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Der Tatwagen wird vor dem Gasthaus "Grosser Kiepenkerl" abgeschleppt. Rund 16 Monate nach der Amokfahrt von Münster mit insgesamt fünf Toten hat die Polizei ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Kiepenkerl

Amokfahrt in Münster - Polizei legt Abschlussbericht vor

Rund 16 Monate nach der Amokfahrt von Münster mit insgesamt fünf Toten hat die Polizei ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Bei der Staatsanwaltschaft seien Mitte August die letzten zwei von nun insgesamt 17 Verfahrensordnern eingegangen, sagte ein Behördensprecher am Freitag.

Im April 2018 hatte Amokfahrer Jens R. mit einem Kleinbus vier Menschen in der Altstadt von Münster getötet, mehr als 20 Personen teilweise lebensgefährlich verletzt und sich anschließend selbst erschossen. "Unsere Prüfungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte Sprecher Martin Botzenhardt der Deutschen Presse-Agentur.

Schusswaffe von Jens W. stammte aus Serbien

Zuvor hatten die "Westfalenpost" und weitere Medien über den vorliegenden Abschlussbericht der Polizei berichtet. Dieser bestätige Botzenhardt zufolge unter andere, das schon früher genannte Ermittlungsergebnis, dass die Schusswaffe von Jens W. aus Serbien stammte. Es bleibe aber ungeklärt, wie der Einzeltäter an sie gelangen konnte.

Aus den Polizeiakten gehe hervor, dass "nicht einmal ansatzweise" ein strafrechtlich relevantes Versagen auf Behördenseite zu sehen sei. Der psychisch labile Täter habe sich zwar in Schreiben oder auch persönlich an einzelne städtische Dienste oder Behörden gewandt. Dabei habe es aber "keine Anzeichen für ein fremdaggressives Verhalten oder eine Selbsttötungsabsicht" gegeben.

Die Amokfahrt mitten in eine Außengastronomie am beliebten Denkmal Kiepenkerl hatte bundesweit Entsetzten ausgelöst. Botzenhardt sagte, es sei offen, wann man die Ermittlungen abschließen werde.

dpa

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