Beispiellose Brutalität legten die Täter bei einem „Meeting“ in Bocholt an den Tag. Ein Tatverdächtiger hielt dem Opfer sogar eine durchgeladene Pistole an den Kopf.
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Beispiellose Brutalität legten die Täter bei einem „Meeting“ in Bocholt an den Tag. Ein Tatverdächtiger hielt dem Opfer sogar eine durchgeladene Pistole an den Kopf.

Haftbefehl

Meeting eskaliert: Mit der durchgeladenen Waffe am Kopf des Opfers Millionenbetrag gefordert

  • Bernd Turowski
    vonBernd Turowski
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Es klingt nach einer Räuberpistole: Was sich Anfang Oktober in den Geschäftsräumen einer Bocholter Firma zugetragen hat, lässt selbst hartgesottenen Ermittlern die Haare zu Berge stehen. Doch jetzt - mehr als vier Monate nach der Tat - gibt es einen Ermittlungserfolg.

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen zu dem Vorfall vom 6. Oktober des vergangenen Jahres in den Geschäftsräumen einer Firma am Liebauweg, gerieten ein 35 Jahre alter Düsseldorfer sowie zwei 41 Jahre alte Männer aus Ratingen und Köln in Tatverdacht.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, dass sie von dem Geschädigten eine angeblich bestehende Geldsumme im Millionenbereich eintreiben wollten und auf den Geschädigten eingeschlagen haben, um der Forderung Nachdruck zu verleihen. Dem 35-Jährigen wird zudem vorgeworfen, eine Schusswaffe durchgeladen und den Geschädigten mit der Waffe gegen den Kopf geschlagen zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen wurden nach richterlichen Beschlüssen die Wohnungen der Tatverdächtigen in Düsseldorf, Köln, Ratingen und Bocholt (hier ist der Düsseldorfer ebenfalls wohnhaft gewesen) durchsucht. Gegen den 35-Jährigen beantragte die Staatsanwaltschaft Münster einen Untersuchungshaftbefehl. Der Haftrichter ordnete die Untersuchungshaft an. Bislang äußerte sich der Tatverdächtige nicht zu den Vorwürfen.

Juristisch konkret wird dem Beschuldigten eine gemeinschaftlich begangene versuchte schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit einer gefährlichen Körperverletzung und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Die beiden anderen Beschuldigten befinden sich weiter auf freiem Fuß. Die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel sowie die Ermittlungen zu den Hintergründen und möglichen weiteren Beteiligten dauern an.

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