RKI aktualisiert Corona-Liste

Holland ist Hochinzidenzgebiet“: Neue Regeln erschweren die Einreise

  • vonLisa Krispin
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Holland gilt nach Ostern nicht mehr nur als Corona-Risikogebiet, sondern wird als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Für die Einreise nach NRW hat das Konsequenzen.

NRW – Diese Nachricht am Ostersonntag (4. April) ist ein Paukenschlag – und dürfte manch einem die Pläne für die Osterferien ruinieren. Denn das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Liste der internationalen Corona-Risikogebiete aktualisiert, berichtet RUHR24.de.* Holland gilt demnach ab Dienstag (6. April) als Hochinzidenzgebiet.

EU-LandNiederlande
Bevölkerung17,28 Millionen (2019)
HauptstadtAmsterdam

Corona-Zahlen explodieren: NRW-Nachbarland Holland gilt nach Ostern als Hochinzidenzgebiet

In den vergangenen Wochen hatte die Bundesregierung bereits die Nachbarländer Tschechien, Polen und Frankreich als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Der Grund: In den Ländern sind die Corona-Infektionszahlen zuletzt kontinuierlich auf ein hohes Niveau angestiegen.

Ähnlich ist nun die Situation in den Niederlanden. Die Sieben-Tage-Inzidenz im NRW-Nachbarland lag am Sonntag (4. April) bei 309,5. Zwar befindet sich Holland seit Mitte Dezember im Corona-Lockdown, seit Ende Januar gilt zudem eine abendliche Ausgangssperre. Dennoch nehmen die Infektionszahlen weiter zu. Die Regierung hat bereits angekündigt, dass nicht mit einer schnellen Lockerung der Einschränkungen zu rechnen sei.

Einreise von Holland nach NRW: Nach Ostern ist ein negativer Corona-Test Pflicht

Wer nun vorhatte, in den Osterferien noch einen Ausflug ins benachbarte Holland zu machen*, der sollte sich vorher gut informieren. Durch die Einstufung als Hochinzidenzgebiet gelten für das Nachbarland von Nordrhein-Westfalen neue Regeln (weitere Corona-News aus NRW* auf RUHR24.de).

Wer ab Dienstag von den Niederlanden aus nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, berichtet msl24.de*. Das gab das RKI am Sonntag bekannt. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Zuvor galten die Niederlande laut RKI als Risikogebiet. Einreisende hatten die Möglichkeit, erst nach 48 Stunden ein Corona-Testergebnis vorlegen zu müssen. Für Pendler sollen Ausnahmeregelungen gelten.

Hollands Ministerpräsident Mark Rutte hat in den Niederlanden abendliche Ausgangssperren durchgesetzt.

NRW und Holland appellieren an die Bürger: „auf nicht notwendige Reisen verzichten“

Trotz der Einstufung als Hochinzidenzgebiet gilt weiterhin: Grundsätzlich gibt es zwischen den Niederlanden und Deutschland keine Grenzkontrollen, wie wa.de* berichtet. Theoretisch dürfte man also aus NRW ohne Probleme ins Nachbarland fahren und Einkäufe erledigen* oder sogar Urlaub machen. Aufgrund der Corona-Pandemie* warnt das Auswärtige Amt jedoch nach wie vor vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Holland.

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Hollands Ministerpräsident Mark Rutte (VVD) hatten erst an Karfreitag (2. April) ein gemeinsames Statement an die Bürger abgegeben. Darin appellierten die beiden Regierungschefs, an Ostern und auch darüber hinaus, „auf nicht notwendige Reisen ins Nachbarland zu verzichten.“

„[...] Für alles andere gilt unser dringender Appell: Bleiben Sie zu Hause. Verzichten Sie auf Urlaubsreisen und Ausflüge ins Nachbarland. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um den wirklich notwendigen Grenzverkehr so reibungslos wie möglich sicherzustellen“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung von Freitag.

Aktuelle RKI-Liste: Holland und weitere EU-Länder sind Hochinzidenzgebiete

Laut der aktuellen Liste des RKI gelten von den 26 EU-Partnerländern Deutschlands ab Dienstag 13 als Hochinzidenz- und weitere 13 als Corona-Risikogebiete. Dazu gehören neben den Niederlanden, Tschechien. Polen und Frankreich unter anderem Bulgarien, Slowenien, Belgien und Spanien. *RUHR24.de, msl24.de und wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

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