Ein Busfahrer hat sich über die Maskenpflicht hinweggesetzt und die Fahrgäste aufgefordert, ihren Mund-Nasen-Schutz abzulegen.
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Ein Busfahrer hat sich über die Maskenpflicht hinweggesetzt und die Fahrgäste aufgefordert, ihren Mund-Nasen-Schutz abzulegen.

Schienenersatzverkehr

Busfahrer forderte zu Maskenverzicht auf - Verkehrsunternehmen zieht Konsequenzen

  • Katharina Weber
    vonKatharina Weber
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Auf der Fahrt von Münster nach Lünen hat sich ein Busfahrer über die Corona-Regeln hinweggesetzt und die Fahrgäste aufgefordert, den Mund-Nasen-Schutz abzulegen.

Münster/Lünen - Ein Busfahrer hat vergangene Woche auf der Fahrt von Werne nach Lünen die Fahrgäste aufgefordert, ihre Mund-Nasen-Bedeckungen abzulegen. Das bestätigte eine Sprecherin von Keolis Deutschland am Dienstag. Der Bus war als Schienenersatzverkehr der Eurobahn zwischen Münster und Lünen unterwegs. Die Motive des Mannes seien völlig unklar, sagte die Sprecherin. Jedenfalls sei sein Verhalten absolut inakzeptabel. Er werde aktuell nicht mehr eingesetzt.

Der Mann fuhr demnach im Auftrag eines Busunternehmens, das Keolis für den Schienenersatzverkehr engagiert hat. Das habe bisher hervorragend geklappt, sagte die Sprecherin. Der Schienenersatzverkehr läuft bereits seit gut zehn Monaten, Ende Oktober soll die Bahnstrecke wieder freigegeben werden. Der Fahrer sei neu bei dem Busunternehmen gewesen. Nähere Angaben zu dem beauftragten Busunternehmen oder dem Fahrer wollte die Sprecherin nicht machen. Zunächst hatte der WDR berichtet.

Vergangenen Freitag hatte die Polizei vor einem Video gewarnt, in dem ein Busfahrer Schüler auffordert, ihre Mund-Nasen-Bedeckungen abzulegen. Der Busfahrer behauptet in dem Video, das Tragen von Masken sei eine potenziell tödliche Gefahr für Kinder. Ein Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte sagte allerdings der Deutschen Presse-Agentur, es sei «unmöglich», dass ein Kind durch das Tragen einer Alltagsmaske ums Leben komme. Das Video wurde gesichert und an die Kriminalpolizei weitergegeben, wie die Dortmunder Polizei mitteilte.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen erheben mittlerweile fast alle Bundesländer Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht. In Nordrhein-Westfalen sind im öffentlichen Nahverkehr 150 Euro fällig. (dpa)

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