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Die Polizei ermitteln nach der Entdeckung der Leiche.

Verdacht

Leiche lag acht Jahre lang in Wohnung - warum die Polizei jetzt ermittelt

Seit etwa 2011 soll der Mann tot sein, der jetzt in einer Wohnung entdeckt wurde. Hinweise auf eine Gewalttat gibt es nicht - jetzt geht es unter anderem um Betrug.

Nach dem Fund einer Leiche, die rund acht Jahre in einer Wohnung in Senden im Münsterland gelegen hat, ermittelt die Polizei jetzt wegen Betrugs und Verletzung des Briefgeheimnisses. Beamte durchsuchten fünf Wohnungen im Kreis Warendorf, in Münster und in Senden, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin haben die Verdächtigen einen Bezug zu ehemaligen Nachbarn des Toten in dem Hochhaus. Sie seien keine Angehörigen.

Den Ermittlern zufolge wurde die Post des Mannes nach dessen Tod weiter zugestellt, von Nachbarn zunächst aufbewahrt und später entsorgt. Zudem habe die Polizei Hinweise auf illegale Abbuchungen vom Konto des Toten.

Haben Nachbarn der Polizei Hinweise gegeben?

Die Feuerwehr hatte Ende September bei einem Brandeinsatz und der Evakuierung des Hauses die Leiche in der Wohnung entdeckt. Eine Obduktion ergab keine Hinweise auf eine Gewalttat. Der Mann soll demnach Ende 2011 oder Anfang 2012 gestorben sein.

Unklar blieb zunächst, wieso die Leiche so lange unentdeckt blieb. Nachbarn wollen bereits vor Jahren der Polizei Hinweise gegeben haben. Im elektronischen System der Ermittler können aber aus Datenschutzgründen nur Einsätze aus den vergangenen fünf Jahren abgefragt werden. 

Laut der Auswertung von handschriftlichen Notizen waren im März 2012 auch Beamte vor Ort, um Hinweise zu überprüfen. Sie entdeckten aber in dem Hochhaus mit 39 Wohnungen nichts Auffälliges. Zum Teil waren die Hinweisgeber beim Eintreffen der Polizei nicht mehr da.

dpa

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