetig an der Entwicklung weiterarbeiten. "Wir lernen jeden Tag. Die Anwendung wird von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag besser werden."

10.41 Uhr: Spahn weiter: "Die App kann helfen, Kontaktpersonen früher zu informieren als bisher." Jede Stunde sei bei der Bekämpfung der Pandemie wichtig. Einen qualitativen Unterschied mache die Anwendung auch deshalb, weil Kontaktpersonen informiert werden könne, die sonst nie hätten informiert werden können. Beispielsweise bei Demonstrationen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, etc.

Jens Spahn sieht in der neuen Corona-Warn-App ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der Pandemie.

10.38 Uhr: "In der App steckt sehr viel Arbeit. Wir haben höchste Ansprüche an Datenschutz und den Einfluss auf die Akkulaufzeit gestellt", so Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der 40-Jährige betont einmal mehr die Freiwilligkeit der Nutzung, ruft aber dennoch dazu auf, die Anwendung zu installieren.

10.34 Uhr: Die seit der Nacht verfügbare Handy-Anwendung sei "nicht die erste Warn-App weltweit, die vorgestellt wird, aber ich bin ziemlich überzeugt, es ist die beste", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). "Sie herunterzuladen und zu nutzen ist ein kleiner Schritt für jeden von uns, aber ein großer Schritt für die Pandemiebekämpfung."

Update, Dienstag (16. Juni), 10.30 Uhr: Die Pressekonferenz zur Vorstellung der Corona-Warn-App beginnt jetzt. Hier geht es zum Live-Stream auf dem YouTube-Kanal der Bundesregierung.

Update, Dienstag (16. Juni), 10.07 Uhr: Auch wenn am gestrigen Montag die ersten Ferienflieger auf Mallorca gelandet sind, werden viele Leute in diesem Jahr in Deutschland oder möglicherweise sogar in Nordrhein-Westfalen ihren Urlaub verbringen. Mit der Kampagne #RausZeitLust bewirbt NRW den Heimaturlaub in der Region.

Update, Dienstag (16. Juni), 10.01 Uhr: Auf Großveranstaltungen mit Menschenmassen werden wir aufgrund der Corona-Pandemie noch eine ganze Weile verzichten müssen. Die Stadt Dortmund bietet deshalb mit dem digitalen Festival "Dortmund.Live" 24 Stunden kostenlose Unterhaltung. Jeder kann teilnehmen.

Update, Dienstag (16. Juni), 9.45 Uhr: In knapp 45 Minuten wird die Corona-Warn-App in Berlin offiziell vorgestellt. Schon jetzt kann die Anwendung auf dem Smartphone installiert werden. Sowohl im App Store als auch bei Google Play steht die App bereits zur Verfügung.

Update, Dienstag (16. Juni), 9.11 Uhr: Im ZDF-Morgenmagazin hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneut für die deutsche Corona-Warn-App geworben. "Dieses Virus zu bekämpfen, es einzudämmen, ist ein Teamspiel", so der 40-Jährige.

Coronavirus: Neue Warn-App steht zum Download bereit - Jens Spahn rührt die Werbetrommel

Jens Spahn hofft darauf, dass viele Hunderttausende, "idealerweise Milionen" die Anwendung zur Bekämpfung der Pandemie auf ihrem Smartphone installieren. "Jeder, der mitmacht, ist ein Gewinn für sich und andere."

Am Vormittag (gegen 10.30 Uhr) wird die Corona-Warn-App von Spahn, Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht (SPD) offiziell vorgestellt.

Update, Dienstag (16. Juni), 8.44 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am heutigen Dienstag mit 186.839 angegeben - ein Plus von 378 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 187.682 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet deutschlandweit mehr neue Genesene als Neuinfektionen

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8800 Todesfälle und damit neun mehr als am Vortag, die JHU 8807 Tote.

Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 173.100 - ein Plus von rund 500 im Vergleich zu Montag (15. Juni).

Update, Dienstag (16. Juni), 7.07 Uhr: Es ist soweit. Nach langer Wartezeit geht heute die offizielle deutsche Warn-App für den Kampf gegen das Coronavirus an den Start. Die Bundesregierung stellt die neue Anwendung am heutigen Montag um 10.30 Uhr in Berlin vor.

Coronavirus: Warn-App steht zum Download bereit - neue Waffe im Kampf gegen die Pandemie

Bereits in der Nacht stand die Corona-App in den App-Stores von Google und Apple zur Verfügung. Das Herunterladen soll für alle Bürger freiwillig sein, um mit Hilfe von Smartphones das Nachverfolgen von Infektionen zu erleichtern. Die Regierung wirbt für eine breite Nutzung und verspricht hohen Datenschutz. Forderungen nach einem Gesetz lehnte sie ab. Die Ärzte unterstützen die neue App.

Die Corona-Warn-App soll das Nachverfolgen von Infektionsketten erleichtern.

Update, Montag (15. Juni), 21.17 Uhr: Der wichtige R-Wert, die Reproduktionszahl, ist bundesweit weiter angestiegen auf 1,19. Bedeutet konkret: Eine infizierte Person steckt mindestens einen weiteren Menschen an. Der R-Wert ist damit höher als die kritische Marke von 1,0.

Um das Coronavirus einzudämmen empfehlen Experten einen R-Wert von 0,7, der im Laufe der Infektion kurzzeitig erreicht wurde. Dieser Wert zeigt auch an, inwiefern eine zweite Krankheitswelle fortschreitet.

Update, Montag (15. Juni), 19.45 Uhr: Die Lockerungen in NRW und dem Rest des Landes sorgt auch für die Hoffnung bei den vielen Urlaubern. Es machen sich nicht nur die ersten Urlauber auf den Weg nach Mallorca, sondern auch in den hohen Norden. Doch auch in Dänemark gibt es wegen des Coronavirus bestimmte Einreisebedingungen*, die erfüllt werden müssen.

In Dänemark sind die Einreisebedingungen immer weiter gelockert worden - das nutzten viele Urlauber aus Deutschland direkt aus.

Zweite Coronavirus-Welle in Schlachtbetrieb in NRW

Update, Montag (15. Juni), 19.15 Uhr: In dem Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) sind am Wochenende weitere 46 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet werden. Rund 100 Mitarbeiter werden nun in Quarantäne geschickt, so ein Sprecher des Betriebes gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur. 13.000 Tests auf das Virus sind bisher in dem Unternehmen gemacht worden, 103 seien davon positiv ausgefallen. Man befürchte nun die zweite Coronavirus-Welle in dem Betrieb.

Update, Montag (15. Juni), 18.55 Uhr: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plant eine Meldepflicht für Coronavirus-Infektionen bei Haustieren. Es habe sich gezeigt, "dass auch bestimmte Tierarten für Sars-CoV-2 empfänglich sind", heißt es in dem Entwurf für eine Verordnung, welcher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Zuerst hatte das Fachportal Agrarheute darüber berichtet. Die Meldepflicht richtet sich an Tierärzte, Ämter und andere Teststellen. Sie soll für alle vom Menschen gehaltenen Tiere gelten, auch für Zootiere. Eine Testpflicht bestehe allerdings nicht. Am Dienstag (16. Juni, 10 Uhr) soll der Plan in der Berliner Bundespressekonferenz vorgestellt werden.

Coronavirus in NRW: Rekord - Bund nimmt Schulden in Höhe von knapp 220 Milliarden Euro auf

Update, Montag (15. Juni), 18.35 Uhr: Die Bundesrepublik Deutschland will in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Krise Rekordschulden von rund 218,5 Milliarden Euro aufnehmen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant mit einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 62,5 Milliarden Euro, wie am Montag aus dem Finanzministerium verlautete.

Damit sollen Einbrüche bei den Steuereinnahmen ausgeglichen werden, vor allem aber will der Bund so das von Union und SPD ausgehandelte Konjunkturpaket finanzieren, das die Bürger wieder in Konsumlaune bringen soll. Mit dem Geld solle das Fundament für eine breite und nachhaltige wirtschaftliche Erholung gelegt werden, hieß es.

Coronavirus in NRW: Gebauer zieht erste Bilanz zu Regelbetrieb in den Grundschulen

Update, Montag (15. Juni), 18.25 Uhr: Nach ersten Rückmeldungen sei der Start des Regelbetriebs an den Grundschulen in NRW gut verlaufen, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf dpa-Anfrage. "Mit großem Engagement haben Schulleitungen, Lehrkräfte und das pädagogische Fachpersonal im Offenen Ganztag diesen wichtigen Schritt wieder hin zu einem verantwortungsvollen Regelbetrieb an unseren Schulen möglich gemacht", so die Ministerin.

"Es ist kein Experiment", hatte sie zuvor in einem WDR 2-Interview betont. Grundschulkinder benötigten Struktur, die ihnen die Schule bieten könne. Es sei nach der langen Zeit der Schließung für die jüngsten Schulkinder wichtig, mit einem positiven Erlebnis in der Schule abschließen zu können. Das Coronavirus-Infektionsgeschehen in der Altersgruppe geht laut Gebauer in NRW zudem gen Null.

Die NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einer Schule.

Coronavirus in NRW: Fünf Corona-Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen

Update, Montag (15. Juni), 18.15 Uhr: Im Kreis Recklinghausen haben sich fünf Personen nachgewiesenermaßen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle insgesamt auf 1.306. Zwei Erkrankte wurden als neu genesen gemeldet (1.227 insgesamt). Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Corona liegt unverändert bei 39.

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

130

128

1

Datteln

56

52

1

Dorsten

154

147

5

Gladbeck

248

202

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

92

87

1

Marl

118

115

1

Oer-Erkenschwick

197

192

3

Recklinghausen

170

164

4

Waltrop

57

56

1

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten in Essen sinkt am Montag

Update, Montag (15. Juni), 18.01 Uhr: In Essen sind nach Angaben der Stadt momentan 52 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Erkrankungswelle sind es 899 betroffene Personen (drei Neuinfektionen).

Davon sind 805 offiziell wieder genesen (sieben neu Gesundete). 41 Menschen sind an oder in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben.

Coronavirus in NRW: Eine Corona-Neuinfektion in Dortmund gemeldet

Update, Montag (15. Juni), 17.50 Uhr: In Dortmund kam heute nur ein weiteres positives Coronavirus-Testergebnis hinzu, am Vortag waren es noch fünf gewesen. Damit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in der Stadt insgesamt 828 positive Tests vor. 733 Patienten gelten als geheilt. 

Aktuell werden in den Krankenhäusern 16 Corona-Patienten stationär behandelt, sieben von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiterhin bei sechs.

Coronavirus in NRW: Bevölkerung mit geteilter Meinung zu Regelbetrieb in den Schulen

Update, Montag (15. Juni), 17.30 Uhr: Die rund 600.000 Grundschulkinder in NRW sind heute wieder in den Regelbetrieb gestartet. In der Bevölkerung stieß dieser Umstand auf ein geteiltes Echo. 

Nach dem "NRW-Trend" im Auftrag des WDR-Magazins Westpol ist knapp über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) der Meinung, dass der normale Schulbetrieb besser erst nach den Sommerferien starten sollte. 40 Prozent finden die Öffnung der Grundschulen zum jetzigen Zeitpunkt richtig.

In NRW-Grundschulen ist am Montag der Regelbetrieb wieder angelaufen.

Update, Montag (15. Juni), 17.09 Uhr: Ein mit 189 Passagieren voll besetzter Flug aus NRW landete am Montag auf dem Flughafen Son San Joan von Palma de Mallorca. Die sonnenhungrigen deutschen "Test-Touristen", die nach dreimonatiger Coronavirus-Pause als erste wieder nach Mallorca reisen durften, wurden von Mitarbeitern ihrer Hotels und von Politikern mit Beifall und Begeisterung begrüßt

Coronavirus in NRW: "Test-Touristen" auf Mallorca mit Applaus empfangen

Auch einige Passanten klatschten, als die Urlauber aus den Bussen stiegen. "Überwältigend, ich glaube die freuen sich wirklich auf uns hier", sagte Hans Gerhartinger aus Horn-Bad Meinberg (Ostwestfalen-Lippe).

Ein 67-Jähriger unter den ersten Mallorca-Passagieren seit Pandemie-Beginn landete statt auf Mallorca im Gefängnis. Der Mann sei von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zur Festnahme wegen Computerbetruges ausgeschrieben gewesen, teilte die Polizei am Montag mit. Er war bereits im Februar 2019 rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt worden.

Coronavirus in NRW: Arbeitslose müssen mit Corona-Infektion öfter ins Krankenhaus

Update, Montag (15. Juni), 16.24 Uhr: Bezieher von Arbeitslosengeld II haben laut einer Studie des Universitätsklinikums Düsseldorf ein um 84 Prozent höheres Risiko, wegen einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, als Erwerbstätige. Bei ALG-I-Empfängern lag das Risiko nochmals höher. Über die Ergebnisse der Daten-Auswertung von 1,3 Millionen Versicherten berichtete am Montag zuerst das ARD-Mittagsmagazin.

"Dass Armut und Gesundheit zusammenhängen, wissen wir seit langem", sagte der verantwortliche Autor, Prof. Nico Dragano. Als Grund für das erhöhte Risiko vermutet er, "dass Arbeitslose mehr Vorerkrankungen haben". Die genauen Ursachen müssten aber in weitergehenden Analysen geklärt werden. Diagnosedaten hätten noch nicht ausgewertet werden können.

Update, Montag (15. Juni), 14.44 Uhr: Seit Anfang April hat das Universitätsklinikum Münster die Übernahme schwer erkrankter Corona-Patienten aus den Niederlanden koordiniert. Dafür hat sich die niederländische Regierung jetzt mit einem kuriosen Geschenk revanchiert - 4000 Matjes-Heringe.

Coronavirus in NRW: Uniklinikum Münster erhält 4000 Matjes-Heringe aus den Niederlanden

Am Montag übergab eine niederländische Delegation die Fischspezialität für das Personal. Traditionell werden die Fische der neuen Fangsaison am Vlaggetjes-Tag in Scheveningen ans Ufer gebracht. Das für diesen Anlass geplante Volksfest wurde allerdings wegen der Pandemie abgesagt.

Nun profitierte Münster: Als Dankesgeste wurden mehr als 4000 einzeln verpackte Matjes verschenkt. Abstands- und Hygieneregeln seien bei der Übergabe selbstverständlich eingehalten worden.

Das Personal der Uniklinik Münster ist von der niederländischen Regierung mit reichlich Fisch beschenkt worden.

Update, Montag (15. Juni), 13.49 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen für das bevölkerungsreichste Bundesland veröffentlicht. Insgesamt zählt NRW 39.305 Infizierte - 74 mehr als noch am Vortag.

Coronavirus in NRW: Neue Fallzahlen zeigen Anstieg der aktiven Infektionen am Montag

An Covid-19 sind seit Beginn der Pandemie 1.646 Menschen gestorben - einer mehr im Vergleich zum Sonntag. Die Zahl der Genesenen hat sich indes nicht verändert. Wie schon am Sonntag liegt sie bei 36.023. Nach wie vor basiert die Gesamtzahl der Genesenen nur auf freiwilligen Rückmeldungen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Meldung besteht nicht.

Update, Montag (15. Juni), 13 Uhr: Der Bund beteiligt sich an dem in der Corona-Impfstoffforschung aktiven Tübinger Biotechunternehmen CureVac. In den kommenden Tagen werde die staatliche KfW-Bank für 300 Millionen Euro 23 Prozent der Anteile an CureVac zeichnen, kündigte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Montag in Berlin an.

Coronavirus: Bund beteiligt sich an CureVac - einst Gerüchte um US-Übernahme

Mit dieser Beteiligung solle CureVac finanzielle Sicherheit gegeben werden. Auf die geschäftspolitischen Entscheidungen von CureVac werde der Bund keinen Einfluss nehmen, sagte Altmaier. CureVac arbeitet gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut an der Herstellung eines Impfstoffs.

Im März sorgten Berichte für Aufsehen, wonach US-Präsident Donald Trump den USA exklusiv einen Impfstoff sichern wollte. CureVac bestritt aber mehrfach, ein Übernahmeangebot von der US-Regierung bekommen zu haben. AFP

Die Bundesregierung beteiligt sich mit 300 Millionen Euro an der Firma CureVac, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus sucht.

Update, Montag (15. Juni), 11.33 Uhr: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat vor übertriebenen Erwartungen an die Corona-App gewarnt. Die Corona-App könne ein zusätzlicher Baustein für den Eigenschutz sein, auch im Kontakt mit der Hochrisikogruppe, erklärte der Vorsitzende Eugen Brysch am heutigen Montag. "Nicht mehr, aber auch nicht weniger."

"Die Corona-App kommt spät", kritisierte der Patientenschützer. Nun sei es wichtig, besonders die Beschäftigten in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen zum Mitmachen zu sensibilisieren. "Ohne Medizin und Pflege kann das Angebot schnell zum Flop werden."

Coronavirus: Deutsche Stiftung Patientenschutz bremst Erwartungen an die Corona-App

Viele Übertragungen von Covid-19 erfolgten nicht durch Patienten. "Viel zu oft waren es Beschäftigte der Medizin und Pflege, die sich untereinander angesteckt haben", so Brysch weiter. Es werde deshalb weiterhin darauf ankommen, den Eigenschutz zu stärken.

Die App, die am Dienstag vorgestellt wird, soll mithilfe der Bluetooth-Technologie aufzeichnen, wann und wie lange sich jemand in der Nähe einer anderen Person aufgehalten hat, die an ihrem Smartphone ebenfalls diese Funktion eingeschaltet hat. Infiziert sich jemand mit dem neuartigen Coronavirus, kann er über die App anonym diejenigen informieren, die sich durch ihre Nähe zu ihm angesteckt haben könnten. Mit AFP-Material

Update, Montag (15. Juni), 10.53 Uhr: Nach wochenlanger Corona-Pause ist am Montagmorgen vom Düsseldorfer Flughafen erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern gestartet. Tui-Flug X3 2312 zur Mittelmeerinsel Mallorca startete laut Angaben eines Flughafen-Sprechers um 8.55 Uhr - mit 45 Minuten Verspätung. Es habe Verzögerungen beim Catering gegeben. Laut Tui-Angaben war der Flug mit 189 Passagieren voll besetzt.

Coronavirus: Erster Ferienflieger hebt am Montagmorgen vom Flughafen Düsseldorf Richtung Mallorca ab

Deutsche Urlauben dürfen seit heute wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. Nach dem langen Corona-Dornröschenschlaf hoffen die Flughäfen in NRW, dass nach der Aufhebung der Reisewarnung für die meisten europäischen Länder der Flugverkehr schrittweise wieder zunimmt.

Tui-Flug X3 2312 hob am Montagmorgen (15. Juni) vom Flughafen Düsseldorf Richtung Mallorca ab.

In den vergangenen Wochen hatten die Airports ihren Betrieb nahezu auf null heruntergefahren. Es gab kaum noch Starts und Landungen. Für den Neustart haben die Flughäfen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet, damit die Passagiere im Vorfeld des Fluges möglichst viel Distanz voneinander halten können. Mit dpa-Material

Update, Montag (15. Juni), 10.33 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 186.461 angegeben - ein Plus von 192 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 187.518 Infizierte.

Coronavirus: Robert-Koch-Institut (RKI) meldet knapp 200 Neuinfektionen

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8791 Todesfälle und damit vier mehr als am Vortag, die JHU 8801 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 172.600. Detailliertere Informationen zu den aktuellen Fallzahlen finden sich auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

Update, Montag (15. Juni), 9.30 Uhr: Diese Meldung macht Hoffnung. Deutschland, Italien, Frankreich und die Niederlande haben am vergangenen Wochenende 400 Millionen Impfdosen beim britisch-schwedischen Unternehmen AstraZeneca bestellt. Ein Vorrat, der für die gesamte Bevölkerung in der Europäischen Union reichen würde. Die Forschungen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus dauern zwar noch an. Dennoch sind die ersten Voraussetzungen damit geschaffen, dass, sobald ein Impfstoff da ist, auch alle Einwohner geimpft werden können. 

Coronavirus in NRW: Jens Spahn (CDU) mit Hoffnung auf Impfstoff

"Es gibt einige sehr vielversprechende Ansätze. Die wollen wir frühestmöglich für unsere EU-Bürger verfügbar machen", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegenüber der Bild. Das Unternehmen AstraZeneca soll am weitesten mit der Entwicklung eines Impfstoffes sein. 

Interessant: Schon im September soll feststehen, ob der aktuell noch nicht vollständig entwickelte Impfstoff vor Covid-19 schützt. Das Mittel wird laut britischer BBC schon jetzt massenweise hergestellt. 

Update, Montag (15. Juni), 9.15 Uhr: Das beliebte Urlaubsland Dänemark hat die Grenzen geöffnet. Ab heute dürfen deutsche, norwegische und isländische Urlauber wieder einreisen, sofern sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Alleine heute wurden Gäste für runde 14.000 gebuchte Ferienhäuser erwartet. Am frühen Morgen kam es am Grenzübergang an der A7 in Norddeutschland zu einem Stau. 

Update, Montag (15. Juni), 9 Uhr: Gute Nachrichten für den Sommerurlaub. Die Grenzen sind seit heute um Mitternacht wieder geöffnet. Die Bundespolizei beendete die Grenzkontrollen. Zudem sind die meisten Reisewarnungen ausgelaufen. Jedoch gibt es in Europa einige Ausnahmen. In einigen Fällen gelten in Finnland und Norwegen weiterhin Einreiseverbote. In Großbritannien müssen die meisten Einreisenden für zwei Wochen in Quarantäne

Coronavirus in NRW: Eine wiedergewonnene Freiheit bei Reisen und Urlaub 

Spanien öffnet seine Grenzen am 21. Juni. Allerdings dürfen schon jetzt um die 11.000 Touristen aus Deutschland auf die Balearen reisen. Das alles geschieht im Zuge eines Pilotprojektes der Regionalregierung in Palma de Mallorca. 

Update, Montag (15. Juni), 7.45 Uhr: Von Montag an dürfen alle Grundschulkinder wieder täglich in die Schule. Bis zu den Sommerferien sollen die rund 600 000 Grundschüler an allen Wochentagen Unterricht haben und damit in den Regelbetrieb zurückkehren.

"Wenn es um die Bildung unserer Kinder geht, zählt jeder Tag", hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gesagt. Rund 80 Prozent der Grundschullehrer stünden für den Präsenzunterricht zur Verfügung. Kritik kam unter anderem von Elternverbänden und der Lehrergewerkschaften.

Coronavirus in NRW: Grundschulen in NRW nehmen den Regelbetrieb auf

Fast zehn Wochen lang war der Präsenzbetrieb in NRW wegen der Corona-Pandemie eingestellt oder deutlich eingeschränkt gewesen. Die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens lässt nach Angaben der Ministerin einen verantwortungsvollen Regelbetrieb an den Grundschulen zu.

Dabei sollen die Klassen unter sich bleiben, mit gestaffelten Anfangs- und Pausenzeiten. In den Klassenräumen gilt kein Abstandsgebot mehr. Eine Maskenpflicht gibt es nicht. Die Landeselternkonferenz und die Gewerkschaft VBE fürchten, dass es ohne Abstandsregeln zu neuen Ansteckungen kommen könnte. dpa

Fast zehn Wochen lang gab es keinen regulären Unterricht an den Grundschulen. Nun geht es wieder los.

Update, Sonntag (14. Juni), 21.15 Uhr: Wie Stadt Dortmund mitteilt, sind heute weitere fünf positive Testergebnisse hinzugekommen. Seit dem ersten Auftreten des Coronavirus liegen nun insgesamt 827 positive Test vor - davon haben 729 Menschen die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Corona in Dortmund: Keine neuen Fälle in den Städtischen Kliniken und im Seniorenheim

Derzeit werden in Dortmund 15 Corona-Patienten stationär behandelt, sieben von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen. Es gibt in Dortmund bislang sechs Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Zwei der fünf heute neu gemeldeten Corona-Fälle sind dem Infektionsgeschehen im St. Josefs Hospital zuzuordnen. In den Städtischen Kliniken und im Seniorenheim "An der Kronenburg" gibt es keine neuen Fälle.

Coronavirus in NRW: 75 Menschen mit dem Virus neu infiziert

Erstmeldung, Sonntag (14. Juni), 16 Uhr: In NRW ist binnen eines Tages die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten Menschen um 75 gestiegen. Aktuell sind laut NRW-Gesundheitsministerium 1563 Menschen mit dem Virus infiziert. Zwei Menschen sind an den Folgen ihrer Covid-19 Erkrankung gestorben. Somit steigt die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus in NRW auf insgesamt 1645. 

Das Coronavirus verbreitet sich weiter in Nordrhein-Westfalen.

Coronavirus: Neuinfektionen stabil, doch R-Wert überschreitet kritische Grenze

Damit liegt die Zahl der neuen Infektionen unter dem Mittelwert der vergangenen sieben Tage. Nach Berechnungen des WDR lag dieser zuletzt bei 88 Neuinfektionen am Tag. Damit folgt die Zahl der Neuinfektionen in NRW derzeit einem abnehmenden Trend, wenngleich die tatsächliche Zahl der Neuinfektionen von Tag zu Tag starken Schwankungen unterliegt.

Ebenso schwankt auch der vom RKI berechnete R-Wert. Trotz aller Schwankungen stieg dieser in ganz Deutschland zuletzt aber auf über 1,0. Laut RKI-Schätzungen lag der Wert in den letzten sieben Tagen im Mittel bei 1,09 und überschreitet damit eine kritische Grenze: Fällt der R-Wert wie in den vergangenen Wochen unter 1,0, sinkt die Zahl der neuen Infektionen. Liegt der Wert jedoch wie jetzt aktuell festgestellt wurde auf über 1,0, steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder, da jeder Infizierte im Schnitt mehr als einen Menschen ansteckt.

Hinweis: Was vor dem 15. Juni in NRW passiert ist, ist in unserem vorherigen Live-Ticker zum Coronavirus* nachzulesen.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © David Inderlied/dpa

Meistgelesen

Coronavirus im Kreis RE: Derby wirft Fragen auf, Verband bricht die Saison vorzeitig ab
Coronavirus im Kreis RE: Derby wirft Fragen auf, Verband bricht die Saison vorzeitig ab
Coronavirus im Kreis RE: Derby wirft Fragen auf, Verband bricht die Saison vorzeitig ab
14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, Zeitumstellung, Abrissarbeiten auf AV in Marl
14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, Zeitumstellung, Abrissarbeiten auf AV in Marl
14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, Zeitumstellung, Abrissarbeiten auf AV in Marl
Corona 2020 und Halloween: Was ist erlaubt? NRW-Landesregierung äußert sich
Corona 2020 und Halloween: Was ist erlaubt? NRW-Landesregierung äußert sich
Corona 2020 und Halloween: Was ist erlaubt? NRW-Landesregierung äußert sich
Pärchen ignoriert Maskenpflicht und greift Busfahrerin an
Pärchen ignoriert Maskenpflicht und greift Busfahrerin an
Pärchen ignoriert Maskenpflicht und greift Busfahrerin an
Coronavirus: Fast ganz NRW ist jetzt Risikogebiet +++ Erste Stadt knackt 200er-Inzidenz
Coronavirus: Fast ganz NRW ist jetzt Risikogebiet +++ Erste Stadt knackt 200er-Inzidenz
Coronavirus: Fast ganz NRW ist jetzt Risikogebiet +++ Erste Stadt knackt 200er-Inzidenz

Kommentare