Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Coronavirus in NRW: Laschet mit Osteransprache +++ "Danke, dass Sie sich an die Regeln halten"

In NRW breitet sich das Coronavirus weiter aus. RUHR24 informiert aktuell über alle Entwicklungen und die Ausbreitung von Sars-CoV-2 hier im Live-Ticker.

  • Das Coronavirus* breitet sich in NRW weiter aus.
  • Seit Beginn der Sars-Cov-2-Pandemie gibt es im Bundesland 26.333 Infizierte und 569  Tote.
  • Alle wichtigen Entwicklungen zu Covid-19 lesen Sie im RUHR24-Live-Ticker.
  • Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Zu den neuesten Entwicklungen zum Coronavirus in NRW*.

Update, 20.45 Uhr: In einer Osteransprache hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Bevölkerung auf "viele kleine, vorsichtige Schritte" vorbereitet, um die Einschränkungen in der Coronavirus-Krise zu lockern. "Je mehr wir alle Geduld, Disziplin und Gemeinsinn aufbringen, desto leichter gelingt die Rückkehr ins Leben", so Laschet in seiner Rede, die am Abend im WDR ausgestrahlt wurde.

Armin Laschet: Coronavirus-Krise ist die schwerste Bewährungsprobe für das Land NRW

"Danke, dass Sie sich an die Regeln halten, dass Sie Abstand halten und zusammenhalten", sagte Laschet und bezeichnete die Coronavirus-Krise als schwerste Bewährungsprobe für das Land NRW seit der Gründung im Jahr 1946.

Besonders schmerzlich sei, dass Familien auf Abstand bleiben müssten, dass Kinder ihre Großeltern nicht besuchen können, dass nicht einmal eine Umarmung möglich sei. "Das ist alles hart. Mit der Stärke jedes Einzelnen schwächen wir gemeinsam das Virus", so der CDU-Politiker.

Viele Menschen sind auch psychisch von der Coronavirus-Krise betroffen, sagt ein Psychotherapeut aus Dortmund. Doch es gibt Tipps, wie man mental gesund bleibt.

NRW-Ministerpräsident Laschet bedankt sich bei Helden der Coronavirus-Krise

Der Regierungschef bedankte sich bei allen, die auch an diesem Osterwochenende arbeiteten wie Ärzte, Pfleger, Schwestern, Rettungskräfte, Polizisten und Mitarbeiter im Einzelhandel. Laschet erinnerte an die negativen Seiten, die der Verzicht mit sich bringt. 

"Alles, was wir gerade zur Eindämmung des Virus tun, hat auch negative Folgen. Ich denke an die Hunderttausenden, die leiden unter Kurzarbeit, unter Arbeitslosigkeit, an die, die jetzt leiden müssen unter Depression, Einsamkeit und verschobenen Operationen, unter Gewalt oder Verrohung, gerade auch die Kinder unter ihnen."

Update, 19.08 Uhr: Während die Menschen in Nordrhein-Westfalen über Ostern diszipliniert mit dem Coronavirus-Kontaktverbot umgehen, legen Experten Vorschläge für den möglichen Abbau der Einschränkungen vor. 

Experten der NRW-Landesregierung setzen Schreiben zur Coronavirus-Krise auf

In dem Papier, das im Auftrag der NRW-Landesregierung erstellt worden ist, heißt es, über Lockerungen könne erst nachgedacht werden, wenn klar sei, dass das Gesundheitssystem "absehbar nicht überfordert ist" und Voraussetzungen für ein besseres "Monitoring" der Krise geschaffen seien.

Dann aber könne die Rückkehr zur Normalität "schrittweise forciert werden". Das Schreiben soll als Grundlage dienen für ein Gespräch in der kommenden Woche, bei dem die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die nächsten Schritte beraten sollen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: "Es braucht eine offene Debatte"

In einem beigefügten Schreiben an Merkel und die Regierungschefs betont NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, es brauche "eine offene, transparente Debatte über den Weg aus der Krise und einen Fahrplan in eine verantwortungsvolle Normalität." Das Experten-Papier und eine Studie über den besonders von der Coronavirus-Epidemie betroffenen Kreis Heinsberg sollten "ein Beitrag zur inhaltlichen Grundlage für unsere gemeinsamen Beratungen in der nächsten Woche sein."

Update, 17.50 Uhr: Nach der Veröffentlichung erster Ergebnisse der Heinsberg-Studie zum Coronavirus kam von einigen Seiten Kritik am Vorgehen des Virologen und Studienleiters Hendrik Streeck auf. Er hatte die Zwischenergebnisse der Studie am vergangenen Donnerstag (9. April) vorgestellt.

Coronavirus in NRW: Virologe Streeck wehrt sich nach Kritik an Heinsberg-Studie

Dem Tagesspiegel sagte der Wissenschaftler der Uni Bonn am Sonntag, dass die Feldstudie alle Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einhalte. "Wir übererfüllen sogar diese Empfehlungen", so Streeck zu der Studie, die 1.000 Menschen aus 400 Haushalten untersucht.

Der Virologe und Leiter der Heinsberg-Studie Hendrik Streeck.

Auch wies Streeck die Kritik zurück, das Zwischenergebnis sei zu früh veröffentlicht worden. "Die Veröffentlichung ist keinesfalls leichtfertig erfolgt. Wir haben bis in die Nacht auf Donnerstag darüber diskutiert, ob wir jetzt erste Daten präsentieren sollen. Wir entschieden uns dazu aus ethischen Gründen, und weil wir uns verpflichtet fühlten, einen nach wissenschaftlichen Kriterien erhobenen validen Zwischenstand vor Publikation mitzuteilen." Das sei absolut üblich.

Coronavirus in NRW: Aktuelle wissenschaftliche Duskussion muss möglich sein

"Zwischenergebnisse werden auf Kongressen ständig und auf der ganzen Welt mitgeteilt. Nur dies ermöglicht eine jeweils aktuelle wissenschaftliche Diskussion." Zu behaupten, dies sei unwissenschaftlich, stimme schlichtweg nicht, beklagte der Forscher.

Update, 14.48 Uhr: Bisweilen hält sich die Bevölkerung in NRW größtenteils an die Maßnahmen, die im Zuge der Coronavirus-Ausbreitung von der Landesregierung verhängt wurden. Einzig Aachen sorgte an Karsamstag (11. April) für negative Schlagzeilen.

Coronavirus in NRW: Stadt Aachen leitet 30 Verfahren ein

Hier registrierte das Ordnungsamt vermehrt Gruppen, die gegen das Corona-Kontaktverbot verstoßen und sich auf Plätzen getroffen oder in Parks gegrillt hatten. Nach Angaben der Stadt von Ostersonntag wurden 30 Verfahren eingeleitet. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Zusammen mit der Polizei löste das städtische Ordnungsamt zudem eine nicht genehmigte Demonstration auf. Rund 25 Personen sollen sich an einem Brunnen widerrechtlich versammelt haben.

Update, 12.45 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium die aktuellen Fallzahlen für NRW (Stand 12. April, 11.30 Uhr) bekanntgegeben. Die erhoffte Trendwende in der Ausbreitung des Coronavirus bleibt in Nordrhein-Wesfalen, zumindest vorerst, aus. Gegenwärtig beläuft sich die Zahl der Infizierten auf 26.333, wovon 12.832 wieder genesen sind. 569 sind an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Coronavirus in NRW: Zahlen des Gesundheitsministeriums zu Covid-19 trüben die Hoffnung

Somit ist der Anstieg auf Seiten der Neuinfizierten (682) größer als der auf Seiten der Genesenen (656). Am Vortag (11. April) belief sich die Zahl der Infizierten auf 25.651, davon galten 12.176 als genesen. Zusätzlich zählte man am Samstag 534 Verstorbene.

Am stärksten vom Coronavirus betroffen bleibt weiterhin Köln. Dort liegt die Zahl der Infizierten bei 2.002, 1.186 gelten als genesen. Dahinter folgt der Kreis Heinsberg, wo von 1.573 Infizierten mittlerweile 1.041 genesen sind.

Update, 10.41 Uhr: Gegenüber der Funke Mediengruppe sprach sich Gerd Landsberg (68), Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, für flächendeckende Tests aus das Coronavirus als Bedingung für die Lockerung der Schutzmaßnahmen aus. Zu seinen Forderungen gehört auch ein bundesweit einheitliches Test- und Meldesystem.

Coronavirus in NRW: Städte - und Gemeindebund will Testkapazitäten deutlich erhöhen

Somit sollen innerhalb eines Tages 80 bis 100 Prozent der Kontaktpersonen eines Infizierten gefunden und getestet werden. Bis Ende Mai müssten nach Ansicht von Gerd Landsberg die Tests von derzeit rund 60.000 auf 500.000 pro Tag hochgefahren werden.

Gleichzeitig fordert der 68-Jährige wegen des Coronavirus Planspiele für die Wiedereröffnung von Schulen und Kitas in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut (RKI). Diskutiert werden soll dabei unter anderem, ob es sinnvoll wäre, die Kinder hälftig vor- und nachmittags oder auch hälftig im vierzehntätigen Wechsel zu betreuen.

Update, Sonntag (12. April), 9.20 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie stellt auch die Kirchen in NRW vor eine Herausforderung. Gottesdienste finden in den Gemeinden vor leeren Bänken statt - vielerorts werden sie gestreamt. Ein Düsseldorfer Autokino lässt die Gläubigen an Ostersonntag beispielsweise an einer katholischen Messe unter freiem Himmel teilnehmen.

Coronavirus: Glocken der Kirchen in NRW läuten an Ostersonntag zeitgleich

Um allen Widrigkeiten zum Trotz Gemeinschaft und Zusammenhalt zu demonstrieren und das Osterfest zu feiern, sollen von 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr am Sonntag möglichst alle Glocken in den evangelischen und katholischen Kirchen in NRW geläutet werden.

Am Ostersonntag sollen die Glocken in allen katholischen und evangelischen Kirchen in NRW gleichzeitig läuten - auch ein Zeichen des Zusammenhalts trotz Coronavirus.

Update, 21.20 Uhr: In einer Fernsehansprache hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Coronavirus-Krise geäußert und den Menschen in Deutschland für ihren Einsatz gedankt. Er sei "tief beeindruckt von dem Kraftakt, den unser Land in den vergangenen Wochen vollbracht hat."

Coronavirus in NRW: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält TV-Ansprache 

Außerdem rief der SPD-Politiker zu Geduld un Disziplin auf. Denn "wir alle haben das in der Hand", wann die Einschränkungen wegen der Coronavirus-Situation gelockert werden könnten, so der 64-Jährige weiter. Noch sei die Gefahr nicht gebannt. Durch die Einhaltung der radikalen Einschnitte habe jeder "Menschenleben gerettet und rettet täglich mehr", so Steinmeier. 

Ausgesprochen eindringlich mahnte der Bundespräsident zu deutscher Solidarität innerhalb Europas. "Deutschland kann nicht stark und gesund aus der Krise kommen, wenn unsere Nachbarn nicht auch stark und gesund werden." Diese Pandemie sei kein Krieg. "Nationen stehen nicht gegen Nationen, Soldaten gegen Soldaten", so Steinmeier weiter

Update, 20.11 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise herrscht auch in NRW ein Gottesdienstverbot. So bleiben die Kirchen an diesem Osterwochenende erstmals leer. Stattdessen predigen etwa der Kölner Kardinal Rainer Woelki und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, vor unbesetzten Kirchenbänken, berichtet die dpa. Die Gottesdienste werden aber im Internet übertragen, einige auch im Radio oder Fernsehen.

An Ostersonntag bleiben die Kirchen in NRW leer: Christen lassen sich wegen Coronavirus etwas einfallen

Die Christen haben sich einiges einfallen lassen, um dennoch etwas festliche Stimmung aufkommen zu lassen. So soll am Ostersonntag von 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr in allen katholischen und evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen mit möglichst allen Glocken geläutet werden.

In einem Autokino in Düsseldorf können Gläubige am Sonntag sogar an einer katholischen Messe unter freiem Himmel teilnehmen können - in ihren Fahrzeugen.

Update, 19.10 Uhr: Mit einem außergewöhnlichen Video danken die NRW-Polizei und Innenminister Herbert Reul (CDU) den Bürgern für ihr Verhalten in der Coronavirus-Krise: Das Landespolizeiorchester spielte hierzu eine moderne Version von "Freude schöner Götterfunken" ein. Wegen der Kontaktsperre betraten die Musiker einzeln und nacheinander eine Schießanlage, um ihren Part einzuspielen.

Verhalten in der Coronavirus-Krise: NRW-Polizei bedankt sich mit besonderem Video

Wie das Innenministerium mitteilte, enstand der knapp fünfminütige Film im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Selm. "Bei der Produktion des Videos wurden die Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Institutes streng eingehalten." So sieht man jeweils nur einen Musiker vor der Kulisse mehrerer Streifenwagen mit Blaulicht.

Nach dem letzten Takt betritt Innenminister Reul die Halle und bedankt sich für das vernünftige Verhalten der Bevölkerung. Zudem mahnt er: "Meiden Sie Kontakte." Dies sei in den nächsten Wochen weiter notwendig, um das Coronavirus zu besiegen.

Update, 14.45 Uhr: NRW - Die Ansagen haben wohl gesessen. Das glaubt die Bundespolizei NRW, die am Osterwochenende die Situation an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden beobachtet. Laut dpa würden sich die meisten Menschen an den Appell der Innenminister von NRW und den Niederlanden, nicht in die Ferienorte in den Westen zu fahren, halten.

Coronavirus in NRW: Infektionen im Land auf 25.651 gestiegen

Update, 14.40 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist im Bundesland NRW auf 25.651 gestiegen (1.152 mehr Fälle als am Karfreitag). Insgesamt sind 532 Menschen verstorben, die Zahl der Todesfälle ist um 32 gestiegen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch 12.176 Genesene (476 mehr als am Karfreitag). Das geht aus offiziellen Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums hervor. 

Update, 12.25 Uhr: Karl Broich ist Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bonn). Laut WDR geht er davon aus, dass es im Spätsommer 2020 erste Ergebnisse über ein Medikament zur Bekämpfung von Coronavirus (Covid-19) geben wird. 

NRW: Medikament gegen Coronavirus (Covid-19) im Spätsommer? 

Zuversichtlich würde sich der Präsident des BfArM auch zeigen, dass dieses Medikament noch in diesem Jahr eine Zulassnung bekommen könnte. Aktuell würden acht klinische Prüfungen laufen. 

Update, 12.15 Uhr: Der Städtetag NRW drängt auf eine Rückkehr zur Normalität. Die großen Städte im Bundesland NRW wollen trotz des Coronavirus frühzeitig an einem Konzept zur Rückkehr zur Normalität beteiligt werden. Gegenüber der dpa äußerte sich Helmut Dedy (Geschäftsführer des Städtetages NRW), dass es wichtiger werde, Fragen rund um die drastischen Einschränkungen zu beantworten. 

Coronavirus in NRW: Städtetag NRW appelliert an die Politiker - "Bindet uns mit ein!" 

Wie lange gibt es noch Schließungen im öffentlichen Leben? Wie lange wird es noch Ansammlungs- oder Kontaktverbot geben? "Wir brauchen eine Vorlaufzeit", so Helmut Dedy. 

Fakt ist aber auch, und das sieht der Geschäftsführer des Städtetages NRW ein, dass es in vier bis sechs Wochen noch kein normales Leben geben wird. Dennoch müsse man sowohl für den Einzelhandel als auch für die Öffnungen von Schulen und Kitas vorbereitet sein. "Bindet uns rechtzeitig ein", appelliert Helmut Dedy. 

Helmut Dedy vom NRW-Städtetag

Update, 11.30 Uhr: Es geht nicht nur um wissenschaftliche, sondern auch um Fragen der Öffentlichkeit bei der wichtigen Studie rund um das Coronavirus. Die Heinsberg Studie rund um den Bonner Virologen Hendrik Streeck gerät in die Kritik. Die Art und Weise der Öffentlichkeitsarbeit ist im Fokus. Der Grund: Die Agentur Storymachine. 

Die SPD-Abgeordnete Sarah Philipp hat die Hintergründe der Zusammenarbeit zwischen den Initiatoren der Studie und der Agentur erfragt. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann konnte nicht antworten, ob da Geld geflossen sei. 

Coronavirus in NRW: Heinsberg-Studie im Fokus 

Agentur-Mintinhaber Philipp Jessen äußerte sich gegenüber dem Portal Meedia, dass Storymachine auf den Virologen Hendrik Streeck zugegangen sei. Der Virologe und Michael Mronz (ebenfalls Mitinhaber der Agentur) würden sich privat kennen. Das hat Michael Mronz gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger bestätigt. 

Michael Mronz habe Hendrik Streeck die Hilfe bei der öffentlichen Kommunikation angeboten. Das koste häufig so viel Zeit. Die Agentur bekäme aber dafür kein Geld. 

Für die SPD-Abgeordnete Sarah Philipp sei die Zusammenarbeit zwischen Agentur und Wissenschaftlern ein unlauterer Wettbewerebsvorteil. Die Agentur habe den Auftrag nur aufgrund der privaten Verbindung zwischen Mitinhaber Michael Mronz und Virologe Hendrik Streeck bekommen. 

Update 10.30 Uhr: Schock in St. Augustin bei Bonn. Ein gesamtes Pflegeheim ist am Freitag (10. April) evakuiert worden. Der Grund: Das Coronavirus. Nach einem Bericht des WDR habe das Personal des Heims gesagt, dass es nicht mehr gehe. Insgesamt seien 38 Pflegekräfte positiv auf das Virus getestet worden. Die Versorgung der insgesamt 70 Bewohner sei nicht mehr gesichert. 

Coronavirus in NRW: Ganzes Pflegeheim in St. Augustin bei Bonn evakuiert 

Um die 50 Bewohner seien in umliegende Krankenhäuser verlegt worden. Sebastian Schuster (CDU-Landrat des Rhein-Sieg-Kreis) äußerte sich gegenüber dem WDR: "Und dann war scheinbar keine Personalreserve vorhanden und dann hat man gesagt - das ist der Notstand." Es gleiche einer Katastrophe, wenn eine solche Einrichtung die weiße Fahne raushänge und sage, dass man es nicht schaffe. 

Das Coronavirus in Altenheimen sei ein riesiges Problem. "Wir werden einen Plan machen, dass uns das nicht nochmal so erwischt, wie es ja schon in Wolfsburg und Würzburg der Fall war. Wir müssen uns da besser aufstellen", so der Landrat. 

Update, Samstag (11. April), 10 Uhr: Armin Laschet (NRW-Ministerpräsident) und der Rest der Landesregierung machen in der Coronavirus-Krise einen guten Job. Das ergab jetzt eine Umfrage des Umfrageinstitut Forsa. Demnach seien knapp 77 Prozent der Teilnehmer der Umfrage zufrieden mit dem Krisenmanagement. Die Umfrage hat der Kölner Stadtanzeiger zusammen mit dem Express in Auftrag gegeben. 

Coronavirus in NRW: Armin Laschet und der Krisenjab machen laut einer Umfrage einen guten Job 

Lediglich 15 Prozent der Befragten seien weniger zufrieden oder finden die Arbeit der Landesregierung gar schlecht. Die positiven Bewertungen würden sich durch fast alle politische Lager ziehen. Anhänger der AfD würden sich jedoch mehrheitlich ablehnend zeigen. Insgesamt hätten bei der Erhebung vom 6. bis 8. April 1084 wahlberechtigte Bürger in NRW mitgemacht. 

21.40 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise stehen viele Bars und Clubs im Ruhrgebiet vor dem finanziellen Aus. Crowdfunding soll sie jetzt retten. Ob das klappt?

Betroffen sind vor allem Lokale in Dortmund, Essen und Bochum. Sie brauchen mehrere zehntausend Euro, um in den kommenden Monaten ihre laufenden Kosten decken zu können.

19.35 Uhr: Weil zwei Shisha-Bars in Dortmund trotz Coronavirus-Verbote geöffnet haben und illegal Tabak verkauften, musste das Ordnungsamt anrücken. Einsatzkräfte schlossen die Lokale. Die Betreiber erwarten Bußgeldverfahren.

Coronavirus in NRW: Rückkehrer aus dem Ausland müssen in Quarantäne

18.25 Uhr: Die Stadt Bochum hat mitgeteilt, dass sich ab heute Personen, die mehr als 72 Stunden im Ausland verbracht haben, bei der städtischen Coronavirus-Hotline melden müssen.

Grundlage ist eine neue Verordnung des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales müssen sich Reiserückkehrer in eine zweiwöchige, häusliche Quarantäne begeben. Ausnahmen gelten u. a. für Personen mit einer Bescheinigung des Arbeitgebers, die bestätigt, dass sie in der kritischen Infrastruktur arbeiten und unverzichtbar sind sowie für Berufspendlerinnen und -pendler.

Die städtische Corona-Hotline ist unter der 02 34 / 910 – 55 55 über die Ostertage von Freitag, 10. April, bis einschließlich Montag, 13. April, von 10 bis 15 Uhr erreichbar.

16.30 Uhr: NRW - Die sogennante Heinsberg-Studie stößt auf Kritik anderer Wissenschaftler. Am Donnerstag (9.  April) haben Hendrik Streeck (Direktor des Institut für Virologie der Uniklinik in Bonn), Martin Exner (Direktor für Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit), Gunther Hartmann (Direktor des Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie) zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Ergebnisse vorgestellt (siehe auch Update, 9. April, 12.12 Uhr).

Coronavirus in NRW: Virologe Hendrick Streeck stellt Ergebnisse vor und erntet Kritik 

Wie die WAZ (Bezahlschranke) berichtet, handelt es sich zunächst um Zwischenergebnisse, die am kommenden Mittwoch (15. April) beim Krisengespräch mit dem Bund und Ländern präsentiert werden sollen. Die Ergebnisse würden Hoffnung schüren. Zusammengefasst sind in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg 15 Prozent aller Einwohner schon infiziert gewesen. Viele hätten von den Symptomen nichts oder nicht viel gemerkt. 

Hendrik Streeck (l.) und Armin Laschet schreiten zur Pressekonferenz -  das Thema: Coronavirus

Die Todesrate sei dementsprechend niedriger und liege bei 0,37 Prozent (zum Vergleich: in ganz Deutschland liegt sie bei 1,98 Prozent). Daraus schließt das Team um Hendrik Streeck, dass eine Lockerungen der strengen Maßnahmen, wie das Kontaktverbot, eventuell möglich sei. 

Coronavirus in NRW: Lockerung des Kontaktverbotes? Andere Wissenschaftler haben Zweifel 

Gegenstimmen gibt es vom mittlerweile durch den NDR-Podcast bekannten Virologen Christian Drosten der Berliner Charité. Der würde die hohe Immunität anzweifeln. Antikörpertests könnten auch auf harmlosere Erkältungsviren reagiert haben, so seine These. Gérad Krause, Infektionsepidemologe aus Braunschweig zeige sich ebenfalls skeptisch. 

Ein weiteres Problem sei die Art und Weise, wie die Heinsberg-Studie präsentiert worden sei. Das Problem: Das Team um Hendrick Streeck habe die Social-Media-Vermarktung an eine Agentur namens "Storymachine" vergeben. Kritik gab es von der SPD, die diese Art und Weise hinterfragt hat. 

13.43 Uhr: NRW - Das Land Nordrhein-Westfalen stellt zur Unterstützung von Tierheimen und Gnadenhöfen in der aktuellen Coronavirus-Krise 400.000 Euro für Futterkosten zur Verfügung. Pro Einrichtung kann ein einmaliger Zuschuss in Höhe von bis zu 2.000 Euro ausgezahlt werden. 

Coronavirus in NRW: Nothilfe für Tierheime und Gnadenhöfe

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser erklärt: "Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tierheime arbeiten unter den erschwerten Bedingungen schon längst an der persönlichen Belastungsgrenze. Mit unserer Nothilfe unterstützen wir sie bei ihrer wichtigen Arbeit zur Versorgung der Tiere."

Tierheime und Gnadenhöfe leiden derzeit unter der Coronavirus-Pandemie: Spenden für Futterkosten brechen weg, Vermittlungen von Tieren finden wegen Besuchsverboten kaum noch statt. Betroffene Einrichtungen können die Förderung schnell und unkompliziert nach Vorlage einer gültigen tierschutzrechtlichen Erlaubnis sowie des Nachweises über die Gemeinnützigkeit der Einrichtung und der Futterkosten beantragen.

Das Verfahren wird bewusst sehr einfach gehalten. Das Umweltministerium wird rechtzeitig nach Ostern über die konkreten Modalitäten informieren.

Das Umweltministerium unterstützt Tierheime und Gnadenhöfe in der Coronavirus-Krise.

Neue Coronavirus-Fallzahlen für Nordrhein-Westfalen

13 Uhr: Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat die neuen Coronavirus-Fallzahlen für das Bundesland NRW veröffentlicht. Demnach gibt es insgesamt 24.499 Infizierte. 502 Menschen sind an den Folgen der Coronavirus-Erkrankung verstorben. Es gibt aber auch schon 11.700 Menschen, die als genesen gelten. Am Donnerstag (9. April) waren es noch 23.315 Infizierte, 445 Verstorbene und 10.491 Genesene.

Armin Laschet wendet sich an die Bevölkerung - welche Perspektiven haben wir?

Die Bevölkerung in NRW wartet gespannt auf den Ostersonntag (12. April). Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat angekündigt, sich an die Einwohner des Bundeslandes zu wenden. Es soll eine Ansprache in Radio und TV geben. Dabei geht es vor allen Dingen um die Entscheidungen der Landesregierung in der Coronavirus-Krise und über die Perspektiven in den kommenden Wochen. 

Die Ansprache des NRW-Ministerpräsidenten wird um 19.55 Uhr im WDR5 im Radio und auf dem WDR-TV-Sender sowie in verschiedenen Streams übertragen. 

10.29 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat Nordrhein-Westfalen für Einreisende aus dem Ausland eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet, das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die entsprechende Verordnung ist in der Nacht zu Freitag (10. April) in Kraft getreten, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Die Regelung soll bis einschließlich 19. April gelten. 

Coronavirus: Rückkehrer aus dem Ausland müssen in NRW in Quarantäne

Laut Verordnung müssen sich Menschen, die mehr als 72 Stunden im Ausland waren und dann nach Deutschland einreisen, "auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere Unterkunft" begeben und diese 14 Tage nicht verlassen. Zudem müssen sie sich bei den für sie zuständigen Behörden melden. Während der Quarantäne ist es Betroffenen laut Verordnung nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht "dem Hausstand des Aufenthaltsorts" angehören.

Ausnahmen gelten für verschiedene Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, Piloten und medizinisches Personal. Bei Verstößen sind Bußgelder vorgesehen. Auf die Regelungen hatten sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.

Polizei in NRW testet derzeit den Einsatz von Drohnen

Update, Samstag (10. April), 8.45 Uhr: Die Polizei testet in NRW aktuell den Einsatz von Drohnen. Insgesamt würde laut WDR unter anderem die Polizei in Dortmund als auch die in Düsseldorf die Drohnen zur Kontrolle während der Coronavirus-Krise einsetzen. Man würde Orte absuchen, die als beliebte Sammelpunkte bekannt seien, um auf das Kontaktverbot hinzuweisen.

Allerdings könne man mit den Drohnen keine Menschen erkennen. Sie würden nicht zur Identifizierung dienen. Es handele sich lediglich um sogenannte Übersichtsaufnahmen bei schwer zu überblickenden Gebieten. Das Ziel: Menschenansammlungen währened des Coronavirus verhindern.

Coronavirus in NRW: Polizei testet Drohnen - allerdings schon seit Anfang des Jahres

Das ist jedoch keine Maßnahme, die direkt im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus steht. Schon seit Januar testet die Polizei NRW den Einsatz von Drohnen. Die sollen bei der Suche nach vermissten Personen, bei unübersichtlichen Verkehrsunfällen oder bei Demonstrationen eingesetzt werden. 

22 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Bochum ist um um 17 Fälle auf 365 gestiegen. 219 Personen gelten als geheilt (am Vortag: 203). Zwölf Menschen sind im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung verstorben.

Coronavirus in NRW: Bochum-OB Eiskirch zieht Oster-Bilanz

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) wünscht den Bochumer Bürgern trotz der besonderen Situation frohe Ostern: "Auch, wenn sie ganz anders sein werden als wir sie kennen. Die letzten drei Wochen waren für uns alle nicht leicht." 

"Mich freut es, dass seit einigen Tagen die Zahl der in Bochum aktuell an Corona Erkrankten kontinuierlich abnimmt, wir mittlerweile sogar mehr Genesene als aktuell Erkrankte haben", sagt Thomas Eiskirch weiter. "Die Maßnahmen in Bochum zeigen aber nur deswegen Wirkung, weil sie solidarisch, mit großer Einsicht von den Bochumerinnen und Bochumer mitgetragen und gelebt wurden."

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister von Bochum

21.50 Uhr: Die Stadt Essen meldet am Donnerstag (9. April) Mut machende Zahlen. Einer verhältnismäßig geringen Anzahl von 13 Neuinfektionen stehen 22 Personen gegenüber, die in den vergangenen 24 Stunden als geheilt gemeldet wurden. Insgesamt gab es in Essen seit Beginn der Coronavirus-Pandemie 578 Fälle, 268 Menschen sind inzwischen wieder genesen.

Coronavirus in NRW: Zwei neue Todesfälle im Kreis Unna

21.35 Uhr: Der Kreis Unna betrauert die Todesfälle elf und zwölf im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dabei handelt es sich um eine 83-jährige Frau aus Holzwickede und einen 76-jährigen Mann aus Schwerte. Ob sie unter Vorerkrankungen gelitten haben, wurde nicht bekannt.

Im Landkreis sind aktuell 255 Menschen erkrankt, 171 ehemals Erkrankte haben die Infektion schon wieder überstanden. Seit Mittwochnachmittag (8. April) wurden 20 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahlen im Überblick:

  • Bergkamen: 21 (-1)
  • Bönen: 15 (+1)
  • Fröndenberg: 102 (+7)
  • Holzwickede: 16 (+1)
  • Kamen: 13 (+0)
  • Lünen: 73 (+3)
  • Schwerte: 81 (+4)
  • Selm: 46 (+0)
  • Unna: 47 (+2)
  • Werne: 24 (+3)
  • 21.05 Uhr: In Zeiten des Kontaktverbots schallen häufig verschiedenste Lieder von den Balkonen der Städte. Ein DJ aus Essen (31) ist sauer: Er darf kein Balkon-Konzert geben, weil OB Kufen einen persönlichen Brief geschrieben hat.

    20.49 Uhr: Die Stadt Essen plant Coronavirus-Präventivmaßnahmen in den 77 Alten- und Pflegeheimen der Stadt. Die Maßnahmen sollen eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus in den Einrichtungen verhindern, das Personal auf den Ernstfall vorbereiten und die Bewohnerinnen und Bewohner besser schützen.

    Coronavirus in NRW: Stadt Essen stellt Maßnahmen in Alten- und Pflegeheimen vor

    Unter anderem sollen kleinere Gruppen von Bewohnern mit fest zugeteiltem Personal innerhalb der Einrichtung voneinander abgegrenzt werden. Dadurch möchte man mögliche Infektionsketten im Pflegeheim besser nachvollziehen und durchbrechen. 

    Unterstützt werden soll dies durch bauliche Änderungen, um mehr Abstand zwischen den Bewohnern zu schaffen. Tische in Speiseräumen sollen auseinander gestellt und Aufenthaltsbereiche entzerrt werden. Vor allem die Einrichtung von Schleusenbereichen in den Einrichtungen soll helfen, eine mögliche Coronavirus-Ausbreitung einzudämmen.

    Coronavirus in NRW: Deutlicher Anstieg der Zahlen im Kreis Recklinghausen

    20.20 Uhr: Im Kreis Recklinghausen ist die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen zum ersten Mal seit sechs Tagen wieder angestiegen. Sie liegt aktuell bei 307. In den vergangenen 24 Stunden kamen 49 Neuinfektionen hinzu, 16 weitere Personen gelten als geheilt. Seit dem Beginn der Pandemie haben sich 659 Menschen mit dem Erreger angesteckt, über die Hälfte ist inzwischen wieder gesund. Die Zahlen im Detail (die Zahl der Gesundeten in der Klammer):

    • Castrop-Rauxel: 64 (42)
    • Datteln: 37 (29)
    • Dorsten: 125 (68)
    • Gladbeck: 89 (30)
    • Haltern am See: 73 (45)
    • Herten: 72 (28)
    • Marl: 68 (32)
    • Oer-Erkenschwick: 27 (9)
    • Recklinghausen: 82 (51)
    • Waltrop: 22 (14)

    Coronavirus in NRW: Bochum bietet Infotelefon für Hilfesuchende

    19.39 Uhr: Wer in Bochum befürchtet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, kann sich an das Infotelefon 0234/910 55 55 wenden. Es ist über die Osterfeiertage von Freitag (10. April) bis einschließlich Montag (13. April) von 10 bis 15 Uhr erreichbar. 

    Für Hilfesuchende hat die Stadt außerdem die Liste von Beratungsstellen erweitert. Unter www.bochum.de/corona finden Interessierte unter "Ich brauche Hilfe" alle Beratungs- und Hilfsangebote.

    Nützliche Telefonnummern für Menschen in Bochum in Zeiten der Coronavirus-Pandemie.

    19 Uhr: Die Bundespolizei begann nach dpa-Informationen am Gründonnerstag mit verstärkter Grenzüberwachung in NRW. Damit soll auf den erwarteten höheren Reiseverkehrs über Ostern reagiert werden. Die Polizei kontrolliert, ob nach Deutschland Einreisende augenscheinlich am Coronavirus erkrankt sein könnten.

    Coronavirus in NRW: Uniklinik Essen streitet um Notfallplan 

    18.42 Uhr: Die Leitung der Uniklinik Essen hat einen Notfallplan vorgelegt, falls die Coronavirus-Intensivpatienten plötzlich deutlich ansteigt. Unter anderem geht es darin laut WAZ um 12,5 Stunden-Schichten für die Mitarbeiter.

    Das Land NRW plant ein Epidemie-Gesetz für Ärzte und Pfleger, wie hier im Uniklinikum Essen.

    Der Personalrat lehnt diesen Plan ab, da die Belastung für die Beschäftigten zu groß sei. Komme keine Einigung zustande, müsse eine Einigungsstelle einberufen werden. Die Arbeitnehmervertreter der Uniklinik befürchten allerdings, dass die Leitung die 12,5-Stunden-Schicht per Eilverfügung umsetzen könnte.

    Coronavirus in NRW: Gelsenkirchen-OB sendet Video-Appell zum Osterfest

    18.20 Uhr: Gelsenkirchen-OB Frank Baranowski (SPD) hat sich vor den Osterfeiertagen mit einem Appell an die Bewohner der Stadt gerichtet. In einer Videobotschaft fordert er dazu auf, jetzt nicht nachzulassen und sich an die Regeln zu halten.

    "Die Kurve der Neuinfektionen flacht ab und die Kapazitäten in unseren Krankenhäusern sind nach wie vor ausreichend. Das sind gute Nachrichten. Meine dringende Bitte ist, halten Sie sich trotz der Osterfeiertage an die Regeln. Alles andere würde die Bemühungen, alles was wir jetzt mühsam erreicht haben, zunichte machen" so Frank Baranowski in dem Video, das auf Youtube zu sehen ist.

    18.05 Uhr: Die Stadt Herne meldet eine Gesamtzahl von 90 Coronavirus-Infizierten. Über die Hälfte der Erkrankten ist bereits wieder gesund (47).

    Ordnungsdienst und Polizei werden dennoch auch an den Ostertagen verstärkt kontrollieren, ob sich die Bürger an das Kontaktverbot halten. Nach wie vor sind  in ganz NRW die Spielplätze gesperrt, Veranstaltungen und Versammlungen im Freien verboten.

    Coronavirus in NRW: Holzwickede bietet Online-Plattform für Geschäfte

    17.45 Uhr: Auch in Holzwickede im Kreis Unna sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit viele Geschäfte geschlossen Damit Betriebe und Kunden dennoch den Kontakt halten können, hat die Gemeinde nun die Plattform howilieferts.de/ ins Leben gerufen. 

    Hier können die Betriebe sich mit Angeboten und Dienstleistungen präsentieren, die auch in der aktuellen Lage gekauft oder in Anspruch genommen werden können. Beispielsweise per Lieferdienst.

    Coronavirus in NRW: Gelsenkirchen sucht dringend medizinisches Personal

    17.15 Uhr: Die Stadt Gelsenkirchen richtet einen dringenden Appell an Personen mit medizinischer Ausbildung. Für den Fall einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus werde dringend Fachpersonal benötigt.

    Besonders Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Pharmazeutisch-technische Assistentinnen (PTA) oder Medizinisch-technische Assistentinnen (MTA) im Ruhestand, in Elternzeit, im Studium oder in Ausbildung sind gesucht. Sie können das vorhandene Personal verstärken, unterstützen und entlasten. Generell sei aber jeder herzlich willkommen, der in den kommenden Wochen freiwillig und ehrenamtlich unterstützen möchte.

    Das Coronavirus sorgt auch in Gelsenkirchen für leere Straßen.

    Stadtdirektorin Karin Welge, Leiterin des Krisenstabes der Stadt Gelsenkirchen: "Mein herzlicher Appell an alle Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener ist: Bitte melden Sie sich! Stellen Sie sich zur Verfügung in Ihrer Stadt, für Ihre Mitmenschen." 

    Karin Welge weiter: "Es kann der Zeitpunkt kommen, an dem wir alle darauf angewiesen sind, dass jeder einzelne von uns seinen Beitrag zur Bewältigung dieser Situation leistet. Ich würde mich freuen, wenn wir dann gut vorbereitet sind und auf viele engagierte Helferinnen und Helfer sofort zurückgreifen können". Wer helfen möchte, kann sich online auf www.gelsenkirchen.de/hilfdenhelfern in ein Kontaktformular eintragen.

    16.35 Uhr: Soeben gab das Gesundheitsministerium die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen bekannt. Demnach haben sich in NRW 23.605 Menschen mit dem Erreger infiziert. Das sind 756 mehr als am Vortag.

    Coronavirus: Neue Fallzahlen - mehr Gesundete als Neuinfektionen

    10.825 Erkrankte sind inzwischen wieder geheilt, 950 Personen sind seit Mittwochnachmittag (8. April) genesen. Insgesamt sind in den vergangenen 24 Stunden also mehr Menschen im Land genesen als erkrankt.

    43 weitere Menschen sind an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 456.

    Coronavirus in NRW: AfD bremst Pandemie-Gesetz aus

    16.15 Uhr: Die AfD hat laut dpa die geplante Verabschiedung des entschärften Pandemie-Gesetzes im Landtag ausgebremst. Zuvor hatte der Landtag in zweiter Lesung den geänderten Gesetzentwurf mit den Stimmen von CDU, FDP, SPD und Grünen angenommen. Nur die AfD stimmte dagegen. 

    Die NRW-Landesregierung und die großen Oppositionsparteien hatten zuvor die umstrittene Stelle aus dem Gesetzesentwurf gestrichen, die eine Zwangsverpflichtung von medizinischem Personal im Coronavirus-Katastrophenfall vorsah. Die AfD wurde an diesen Verhandlungen nicht beteiligt. Nun wird eine dritte Lesung erforderlich, die am Dienstag (14. April) stattfinden soll.

    15.52 Uhr: Mit Blick auf die Entwicklung der Coronavirus-Statistiken in Deutschland sagte die Bundeskanzlerin, dass es Anlass zu vorsichtiger Hoffnung gebe, weil sich die Ausbreitung des Virus in Deutschland verlangsamt habe. Gleichzeitig mahnte sie aber auch: "Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen", so Merkel. Stattdessen könne man sich freuen, wenn die Beschränkungen nicht noch mehr verschärft werden müssten. "Wir können uns sehr, sehr schnell das zerstören, was wir erreicht haben."

    Angela Merkel hat sich mit den Ministerpräsidenten der Länder besprochen.

    Coronavirus in NRW: Kanzlerin informiert über Kampf gegen die Pandemie

    15.44 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel informiert am Nachmittag auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung des sogenannten "Corona-Kabinetts" über den Stand im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in Deutschland. Es gebe einen "Hoffnungsschimmer", so die CDU-Politikerin bereits nach in einer Videokonferenz der Bundestagsfraktion von CDU und CSU am Donnerstag.

    15.18 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Toten liegt in NRW aktuell bei unter 500 Menschen. Trotzdem muss wohl davon ausgegangen werden, dass die Zahl in den kommenden Tagen weiter steigen wird. Auf diesen Umstand bereitet sich derzeit die Stadt Siegburg vor.

    Stadt Siegburg in NRW bereitet sich mit Kühlcontainer auf weitere Coronavirus-Tote vor

    Für mögliche an Covid-19 Verstorbene hat sich die Stadt in der Nähe von Bonn mit einem Kühlcontainer gewappnet. In dem Container auf dem Nordfriedhof könnten bis zu 23 Leichen bis zu ihrer Bestattung aufbewahrt werden, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt.

    Damit würden die Kapazitäten der Leichenhalle am Friedhof, in der elf Tote Platz fänden, deutlich erhöht. "Es geht um eine Präventivmaßnahme für den Fall, der hoffentlich nicht eintritt." Bislang sei in Siegburg noch kein Coronavirus-Infizierter gestorben.

    Erste Erntehelfer für NRW am Flughafen Düsseldorf eingetroffen

    Der Container sei bereits vor einigen Wochen bestellt worden. Die Lieferung habe sich bis jetzt verzögert. Der Container sei vorerst für ein halbes Jahr gemietet, wobei sich der Zeitraum an den Angaben des Robert Koch-Instituts über den wahrscheinlichen Pandemieverlauf orientiere.

    14.59 Uhr: Gute Nachrichten für dielandwirtschaftlichen Betriebe in NRW: Das erste Flugzeug mit Erntehelfern aus Rumänien ist heute auf dem Düsseldorfer Flughafen gelandet. Das bestätigte eine Flughafen-Sprecherin gegenüber der dpa. Die Saisonarbeiter werden von den Bauern sehnlich erwartet, um etwa die Spargelernte zu bewältigen. Für die Einreise in Zeiten des Coronavirus waren besondere Genehmigungen erforderlich.

    14.19 Uhr: Hinter den gefälschten Antragsseiten für Coronavirus-Hilfen in NRW steht nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Köln "eine professionell aufgezogene, kriminelle Kampagne." Die Betreiber mehrerer Fake-Seiten wollten "gezielt den hohen Handlungsdruck von Unternehmen und Verwaltung bei der Bewältigung der Corona-Krise" ausnutzen, teilte die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) mit.

    Coronavirus-Soforthilfe: Landeskriminalamt NRW ermittelt wegen Betrugsverdacht

    Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt NRW ermitteln wegen versuchten Betrugs. Sie gehen dem Verdacht nach, dass die unbekannten Täter die auf den nachgemachten Webseiten eingegebenen Daten abgegriffen und mit falschen Kontoverbindungen an das für die Coronavirus-Hilfen zuständige NRW-Wirtschaftsministerium weitergeleitet haben. "So könnte es den Tätern gelungen sein, ausgezahlte Corona-Hilfen an sich umzuleiten", heißt es in der Mitteilung weiter.

    13.57 Uhr: Von dem Auszahlungs-Stopp von Soforthilfen für Selbstständige und Kleinstbetriebe in Nordrhein-Westfalen sind mehrere 1.000 Antragsteller betroffen. Das sagte ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums gegenüber der dpa.

    Betrugsverdacht: NRW stopp Auszahlungen von Coronavirus-Soforthilfe

    Das LKA hatte bereits am Mittwochabend (8. April) öffentlich vor gefälschten Corona-Soforthilfe-Internetseiten gewarnt. Damit versuchten "skrupellose Betrüger von der Corona-Krise zu profitieren", hieß es in einer Mitteilung. Die Täter würden die Fake-Internetseiten unter anderem prominent über Werbeanzeigen in Suchmaschinen platzieren. Soforthilfe könnten Unternehmer nur über die Seite www.soforthilfe-corona.nrw.de beantragen.

    13.47 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen stoppt wegen mutmaßlich betrügerischer Internetseiten vorübergehend die Soforthilfe-Auszahlungen für Selbstständige und kleine Unternehmen in der Coronavirus-Krise, wegen der es bei den Fahrschulen in NRW nun strenge Regeln und Gesetze gibt. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) gefallen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

    Laut den Ermittlern haben Betreiber der Fake-Seiten "mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt". Offenbar hätten die Täter dann selbstbetrügerische Anträge gestellt. Von dem Auszahlungs-Stopp seien mehrere Tausend Antragsteller betroffen, sagte ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums. Wann die Zahlungen wieder aufgenommen werden könnten, sei noch nicht abzusehen. 

    13.38 Uhr: In der größten NRW-Stadt Köln gibt es bis heute 1.866 bestätigte Infektionen, 36 Todesfälle und 983 Genesene. In der Landeshauptstadt Düsseldorf waren es 678 gemeldete Infizierte, 7 Verstorbene und 280 Genesene. Stark betroffen ist weiterhin der Kreis Heinsberg mit 1513 Coronavirus-Infizierten und 48 Todesfällen. Dort sind 921 Menschen genesen.

    NRW-Gesundheitministerium veröffentlich aktuelle Coronavirus-Zahlen: jetzt 23.315 Infizierte

    13.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Personen, die sich in NRW mit dem Coronavirus infiziert hat, ist weiterhin gestiegen. Laut des Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums beläuft sich die Zahl der Erkrankten heute (stand 10 Uhr) auf 23.315. Das sind fast 500 mehr als noch am Mittwochabend (8. April) Genesene gibt es 10.491, an der Erkrankung verstorben sind in Nordrhein-Westfalen unterdessen 445 Menschen

    13.00 Uhr: Noch immer melden Unternehmen in NRW aufgrund der Coronavirus-Krise Kurzarbeit an. Insgesamt seit die Zahl in den letzten Tagen aber zurückgegangen, so Torsten Withake, Chef der NRW-Arbeitsagentur gegenüber der dpa.

    Coronavirus in NRW: Anstieg der Kurzarbeit schwächt sich ab

    Insgesamt haben in NRW bislang 140000 Firmen Kurzarbeit beantragt. Zum Vergleich: Während der Finanzkrise 2009 waren es im Verlauf des gesamten Jahres weniger als 29 000 Anträge.

    Und in NRW ist noch kein Ende in Sicht. Torsten Withake geht davon aus, dass in den nächsten Wochen noch weitere Unternehmen den Schritt der Kurzarbeit gehen. Doch die Zahl sei nicht zu vergleichen mit der Zahl der Anzeigen in den letzten fünf Wochen. 

    Kurzarbeit und Coronavirus: Neue Rechte für Mieter in NRW

    Die Maßnahme der Kurzarbeit hat vor allem für die Mitarbeiter eine enorme Auswirkung, sie bekommen oftmals nur noch einen Bruchteil ihres ursprünglichen Gehalts. Das heißt in vielen Fällen, dass beispielsweise die Miete nicht mehr bezahlt werden kann. Aufgrund der Coronavirus-Krise gelten für Mieter aber nun neue Rechte - vor allem wenn sie von Kurzarbeit betroffen sind. 

    12.40 Uhr: Gegenüber dem Handelsblatt nannte Armin Laschet außerdem ein Kriterium für eine mögliche Öffnung des Lockdowns in NRW wegen des Coronavirus. "Sind die Regeln für den richtigen Abstand einhaltbar und gibt es dafür auch die richtigen Schutzmaßnahmen? Wenn das der Fall ist, kann man den flexiblen Einstieg wagen"", so der NRW-Ministerpräsident.

    Armin Laschet sieht Öffnung des Lockdowns in NRW wegen des Coronavirus als machbar

    Man müsse die Menschen jetzt gezielter als durch pauschale Schließungen schützen, so der CDU-Politiker. Vor dem Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer am Mittwoch (15. April) sagte er: "Wir brauchen einenklaren Fahrplan, durch den das öffentliche und wirtschaftliche Leben wieder ins Laufen kommt."

    12.12 Uhr: "Der Kreis Heinsberg ist an einer riesengroßen Katastrophe vorbei geschlittert", so Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene an der Universität Bonn, erklärte, in Heinsberg könne man jetzt damit beginnen, die strengen Quarantäne-Maßnahmen kontrolliert zurückzunehmen. Die Menschen hätten sich bislang sehr diszipliniert an die Auflagen gehalten.

    Coronavirus in NRW: Menschen müssen lernen, mit dem Virus zu leben

    Ein maximaler Schutz müsse aber weiterhin für Seniorenheime und Krankenhäuser aufrechterhalten werden. Man werde lernen müssen, mit dem Virus zu leben und "die Gefahren richtig einzuschätzen", machte Virologe Streeck in Düsseldorf deutlich.

    Die NRW-Landesregierung informiert über die ersten Ergebnisse der Heinsberg-Studie zum Coronavirus.

    11.38 Uhr: Wie Studienleiter Hendrik Streeck mitteilte, konnte im Rahmen der Studie bei 15 Prozent der Untersuchten der Gemeinde Gangelt in Heinsberg eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt werden. "15 Prozent der Bevölkerung haben eine Immunität ausgebildet", so Streeck. Bei diesen ersten Zwischenergebnissen handele es sich allerdings um eine eher konservative Berechnung. Die Sterblichkeit liege im Testgebiet, gemessen an der Zahl der Gesamtinfizierten, bei 0,37 Prozent.

    11.09 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Hendrik Streeck, Virologe an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, haben bei einer Pressekonferenz am Donnerstag (9. April) erste Erkenntnisse der Heinsberg-Studie vorgestellt.

    Coronavirus in NRW: Ministerpräsident Laschet stellt erste Ergebnisse der Heinsberg-Studie vor

    Laschet lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit der Wissenschaftler, die "Tag und Nacht" an der Auswertung der Proben gearbeitet hätten. Es seien bereits doppelt so viele Haushalte ausgewertet, wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefordert. Dennoch sei dies lediglich ein Zwischenergebnis.

    10.54 Uhr: Das Osterwochenende steht vor der Tür. Für die Polizei in NRW wird es aller Voraussicht nach vor allem an Karfreitag viel zu tun geben. Denn für die Tuner-Szene ist der stille Feiertag jedes Jahr Anlass für größere Treffen. Der sogenannte "Car-Freitag" steht an.

    Polizei in NRW warnt wegen des Coronavirus: Höhere Strafen an "Car-Freitag" zu erwarten

    Die Polizei in Nordrhein-Westfalen warnt jedoch davor, insbesondere in Zeiten des Coronavirus.* Wer sich nicht an die Regeln hält, muss in diesem Jahr mit noch höheren Strafen rechnen als zuletzt. Lorenz Schnadt, Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium Dortmund und Chef der Autobahnpolizei, rät Tunern daher einmal mehr, zu Hause zu bleiben.

    10.25 Uhr: Beinahe täglich tauchen Informationen darüber auf, wie man in Zukunft bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verfahren möchte. Nun ist eine "Austiegsstrategie" der EU-Länder öffentlich geworden. Demnach schlägt die Kommission eine schrittweise Lockerung vor, wie Die Welt berichtet.

    Eindämmung der Coronavirus-Pandemie: EU-Länder mit Ausstiegsstrategie

    Dem Medienbericht zufolge schlägt die EU-Kommission in dieser Strategie einen stufenweisen Ausstieg aus den Notfallmaßnahmen gegen die Coronavirus-Krise vor. Mit langen Zeitabständen sollten die EU-Staaten bestehende freiheitsbeschränkende Maßnahmen erst auf lokaler Ebene aufheben und dann die Öffnung nach und nach ausweiten.

    Als Orientierungswert geben die Verfasser der bislang unveröffentlichten "Ausstiegsstrategie" einen Monat zwischen den einzelnen Lockerungen an. Grundsätzlich müssten die Maßnahmen stärker fokussiert sein als bisher. Demnach müssen die "verletzlichsten Gruppen, zum Beispiel die Älteren" länger vor Covid-19 geschützt werden.

    Ausstiegsstategie gegen das Coronavirus: Plan kommt nach Ostern

    Die Kommissare sollten den Plan ursprünglich am Mittwoch (8. April) beschließen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soltle ihn anschließend der Öffentlichkeit vorstellen. Auf Drängen einiger Mitgliedsländer soll er jetzt allerdings erst nach Ostern präsentiert werden.

    9.43 Uhr: Seit einigen Tagen wird im Landwirtschaftsverband Westfalen-Lippe (WLV) der erste Spargel geerntet. Die Bedingungen für das Wachstum des Kaisergemüses waren in den vergangenen Wochen gut. Das Coronavirus stellt die Bauern in NRW jedoch vor eine große Herausforderung. Durch die zeitweise Grenzschließung fehlten zwischenzeitlich 85 Prozent der insgesamt 25.000 Saisonarbeitskräfte, die regulär während der Ernte von Obst und Gemüse auf den Betrieben arbeiten.

    Die Spargelbauern in NRW haben mit dem Coronavirus zu kämpfen.

    Coronavirus stellt Spargelbauern in NRW vor große Herausforderung

    "Für unsere Spargelbauern sind die kommenden Wochen ganz entscheidend. Es muss nun gelingen, möglichst viel Spargel zu ernten und diesen trotz des Kontaktverbots an die Kunden zu verkaufen", so WLV-Präsident Hubertus Beringmeier in einer aktuellen Pressemitteilung.

    Viele inländische Arbeitskräfte hätten sich bei den Betrieben als Erntehelfer angeboten und seien in dieses Tagen bereits auf den Feldern im Einsatz. "Dennoch ist ohne die langjährigen Arbeitskräfte aus Osteuropa eine reibungslose Ernte nicht zu gewährleisten. Umso mehr sorgt die Grenzöffnung für große Erleichterung bei den Betrieben", so Beringmeier. Etwa 15 Sonderkulturbetriebe können heute die ersten Saisonarbeitskräfte am Flughafen in Düsseldorf in Empfang nehmen.

    Trotz Coronavirus in NRW: Bis zu 40.000 Saisonarbeitskräfte dürfen einreisen

    In der vergangenen Woche hatten das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) und das Bundesinnenministerium (BMI) gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut entschieden, dass im April und Mai jeweils bis zu 40.000 ausländischen Saisonarbeitskräften die Einreise ermöglicht wird. Diese werden in den kommenden Tagen auch auf den Höfen in Westfalen-Lippe erwartet.

    9.10 Uhr: In einer Flüchtlingsunterkunft in Mettmann (NRW) haben sich weitere 33 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Stadt mitteilte, wurden nach einem Krankheitsfall in der vergangenen Woche nun alle 88 Bewohner getestet. Die Betroffenen wurden mittlerweile außerdem auf zwei Unterkünfte verteilt.

    Bereits am 1. April war ein erwachsener Bewohner positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden. Daraufhin waren der Mann sowie drei Kontaktpersonen in einer anderen Unterkunft isoliert worden. Für die übrigen 88 Bewohner hatte die Stadt Tests angeordnet und häusliche Quarantäne verfügt. Die gelte jetzt auch weiterhin für die negativ getesteten Bewohner, erklärte die Stadt.

    8.40 Uhr: Die bevorstehenden Ostertage könnten vielen Leute dazu verleiten Tagesausflüge zu machen. Die beliebten Ausflugsziele in NRW sind deshalb bereits auf einen Andrang der Oster-Touristen vorbereitet. Gleichzeitig appellieren viele - wie schon vorher die NRW-Landesregierung - ganz auf Tagesausflüge zu verzichten.

    Coronavirus in NRW: Beliebte Ausflugsziele auch am langen Osterwochenende meiden

    Viele Menschen, denen nach Home-Office und Kinderbetreuung wegen des Coronavirus vielleicht die Decke auf den Kopf fällt, zieht es nach Beobachtung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW bei dem schönen Wetter in die Natur. "Bitte nicht die üblichen bekannten Wanderhotspots anfahren: Ausflugslokale und andere Attraktionen sind ohnehin geschlossen. Bitte neue, wenig frequentierte Gebiete besuchen", heißt es von dem Landesbetrieb vor dem langen Osterwochenende.

    Der Nationalpark Eifel in NRW geht gegen das Coronavirus vor.

    Auch der Nationalpark Eifel rät Tagesausflüglern davon ab, in das Großschutzgebiet südlich von Aachen zu kommen. Nach dem zuletzt großen Andrang gilt dort schon an einem beliebten Wanderweg eine Einbahn-Wanderweg-Regelung. Am Möhnesee im Sauerland sind mittlerweile viele Touristenmagnete gesperrt. Auch ausgesuchte Parkplätze sind zu, wie die Leiterin der Möhnesee-Touristik Alexandra Teicher gegen über der dpa mitteilte. "Es ist unfassbar, wie viele Leute aus dem Ruhrgebiet kommen."

    Wegen Coronavirus-Gefahr: Holland unterbindet Tagestourismus an Ostern

    Niederländische Behörden unterbinden den Tagestourismus über Ostern ebenfalls. Die Provinz Süd-Limburg ziehe mit der Sperrung für Tagestouristen Konsequenzen aus dem vergangenen Wochenende: Sie wolle damit verhindern, dass große Menschengruppen zusammenkommen. Die Maßnahme gelte vorerst bis Mittwoch nach Ostern.

    07.30 Uhr: In Düsseldorf treffen heute die ersten Saisonarbeiter aus Rumänien ein. Sie sollen in NRW bei der Spargelernte mithelfen, denn dort werden sie dringend benötigt. Eine Sonderregelung hatte ihre Einreise trotz der Coronavirus-Bestimmungen nun möglich gemacht. In Düsseldorf sollen heute insgesamt drei Flugzeuge mit Erntehelfern eintreffen. 

    Coronavirus: Erntehelfer aus Rumänien treffen in NRW ein

    Die Landwirte mussten zuvor auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite die Helfer aus Rumänien buchen und sie beim Bauernverband in Berlin registireren - erst dann ist eine Einreise möglich. Diese Maßnahme wurde von der Bundesregierung ins Leben gerufen, um die Landwirte in der außerordentlich schwierigen Situation zu unterstützen

    Update, Donnerstag (9. April), 07.10 Uhr: Am Osterwochenende drehen sich in NRW normalerweise die ersten Karussells, denn die Jahrmarktsaison beginnt. In diesem Jahr herrscht Stillstand - wegen des Coronavirus.

    Coronavirus: Schausteller in NRW haben Existenzangst

    Für die Schausteller in NRW ist dieses Frühjahr ein Totalausfall. "Die Lage ist für viele Betriebe existenzbedrohend", sagte Albert Ritter, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

    Hinzu kommt, dass bislang unklar ist, ob in diesem Jahr überhaupt Großveranstaltungen dieser Art stattfinden können. Für Pfingsten und sogar bis in den Sommer sind die Jahrmärkte bereits abgesagt. Für die Schausteller ist das ein Fiasko

    21.49 Uhr: NRW - Der stellvertretende NRW-Ministerpäsident Joachim Stamp (FDP) glaubt, dass Geschäfte in NRW bald schon wieder öffnen können: Der NRZ (Donnerstagsausgabe) sagte er laut WDR, man werde prüfen, mit welchen hygienischen Auflagen Betriebe wieder in die Produktion gehen können.

    Coronavirus in NRW: "Deutlich zu früh für Lockerung des Kontaktverbots vor Ostern"

    "Ich bin der Überzeugung, dass auch zahlreiche Geschäfte Ende des Monats wieder öffnen können, wenn sichergestellt ist, dass dort die gleichen Regeln eingehalten werden wie in Supermärkten", so Joachim Stamp. Man wolle zwar einerseits Ansteckungsrisiken weiter minimieren. Andererseits wolle man aber auch keine existenziellen Schäden durch Maßnahmen verursachen, die nicht zwingend notwendig sind.

    21.25 Uhr: Obwohl die Coronavirus-Situation in Bochum derzeit stabil zu sein scheint, warnt Dr. Eckhard Kampe (63), Leiter der Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im Gespräch mit der WAZ: "Wir dürfen uns keinesfalls in falscher Sicherheit wiegen. Der Virus ist noch da!"

    Zwar zeigten sämtliche getroffenen Maßnahmen Wirkung, an eine Entwarnung sei aber noch nicht zu denken: "Für eine Lockerung der Kontaktverbote und Schließungen ist es deutlich zu früh", so Eckhard Krampe. Vor allem während der Osterfeiertage gelte es, sich diszipliniert an die Kontaktbeschränkungen zu halten: "Wir dürfen nicht locker lassen!"

    Coronavirus in NRW: Mehr Genesene als Erkrankte in Recklinghausen und Bochum

    21.04 Uhr: Auch im Kreis Recklinghausen sind mehr Menschen bereits wieder gesund als noch erkrankt. Von insgesamt 610 Coronavirus-Infizierten (29 mehr als am Vortag) sind 332 wieder gesund (34 mehr als am Vortag). Der Kreis zählt weiterhin vier Covid-19-Todesopfer. Die Zahlen im Detail (die Zahl der Gesundeten in der Klammer):

  • Castrop-Rauxel: 64 (40)
  • Datteln: 36 (29)
  • Dorsten: 117 (61)
  • Gladbeck: 74 (30)
  • Haltern am See: 70 (43)
  • Herten: 61 (27)
  • Marl: 65 (31)
  • Oer-Erkenschwick: 22 (9)
  • Recklinghausen: 78 (49)
  • Waltrop: 23 (13)
  • 20.33 Uhr: Die Stadt Bochum vermeldet im Vergleich zum Vortag lediglich sechs Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Bis jetzt wurden insgesamt 348 Personen positiv getestet, davon sind bereits 203 wieder gesund und 133 noch aktuell infiziert. Der Zahl der Covid-19-Todesfälle liegt weiter bei 12.

    Coronavirus in NRW: Landeskriminalamt warnt vor Internet-Betrügern

    20.15 Uhr: Das NRW-Landeskriminalamt warnt vor gefälschten Coronavirus-Soforthilfe-Internetseiten. Damit versuchten "skrupellose Betrüger von der Corona-Krise zu profitieren", hieß es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. 

    Die Täter setzen die Fake-Internetseiten demnach unter anderem prominent über Werbeanzeigen in Suchmaschinen platzieren. Soforthilfe könnten Unternehmer aber nur über die Seite Coronavirus Soforthilfe beantragen.

    Coronavirus in NRW: Zahl der Todesopfer in Essen steigt auf 21

    19.55 Uhr: Auch in Essen ist eine weitere Person im Zussamenhang mit ihrer Covid-19-Erkrankung verstorben. Der 85-Jährige Mann litt nach Angaben der Stadt unter erheblichen Vorerkrankungen. Die Zahl der Coronavirus-Toten erhöht sich damit in Essen auf 21.

    Seit Beginn der Pandemie haben sich in Essen 565 Menschen mit dem Virus angesteckt, 246 haben die Infektion inzwischen überstanden.

    Coronavirus in NRW: Kreis Unna meldet weiteren Covid-19-Todesfall

    19.32 Uhr: Im Kreis Unna steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle um eine weitere Person auf zehn. Beim neuen Todesopfer handelt es sich um eine 83-jährige Bewohnerin des unter Quarantäne stehenden Schmallenbachhauses. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist seit Dienstag (7. April) um 15 weitere Fälle auf 418 gestiegen, 105 Personen gelten als gesundet. Die Fallzahlen Detail (in Klammer die Veränderung zum Vortag):

  • Bergkamen: 22 (+ 0)
  • Bönen: 14 (+ 0)
  • Fröndenberg: 95 (+ 3)
  • Holzwickede: 15 (+ 0)
  • Kamen: 13 (+ 1)
  • Lünen: 70 (+ 6)
  • Schwerte: 77 (+ 4)
  • Selm: 46 (+ 1)
  • Unna: 45 (+ 0)
  • Werne: 21 (+ 0)

    19.18 Uhr: Die Zahlen der Blutspender im Land sind seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie rückläufig, wie die Stadt Essen berichtet. Damit es nicht zu Engpässen kommt, ruft Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) die Bürger zum Spenden auf.
  • Coronavirus: Essen-OB Thomas Kufen ruft zur Blutspende auf

    "Gerade in einer Zeit der Entbehrungen, wie aktuell durch das Coronavirus bedingt, sollen Menschen weiter mit dringend benötigten Blutspenden versorgt werden. Damit dies in dem bisherigen Umfang aufrechterhalten werden kann, bitte ich alle Essenerinnen und Essener ganz herzlich, mit einer freiwilligen Blutspende dazu beizutragen", so Thomas Kufen. Wer gesund sei, könne das auch weiterhin tun. 

    "Blut zu spenden dauert nicht lange und ist eine einfache Möglichkeit, Mitmenschen in Not direkt zu helfen", sagt das Essener Stadtoberhaupt. Eine einzige Blutspende könne bis zu drei Leben retten. Beim DRK-Blutspendedienst West können Interessierte Informationen einholen oder direkt einen Termin ausmachen.

    Coronavirus in NRW: Stiftung Patientenschutz findet Exit-Strategie bei Besuchsverbot "hochgefährlich"

    18.50 Uhr: Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, hat Stellung zu einer möglichen Lockerung des Besuchsverbotes in Alten- und Pflegeheimen bezogen.

    In der Erklärung heißt es: "Jede Exit-Strategie ist hochgefährlich, da ein ausreichender Grundschutz in den Altenheimen und der ambulanten Pflege fehlt. Es wäre lebensgefährlich für Menschen der Hochrisikogruppe, hier falsche Erwartungen in der Bevölkerung zu wecken". Es fehle vor allem an der notwendigen Ausrüstung, Arbeitskräften und schärferen Richtlinien für die Covid-19-Testung.

    Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, warnt vor den Folgen des Coronavirus für Mensche in Pflegeheimen.

    Coronavirus in NRW: Produktion läuft auf Hochtouren - Über 320.000 Mundschutz-Exemplare pro Tag aus Bielefeld

    18.27 Uhr: In ganz Deutschland geht wegen der Coronavirus-Ausbreitung der Trend zur Eigenproduktion von Mundschutz-Masken. Das Land NRW bezieht inzwischen alleine 320.000 Exemplare pro Tag von einer Firma aus Bielefeld.

    Selbst diese große Zahl an Atemschutzmasken ist nach Ansicht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) aber lediglich ein "Tropfen auf den Heißen Stein". Man wolle von den "Wild-West"-Methoden des internationalen Marktes unabhängig werden und daher weitere Unternehmen für die Mundschutz-Produktion finden. NRW habe schon 3,7 Millionen Schutzmasken landesweit ausgeteilt.

    18.06 Uhr: 47 Flüchtlinge sind in den zentralen Unterbringungseinrichtungen von NRW mit dem Coronavirus infiziert. Das meldete das Integrationsministerium auf dpa-Anfrage.

    Coronavirus in NRW: 47 Flüchtlinge in Unterbringungseinrichtungen infiziert

    Demnach gibt es je einen Fall Kerpen und Schleiden, dazu 45 Infizierte in Euskirchen. Alle Betroffenen seien isoliert worden.

    Grundsätzlich seien in den Einrichtungen Quarantäne-Bereiche und umfassende hygienische Schutzmaßnahmen vorgesehen. Aus den Flüchtlingsheimen der Kommunen war kürzlich ein Fall in Mettmann gemeldet worden.

    17.49 Uhr: Das umstrittene Pandemiegesetz gegen die Ausbreitung des Coronavirus sorgt weiterhin für Diskrepanzen zwischen Regierung und Opposition. Er wisse nicht, wie es mit dem Gesetz weitergehe, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf.

    Coronavirus in NRW: Laumann möchte Pandemiegesetz ohne Änderungen durchbringen

    Er halte es aber für nötig, dass das Gesetz so verabschiedet werde wie es in den Landtag eingebracht worden sei, sagte Laumann laut dpa. Also auch mit der vorgesehenen Zwangsverpflichtung von Ärzten, die von der SPD scharf kritisiert wurde. 

    Am Ende müsse aber der Landtag entscheiden, was er machen und verantworten wolle. Darüber seien nun die Spitzen der Landtagsfraktionen im Gespräch. Am Donnerstag (8. April) eine Sondersitzung zu dem Gesetz  im Parlament angesetzt.

    17.30 Uhr: Die Einführung der Kontaktsperre führt zu deutlich weniger Verkehr auf den Straßen von Nordrhein-Westfalen. Das geht aus einer Datenanalyse von Straßen.NRW hervor.

    Coronavirus in NRW: Kontaktsperre führt zu deutlich weniger Verkehr auf den Straßen

    Demnach sei die Verkehrsbelastung auf den Autobahnen A1, A2, A3, A40 vor Einführung der Kontaktsperre mit zwei bis 19 Prozent nur knapp über dem Vorjahresniveau gelegen. 

    Nachdem wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Kontaktsperre eingeführt wurde, seien zwischen dem 19. und 20. März 75 Prozent weniger Autos unterwegs gewesen als zum Vergleichsdatum im Vorjahr.

    17.09 Uhr: Die Stadt Gelsenkirchen reagiert darauf, dass sich viele Menschen im Bereich des Hafens Graf Bismarck wegen des schönen Wetters nicht an Coronavirus-Schutzmaßnahmen gehalten haben. 

    Coronavirus in NRW: Gelsenkirchen sperrt Zugang zu Hafen Graf Bismarck

    Ab Donnerstag (9. April) werde die Zufahrt zur Johannes-Rau-Allee von der Münsterstraße aus komplett gesperrt. Von der Alfred-Zingler-Straße werde die Johannes-Rau-Allee noch eingeschränkt befahren sein, zum Beispiel von Anwohnern, Lieferverkehren oder Menschen, die im Hafengebiet arbeiten. 

    Das bereits in den vergangenen Tagen erlassene Nachtparkverbot an der Johannes-Rau-Allee werde außerdem ausgeweitet und gelte nun rund um die Uhr. Gleichzeitig sei die Nutzung des Parkplatzes am Anleger der "Weißen Flotte" gegenüber dem Stader Weg verboten.

    Coronavirus in NRW: Über 1.000 Neuinfektionen und über 1.000 Geheilte

    16.40 Uhr: Soeben gab das Gesundheitsministerium die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen bekannt. Demnach haben sich in NRW 22.849 Menschen mit dem Erreger infiziert. Das sind 1.023 mehr als am Vortag. 

    50 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt auf 413. 9.875 Erkrankte sind inzwischen wieder geheilt, 1.017 Personen sind seit Mittwochnachmittag (8. April) genesen.

    16.20 Uhr: Viele Menschen, die an einer Covid-19-Erkrankung sterben, sind über 80 Jahre alt und haben multiple Vorerkrankungen. Dr. Matthias Thöns, Facharzt für Anästhesiologie Notfall-, Schmerz- und Palliativmedizin aus Witten, stellt daher Strategie der Coronavirus-Behandlung in NRW* infrage.

    15.55 Uhr: Wer gedacht hat, dass er sich in dieser schwierigen Coronavirus-Zeit wenigstens über das Osterfeuer freuen darf, der liegt leider falsch. Denn nach dem neuesten Erlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MULNV NRW) ist das Abbrennen von Osterfeuern in diesem Jahr untersagt.

    Neuer Erlass in NRW: Osterfeuer wegen Coronavirus nun generell verboten

    Gemäß der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Erreger SARS-CoV-2 sind Veranstaltungen und Versammlungen grundsätzlich untersagt. Aufgrund dessen können Osterfeuer bzw. Brauchtumsfeuer in bisheriger Tradition zurzeit nicht stattfinden, wie der Kreis Unna in einer Pressemitteilung informiert.

    Die Veranstalter der Osterfeuer werden demnach vom Ordnungsamt der Stadt Unna über die neue Erlasslage des Landes informiert. Die Regelung vor dem jetzigen Erlass sah ein Abbrennen von bereits genehmigten Osterfeuern unter Aufsicht von maximal zwei Personen vor. Nun hat das Landesministerium ein generelles Verbot für diese Brauchtumsfeuer ausgesprochen.

    15.42 Uhr: Die aktuelle Situation verlangt den Menschen in NRW viel ab. Nicht nur, dass der geplante Osterurlaub wegen des Coronavirus ins Wasser fällt, nun sieht es auch so aus, als könnten Reisen im Sommer wegen Covid-19 ebenfalls auf der Kippe stehen.*

    Europäische Länder wie Dänemark, Österreich, Italien oder Spanien haben ihre Grenzen dicht gemacht. Zudem wurde für deutsche Einreisende eine 14-tägige Quarantäne verordnet. Und in ein paar Monaten? Auch für die nächste Ferienzeit zeigen sich Experten wenig optimistisch.

    15.31 Uhr: Die anhaltende Coronavirus-Krise zwingt viele Arbeitnehmer bereits seit Wochen dazu, im Homeoffice zu arbeiten. Doch was, wenn das "normale Büro" eigentlich die großen Bühnen in der Region sind?

    Dem Coronavirus in NRW trotzen: So proben die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen

    Denn das Coronavirus wirkt sich auch auf die Neue Philharmonie Westfalen (NPW) aus. Nach Absagen von Proben und Konzerten für die nächste Zeit, ist nun Üben zu Hause angesagt. Wie dieses musikalische Homeoffice zwischen Hund, Kind und Instrument aussehen kann, teilen die Musiker online auf Facebook und Instagram.

    Die Hornbläser proben getrennt aber in der Sache vereint via Web-Cam, das Cello wird zusammen mit dem Kind gespielt und die Oboe wird durch Trillerpfeife und Sportübungen ersetzt: Dass der Kreativität der Musiker auch in Krisenzeiten keine Grenzen gesetzt sind, zeigen sie in den verschiedenen Videosequenzen.

    15.21 Uhr: In Düsseldorf machte Laumann außerdem deutlich, dass er eine pauschale Ausgangsbeschränkung für ältere Menschen aufgrund der Coronavirus-Pandemie ablehne. "Das Lebensalter alleine gibt ja keinen Aufschluss über die Verfassung eines Menschen", so der NRW-Gesundheitsminister.

    Ausgangssperre für Ältere: NRW-Gesundheitsminister Laumann lehnt diese ab

    Seiner Auffassung nach gebe es sicherlich viele 70-Jährige, denen es gesundheitlich besser ginge als mach einem 50-Jährigen. "Eine Ausgangssperre vom Lebensalter abhängig zu machen, finde ich problematisch", so der CDU-Politiker weiter.

    14.56 Uhr: Der Bedarf nach Atemschutzmasken ist derweil ungebremst. Deshalb laufe die die Produktion der Masken in NRW auch weiterhin auf Hochtouren, so Laumann. Allein 320.000 Masken würden täglich exklusiv für Nordrhein-Westfalen produziert. Die Landesregierung sei dabei, weitere Unternehmen aufzutun, um Schutzkleidung im eigenen Land zu produzieren.

    Coronavirus - Produktion von Schutzmasken.

    Coronavirus in NRW: 682 Patienten befinden sich auf der Intensivstation

    14.37 Uhr: Auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute weitere Zahlen zum Coronavirus bekannt gegeben. Demnach würden aktuell 1.100 Covid-19-Patienten in den Kliniken in Nordrhein-Westfalen behandelt, 682 von ihnen seien auf der Intensivstation. 547 Patienten seien auf Beatmung angewiesen. Aktuell verdoppele sich die Zahl der Infizierten nur noch alle zwölf Tage.

    14.20 Uhr: Die Stadt Lünen verschärft derweil die Beschränkungen im öffentlichen Raum. So ist es im Seepark Horstmar ab heute nicht mehr erlaubt, sich auf der Wiese oder am Strand hinzulegen oder hinzusetzen. Die Stadt Lünen untersagt den Besuchern das dauerhafte Niederlassen auf den Freiflächen. Dazu beruft sie sich auf ihr Hausrecht.

    Verstärkte Coronavirus-Maßnahmen in NRW: Im Seepark Horstmar (Lünen) ist das Hinlegen jetzt verboten

    Das Verbot soll helfen, Menschenansammlungen zu vermeiden. Der Seepark ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird bei gutem Wetter trotz der Aufrufe zum Abstandhalten stark frequentiert. Diese Erfahrung hat die Stadt Lünen am vergangenen Wochenende gemacht, als das Thermometer am Sonntag bis auf 21 Grad Celsius kletterte. 

    Viele Menschen hatten Decken oder Handtücher ausgebreitet und sich an den See gelegt oder gesetzt. "Wenn sich die Menschen auf der Wiese oder am Strand niederlassen, sind die Abstandsregeln irgendwann kaum noch einzuhalten", so Bernd Wiesner, Leiter des Lüner Ordnungsamts. Schwierig werde es spätestens dann, wenn Kinder zwischen den Liegenden und Sitzenden umherlaufen. Der Seepark werde allerdings nicht geschlossen oder gesperrt, teilt die Stadt Lünen mit. Spazierengehen bleibt ausdrücklich erlaubt.

    13.49 Uhr: Bewohner der nordrhein-westfälischen Pflegeheime sollen trotz der Corona-Krise bald wieder Besuch empfangen dürfen. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in den Heimen trotz Coronavirus aufrechterhalten werden könne, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Rheinischen Post (Mittwochsausgabe) in Düsseldorf. 

    NRW-Gesundheitsminister Laumann: Besuche in Pflegeheimen müssen wieder möglich sein

    "Die Vorschläge werden schon in Kürze vorliegen und dann auch schnell umgesetzt. Wie auch immer geartete Besuche müssen wieder möglich sein."

    NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann

    Die Freiheitsrechte der älteren Generation könnten nicht über einen längeren Zeitraum ausgehebelt werden, betonte der 62-Jährige. "Sie können es den 170.000 Menschen in unseren Pflegeheimen nicht zumuten, dass für sie über ein halbes oder ganzes Jahr hinweg ein Besuchsverbot gilt, dass sie weder Ehepartner, Kinder noch Enkel sehen können."

    13.23 Uhr: Laut einem aktuellen Bericht des WDR wird es bei dem umstrittenen Epidemiegesetz der NRW-Landesregierung jetzt wohl doch keine Zwangsverpflichtung von Medizinern und Pflegern für den Kriseneinsatz geben. Man plane stattdessen eine Register für Freiwillige.

    Landesregierung und Regierungsfraktionen reagieren damit auf die zunehmende Kritik. Das Gesetz wurde kritisiert, weil eine solche Zwangsrekrutierung verfassungswidrig sei.

    NRW-Schulministerium geht von Abiturprüfungen am 12. Mai aus

    13.12 Uhr: NRW - Die wegen der Corona-Krise verschobenen schriftlichen Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen können nach derzeitiger Einschätzung des Schulministeriums vom 12. Mai an starten. Das sagte Schulstaatssekretär Matthias Richter am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. 

    Auch in den anderen Bundesländern könnten die schriftlichen Abiprüfungen vermutlich abgehalten werden. Für NRW gehe er davon aus, dass die Prüfungen - "wenn nicht etwas Unvorhergesehenes passiert" - unter der Beachtung des Infektionsschutzes durchgeführt werden könnten.

    Gleichwohl gebe es unter den Kultusministern der Länder "Szenarien ohne Prüfungen", sagte Richter. "Dafür gibt es Vorschläge, die Grundlage sein könnten für eine gegenseitige Anerkennung", sagte er. "An der Stelle kann man ohne Sorge sein." Die 16 Bundesländer hätten bereits versichert, dass die Prüfungen gegenseitig anerkannt würden. "Das ist beschlossene Sache."

    12.46 Uhr: Derzeit herrscht nicht nur frühlingshaftes Wetter in NRW, sondern wegen der Coronavirus-Krise auch wenig Verkehr auf den Straßen. Für Motorradfahrer scheint das eine Einladung für zu schnelles Fahren zu sein.

    Doch die Polizei im Kreis Kleve warnt dringend davor, auf den leeren Straßen zu rasen. "Um diesem offensichtlichen Phänomen entgegen zu treten, wird die Polizei ihre Geschwindigkeitskontrollen auch über das Osterwochenende fortführen", heißt es in einer Pressemitteilung. Am Dienstag (7. April) war ein 39-jähriger Motorradfahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen.

    Auch auf der A40 bei Bochum hattes es am Dienstagabend einen folgenschweren Motorradunfall gegeben.* Hierbei wurde ein Fahrer schwer verletzt.

    Covid-19 in NRW: Diese Städte sind besonders betroffen

    12.24 Uhr: Welche Städte in Nordrhein-Westfalen sind besonders von Covid-19-Infizierungen betroffen? In der größten NRW-Stadt Köln wurden bislang 1.839 Infizierte gemeldet, außerdem 34 Todesfälle, aber auch 938 Genesene. Im Kreis Heinsberg waren es bisher 1.476 Infektionen, 47 Todesfälle und 863 Genesene. Aachen ist mit 1.359 Infektionen und 36 Gestorbenen ebenfalls stark betroffen, dort sind aber auch 662 Genesene registriert.

    11.56 Uhr: Die Deutsche Post berichtet mitten in der Coronavirus-Krise von einem Paketboom wie im Weihnachtsgeschäft. Seit Ende März habe die Zahl der ausgelieferten Sendungen kräftig zugenommen, so Post-Chef Frank Appel am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. 

    Coronavirus-Pandemie sorgt für Paketboom: Deutsche Post plant Neueinstellungen

    Während die Post im Express- und Frachtgeschäft, in der Lieferkettenlogistik und bei Werbepost zuletzt spürbare Rückgänge verbuchte, sei das Paketgeschäft auf ein Niveau gewachsen, wie man es normalerweise nur in der Vorweihnachtszeit sehe. Weil die Post weiter wachsende Paketzahlen erwartet, will sie Mitarbeiter aus anderen Bereichen verstärkt im Paketgeschäft einsetzen. Auch Neueinstellungen seien geplant.

    Für einen Teil der rund 185 000 Beschäftigten in Deutschland plant der Konzern allerdings Kurzarbeit, wie Appel bestätigte. Darüber werde derzeit mit den Betriebsräten gesprochen. Es gehe um Mitarbeiter von Tochterunternehmen, die in Lagern für die Automobilindustrie arbeiteten. Konkrete Zahlen nannte der Post-Chef nicht.

    11.32 Uhr: Häusliche Gewalt ist kein neues Problem, aber es kann während der aktuellen Ausgangsbeschränkungen während der Coronavirus-Situation durchaus wachsen. Viele Familien sitzen derzeit auf engstem Raum zusammen - zusätzlicher Stress und Gewalt in den eigenen vier Wänden sind leider keine Seltenheit.

    Häusliche Gewalt wächst in Zeiten des Coronavirus: Polizei Hagen bietet professionelle Beratung an

    Hilfesuchenden stehen deshalb die Experten des Kriminalkommissariats Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Hagen mit einem umfassenden Beratungsangebot zur Seite. Ein Fokus der Beratung liegt unter anderem auf Präventionsmaßnahmen und Verhaltenstipps. betroffene bekommen hier außerdem effektive Handlungsanweisungen zum Schutz der eigenen Person.

    Ganz wichtig: Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit, sondern eine Straftat. Personen, die fürchten Opfer von häuslicher Gewalt zu werden, denen bereits solche widerfahren ist oder die jemanden kennen, der sich in einer Notlage befindet, können sich werktags von 7 Uhr bis 15.30 Uhr unter der Nummer 02331/986 1527 an die Experten der Hagener Polizei wenden.

    11.13 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie zweigt nun auch, wie kritisch die wirtschaftliche Lage der Kreise und Kommunen im Ruhrgebiet ist. Deshalb fordert der Kreis Unna jetzt auch einen Rettungsschirm für Kommunen. Denn Gewerbesteuereinnahmen brechen derzeit ein, Eintrittsgelder für Schwimmbäder oder Gebühren für Volkshochschulkurse und Musikschulunterricht sind ebenfalls Fehlanzeige.

    Kreis Unna fordert Rettungsschirm für Städte und Gemeinden

    Die finanzielle Lage der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie beim Kreis selbst habe sich in den vergangenen Jahren durch sorgfältiges und umsichtiges Planen und Haushalten befördert und durch eine boomende Wirtschaft leicht entspannt, heißt es in einer Forderung der Bürgermiester im Kreis Unna und Landrat Michael Makiolla in Richtung NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach.

    "Solidarität innerhalb der kommunalen Familie ist eine geübte Selbstverständlichkeit und Finanzhilfen von Bund und Land sind nun ein zwingendes Erfordernis", so Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke mit Blick auf eine erste Hochrechnung. Danach sei bei den Städten und Gemeinden mit Mindererträgen von mindestens 15 Millionen Euro insbesondere durch Steuerausfälle zu rechnen.

    Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium spricht von fast 22.700 Erkrankten

    10.46 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist am Mittwoch (8. April, Stand 10 Uhr) in Nordrhein-Westfalen auf 22.669 gestiegen. Das sind fast 850 Personen mehr als noch am Vortag. An einer Coronavirus-Infektion sind laut dem NRW-Gesundheitsministerium außerdem 408 Menschen gestorben. Am Dienstag (7. April) belief sich die Zahl der Versorbenen auf 363.

    9.40 Uhr: Gerade in der Coronavirus-Krise, in der viele Menschen zuhause sind, werden vermehrt Haushalts-Abfälle produziert. Die Müllabfuhr Dortmund appelliert an alle Bürger und Bürgerinnen, den Müll richitg zu trennen und eine Entsorgung beim Recyclinghof nur in dringenden Fällen in Erwägung zu ziehen.

    Coronavirus-Patienten müssen auf korrekte Mülltrennung achten

    Besonders Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und derzeit zuhause sind, sollen darauf achten, Müll und Hygieneabfälle richtig zu entsorgen. Abfälle wie Taschentücher gehören nicht in den Papiermüll, sondern in den Restmüll. Benutzte Taschentücher am besten in einer verschlossenen Plastiktüte entsorgen.

    9.23 Uhr: Ostern steht vor der Tür und muss in diesem Jahr anders gefeiert werden als sonst. Das Coronavirus bringt auch während Ostern einige Einschränkungen mit sich. So sind alle Gottesdienste verboten.

    Gottesdienst-Verbot während Coronavirus-Krise rechtmäßig

    Der Kölner Erzbischof Rainer Woelki hat die Gemeinden vor Verstößen gegen das staatlich verordnete Gottesdienst-Verbot gewarnt. "Wir haben das von einem Staatskirchenrechtler prüfen lassen und haben das juristische Ergebnis bekommen, dass die kommunalpolitisch Verantwortlichen solche Entscheidungen treffen können, dass das rechtsstaatlich ist und dass wir uns als Kirche dagegen nicht wehren können", sagte der Kardinal gegenüber der Bild.

    Erzbischof warnt vor Verstößen gegen die Auflagen in der Coronavirus-Krise

    Einzelne Gemeinden hatten gegen das Verbot von öffentlichen Gottesdiensten mit Austeilung der Kommunion wegen der Coronavirus-Pandemie geklagt. Woelki äußerte die Sorge, dass "die kommunalen Verantwortlichen die jetzt noch offenen Kirchen schließen", wenn es zu Verstößen gegen die Auflagen komme.

    8.46 Uhr: Mitten in der Coronavirus-Krise droht Experten zufolge in der häuslichen Betreuung alter und kranker Menschen nach Ostern eine gewaltige Lücke. Ein großer Teil der osteuropäischen Betreuerinnen werde nach den Feiertagen wegen der Pandemie nicht mehr aus ihren Heimatländern zurück in die deutschen Haushalte kommen. 

    Coronavirus-Krise: Nach Ostern könnten 200.000 Betreuungspersonen fehlen

    Damit rechnet der Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP). Demnach würden voraussichtlich bis zu 200.000 Betreuungspersonen aus Osteuropa fehlen. Tagtäglich betreuen hierzulande laut Verband 300.000 Osteuropäerinnen alte Menschen Zuhause - die große Mehrheit sei illegal tätig.

    Auch in NRW könnte sich nach Einschätzung des Landesverbands freie ambulante Krankenpflege (LfK) bald ein Defizit ergeben. Sollten die Betreuerinnen aus Osteuropa wegbrechen und die krisenhafte Situation länger anhalten, würde als Folge wohl die vollstationäre Pflege zunehmen, sagte LfK-Landesgeschäftsführer Christoph Treiß gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Aber gerade Pflegeeinrichtungen gelten oft als Coronavirus-Hotspots, einige haben einen Aufnahmestopp verhängt.

    Betreuung aus Osteuropa ist eine Säule der Versorgung alter Menschen in Deutschland

    Die Betreuungspersonen aus Osteuropa bildeten faktisch eine Säule der Versorgung alter Menschen in Deutschland, erläuterte VHBP-Geschäftsführer Frederic Seebohm. Die Politik müsse das anerkennen und Rechtssicherheit für betroffene Familien und Betreuungspersonen schaffen.

    8.32 Uhr: Derzeit stehen die Kommunalwahlen auf dem Prüfstand. Die kommunalen Spitzenverbände in NRW hinterfragen aufgrund der Coronavirus-Krise bei der Landesregierung, ob die Wahlen im September wie geplant stattfinden können.

    Armin Laschet sieht Verschiebung der Kommunalwahlen wegen Corona-Virus kritisch

    Doch sieht Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Verschiebung der Kommunalwahlen in NRW kritisch. „Wahlen sind in einer Demokratie mit die höchsten Güter, die verschiebt man nicht mal eben leichtfertig“, sagte Laschet dem Kölner Stadt-Anzeiger.

    Update, Mittwoch (8. April), 7.25 Uhr: Das Allgemeine Krankenhaus in Hagen kann sich derzeit über eine Welle der Hilfsbereitschaft freuen. Knapp 100 Freiwillige meldeten sich bei dem Krankenhaus, um zu helfen - vom Studenten bis zum Rentner.

    Boten und Türsteher: Krankenhaus in Hagen freut sich über Freiwillige

    Wie der WDR berichtet, kann das Krankenhaus in Hagen die Hilfe während der Coronavirus-Krise auch gut gebrauchen. So machen derzeit etwa 20 Medizin-Studierende Abstriche oder überwachen die Vitalwerte von Coronavirus-Patienten.

    Andere Freiwillige, die keine Erfahrung im medizinischen Bereich haben, erledigen Botengänge und entlasten so die Pflegekräfte. Ein anderer Job, der übernommen werden kann und zuvor nicht notwendig war: Türsteher. Sie passen auf, dass wirklich nur Personal und Patienten das Krankenhaus betreten.

    Bewacht werden in Hagen auch Mehrfamilienhäuser, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wurden. Grund dafür sind mit dem Coronavirus infizierte Bewohner, die sich nicht an ihre Auflagen halten.

    Coronavirus-Krise: Flugbetrieb der Germanwings wird beendet

    Dienstag (7. April), 21.58 Uhr: Als Reaktion auf die Coronavirus-Krise gab der Lufthansa-Konzern am Dienstag in Frankfurt bekannt, dass der Flugbetrieb der Kölner Tochter Germanwings nicht wieder aufgenommen wird. 

    "Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet", zitiert die dpa das Unternehmen. Dies war von den Gewerkschaften bereits befürchtet worden.

    Coronavirus in NRW: Sperrungen um den Baldeneysee bleiben noch mindestens zwei Wochen

    21.40 Uhr: Die Sperrungen rund um den Baldeneysee in Essen bleiben bestehen. Die Stadt begründet die Maßnahme damit, dass es viele Menschen aufgrund des guten Wetters und der freien Zeit in den Osterferien in den Essener Süden zieht. 

    Viele Ausflügler würden dabei das Kontaktverbot und andere Regeln zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus missachten. Zunächst werden die Sperrungen bis Sonntag (19. April) fortgeführt.

    Coronavirus in NRW: 26 neue Fälle im Kreis Unnna, Caritas Altenzentrum nicht betroffen

    21.23 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Kreis Unna steigt weiter. Aktuell gibt es 403 laborbestätigte Fälle, 26 mehr als am Montag. Die Zahlen im Überblick:

  • Bergkamen: 22 (+ 2)
  • Bönen: 14 (+ 3)
  • Fröndenberg: 92 (+ 2)
  • Holzwickede: 15 (+ 2)
  • Kamen: 12 (0)
  • Lünen: 64 (+ 5)
  • Schwerte: 73 (+ 5)
  • Selm: 45 (+ 2)
  • Unna: 45 (+ 4)
  • Werne: 21 (+ 1)
  • Es gibt auch gute Nachrichten: In der letzten Woche wurden wegen der Corona-Verdachtsfälle im Caritas Altenzentrum in St. Norbert in Lünen-Altlünen stichprobenartig Tests im Haus durchgeführt. Die Ergebnisse sind alle negativ.

    Coronavirus in NRW: Zwei Menschen in Essen an Covid-19 gestorben

    21.04 Uhr: Auch die Stadt Essen vermeldet neue Coronavirus-Todesopfer. Eine 87-jährige Essenerin ist heute (7.4.) im Caritas-Stift Lambertus in Rellinghausen verstorben. Ein 56-Jähriger Essener starb ebenfalls heute im Universitätsklinikum. Ob die beiden Personen unter Vorerkrankungen litten, wurde nicht bekannt.

    Insgesamt wurden 538 Menschen positiv auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet, 234 unter ihnen sind mittlerweile wieder gesund. 19 Covid-19-Patienten starben.

    Coronavirus in NRW: Recklinghausen meldet vierten Covid-19-Todesfall

    20.37 Uhr: NRW - Im Kreis Recklinghausen ist ein weiterer Mensch an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Ruhr Nachrichten berichten unter Berufung auf Informationen des Gesundheitsamtes, dass es sich dabei um eine 75-jährige Frau handelt. Die Zahl der bestätigten Infizierten stieg in den vergangenen Stunden um 34 auf 581 an, 298 gelten als geheilt. Die Fallzahlen der einzelnen Orte im Überblick (in Klammern die Zahl der geheilten Personen):

  • Castrop-Rauxel: 62 (35)
  • Datteln: 32 (27)
  • Dorsten: 112 (54)
  • Gladbeck: 70 (25)
  • Haltern am See: 67 (43)
  • Herten: 57 (23)
  • Marl: 64 (30)
  • Oer-Erkenschwick: 17 (5)
  • Recklinghausen: 77 (44)
  • Waltrop: 23 (12)
  • 20.17 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus trifft die Gastronomie besonders hart. Der Imbiss um die Ecke ist ebenso betroffen wie Spitzenköche.

    Zwei Restaurants musste er bereits schließen. Deshalb liefert Sterne-Koch Nelson Müller sein Essen jetzt selbst an hungrige Kunden.

    Coronavirus in NRW: Köln und Heinsberg weiterhin mit den meisten Infektionen

    19.55 Uhr: Vom Coronavirus besonders betroffen sind nach wie vor die Stadt Köln und der Kreis Heinsberg. In Köln haben sich bisher insgesamt 1.777 Personen nachweislich mit dem Erreger infiziert, davon sind 730 Personen wieder gesund. 32 Menschen haben den Kampf gegen Covid-19 nicht überlebt.

    Im Kreis Heinsberg entspannt sich die Lage allerdings etwas. Bisher gab es 1.476 gemeldete Infektionen und ein Großteil der Menschen ist schon wieder gesund (863). Der Kreis betrauert insgesamt 47 Todesfälle.

    Coronavirus in NRW: Grenzkontrollen am Osterwochenende geplant

    19.38 Uhr: Wie die dpa berichtet, wird die Bundespolizei die NRW-Grenzen zu Belgien und den Niederlanden am Osterwochenende verstärkt kontrollieren. Ziel sei es, Menschen zu identifizieren, die am Coronavirus erkrankt sind.

    Zuvor hatte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) deutlich gegen Kontrollen an den Grenzen ausgesprochen. Dafür erntete er nun Kritik von Armin Schuster (CDU, Obmann der Union im Innenausschuss des Bundestags). Ob und in welchem Umfang Grenzen kontrolliert würden, sei alleine eine Entscheidung des Bundes. Er sei nicht glücklich darüber, "dass da auf die Befindlichkeiten einzelner Bundesländer Rücksicht genommen wird".

    Coronavirus in NRW: Mehr Gesundete als Infizierte in Bochum

    19.12 Uhr: In Bochum ist die Zahl der Personen, die eine Coronavirus-Infektion überstanden haben, größer als die Zahl der aktuell erkrankten Menschen. 135 Infizierte gibt es laut Angaben der Stadt aktuell, dem gegenüber stehen 195 Gesundete. Leider sind in Bochum aber auch schon 12 Menschen an den Folgen von Covid-19 verstorben.

    Darüber hinaus hat die Stadt Bochum heute die Verteilung von 300 Litern Handdesinfektionsmittel, 37.000 Einmal-Handschuhen, 38.000 Mund-Nasen-Schutzmasken, 1.300 FFP-2 Masken und 1.100 Masken nach FFP-3 Standard an 116 Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste bekanntgegeben.

    Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Stadtdirektor Sebastian Kopietz bei der Verteilung von Coronavirus-Schutzmaterial.

    Coronavirus in NRW: Umweltschutzministerin gibt Tipps für sauberes Trinkwasser

    18.58 Uhr: Zahlreiche Gebäude in NRW werden wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Land derzeit nicht genutzt. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) ruft die Besitzer dieser Gebäude dazu auf, Wasserhähne und Duschen dennoch regelmäßig zu betätigen

    So werde verhindert, dass sich Keime wie Legionellen vermehren können. Es reiche aus, das Wasser einmal pro Woche ablaufen zu lassen, bis eine gleichbleibende Temperatur erreicht ist.

    Coronavirus in NRW: Millionenschwerer Betrug mit nicht vorhandenen Atemschutzmasken

    18.35 Uhr: Das Land NRW ist einem millionenschweren Betrug aufgesessen. Für eine Summe von 14,7 Millionen Euro sollten 10 Millionen Atemschutzmasken gekauft werden. Das Problem: Diese Masken haben nie existiert, das Geld war aber bereits an ein Schweizer Vertriebsunternehmen überwiesen. 

    Dieses hatte wiederum eine Anzahlung an zwei Lieferfirmen geleistet. Als die Masken allerdings nicht ankamen, wurde Anzeige erstattet. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde ein Teil des Geldes im Ausland gesichert. Das Land NRW hat inzwischen 12,3 Millionen Euro zurück erhalten.

    Coronavirus in NRW: Gelsenkirchen bekommt neues Behandlungszentrum

    18.09 Uhr: In der Stadt Gelsenkirchen gibt es ein neues Coronavirus-Behandlungszentrum. Es befindet sich im neuen Sportparadies (Emscher-Lippe-Halle) und ist für folgende Personengruppen gedacht:

    • Patienten mit einer COVID-19-Infektion oder mit dem Verdacht auf eine COVID-19-Infektion und behandlungsbedürftigen Beschwerden.
    • In häuslicher Isolation befindliche Patienten dürfen nur nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt (169- 5000) und nach telefonischer Anmeldung durch das Gesundheitsamt ins Behandlungszentrum kommen. Die Anfahrt ist nur alleine im eigenen PKW erlaubt. Ist das nicht möglich, muss ein Hausbesuch durch die Arztrufzentrale NRW (zentrale Nummer 116 117) angefordert werden.

    Coronavirus in NRW: Deutlicher Anstieg der Fallzahlen am Dienstag

    17.35 Uhr: Das Gesundheitsministerium hat nach Informationen der WAZ die neuesten Coronavirus-Fallzahlen bekanntgegeben. Demnach haben sich bisher 21.825 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Damit stieg die Anzahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden um 1.009 an. Die Zahl der Todesfälle steigt deutlich um 66 auf 363 an. Erfreulich: 8.858 ehemals erkrankte Personen sind mittlerweile wieder gesund.

    Coronavirus in NRW: Kirchen und Moscheen werden erfinderisch

    17.15 Uhr: In Bergkamen klingen von nun an jeden Abend um 19.30 Uhr die Kirchenglocken der christlichen Gemeinden. Damit soll zum Innehalten und persönlichen Gebet aufgerufen werden, da Gottesdienste derzeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt sind. 

    Ebenso ist es den islamischen Gemeinden in der Stadt bis Gründonnerstag erlaubt, über Lautsprecher zum Abendgebet aufzurufen. Der Ruf beginnt etwa um 20.15 Uhr und darf nicht länger als fünf Minuten dauern. "Es handelt sich hier für drei Abende um eine Ausnahme, die in Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg der besonderen Situation geschuldet ist" erklärt die Beigeordnete Christine Busch.

    Coronavirus: Durchschnittsalter der Todesfälle liegt bei 80 Jahren

    17 Uhr: Deutschland beklagte bis zum Dienstagmorgen 1.607 Todesopfer aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Das jüngste Todesopfer sei eine 28-jährige Frau, die unter Vorerkrankungen gelitten habe. Im Schnitt liege das Alter der Menschen, die an einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, bei 80 Jahren. Das sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Morgen laut WDR.

    16.45 Uhr: Gemäß den Daten der John Hopkins Universität haben sich bis zum Nachmittag über 100.000 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert (103.717). Allerdings ist eine große Zahl der Menschen bereits wieder gesund. 

    Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts sagte am Dienstagmorgen laut WDR: "Wir können mitteilen, dass wir geschätzt 33.300 Genesene haben. Die neu übermittelten Fälle werden geringer, von einer Entspannung kann aber nicht ausgegangen werden", so Wieler. Und weiter: "Wir müssen die nächsten Tage abwarten, ob sich daraus ein Trend ableitet".

    Coronavirus in NRW: Loveparade-Prozess könnte eingestellt werden

    16.25 Uhr: Das Landgericht Duisburg hat wegen der Coronavirus-Pandemie vorgeschlagen, den Strafprozess um die Loveparade-Tragödie von 2010 einzustellen. Wegen der dynamischen Entwicklung der Krise sei nicht absehbar, wann und wie die derzeit unterbrochene Verhandlung fortgesetzt werden könne. Das teilte das Gericht am Dienstag laut dpa mit. Bis zum 20. April sollen die Verfahrensbeteiligten Stellung beziehen. 

    Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg wurden 21 Menschen im Gedränge an Aus- und Eingängen erdrückt und mindestens 652 verletzt. Drei Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent sind wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt.

    Coronavirus in NRW: Fortuna Düsseldorf verkauft Atemschutzmasken im Vereins-Design

    16.10 Uhr: Atemschutzmasken sind derzeit gefragter denn je, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Damit Fans auch mit Mundschutz eine gute Figur machen können, bietet Bundesliga-Klub Fortuna Düsseldorf die begehrte Ware jetzt in den rot-weißen Vereinsfarben an.

    Der Verein weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei lediglich um einen "Behelf-Mund-Nase-Schutz" aus Baumwolle und Polyester handele.

    15.35 Uhr: Wie Ministerpräsident Armin Laschet außerdem verkündete, würde sich die Ausbreitung des Coronvirus in NRW weiter verlangsamen.

    Der Verdopplungszeitraum der Infektionszahlen liege derzeit bei 11,1 Tagen, teilte er heute bei einer Landeskabinettssitzung mit. NRW stehe damit etwas besser da als andere Bundesländer. 

    Coronavirus in NRW: Laschet überzeugt, dass Menschen sich an Regeln halten

    Die Verlangsamung zeige, dass die Maßnahmen, die in NRW ergriffen worden seien, wirkten, so Laschet. "Man merkt, dass sich die Menschen an die Regeln halten."

    Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte einen Verdoppelungszeitraum von 12 bis 15 Tagen als empfehlenswert bezeichnet, damit das Gesundheitssystem nicht durch die Coronavirus-Kranken überlastet werde.

    15 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung in der Corona-Krise auf eine stufenweise Rückkehr in die Normalität vorbereitet. 

    Am Mittwoch (8. April) tage der Expertenrat, und es würden erste Zwischenergebnisse erwartet, sagte Laschet am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts. "Die Menschen müssen einen Plan erkennen", sagte Laschet. "Wir brauchen einen Fahrplan in eine wachsame, verantwortungsvolle Normalität."

    Coronavirus in NRW: SPD will Pandemie-Gesetz nur unter einer Bedingung zustimmen

    14.55 Uhr: Die SPD im NRW-Landtag will dem Pandemie-Gesetz der Landesregierung nur zustimmen, wenn jede Regelung für eine Zwangsverpflichtung von medizinischem Personal komplett aus dem Entwurf gestrichen wird.

     Das beschloss die Landtagsfraktion der NRW SPD am Dienstag, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Fraktionskreisen erfuhr. Zuvor hatte Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty gegenüber WDR 5 geäußert, dass ein entsprechendes Gesetz aus dem entwurf gestrichen werden müsse.

    14.10 Uhr: Die Freie Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen fordert, Obdachlosen in Freibädern, Turnhallen und auf Zeltplätzen Zugang zu Duschen und sanitären Anlagen zu gewähren. 

    Während der Corona-Krise seien Abstandsregelungen auf Zeltplätzen viel leichter einzuhalten als in Gemeinschaftsnotunterkünften, erklärte die Landesarbeitsgemeinschaft am Dienstag in Düsseldorf.

    Coronavirus in NRW: Virologe fühlt sich unter Druck gesetzt

    13.57 Uhr: Die Kölner Karnevalsband Brings spielt am 17. und 18. April ein Konzert im Autokino in Köln-Porz. 250 Fahrzeuge mit jeweils zwei Erwachsenen und einem Kind haben dort Platz. 

    Das Konzert wird live gespielt und zusätzlich auf einer großen Leinwand übertragen. Den Ton können Besucher über eine hauseigene Frequenz in ihren Autos empfangen.

    13.37 Uhr: Der Bonner Virologe Hendrik Streeck empfindet bei seiner Arbeit an der großen Coronavirus-Studie im Kreis Heinsberg persönlichen Druck. Vor allem, weil er offenbar schon oft falsch zitiert worden wäre: "Es wird einem manchmal dann auch zu viel, weil man denkt: Das habe ich so nicht gesagt."

    Die Politik wolle schnelle Entscheidungen treffen. "Wir versuchen eben schnell zu arbeiten, aber gleichzeitig die größte wissenschaftliche Sorgfalt zu haben. Und das empfinde ich schon als Druck", sagte Streeck am Dienstag.

    Virologe Hendrik Streeck untersucht den Coronavirus-Ausbruch im Kreis Heinsberg.

    Coronavirus in NRW: Eregbnisse aus Heinsberg sollen in Corona-Krise helfen

    Der Virologe von der Uni Bonn soll im Auftrag der NRW-Landesregierung im Kreis Heinsberg nachvollziehen, wie sich das Virus ausgebreitet hat. Der Kreis hatte früh viele Krankheitsfälle und gilt daher als ein Corona-Epizentrum

    Schon bald will er Ergebnisse vorlegen, damit die Politik Entscheidungen über den künftigen Corona-Kurs treffen kann.

    Coronavirus in NRW: Supermärkte bleiben an den Oster-Feiertagen zu

    13.15 Uhr: Trotz Ostern werden die Supermärkte in NRW nicht zusätzlich an den Feiertagen geöffnet haben. Gemeint sind damit Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag. Der Handel rät stattdessen zu "vorausschauenden Ostereinkäufen".

    Kunden sollten am besten vorher planen, was sie für die Feiertage brauchen und dementsprechend einkaufen. So ist es auch in den vergangenen Jahren ohne Corona-Krise gelaufen. Außerdem wird gebeten, sich möglichst rücksichtsvoll in den Läden zu verhalten und das "Hamstern" sein zu lassen. Es sei schließlich genug für alle da.

    "Es ist uns ein großes Anliegen, dass unsere Mitarbeiter während der anstehenden Feiertage zur Ruhe kommen, sich erholen und möglichst viel Zeit im engsten Familienkreis und mit ihren Partnern verbringen. Darauf soll in diesen Tagen ihr ganzer Fokus liegen", teilte ein Sprecher von Aldi Nord mit. 

    Coronavirus in NRW: Endlich Klarheit über Semesterstart an Hochschulen und Unis

    12.50 Uhr: Eigentlich wäre das Sommersemester 2020 an den Universitäten und Hochschulen in NRW bereits am Montag (6. April) gestartet. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde der Semesterstart aber auf den 20. April verschoben.

    Dieser Termin soll auch eingehalten werden - allerdings digital. Wie NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am heutigen Mittag mitteilte, gebe es in NRW vorerst nur Online-Unterricht. Vorlesungen oder Seminare vor Ort sind ausgeschlossen.

    Coronavirus in NRW: Sommersemester wird kein "Null-Semester"

    Die Hochschulen hätten zugesagt, den mehr als 780 000 Studierenden "ein breites digitales Lehrangebot" zur Verfügung zu stellen, erklärte die Ministerin. 

    "Damit ist gewährleistet, dass das Sommersemester stattfinden kann und die Gefahr eines sogenannten Null-Semesters zu Lasten der Studierenden vermieden wird."

    Isabel Pfeiffer-Poensgen erklärt: "Das Sommersemester startet digital!"

    Coronavirus in NRW: Großfamilie in Bielefeld unter Quarantäne

    12.30 Uhr: Auch der Kölner Dom hat wegen des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossen. Um Interessierten trotzdem die Möglichkeit bieten zu können, das Wahrzeichen der Rheinmetropole an Ostern genießen zu können, werden an drei Terminen virtuelle Rundgänge mit Audio-Livestream ermöglicht:

    • Samstag (11. April) von 21.30 bis 23.30 Uhr
    • Ostersonntag (12. April) von 10 bis 12 Uhr
    • Ostermontag (13. April) von 10 bis 12 Uhr

    Wie der WDR mitteilt, können die Tonaufnahmen auch nach den Messen noch abgespielt werden. Das Rundfunkunternehmen mit Sitz in Köln richtet dazu eine Website ein, die über den PC oder das Smartphone erreichbar sein wird.

    12 Uhr: In Bielefeld befindet sich eine 42-köpfige Großfamilie in Quarantäne. Zuvor sollen sich drei Personen mit dem Coronavirus infiziert haben

    Weil zunächst vermutet wurde, die Familienmitglieder könnten sich gegen die Isolationsmaßnahmen wehren, wurde die örtliche Polizei hinzugerufen. Diese musste aber nicht einschreiten. Im Gegenteil: Wie es heißt, sei die Großfamilie sogar sehr kooperativ gewesen. Sie dürfen nun 14 Tage lang nicht das Haus verlassen.

    Coronavirus in NRW: Geplantes "Pandemie-Gesetz" ist verfassungswidrig

    11.35 Uhr: Die SPD-Opposition im Landtag fordert weitgehende Korrekturen am geplanten Pandemie-Gesetz der schwarz-gelben Landesregierung. 

    Die "Zwangsrekrutierung" von medizinischem Personal müsse aus dem Gesetzentwurf herausgestrichen werden, sagte Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty dem Radiosender WDR 5 am heutigen Vormittag.

    Im Parlament ist am Donnerstag (9. April) eine Sondersitzung zu dem Gesetz angesetzt. Die Landesregierung strebt eine Verabschiedung noch vor Ostern an.

    Coronavirus in NRW: Über 21.000 Infizierte und 347 Tote

    11 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat am Morgen neue Corona-Fa llzahlen veröffentlicht. Demnach sind aktuell 21.582 Menschen mit dem neuen Virus infiziert und 347 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben (Stand 10 Uhr).

    Am Vortag waren es zur gleichen Zeit noch 20.721 Infizierte und 302 Tote

    10.58 Uhr: Um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 einzudämmen, haben auch die Kirchen bis auf Weiteres geschlossen. Für Ostern wird keine Ausnahme gemacht. 

    Damit Gläubige an den Feiertagen trotzdem den höchsten aller christlichen Feiertage feiern können, finden in einem Autokino in Düsseldorf gleich drei Gottesdienste statt. 

    Coronavirus in NRW: Drei Gottesdienste an Ostern im Autokino geplant

    Geplant sei ein ökumenischer Gottesdienst an Karfreitag, ein katholischer am Ostersonntag und ein evangelischer an Ostermontag, sagte ein Sprecher des Veranstalters der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

    Beginnen sollen die Live-Gottesdienste jeweils um 11 Uhr. Der Düsseldorfer Stadtdechant Frank Heidkamp sagte der Bild-Zeitung, dass die Kirchen "den Menschen über die Osterfeiertage auf diese Weise nah sein können".

    Um einem echten kirchlichen Gottesdienst besonders nah zu kommen, werde ein Altar sowie ein Podest aufgebaut. Die Leinwand des Kinos werde hingegen nicht benutzt. Tickets bekommt man kostenlos online. 500 Autos haben Platz.

    In diesem Autokino in Düsseldorf sollen an Ostern drei Gottesdienste stattfinden.o

    10.18 Uhr: Auch wenn das frühlingshafte Wetter und die freien Tage dazu einladen: Von Reisen innerhalb Deutschlands sei wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell abgeraten. Ins Ausland kommt man aufgrund der Einreisebeschränkungen ohnehin kaum noch.

    Der Besuch des eigenen Ferienhäuschens ist zwar noch erlaubt, allerdings dürfen die Beherbergungen nicht für touristische Zwecke vermietet werden. Hotels, Hostels und Campingplätze sind landesweit geschlossen.

    Coronavirus in NRW: Grillen im Freien - das ist jetzt noch erlaubt

    9.10 Uhr: Ostern steht vor der Tür und das Wetter zeigt sich aktuell von seiner besten Seite: 20 Grad und Sonne satt. Kein Wunder, dass etliche Menschen ihre freie Zeit im Garten verbringen. Doch darf ich trotz der Coronavirus-Pandemie noch grillen? Wir klären die wichtigsten Regeln.

    8.15 Uhr: Das Unternehmen Klosterfrau Melissengeist hat am Montag (6. April) mit der Produktion von Desinfektionsmittel begonnen. Rund 500.000 Flaschen sollen bei dem Kölner Unternehmen vom Band laufen, die dann an das Land NRW gespendet werden. Diese sollen dann an Einrichtungen verteilt werden, die das Desinfektionsmittel dringend benötigen.

    Coronavirus: NRW bietet Niederlande Hilfe bei der Bahndlung von Covid-19-Patienten an

    Update, Dienstag (7. April), 7.30 Uhr: NRW will den Niederlanden wegen des Coronavirus helfen und für Covid-19-Patienten aus dem Nachbarland Intensivbetten zur Verfügung stellen. 

    Bereits 68 Krankenhäuser aus NRW haben sich bereiterklärt, Plätze zur Verfügung zu stellen, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. eine zentrlae Stelle in Rotterdam soll die Hilfe koordinieren. 37 Patienten mit dem Coronavirus wurden bereits aufgenommen, 107 Menschen können insgesamt bisland behandelt werden. 

    Coronavirus in NRW: Einige ärgern sich über die Maßnahmen wie Kontaktverbot 

    22.47 Uhr: Dortmund - Seit dem 3. April herrscht für Spaziergänger am Phoenix See in Dortmund eine Einbahnstraßen-Regelung. Die Stadt bittet Besucher darum, nur im Uhrzeigersinn um den See zu flanieren - um sie besser vor dem Coronavirus zu schützen. In den Sozialen Medien wird erbittert darüber diskutiert. Unser Redakteur Daniele Giustolisi hat zur Uhrzeigersinn-Regelung am Phoenix See eine klare Meinung - die er in einem Kommentar darlegt.

    21.46 Uhr: Das Ordnungsamt Waltrop reicht ein Verfahren gegen eine Person ein, die schon zum zweiten Mal das anhaltende Kontaktverbot wegen des Coronavirus gebrochen hat.  Der Vorfall ereignete sich am Sportzentrum Nord, wo eine Gruppe Jugendlicher angetroffen wurde "die der Auffassung war, man könne sich weiterhin nach Belieben mit Freunden treffen und chillen", heißt es am Montag vom Ordnungsamt.

    21.27 Uhr: Der Kreis Recklinghausen meldet 547 Infizierte mit dem neuartigen Coronavirus. In der Zwischenzeit sind 264 Infizierte wieder genesen, der Kreis verzeichnet insgesamt 3 Todesfälle. Die Zahl der aktuellen Infektionen im Überblick:

    • Castrop-Rauxel: 58
    • Datteln: 32
    • Dorsten: 105
    • Gladbeck: 67
    • Haltern am See: 64
    • Herten: 52
    • Marl: 55
    • Oer-Erkenschwick: 16
    • Recklinghausen: 75
    • Waltrop: 23

    Coronavirus in NRW: Maßnahmen scheinen zu wirken

    21.05 Uhr: Wie die Stadt Gelsenkirchen mitteilt, gibt es dort aktuell 158 Fälle von nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus. 32 Erkrankte sind wieder genesen. Leider sind inzwischen vier Todesfälle in Gelsenkirchen zu beklagen.

    20.25 Uhr: Das Coronavirus und die damit einhergehenden Restriktionen machen die Wirtschaft in Dortmund und Umgebung derzeit zu schaffen. Immer öfter fordern Arbeitnehmer die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 90 Prozent. Doch die Unternehmensverbände für Dortmund und Umgebung schlagen deshalb Alarm.

    20.01 Uhr: Wie RUHR24 bereits berichtete, hat das Gesundheitsministerium in NRW 198 mehr Fälle gezählt als am Sonntag, wogegen die Zahl von Samstag auf Sonntag noch um 1100 Coronavirus-Erkrankungen stieg.

    Der große Unterschied liegt dem Ministerium zufolge wahrscheinlich am Meldeverhalten der Städte am Wochenende. "Insgesamt bleibt aber auch anzunehmen, dass die ergriffenen Maßnahmen zunehmend wirken", teilte ein Sprecher der dpa mit. An den Wochenenden gab es häufiger Schwankungen bei den Corona-Zahlen.

    Stadt Bochum erhält Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus in NRW

    19.45 Uhr: Die Stadt Bochum verteilt ab Dienstag (7. April) Schutzmaterialien an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste. Die Ausrüstung stammt aus Spenden, Lieferungen des NRW-Gesundheitsministeriums oder wurde von der Stadt selbst beschaffen.

    Insgesamt 300 Liter Handdesinfektionsmittel, 37.000 Einmal-Handschuhe, 38.000 Mundschutzmasken, 1.300 FFP2-Masken und 1.100 Masken nach FFP3-Standard verlassen das Lager der Stadt Bochum und sollen bei Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz kommen.

    Außerdem erhält das Gesundheitsamtpersonelle Verstärkung durch den medizinischen Dienst der Krankenversicherung Westfalen-Lippe (MDK). Vier Ärzte und acht Pflegefachkräfte werden künftig in der Fallermittlung unterstützen.

    19.23 Uhr: Die Stadt Unna meldet 12 Neuinfizierungen mit dem Coronavirus, in Fröndenberg sind weiterhin die meisten Infizierungen mit dem Virus verzeichnet. Die Zahlen im Überblick:

    • Unna: 41 (+ 2)
    • Schwerte: 68 (+5)
    • Bergkamen: 20
    • Bönen: 11
    • Fröndenberg: 90 ( +5)
    • Holzwickede: 13 (+1)
    • Lünen: 59 (-1)
    • Selm: 43 (-1)
    • Werne: 20

    Coronavirus: Aktuelle Zahlen aus Essen

    19.08 Uhr: Derzeit sind wegen des Coronavirus die meisten Läden in Dortmund geschlossen. Der Betreiber eines Ladens für Geschenkartikel und Haushaltswaren war damit nicht einverstanden und hat Klage eingereicht.

    Wie die Ruhr Nachrichten berichten, wollte er damit erreichen, sein Geschäft sofort wieder öffnen zu dürfen. Das Oberverwaltungsgericht Münster wies den Eilantrag allerdings zurück. Damit gilt die Verordnung zur Schließung von Geschäften weiterhin.

    18.48 Uhr: Wie die Stadt  Essen mitteilt, gab es einen leichten Anstieg an Erkrankungsfällen mit dem Coronavirus. Von 4.111 getesteten Person fiel bei 515 das Ergebnis positiv aus. Aktuell sind 294 an dem Virus erkrankt, 205 Essener sind nach einer Erkrankung wieder genesen.

    Seit gestern (5. April) gibt es in Essen außerdem fünf weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus, damit zählt die Stadt 16 Todesopfer. Bei 2.741 Personen wurde bisher eine häusliche Quarantäne angeordnet. In dieser befinden sich aktuell noch 635 Personen, wogegen 2.106 Menschen wieder aus dieser entlassen werden konnten.

    Zahlreiche Verstöße in Gelsenkirchen gegen Schutzverordnungen zum Coronavirus

    18.26 Uhr: In Gelsenkirchen kam es am Wochenende im Bereich des Hafens Graf Bismarck zu zahlreichen Verstößen gegen die geltende Schutzverordnung in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Deswegen sprechen Stadt und Polizei derzeit intenstiv über weitere Beschränkungen in diesem Bereich. Neuen Verstößen am kommenden Osterwochenenden soll so entgegengewirkt werden.

    Unabhänging davon soll auch nächtliche Ruhe in diesem Bereich weiterhin gewährleistet werden. „Ab Donnerstag, 9. April, werden die bereits geltenden Nachtparkverbote im Quartier Graf Bismarck auf Teile der Johannes-Rau-Allee ausgeweitet“, kündigt Hans-Joachim Olbering, Leiter des Referates Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt, an. Das Nachtparkverbot gilt in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr, das gilt auch für Anwohner. Entsprechende Beschilderungen sollen noch angebracht werden.

    18.10 Uhr: NRW - Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verbietet das Ministerium für Schule und Bildung im laufenden Schuljahr sämtliche Ausflüge, Wandertage, Schul- und Studienfahrten sowie Schüleraustausche. 

    Bis zu den Sommerferien fallen all diese Veranstaltungen aus. Wie die Stadt Castrop-Rauxel mitteilt, können der Bezirksregierung Münster die Stornokosten zum Beispiel für Reiseveranstalter, Transportunternehmen und Unterkünfte in Rechnung gestellt werden. Der entsprechende Antrag, den die Schulen stellen können, ist hier zu finden.

    Coronavirus: Land NRW zahlt Entschädigung an Eltern für den Verdienstausfall

    17.41 Uhr: Bei insgesamt 72 Personen in Herne wurde Covid-19 inzwischen nachgewiesen. 38 von ihnen sind schon wieder gesund, wie die Stadt mitteilt. Damit sind inzwischen mehr Menschen wieder genesen, als derzeit akut an dem Coronavirus erkrankt sind.

    17.19 Uhr: Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz zahlt das Land an Eltern eine Entschädigung für den Verdienstausfall, wenn die Kinder während der Corona-Krise zuhause betreut werden müssen. Berufstätige und selbstständige Eltern haben Anspruch auf bis zu 67 Prozent des Nettoeinkommens, wenn die Kita oder Schule wegen einer behördlichen Anordnung geschlossen wurden.  Außerdem müssen die Kinder jünger als zwölf Jahre, behindert oder auf Hilfe angewiesen sein. Außerdem muss es keine andere zumutbare Möglichkeit der Betreuung gegeben haben.

    In Ferienzeiten, bei Kurzarbeitergeld oder Weiterbezahlung trotz Freistellung besteht dieser Anspruch nicht. Ab Mitte Mai können die Anträge dafür die Erstattung online gestellt werden, wie die Landschaftsverbände mitteilen. Betroffene Firmen könnten sich bereits jetzt mit ihrer Email-Adresse registrieren, um Infos zum Verfahren zu erhalten.

    Angela Merkel nimmt erneut Stellung zum Coronavirus in NRW und Bund

    16.50 Uhr: Bundeskanlzerin Angela Merkel stellte die neuen Beschlüsse des sogenannten Corona-Kabinetts während einer Pressekonferenz vor und betonte die Tragweite von europäischer Zusammenarbeit. "Deutschland wird es nur gutgehen, wenn es auch Europa gutgeht", sagt sie. "Die Antwort kann nur heißen: Mehr Europa." Von der Herausforderung für die Gesundheit ihrer Bürger seien wegen des Coronavirus alle gleichermaßen betroffen, so Merkel.

    Außerdem machte die Bundeskanzlerin klar, dass Menschen mit einer Mundschutzmaske sich nicht in Sicherheit wiegen dürfen: Wer eine Maske trägt, soll diese auch regelmäßig reinigen, sterilisieren und trotzdem den Mindestabstand zu anderen Personen einhalten.

    Eine Lockerung der aktuellen Maßnahmen wie dem Kontaktverbot hängt für Angela Merkel von vielen Faktoren ab. Die Anzahl der Tage bis zur Verdoppelung der Fallzahl sei nicht das alleinige Kriterium. Die Lockerungen sollen schrittweise erfolgen, einen Zeitpunkt dafür nannte die Kanlzerin noch nicht.

    16.26 Uhr: Zum ersten Mal seit vielen Jahren gibt der ADAC keine Stauwarnung für Ostern heraus. Stattdessen rechnet man sogar mit deutlich weniger Verkehr als üblich. Grund dafür ist das Coronavirus und die dadurch geltenden Kontaktverbote.

    Coronavirus: NRW-Grenzen zu Holland und den Niederlanden bleiben auf

    16.10 Uhr: Zwischen NRW und den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden wird es keine Grenzkontrollen geben. Dies entschied das Corona-Kabinett in Berlin. Dies erklärte Armin Laschet in einer Videobotschaft via Twitter. Er befürwortete diese Entscheidung und erklärte, dass in diesen Regionen viele Menschen über Grenzen hinweg leben.

    15.30 Uhr: In Aachen hat ein Weinhändler gegen die Stadt geklagt. Diese hatte ihm sein Weingeschäft geschlossen, da es von den wegen des Coronavirus geltenden Betriebsverbote betroffen wäre. Die Stadt Aachen war der Auffassung, dass der Begriff der Lebensmittel, die während der Corona-Krise verkauft werden dürfen, keine Genussmittel beinhalte, die nicht für den täglichen Bedarf notwendig seien.

    Coronavirus in NRW: Weinhändler in Aachen darf wieder öffnen

    Das Verwaltungsgericht Aachen sah dies jedoch anders und entschied für den Weinhändler. Er darf sein Geschäft nun wieder öffnen. Demnach beziehe sich der Begriff Lebensmittel nicht nur auf die Produkte, die zur Grundversorgung zählen würden.

    15.10 Uhr: Die Polizei in Duisburg hatte es am Sonntag mit einer Gruppe von Männern zu tun, die sich nicht an das Kontaktverbot halten wollten. Die vier- bis fünfköpfige Gruppe hielt sich am Kirchplatz an der Wanheimer Straße auf, als die Beamten sie auf ihrer Streife bemerkten. Beim ersten Aufeinandertreffen beließen die Polizisten es dabei, die Männer zu ermahnen und belehren.

    NRW: Männer in Duisburg sperren sich gegen Coronavirus-Auflagen

    Beim zweiten Mal wurden zwei der Männer jedoch frech und machten sich über die Regeln während des Infektionsschutzes lustig. Dabei wurden sie zunehmend aggressiver, weshalb die Polizisten ihre Personalien prüften. Einer der beiden beruhigte sich daraufhin, der andere wurde mit auf die Wache genommen. Er erhielt eine Anzeige wegen Widerstandes. Insgesamt hatten die Polizei und das Ordnungsamt in Duisburg es mit 200 Einsätzen wegen des Coronavirus zu tun.

    14.02 Uhr: Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, dass die Bundesregierung noch keinen möglichen Termin für eine Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen nennen werde. Dafür sei es zu früh. 

    NRW/Bochum: Mitarbeiter im Bergmannsheil mit Coronavirus infiziert

    13.50 Uhr: Wie die WAZ berichtet, sollen im Bergmannsheil in Bochum drei Stationen isoliert werden. Bis auf weiteres werden dort keine Patienten mehr aufgenommen. Grund dafür sollen mehrere positive Tests auf das Coronavirus bei Mitarbeitern des Krankenhauses  sein.

    13.30 Uhr: Das geplante Pandemie-Gesetz für NRW bedürfe nach der Meinung einiger Rechtswissenschaftler etliche Korrekturen. In einer Sachverständigenanhörung des Landtages vertraten zwei Staatsrechtslehrer heute Mittag die Annahme, das die vorgesehenen Zwangsverpflichtungen in der Coronavirus-Krise nicht konform mit der Verfassung seien.

    11.500 Verstöße in NRW gegen Coronavirus-Regelungen

    Die schwarz-gelbe Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet möchte das Gesetz eigentlich schon am Donnerstag durch das Parlament bringen. Die Mehrheit der Sachverständigen appelierte jedoch, große Entscheidungen in einem epidemischen Notstand in den Händen des Parlaments zu lassen und nicht dem Gesundheitsminister zu überlassen.

    13.12 Uhr: In NRW habe es bisher 11.500 Verstöße gegen die neuen Coronavirus-Auflagen gegeben. Dies erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul gegenüber WDR5. Trotz des schönen Wetters am vergangenen Wochenende seien die Zahlen ähnlich denen wie eine Woche zuvor. Die meisten Menschen würden sich an die Regeln halten, nur an beliebten Ausflugszielen müsse man noch etwas tun.

    12.50 Uhr: Die dpa berichtet, dass das Coronavirus-Krisenkabinett den Bundesländer eine neue Maßnahme empfehle. Demnach sollen Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland lebende Personen nach einem mehrtägigen Aufenthalt im Ausland für zwei Wochen in Quarantäne gehen.

    Coronavirus: Meldepflicht für Intensivbetten in deutschen Kliniken

    12.38 Uhr: Kliniken in Deutschland haben künftig eine Meldepflicht für freie Intensivbetten. Kliniken mit Intensivstation müssen diese an ein zentrales Register der Deutschen Intersiziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin melden. So steht es in einem Verordnungentwurf von Bundesgesunheitsminister Jens Spahn. Aktuell passiert die Meldung von freien Intensivbetten noch freiwillig.

    12.14 Uhr: Die Deutsche Umwelthilfe erklärte, dass das Coronavirus und damit gesunkene Stickstoffdioxidbelastungen wegen weniger Verkehr keine Auswirkungen auf Verfahren zu drohenden Fahrverboten in NRW hätten. Die Coronavirus-Monate würden am Ende von den Jahresmittelwerten abgezogen. Dies sei zwischen allen Verhandlungspartnern unstrittig.

    NRW warnt vor Grenzkontrollen wegen des Coronavirus

    11.53 Uhr: NRW warnt davor, die Grenzkontrollen auf weitere Nachbarländer auszuweiten. Besonders hinsichtlich der Niederlande und Belgien zeigte sich Verkehrsminister Hendrik Wüst besorgt. Etliche Lebensmittel für Händler in NRW kämen von Produzenten oder Logistikcentern in den Niederlanden.

    Dies würde auch viele Produkte aus Übersee betreffen, da sie über die Häfen Rotterdam und Antwerpen nach NRW gelangen würden. Grenzkontrollen und deren Wartezeiten könnten die Lieferketten stören.

    Coronavirus in NRW: Vfl Bochum spricht von Insolvenz

    11.30 Uhr: Der Vfl Bochum gehört zu den Fußball-Clubs, die von der Coronavirus-Krise am meisten bedroht sind. Im schlimmsten Fall drohe dem Zweitligisten bereits im Mai eine Insolvenz. Man tue derzeit alles, damit dies nicht eintreffe, es wäre allerdings das, was passieren würde, wenn die Maßnahmen der Vereins- und Ligaseite nicht helfen würden. Mehr Infos zum Coronavirus im Fußball findet ihr in unserem Fußball-Live-Ticker.

    11.11 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in NRW ist auf 20.721 gestiegen. Mittlerweile gibt es 302 Tote. Die Zahl der Infizierten in ganz Deutschland liegt derweil bei 95.391, sie ist den vierten Tag in Folge langsamer gestiegen als zuvor.

    Landkreis/ kreisfreie Stadt

    Bestätigte Fälle

    Todesfälle

    Aachen & Städteregion Aachen

    1.270

    27

    Bielefeld

    222

    1

    Bochum

    315

    10

    Bonn

    412

    2

    Borken (Kreis)

    650

    12

    Bottrop

    60

    1

    Coesfeld (Kreis)

    394

    5

    Dortmund

    393

    1

    Duisburg

    404

    3

    Düren (Kreis)

    347

    12

    Düsseldorf

    575

    5

    Ennepe-Ruhr-Kreis

    315

    10

    Essen

    515

    13

    Euskirchen (Kreis)

    209

    1

    Gelsenkirchen

    170

    2

    Gütersloh (Kreis)

    481

    4

    Hagen

    96

    2

    Hamm

    243

    4

    Heinsberg (Kreis)

    1.461

    44

    Herford (Kreis)

    237

    1

    Herne

    69

    Hochsauerlandkreis (Kreis)

    379

    2

    Höxter (Kreis)

    148

    1

    Kleve (Kreis)

    285

    3

    Köln

    1.738

    27

    Krefeld

    269

    1

    Leverkusen

    149

    1

    Lippe (Kreis)

    468

    5

    Märkischer Kreis

    167

    2

    Mettmann (Kreis)

    529

    10

    Minden-Lübbecke (Kreis)

    397

    1

    Mönchengladbach

    265

    3

    Mülheim / Ruhr

    101

    2

    Münster

    552

    2

    Oberbergischer Kreis

    306

    2

    Oberhausen

    108

    Olpe (Kreis)

    216

    4

    Paderborn (Kreis)

    386

    5

    Recklinghausen (Kreis)

    530

    2

    Remscheid

    92

    2

    Rhein-Erft-Kreis

    578

    13

    Rheinisch-Bergischer Kreis

    250

    3

    Rhein-Kreis Neuss

    455

    6

    Rhein-Sieg-Kreis

    714

    6

    Siegen-Wittgenstein (Kreis)

    167

    3

    Soest (Kreis)

    224

    1

    Solingen

    137

    1

    Steinfurt (Kreis)

    631

    8

    Unna (Kreis)

    331

    8

    Viersen (Kreis)

    393

    9

    Warendorf (Kreis)

    342

    2

    Wesel (Kreis)

    278

    2

    Wuppertal

    298

    5

    Gesamt

    20.721

    302

    Coronavirus: Freiwillige sollen sich über Plattform melden

    11.02 Uhr: Morgen soll eine neue Plattform online gehen, über die sich Bundesfreiwilligendienstleistende für einen anderen Einsatzort melden können. So wurde es von der SPD-Politikerin Franziska Giffey auf Instagram angekündigt. Zehntausende Helfer, die ihren Dienst aktuell nicht ausüben können, will man so zum helfen bewegen. Sie sollen sich auf der Plattform www.freiwillige-helfen-jetzt.de melden.

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Guten Morgen in der neuen Woche - bin unterwegs ins Ministerium. Diese Woche stehen weitere Schritte zum Umgang mit der Corona-Krise an. ✅ Wir werden an den notwendigen rechtlichen Anpassungen für das Elterngeld arbeiten, um Elterngeldbezieherinnen und -bezieher in der Krise nicht zu benachteiligen. ✅ Der Notfall-Kinderzuschlag geht in die zweite Woche. Wir sind im engen Kontakt mit der Familienkasse zum Stand der Antragsbearbeitung. ✅ Wir werden morgen die Online-Plattform www.freiwillige-helfen-jetzt.de zur Vermittlung von Bundesfreiwilligendienstleistenden an andere Einsatzorte, die jetzt dringend gebraucht werden, starten. ✅ Wir treffen Regelungen für Menschen, die jetzt nicht die Unterhaltszahlungen für ihre Kinder leisten können. ✅ Wir erweitern so weit wie möglich die Hilfetelefone der Bundesregierung: Pflegetelefon, Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen, Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche, Hilfetelefon Pausentaste für junge Pflegende, Hilfetelefon Schwangere in Not. ✅ Wir klären die notwendigen Schritte, um pflegende Angehörige in dieser Situation zu entlasten. Zur Zeit gibt es ja schon die Freistellung von der Arbeit im Akutfall für 10 Tage mit dem Pflegeunterstützungsgeld, die Pflegezeit (24 Monate mit reduzierter Arbeitszeit bis 15 Wochenstunden) und das Pflegedarlehen. Wir arbeiten daran, diese Instrumente auszuweiten und zu flexibilisieren. #bmfsfj

    Ein Beitrag geteilt von Franziska Giffey (@franziskagiffeyberlin) am

    10.53 Uhr: Die Regierung möchte offenbar zusätzliche Hilfen beschließen. Diese sollen vor allem dem Mittelstand zu Gute kommen. Noch heute soll ein zusätzliches Kreditprogramm verabschiedet werden. Man wolle eine Pleitewelle verhindern und Jobs erhalten.

    Es gehe dabei um die Verbesserung von Kreditbedigungen. Dabei sollen Firmen für eine bestimmte zeit mit einer 100 Prozent Staatshaftung abgesichert werden.

    Coronavirus-Krise: Lehrerverband rät freiwillig zu wiederholen

    10.32 Uhr: Nach dem Wochenende mit schönem Wetter zieht auch die Polizei im Kreis Unna ein positives Fazit. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus und dem Kontaktverbot hatte die Polizei rund 80 Einsätze. Sie musste 15 Platzverweise ausspreche und 11 Ordnungswidrigkeiten anzeigen. Allgemein habe man sich aber an die geltenden Beschränkungen gehalten. 

    Auch in dieser Woche bleibt zu hoffen, dass die Menschen in NRW sich trotz des schönen Wetters an die Kontaktverote halten.

    10.14 Uhr: Der Lehrerverband rät schlechten Schülern derzeit freiwillig sitzenzubleiben. Sie sollten die Klasse lieber wiederholen, anstatt mit einem großen Rückstand in die nächste Stufe zu gehen. Dieser Rat gilt jedoch nur für die Schüler, die bereits vor der Coronavirus-Pandemie Leistungsdefizite aufgewiesen haben.

    9.52 Uhr: Die Kommunalwahlen in NRW stehen wegen des Coronavirus gerade auf dem Prüfstand. Die kommunalen Spitzenverbände in NRW hinterfragen bei der Landesregierung, ob die Kommunalwahlen im September wie ursprünglich geplant stattfinden können. Der Städte- und Gemeindebund, der Städtetag und der Landkreistag haben das NRW-Innenministerium darum gebeten, alle Optionen in Betracht zu ziehen. Dazu zählt sowohl eine Verschiebung als auch eine reine Briefwahl.

    Kommunalwahlen in NRW wegen Coronavirus auf dem Prüfstand

    Bis zum Ende der Osterferien sind alle politischen Veranstaltungen ausgesetzt, wozu auch die Listenaufstellung für die Kommunalwahlen zählt. Bisher hält NRW noch am Wahltermin fest.

    9.36 Uhr: Der Virologe Hendrik Streeck warnt vor zu frühen Schulöffnungen. "Wenn wir die Schulen zu früh wieder öffnen, schaffen wir womöglich einen Multiplikator für das Virus, der dann wieder gefährlich sein kann", erklärte der Direktor des Bonner Insituts für bin einem Interview mit der WAZ.

    Coronavirus in NRW: Virologe warnt, Schulen zu früh zu öffnen

    Man wisse mittlerweile zwar, dass die meisten Kinder gut mit einer Infektion des Coronavirus umgehen könnten, man wisse allerdings nicht, wie oft sie Eltern und Großeltern unbemekrt anstecken würden.

    Nach jetzigem Plan gilt die Schließung der Schulen bis zum 19. April, also dem Ende der Osterferien. Am 15. April wolle man entscheiden, wie es weitergeht.

    9.14 Uhr: Karfreitag findet in der Tuning-Szene der "Car-Freitag" statt, zum traditionellen Saisonbeginn der Szene. Die Polizei erklärte, dass der Tag in diesem Jahr quasi ausfallen müsse. "Wir gehen davon aus, dass diese Veranstaltung in der bisher praktizierten Form wegen Corona nicht stattfinden wird und wegen des Kontakt- und Ansammlungsverbots auch nicht stattfinden darf", erklärt ein Sprecher der Polizei Bochum gegenüber der dpa.

    "Car-Freitag" kann wegen des Coronavirus nicht stattfinden - Polizei in NRW wachsam

    Man werde ein besonderes Auge darauf haben. Mehr als zwei Personen in einem Auto seien ein Verstoß gegen die aktuellen Auflagen. Man gehe zwar davon aus, dass die Treffen der Tuning-Szene nicht stattfinden würden, werde es aber dennoch kontrollieren.

    8.55 Uhr: In Gelsenkirchen hat ein 20-Jähriger bei Frauen angehustet und ihnen gesagt, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Die Aufforderungen der Frauen, sich an den Mindestabstand zu halten, ignorierte der Gelsenkirchener. Gegenüber der Polizeibeamten bestritt er sein Verhalten. Er erklärte, dass er auf den Boden gehustet habe und auch nicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein.

    Brauereien in Deutschland leiden unter Coronavirus-Krise

    Gegen ihn wird nun wegen versuchter Körperverletzung ermittelt. Die zwei Frauen mussten nicht ärztlich behandelt werden, da sie von dem Speichel des Mannes offenbar nicht getroffen wurden.

    8.37 Uhr: Die Brauereien in Deutschland, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Nöte geraten, können sich die Biersteuer stunden lassen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Etliche Brauereien haben mit ihren Absatzzahlen zu kämpfen, da Gaststätten geschlossen, Feste abgesagt und private Feiern verboten sind.

    8.23 Uhr: Wegen des Coronavirus ist auf den Straßen in NRW aktuell wenig los. Das kommt der Luft zu Gute. Die Belastung mit Stickoxiden sei deutlich zurück gegangen. Eine Sprecherin des Landesumweltamtes erklärte gegenüber der dpa, dass die Stickoxidbelastung heute den Sonntagen vor der Corona-Krise ähneln würde.

    Coronavirus in NRW wirkt sich auf die Stickoxidbelastung aus

    Dennoch könne man nicht damit rechnen, dass sich dies auf den Jahreswert oder die allgemeine Luftqualität auswirke. Grund dafür ist, dass sich die Verkehrssituation nach der Corona-Krise tendenziell wieder verändert.

    07.55 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) denkt nun doch darüber nach, dass das Abitur in NRW aufgrund des Coronavirus nun doch ausfallen könnte. "Sollte ein Schulstart nach den Osterferien nicht möglich sein, müssen wir neu nachdenken", sagte die Politikerin gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger

    Abitur steht wegen des Coronavirus in NRW auf der Kippe

    Denkbar wäre, die Abiturnoten aus den bisher erbrachten Noten zu ermitteln. Die Prüfungen weiter in den Sommer zu verschieben sei weiterhin keine Option, so die FDP-Politikerin aus NRW.

    07.45 Uhr: Gegen 10.00 Uhr kommt das von der NRW-Regierung angestrebte Epidemie-Gesetz im Landtag auf den Prüfstand. Es sieht unter anderem eine Zwangsverpflichtung von Medizinern und Pflegern im Notfall vor. Das hatte im Vorhinein bereits für viel Kritik gesorgt. Andere warnten hingegen vor einem Eingriff in die Menschenrechte, sollte das Gesetz erlassen werden. 

    Coronavirus in NRW: Polizei kontrolliert mit verstärktem Personeneinsatz die Auflagen 

    Update, Montag (6. April), 07.00 Uhr: Das Wetter war am Wochenende traumhaft - und die Osterferien haben in NRW offiziell begonnen. Das hat vielerorts für Zweifel gesorgt, ob sich die Menschen an die dennoch Ausgangsbeschränkung aufgrund des Coronavirus halten. 

    Auch wenn in NRW viele die Temperaturen um die 20 Grad für einen Ausflug genutzt haben, waren die meisten nur zu zweit unterwegs und hielten Abstand. Die Polizei und das Ordnungsamt waren mit großem Personeneinsatz unterwegs und kontrollierten das Geschehen - mit positivem Ergebnis. 

    Trotz guten Wetter in NRW: Menschen halten sich an die Auflagen durch das Coronavirus

    Bis auf ein paar wenige Ausrutscher hielten sie die meisten Leute in NRW an die Auflagen. "Die Leute waren einsichtig und haben sich dann dementsprechend verhalten", sagte ein Stadtsprecher in Düsseldorf gegenüber der Deutschen Presseagentur. 

    Update, Sonntag (5. April), 18.55 Uhr: Auch die Stadt Essen meldet weitere Tote durch die Coronavirus-Pandemie. Eine 91-jährige Essenerin ist im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben, teilt die Stadt Essen mit.

    Die Frau wurde bereits palliativ behandelt und lebte zuvor im Caritas-Stift St. Lambertus in Rellinghausen. Dort ist es bereits der dritte Todesfall durch die Lungenkrankheit.

    Coronavirus in NRW: Zwei Frauen in Essen gestorben

    Auch eine 87-Jährige aus einer Seniorenresidenz in Essen-Steele verstarb an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Sie soll keine Vorerkrankung gehabt haben.

    Die Zahlen aus Essen:

    • 4.030 getestete
    • 297 Erkrankte
    • 23 neue Erkrankungen
    • 204 genesen
    • 11 Tote

    Coronavirus in NRW: Elfter Toter in Bochum - Epidemie-Gesetz Thema im Landtag

    17.05 Uhr: Düsseldorf - Leere Autobahnen, nur wenige Menschen im Freien: Während das Coronavirus uns den Beginn der Osterferien in NRW mächtig verhagelt hat, steht die Politik vor einer wichtigen Entscheidung.

    Anfang der Woche soll der Gesundheitsausschuss im Landtag NRW die Meinungen von Experten zu dem umstrittenen Epidemie-Gesetz* hören. In dem Gesetzentwurf der schwarz-gelben Landesregierung ist unter anderem vorgesehen, Ärzte und Pfleger im Notfall zur Arbeit zu verpflichten.

    15.38 Uhr: Die Stadt Bochum meldet ein weiteres Todesopfer. In der Nacht sei eine Bochumerin in einem Krankenhaus gestorben. Sie war Bewohnerin des Seniorenzentrums Heinrich-König. Damit steigen die Coronavirus-Todesopfer in der Stadt auf 11.

    Die Zahl der Infizierten beträgt 179. Am vergangenen Freitag lag diese noch bei 225. Von den 179 befinden sich 33 Betroffene in stationärer Behandlung, 17 davon intensiv. 140 Menschen gelten als genesen.

    Am Samstag (4. April) hat das Ordnungsamt vermehrte Kontrollen an öffentlichen Plätzen durchgeführt. Fünf Platzverweise musste das Ordnungsamt an Personengruppen aussprechen. 

    Zahl der am Coronavirus infizierten Menschen im Kreis Unna steigt weiter an - Fröndenberg besonders betroffen

    15.30 Uhr: Wie die WAZ berichtet, sollen zwei Tote aus Fröndenberg aus dem Pflegeheim Schmallenbachhaus sein. Damit steigt die Anzahl der Toten in dem Pflegeheim auf vier an.

    Erst gestern (4. April) sind zwei Bewohner des Hauses in Fröndenberg an dem Coronavirus gestorben. Am vergangenen Donnerstag wurde das Pflegeheim unter vollständige Quarantäne gesetzt.

    15.06 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus infizierten Menschen in Fröndenberg (Kreis Unna) steigt innerhalb eines Tages drastisch an. Insgesamt meldet der Kreis Unna in Fröndenberg 85 Erkrankte (Stand: heute, 13 Uhr). Gestern lag die Zahl noch bei 56. Somit sind 29 Infizierungen innerhalb von einem Tag dazu gekommen. Die weiteren Zahlen im Überblick:

    • Bergkamen: 20 (Vortag: 20)
    • Bönen: 11 (Vortag: 11)
    • Holzwickede: 12 (Vortag: 11)
    • Kamen: 11 (Vortag: 11)
    • Lünen: 60 (Vortag: 59)
    • Schwerte: 63 (Vortag: 63)
    • Selm: 64 (Vortag: 63)
    • Unna: 39 (Vortag: 37)
    • Werne: 20 (Vortag: 20)

    Insgesamt gibt es im Kreis Unna nun 365 Coronavirus-Infizierte. Das ist ein Plus von 34 Erkrankungen innerhalb von einem Tag.

    14.35 Uhr: Das Wetter in NRW wird immer wärmer. In den nächsten Tagen werden Temperaturen bis zu 22 Grad erwartet. Experten sind sich uneinig: Könnte der Frühling das Ende des Coronavirus bedeuten?*

    13.20 Uhr: In Gladbeck gibt es einen weiteren Todesfall. Eine 83-jährige am Coronavirus erkrankte Frau ist gestern (4. April) verstorben. Nähere Details gibt es bisher noch nicht.

    Coronavirus: Weiterer Todesfall in Ruhrgebietsstadt Herne

    13.13 Uhr: Die Stadt Herne meldet von gestern auf heute einen neuen Fall von Coronavirus. Somit steigt die Zahl von 68 auf 69. 32 Infizierte sind mittlerweile wieder gesund.

    12.20 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium gab nun die aktuellen Zahlen für NRW bekannt. Demnach sind 20.523 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 1118 Personen mehr als gestern. 

    Außerdem gibt es acht weitere Todesopfer seit gestern. Insgesamt sind es nun 258.

    11.26 Uhr: Normalerweise liegt NRW bei der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Bundesvergleich nur auf Platz 13. Insgesamt 26.652.139 Minuten Verspätung hatten Züge im Jahr 2019 in NRW. Doch seit dem Ausbruch des Coronavirus sind die Züge so pünktlich wie noch nie zuvor.

    Vor allem die sonst oft verspäteten Fernzüge in Deutschland sind pünktlicher geworden. 82,4 Prozent hatten keine Verspätung. Das sind 4,1 Prozent mehr, als noch im März 2019. Durch die gesunkene Fahrgastzahl fällt das Aus- und Einsteigen der Fahrgäste weg - das ist meist der größte Faktor für Verspätungen.

    9.13 Uhr: Die NRW-Landesregierung wollte ein Epidemie-Gesetz auf den Weg bringen - doch genau dafür hagelt es jetzt Kritik von Experten. Der neue Gesetzesentwurf soll unter anderem Pfleger und Ärzte in Notfällen Zwangsverpflichten. 

    Der Berufsverband Pflegeberufe kritisiert die Zwangsverpflichtung. Man sollte stattdessen auf Freiwilligkeit und Solidarität setzen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

    Update, Sonntag (5. April), 8.50 Uhr: Diese Zahlen aus Bochum machen Hoffnung. Die Zahl der aktuell infizierten Bochumer ist gestern (4. April) auf 179 gesunken. Am Freitag (3. April) lag diese noch bei 225. Dennoch hat es vier neue Coronavirus-Erkrankte gegeben.

    Weitere Meldungen aus der vergangenen Woche zum Coronavirus in NRW finden Sie in unserem alten Live-Ticker*.

    Rubriklistenbild: © Federico Gambarini, Oliver Berg/dpa; Collage: RUHR24

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