EK Rose

Missbrauchsfall Münster: Zwei weitere Beschuldigte festgenommen

  • Sven Haverkamp
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Die Zahl der Beschuldigten in dem riesigen Missbrauchs-Komplex von Münster (NRW), der sich rund um den Hauptangeklagten Adrian V. spannt, steigt weiter – nun kommen zwei weitere Männer hinzu.

Münster/Kärnten – Die Ermittlungskommission „Rose“, die eng mit der ZAC (Zentrale Ansprechstelle Cybercrime) in Köln zusammenarbeitet, ermittelt nun schon seit Monaten intensiv in dem Missbrauchskomplex in Münster. Der Fall, dessen zentrale Figur der 27-jährige Adrian V. ist, zieht immer weitere Kreise.

Wie msl24.de* berichtet, haben die Kriminalbeamten aus Münster bei der Auswertung eines Smartphones von Adrian V. Aufnahmen entdeckt, auf denen zwei Männer zu sehen sind, die schwere Missbrauchshandlungen an einem heute zehn Jahre alten Jungen vornehmen. Weder die beiden Männer, noch der Junge waren den Ermittlern zuvor bekannt.

StadtMünster
Einwohner315.293
Bundesland NRW

Münster (NRW): Weitere Beschuldigte im Missbrauchsfall räumen Taten ein

Die Ermittler aus Münster ermittelten gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich in Linz die Identitäten der beiden Männer. Der ältere ist 44 Jahre alt und stammt aus Kärnten. Der jüngere ist ein 24-jähriger Deutscher, der mit dem Österreicher bekannt ist. Die Missbrauchshandlungen sollen zwischen März 2019 und Dezember 2020 stattgefunden haben.

Der Hauptangeklagte Adrian V. (vorne rechts) vor dem Prozessbeginn in Münster.

Die beiden Männer sollen den heute zehnjährigen Jungen in dem angegebenen Zeitraum gemeinsam schwer missbraucht und ihre Taten gefilmt haben. Durch die Ermittlungen, die gemeinsam mit der EK Rose aus Münster in Österreich stattfanden, kam auch zutage, dass beide Männer zusätzlich unabhängig voneinander auch einen heute neunjährigen Jungen im gleichen Tatzeitraum missbraucht hatten. In den Befragungen durch die Polizei räumten beide Männer die Taten ein. Mittlerweile sitzen sie in Untersuchungshaft.

Missbrauchsskandal in Münster (NRW) zieht immer größere Kreise

Der Prozess gegen den Hauptangeklagten im Missbrauchskomplex aus Münster, Adrian V. startete am 12. November*. Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen, den damals neunjährigen Sohn seiner Lebensgefährtin über Jahre hinweg regelmäßig schwer missbraucht zu haben. Auch die Mutter des Beschuldigten sitzt auf der Anklagebank. Sie soll von den Taten gewusst und diese gutgeheißen haben.

Doch die Ermittlungen laufen natürlich weiter. Mittlerweile steigt die Zahl der Beschuldigten in dem Missbrauchsfall auf 39 an. Bei ihren nervenaufreibenden Recherchen stoßen die Ermittler der EK Rose aus Münster* immer wieder auf neue Täter, die entweder in Chatverläufen mit Adrian V. oder auf Video- und Bildmaterial auf dessen Handy zu sehen sind. Damit wächst der Kreis der Mittäter immer weiter. Erst vor Kurzem gab es eine erneute Festnahme eines 34-Jährigen, der das Hauptopfer aus Münster ebenfalls missbraucht haben soll*. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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