Münster gilt als Fahrradhochburg.
+
In Münster sind die Einwohner mit ihrer Verkehrsinfrastruktur offensichtlich sehr zufrieden. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

ADAC-Monitor

Verkehrsteilnehmer in der Studentenstadt Münster am zufriedensten

In Münster geht es meist sehr beschaulich zu. Ein Verkehrschaos ist in der Fahrradhochburg ohnehin die Ausnahme oder nur Baustellen geschuldet. Eine Untersuchung des ADAC hat jetzt ergeben, dass die Münsteraner mit ihrer Verkehrsinfrastruktur in Deutschland am zufriedensten sind.

Zusammen mit Roststock erreichte die Westfalenmetropole bei einem Monitor «Mobil in der Stadt» die insgesamt höchsten Indexwerte. Es folgen demnach Oldenburg und Freiburg. Am Ende des Rankings landen Krefeld und Mönchengladbach. Bochum belegte bei dieser Untersuchung den 14. Platz, Gelsenkirchen kam auf Rang 20.

Untersucht wurde laut ADAC das Verkehrsverhalten in 29 mittleren Großstädten unter 500 000 Einwohnern. Dabei ging es darum, wie zufrieden Autofahrer, Kunden des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie Fahrradfahrer und Fußgänger mit der Verkehrssituation in der jeweiligen Stadt sind.

Münster erreichte laut ADAC in den Teilindizes Pkw, Fahrrad und Fußgänger jeweils den ersten Rang. Beim ÖPNV lag Rostock vorne. Münster gilt seit langem als «Fahrradhochburg» und bundesweiter Vorreiter. «Eine hervorragende Fahrradpolitik ist immer auch ein Anti-Stau-Programm», sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. Rostocks Verkehrssenator Holger Matthäus sagte, die Stadt habe in den vergangenen Jahren viel in ihr Verkehrsnetz investiert.

In der Corona-Krise fahren weniger Menschen mit Bus und Bahn

Die Unterschiede unter den untersuchten Städten sowie innerhalb der Verkehrsarten seien erheblich, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand. Die größten Ärgernisse sind laut Monitor beim Pkw-Verkehr das Baustellenmanagement sowie die Höhe von Parkgebühren. Beim ÖPNV werde das das Preis-Leistungs-Verhältnis am kritischsten gesehen.

Insgesamt ist in den Städten laut ADAC zu Fuß gehen für viele Menschen noch immer eine der am häufigsten genutzten Möglichkeiten, ein Ziel in adäquater Distanz zu erreichen. Private Fahrten mit dem Pkw erreichten aber nahezu die gleichen Nutzungsquoten. Knapp ein Drittel habe den ÖPNV an mehr als zehn Tagen innerhalb der vergangenen drei Monate genutzt - ein gutes Drittel aber nie. Mehr als die Hälfte der Verkehrsteilnehmer nutze nie das Fahrrad. In der Corona-Krise seien weniger Menschen mit Bussen und Bahnen gefahren.

-dpa-

Das könnte Sie auch interessieren:

Polizei stoppt illegales „Viertel-Meilen-Rennen“

Trotz schlechter Kritiken: Tatort Münster fährt beste Quote seit 2017 ein

Missbrauchsfall Münster: Zwei weitere Beschuldigte festgenommen

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Anzeige gegen Bischof Genn - das ist der Grund
Anzeige gegen Bischof Genn - das ist der Grund
Anzeige gegen Bischof Genn - das ist der Grund

Kommentare