Kein Weiterkommen gab es auch für die Polizei: Ein Rettungseinsatz in Wesel endete nach nur 100 Metern.
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Nach nur 100 Metern war der Rettungseinsatz der Polizei beendet: Der Streifenwagen saß in einer Schneewehe fest.

Kein Durchkommen

Selbst die Retter versinken im Schneechaos: Streifenwagen sitzt nach 100 Metern fest

  • Bernd Turowski
    vonBernd Turowski
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„Vom Winde verweht“ wurde heute Nacht der Fahrer eines 7-er BMW. Und zwar mit derart viel Schnee, dass der arme Mann sein Auto auf der Marienthaler Straße in Schermbeck nicht mehr alleine befreien konnte.


In seiner Not rief der BMW-Fahrer die Polizei um Hilfe. Denn beim ADAC war keine schnelle Hilfe in Aussicht gestellt worden. Ganze vier Stunden veranschlagten die „Gelben Engel“, bis Hilfe bei ihm eintreffen würde. Die Polizei handelte hingegen sofort, kamen aber nur 100 Meter weit. Circa 100 Meter hinter dem „Lühlerheim“ blieben sie selbst mit ihrem Streifenwagen stecken.

Nun gab es zwei Autos in einer ausweglosen Situation. Doch dabei sollte es jedoch nicht bleiben: Während unser BMW-Fahrer vergeblich auf Hilfe wartet und telefonisch erfahren muss, dass die Kollegen selber festsitzen, ruft die Leitstelle für den Streifenwagen den Abschleppdienst auf den Plan.

Bauer organisiert sofort Hilfe mit einem Traktor

Doch für den ist ebenfalls auf der Marienthaler Straße die Rettungsfahrt zu Ende. Und nicht nur für ihn. Gleich sechs weitere Autos werden durch den Schnee festgesetzt. Unser BMW-Fahrer läuft in der Zwischenzeit geistesgegenwärtig zu einem Bauernhof, da er dort hat Licht brennen sehen.

Der Bauer organisiert sofort Hilfe und sein Bruder rollt mit einem Traktor an. Während der Traktorfahrer den BMW herauszieht und die Straße vom Schnee freischiebt, hilft das Räumungsfahrzeug des Lühlerheims erst einmal den Polizeibeamten und befreit den Streifenwagen von den weißen Massen.

Nachdem das geschehen ist, sperren die Kollegen sogleich die Marienthaler Straße abwechselnd in beide Richtung ab, bis ein Streufahrzeug die Fahrbahn wieder auf Vordermann gebracht hat. Am frühen Morgen war es dann soweit: Alle waren völlig durchgefroren, aber die Gefahrenstelle war beseitigt, der Einsatz beendet. Die Kreispolizei Wesel dankt für soviel Hilfsbereitschaft in eiskalten schneeverwehten Zeiten!

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