Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Rednerpult
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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert einen „Brücken-Lockdown“ mit härteren Maßnahmen. 

Besuch in Impfzentrum

Armin Laschet hält an „Brücken-Lockdown“ in NRW fest – und feuert gegen Kritiker

  • vonFlorian Forth
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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich in Schwelm im Ruhrgebiet zu Impfungen und dem Lockdown geäußert. Dabei attackierte er die SPD.

Schwelm – Über Ostern sollte Schwung in die Impf-Kampagne in NRW kommen, bald sollen die Schulen öffnen. Zudem bekräftigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch (7. April) seinen „Brücken-Lockdown“, der zuvor vielfach kritisiert wurde. Im Drive-in-Impfzentrum in Schwelm nahm der CDU-Vorsitzende nun Stellung zu diesen Themen, berichtet RUHR24*.

NameArmin Laschet
ParteiCDU
AmtNRW-Ministerpräsident

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) äußert sich zu „Brücken-Lockdown“ und attackiert SPD

„Meine Idee des Brücken-Lockdowns liegt auf dem Tisch“, sagte Laschet am Impfzentrum in Schwelm (alle News zum Coronavirus in NRW* auf RUHR24.de). Zudem drängte er erneut auf ein früheres Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. „Wir sind in der kritischsten Phase der Pandemie“, sagte er, es brauche jetzt innovative Lösungen.

Doch so recht kam sein Lockdown-Vorschlag bislang nicht an, was Laschet auch selbst aufgefallen war: „Ich merke, dass die Reaktion auf diesen Vorschlag nur Ablehnung ist“, sagte er in Richtung der SPD und schickte die Frage hinterher: „Was sind denn eure Ideen?“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU): „Schule kann nur öffnen, wenn das Testen funktioniert“

Denn das Problem ist auch: Am Montag (12. April) sollen in NRW die Schulen wieder öffnen. Das werde mit der bereits vor den Osterferien geplanten Teststrategie passieren, kündigte Armin Laschet an. Klar sei aber: „Die Schule kann nur öffnen, wenn überall das Testen funktioniert.“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert einen „Brücken-Lockdown“ mit härteren Maßnahmen.

Für die Schulen wird eine Konferenz der Ministerpräsidenten also in jedem Fall zu spät kommen, sagte Laschet. Weil die Ferien außerdem unterschiedlich enden, sind die Schulen etwa in Rheinland-Pfalz bereits wieder geöffnet. Die Kultusminister wollen jedoch heute über das weitere Vorgehen beraten.

Corona-Impfungen in NRW: Erstmals 100.000 Menschen am Tag geimpft

Die NRW-Landesregierung hatte angekündigt, die Impfungen beschleunigen zu wollen. Das sei gelungen, sagte Armin Laschet bei dem Pressetermin in Schwelm. Erstmals seien an einem Tag mehr als 100.000 Menschen geimpft worden. „Es sind am Anfang zu wenige Impfstoffe gewesen. Aber es werden mehr“, sagte er.

Aktuell haben rund 2,53Millionen Menschen in NRW zumindest eine Impfung bekommen, fast 1 Million ist komplett geschützt. Das entspricht einer Impfquote von 12,9 beziehungsweise 5,3 Prozent. Ende April sollen bereits 20 Prozent der Menschen in NRW eine Erstimpfung bekommen haben. Im Sommer erwartet Laschet, dass in wenigen Tagen jeweils eine Million Menschen geimpft werden können, kündigte Laschet an.

NRW: Impfzentrum in Schwelm hat einen Drive-in

Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat in Schwelm ein sogenanntes „Drive-in-Impfzentrum“ eingerichtet. Armin Laschet würdigte es als „ganz besonderes Impfzentrum“. Dort soll der Astrazeneca-Impfstoff schneller an die 60- bis 79-Jährigen verimpft* werden.

Nachdem es bei mehreren jungen Frauen nach der Impfung mit dem Wirkstoff zu teils tödlichen Komplikationen gekommen war, hatte das Land NRW ihn nur noch für Ältere freigegeben.

NRW: Armin Laschet (CDU) kommt bei Markus Lanz (ZDF) und Youtuber Rezo nicht gut weg

Zuletzt hatte Armin Laschet mit einem Interview bei Markus Lanz (ZDF)* für Aufsehen gesorgt. Der Moderator brachte Laschet dabei massiv in Erklärungsnot und sprach auch die Attacke von Kanzlerin Angela Merkel auf ihn an.

Außerdem kritisierte der Youtuber Rezo die Corona-Politik der CDU in einem Video* zuletzt scharf. Dabei kam auch Armin Laschet nicht gut weg. Rezo warf den Politikern unter anderem Arbeitsverweigerung vor und diffamierte sie als „inkompetente Dullis“. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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