Der schwarze Golden Retriever „Matti“ bekommt am 01.07.2015 im Hunde-Salon „Dogs Beauty“ von Inhaberin Edina Dosa in Frankfurt am Main (Hessen) das Fell kurz geschnitten.
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Golden Retriever „Matti“ bekommt von Edina Dosa das Fell kurz geschnitten.

Verwaltungsgericht Münster

Richter entscheiden: Hunde dürfen auch im Lockdown zum Friseur

Diese Nachricht wird die Besitzerinnen und Besitzer von Hunden freuen. Ihre Vierbeiner dürfen auch während des Corona-Lockdows zum Friseur. Das hat das Verwaltungsgericht Münster so entschieden.

Ausgangspunkt für die Eilentscheidung des Verwaltungsgerichtes Münster vom Montag (11. Januar) war ein Streit zwischen der Stadt Emsdetten und einer Hundesalonbetreiberin. Die geltende Coronaschutzverordnung untersage zwar Friseurdienstleistungen, dies beziehe sich aber allein auf solche Arbeiten, die an Menschen erbracht würden, so die Richter.

Mindestabstand zu Herrchen und Frauchen

Vielmehr sei das Frisieren oder Krallenschneiden bei Hunden in diesem Fall mit einer Handwerksleistung etwa in einer Fahrrad- oder Kfz-Werkstatt vergleichbar, bei der es zwar zu Kontakt mit Kunden komme, in diesem Fall die Hundehalter. Die Mindestabstände von 1,5 Metern könnten aber eingehalten werden. So hatte die Hundefriseurin gegenüber dem Gericht erklärt, die Hunde würden an der Tür in Empfang genommen, das Geld würde in einer vor dem Haus auf einer Bank liegenden Dose deponiert, wobei sich einzelne Kunden nicht begegneten.

Anfrage an die Stadt vor Weihnachten

Die Stadt hatte der Frau kurz vor Weihnachten auf Anfrage gesagt, ihr Salon müsse nach den Regelungen des neuerlichen Lockdowns geschlossen bleiben. Dagegen zog die Hundefriseurin vor Gericht und bekam nun vorerst Recht. Gegen die Entscheidung (Az: 5 L 7/21) können die Streitparteien noch vor dem Oberverwaltungsgericht vorgehen.

Mit dpa-Material

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