Staatsanwaltschaft Münster erhebt weitere Anklage (Symbolbild).
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Staatsanwaltschaft Münster erhebt weitere Anklage (Symbolbild).

Staatsanwaltschaft 

Weitere Anklageerhebung wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern

  • Randolf Leyk
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Die Staatsanwaltschaft Münster hat eine weitere Anklage bei der Jugendschutzkammer des Landgerichts Münster erhoben. Dieses richtet sich gegen einen festgenommenen und zwischenzeitlich 30 Jahre alten Mann

Dabei geht es um den Verdachts des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs von zwei Kindern. Die Anklageschrift beschreibt 13 Tatvorwürfe über einen Zeitraum von Mitte April 2019 bis Ende September 2019. Der Mann sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Mit dieser nunmehr siebten Anklageschrift hat die Staatsanwaltschaft Münster den letzten der neun Tatverdächtigen (darunter eine Frau) angeklagt.

Datenmaterial auf Speichermedien mit einer Größe von 1200 Terrabyte

Die polizeilichen Ermittlungen in dem Gesamtsachverhalt sind laut Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen. Aufgrund des Umfangs der sichergestellten Beweismittel geht sie davon aus, dass das Ganze noch lange Zeit dauern wird. Nahezu unvorstellbare 2520 Datenträger mit einer ungefähren Speichermenge von 1.200 Terrabyte (1,2 Petabyte) müssen untersucht werden.

Nach den Ermittlungen soll der Angeschuldigte den schon in anderen Verfahren wegen gleichgelagerter Vorwürfe angeklagten 27-jährigen Tatverdächtigen aus Münster zu einem nicht genau feststehenden Zeitpunkt - vermutlich über das Internet - kennengelernt haben. Über ihn soll der Mann dann Kontakt zu einem heute elf Jahre alten Jungen aus Münster bekommen haben. Bei diesem Kind handelt es sich um den Sohn der Lebensgefährtin des Mannes aus Münster. Es besteht der Verdacht, dass unter anderem in der Wohnung des Angeschuldigten in Hannover, die dieser mit einem schon angeklagten 35-jährigen weiteren Tatverdächtigen aus Hannover bewohnte, den Jungen wiederholt schwer sexuell missbraucht haben soll. Zudem geht es um Missbrauch während eines Aufenthalts auf Mallorca. An dieser Reise sollen neben dem Angeklagten unter anderem auch der Tatverdächtige aus Münster mit dem damals neun Jahre alten Sohn seiner Lebensgefährtin und ein weiterer, damals elfjähriger Junge mit seinem Onkel aus Kassel teilgenommen haben.

Angeschuldigte bestreitet die Vorwürfe

Zu weiteren schweren sexuellen Missbrauchsfällen soll es während eines Aufenthalts auf Sylt, bei zwei gemeinsamen Treffen in der Wohnung des 27-jährigen aus Münster sowie bei einer Gelegenheit in einer Wohnung in einer Ortschaft in der Nähe von Aschaffenburg gekommen sein. Der nicht vorbestrafte Mann hat die Vorwürfe - sofern er sich hierzu geäußert hat - bestritten. Er hat lediglich eingeräumt, sich im Sommer 2019 auf der Insel Mallorca aufgehalten und auch mehrmals bei dem Münsteraner übernachtet zu haben.

Das Landgericht Münster muss nun über über die Zulassung der Anklageschrift entscheiden.

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