Kinder-Betreuung

Kitas in NRW öffnen am 22. Februar für alle Kinder

  • Lea Sarah Wolfram
    vonLea Sarah Wolfram
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Familienminister Joachim Stamp (FDP) verkündete, dass die Kitas in NRW bald wieder öffnen. Doch obwohl alle Kinder betreut werden können, gibt es Einschränkungen.

Düsseldorf – Ab dem 22. Februar wird es in Nordrhein-Westfalen weitere Lockerungen im Lockdown geben: Nicht nur die Schulen in NRW werden Präsenzunterricht anbieten: Auch die Kindertagesstätten und die Tagespflege werden öffnen – und zwar für alle Kinder. Dies gab Joachim Stamp (FDP), Familienminister und stellvertretender Ministerpräsident von NRW, am Dienstag (16. Februar) in Düsseldorf bekannt.

Bundesland:NRW
Bevölkerung:17,93 Millionen (2019)
Hauptstadt:Düsseldorf

Kitas in NRW öffnen für alle Kinder – doch es gibt Einschränkungen

Es wird jedoch Einschränkungen bei der Öffnung von Kitas in NRW geben, wie Stamp bei dem Pressetermin sagte. So werden die Einrichtungen nicht sofort zum Regelbetrieb zurückkehren können. Vorerst bleibe das Betreuungs-Angebot pauschal um zehn Wochenstunden gekürzt, die Kinder bleiben zudem in festen Gruppen. Erst, wenn die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus* weiter sinken, könnten die Kitas voraussichtlich ab dem 8. März wieder in den Regelbetrieb zurückkehren.

Die Entscheidung liege dann bei der Leitung der jeweiligen Einrichtungen. Die Kürzung um zehn Wochenstunden dürfe weiter beibehalten werden, wenn dies dem Infektionsschutz vor Ort diene. Diese Regelungen für Kitas in NRW sollen laut Joachim Stamp zunächst bis Ostern Anfang April gelten, wie auch merkur.de* berichtet. Es sei nun wichtig, Perspektiven aufzuzeigen, erklärte der Minister beim Pressetermin: „Wir müssen in dieser Pandemie einerseits auf Sicht fahren, weil es in der Entwicklung in der Pandemie immer wieder unerwartete Wendungen gegeben hat. Gleichzeitig müssen wir aber auch Perspektiven aufzeigen, wie es weitergehen kann.“

„Keine persönliche Rechthaberei“ – NRW-Minister Joachim Stamp verteidigt Kita-Entscheidungen

In diesem Zusammenhang verteidigte der Familienminister aus NRW, dass die Landesregierung auch während des noch immer anhaltenden Lockdowns weiter eine Notbetreuung in Kitas sichergestellt und die Betreuungs-Garantie „durchgehalten“ hatte: „Mir ging es dabei nicht um eine persönliche Rechthaberei, sondern darum, zu verhindern, dass es zu Ungerechtigkeiten kommt“, erklärte Joachim Stamp gleich zu Beginn. Die Landesregierung habe verhindern wollen, dass Kinder abgehängt würden.

Wir haben eine große Verantwortung für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen und wir wissen, dass es mit fortschreitendem Lockdown und mit fortschreitendem „Nicht-Zugang“ zu den Gleichaltrigen zu entwicklungspsychologischen Störungen kommt, zu depressivem Verhalten, zu Auffälligkeiten – auch zu Kindeswohlgefährdung, wenn Kinder nicht auch regelmäßig beispielsweise in den Kitas und Kindertagespflegestellen auftauchen und dort mit einem fürsorglichen Blick auf sie geschaut wird.

Joachim Stamp (FDP), NRW-Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration

Stamp bleibt jedoch vorsichtig und unterschätzt die Öffnungen der Kitas in NRW während der Corona-Pandemie nicht: „Sollte es wider Erwarten zu einem sprunghaften Anstieg kommen, werden wir Kitas auch regional oder landesweit komplett schließen. In einem solchen Notfall würde es dann tatsächlich auch nur eine ganz eng begrenzte Notbetreuung geben.“ Ein unbekannter aber gefährlicher Faktor können hier die hochansteckenden Coronavirus-Mutationen* sein.

Joachim Stamp, stellvertretender NRW-Ministerpräsident, verkündete Kita-Öffnungen.

Werden Kita-Gebühren in NRW noch einmal erstattet?

Bereits im Januar 2021 und im Sommer 2020 waren die Kita-Gebühren in NRW zum Teil oder ganz erlassen worden. Ob dies auch für den Februar gelten könne, werde aktuell in Gesprächen mit den Kommunen und dem Finanzminister geprüft, so Stamp. Für Januar hatten Land und Kommunen die Elternbeiträge für Kindergärten, Tageseltern sowie Betreuungsangebote der offenen Ganztagsschule übernommen.

Aktuell würden die Gelder jedoch vorerst fällig. Von den Einnahmen sollen unter anderem die alltäglichen Hilfsmittel im Umgang mit Corona finanziert werden. Auch die Corona-Selbsttests, die Jens Spahn umfangreich aufstocken will*, könnten so bezahlt werden. (*Msl24.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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