Betrugsmasche

Dülmenerin fällt auf unseriösen Schädlingsbekämpfer herein

Dülmen - Die Polizei warnt die Bürger auf Facebook vor der Masche eines unserösen Schädlingsbekämpfers. Wegen eines Eichenprozessionsspinnerbefalls hatte eine Dülmenerin Hilfe gerufen und ist auf eine Betrugsmasche hereingefallen.

Eine Dülmenerin (35) ist auf die fiese Masche eines unseriösen Schädlingsbekämpfers hereingefallen, den sie wegen eines Eichenprozessionsspinnerbefalls in ihrem Garten gerufen hatte. Der Mann erschien am Montagmittag und stellte seine Arbeit nach rund zehn Minuten wieder ein. Für seinen Einsatz forderte er 500 Euro. Die Dülmenerin zahlte. Später erstattete sie Anzeige wegen Betrugs. Die Polizei warnt vor unseriösen Handwerkern und rät: -Lassen Sie sich stets einen kostenfreien Kostenvoranschlag geben. -Generell gilt: Handwerker sind zur Vorleistung verpflichtet, das heißt, die vereinbarten Arbeiten müssen vor der Bezahlung erledigt werden. -Zahlen sie niemals sofort. Sie haben das Recht, die Rechnung prüfen zu lassen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. -Zahlen Sie überhöhte Rechnungen nur zu einem angemessenen Teil. -Rufen Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110 wenn Sie sich betrogen, bedroht oder genötigt fühlen. -Erstatten Sie Anzeige, gegebenenfalls auch im Nachhinein. Holen Sie sich bei zivilrechtlichen Fragen Rat, etwa bei der Verbraucherzentrale NRW. -Vorsicht vor irreführender Werbung: Unseriöse Anbieter suggerieren einen ortsnahen Firmensitz und stellen später weite Anfahrtswege in Rechnung.

Der Eichenprozessionsspinnerist ein grauer Nachtfalter mit einer Flügelspannweiter von bis zu 30 mm. Im Sommer legen die Falterweibchen Eier im Kronenbereich der Eichen ab. In den Gelegen entwickeln sich im Herbst bereits die Jungraupe, die dann aber bis zum Frühjahr dort überwintert. Die jungen Raupen durchlaufen dann ab April mehrere Larvenstadien: Die stark behaarten Tiere sind zunächst gelblich-braun, später bläulich-schwarz und maximal vier Zentimeter lang. Die sogenannten Brennhaare entwickeln sich auf den rötlich-braunen Körpern des dritten Larvenstadiums.

Gefahr für den Menschen durch Brennhaare der Larven

Hier liegt die große Gefahr für den Menschen: Die Brennhaare sind mit Widerhaken versehen und enthalten ein Nesselgift, das eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auslöst. Die Haare können durch Wind und Luftströme über große Strecken verweht werden, an Kleidern haften und immer wieder allergische Reaktionen auslösen. Bei Hautkontakt kommt es zu Juckreiz und Rötungen, bei Augenkontakt zu Reizungen der Augen. Eingeatmete Brennhaare können zu Atemnot und Schwindel führen. Tritt ein allergischer Schock auf, sollte man den Rettungsdienstunter 112 alarmieren.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)

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