Weitere Öffnungsschritte

Corona: Lockdown-Lockerungen ab heute in NRW – was jetzt wieder erlaubt ist

Ein Stück mehr Normalität bereits ab Montag: In Nordrhein-Westfalen soll es weitere Öffnungsschritte geben. Gleichzeitig warnt der Gesundheitsminister vor schnellen Schritten.

Nordrhein-Westfalen – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hat mit seinen Aussagen, man dürfe „nicht immer neue Grenzwerte erfinden“ und die Bürger nicht wie „unmündige Kinder“ behandeln für ordentlich Wirbel gesorgt. Hatte er zuvor eher den vorsichtigen Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) im Kampf gegen das Coronavirus* unterstützt, mahnt er nun, man müsse wieder mehr Leben zulassen. Diesen Worten lässt er jetzt scheinbar auch Taten folgen. Denn bereits ab Montag (22. Februar) wird es neue Öffnungsschritte in NRW geben, wie RUHR24.de* berichtet.

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-WestfalenMAGS NRW
SitzDüsseldorf
BehördenleitungNRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU)

NRW: Raus aus dem Corona-Lockdown – weitere Öffnungen beschlossen

Grundsätzlich befindet sich Deutschland noch bis mindestens zum 7. März im Lockdown. Bereits beim letzten Bund-Länder-Gipfel haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten aber erste Öffnungen für Schulen und Kitas beschlossen. Ebenso sollen Friseure ab dem 1. März wieder öffnen dürfen.

In Nordrhein-Westfalen wird es darüber hinaus noch weitere Lockerungen geben. Darüber informiert das Land NRW in einer Pressemitteilung vom 19. Februar. Neben den Änderungen für Schulen und Friseure sollen auch im Bereich Freizeitsport und bei körpernahen Dienstleistungen erste Öffnungsschritte möglich sein (alle Infos zum Coronavirus in NRW* auf RUHR24.de).

Schritte aus dem Corona-Lockdown: Diese Öffnungen sind in NRW konkret geplant

In den folgenden Punkten passt die Landesregierung die Coronaverordnung an:

  • Neben den Friseuren dürfen ab dem 1. März auch Fußpflegedienstleistungen wieder angeboten werden. Zur Begründung heißt es: „Vor dem Hintergrund der Bedeutung für die Körperhygiene sind gerade ältere Menschen auf diese Dienstleistungen nach so langer Zeit dringend angewiesen.“ Wichtig: Andere körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios bleiben noch bis zum 7. März geschlossen.
  • Es wird wieder Sportmöglichkeiten geben. Konkret ist der Sport im Freien allein, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstandes wieder erlaubt. Dazu zählt auch der Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel. Werden diese von mehreren Personen genutzt ist ein Abstand von mindestens fünf Metern einzuhalten. Sporthallen und Schwimmbäder bleiben weiter geschlossen.
  • Auch die sportliche Ausbildung im Einzelunterricht ist ab dem 22. Februar wieder erlaubt. Ebenso weitere Schulungen im Freien wie sie zum Beispiel von Hundeschulen angeboten werden.
  • Neben dem Verkauf von Schnittblumen und Topfpflanzen dürfen auch Gemüsepflanzen und Saatgut (Samen, Zwiebeln usw.) verkauft werden. Bau- und Gartenmärkten müssen ihren Verkauf aber ausschließlich auf diese Waren begrenzen.
  • Kinder bis ins Grundschulalter dürfen wieder Musikunterricht erhalten – allerdings nur als Einzelunterricht.
  • Wie es bereits im Anschluss an die letzten Bund-Länder-Gespräche beschlossen wurde, starten außerdem am kommenden Montag die Grundschulen, die Förderschulen der Primarstufe und die Abschlussklassen wieder mit dem Unterricht – in Präsenz- oder Wechselmodellen. Neu ist, dass es für alle Schüler eine Maskenpflicht geben wird – auch in den Grundschulen*.

Corona-Pandemie in NRW: Gesundheitsminister warnt vor zu schnellen Öffnungsschritten

Die Verordnungen treten am 22. Februar in Kraft und gelten zunächst bis zum 7. März. Im Hinblick auf die stagnierenden Zahlen sowie die weitere Ausbreitungen den Mutationen in NRW* äußert sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) allerdings lediglich verhalten optimistisch.

Die aktuelle Situation bereite ihm „Sorgen“, so der Minister. Und weiter: „Wenn wir allzu voreilig öffnen würden, würden wir die bisherige Eindämmung des Infektionsgeschehens riskieren.“ Die weiteren Öffnungen müssten daher schrittweise und „mit Augenmaß“ erfolgen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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