12.000 Quadratmeter Saunawelt

Revierpark rüstet sich für die Zukunft

WISCHLINGEN - Mit seiner schönen, neu gestalteten Saunalandschaft fühlen sich die Verantwortlichen des Revierparks Wischlingen gut aufgestellt für die Zukunft. Doch trotz aller Mühen: Ganz sorgenfrei ist diese dennoch nicht.

Rund 12.000 Quadratmeter misst die neue Saunawelt im Solebad und sie wirkt modern und warm: Anthrazitfarbene Fliesen, großzügige moderne Ruheräume, viel Holz, viele Liegen, ein aufwendig gestalteter Saunagarten mit Bachläufen, beheiztem Außenbecken und einem naturnah gestaltetem Teich. Alles schön, modern und chic, die Besucher honorieren die schöne neue Saunawelt: "Die Reaktionen der Besucher sind sehr positiv", so Revierpark-Geschäftsführer Bernd Kruse.

Saunavergnügen hat seinen Preis

Doch ganz ohne Kosten gab es das schöne Saunavergnügen nicht. 700.000 Euro hat der Revierpark in zwei Jahren investiert, viel Geld, das mit den eigenen Investitionsmitteln von 250.000 Euro nicht gestemmt werden konnte. Ein zusätzlicher Zuschuss der Stadt und Kredite mussten die Liquidität sichern.

Diese Baustelle ist abgeschlossen, doch es gibt weitere. Da ist zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr (RVR), der aus vier Revierparks im Westen des Ruhrgebiets die Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr geformt hat. Zu der der Revierpark Wischlingen nicht gehört und nicht gehören will: "Wir haben die Beteiligung aus Dortmunder Sicht nicht als vorteilhaft erachtet", so Bernd Kruse.

Wichtiger sei die enge Kooperation innerhalb der Stadt. So sei das Areal des Revierparks zum Beispiel halb so groß wie der Westfalenpark und damit für Dortmund eine wichtige Veranstaltungsfläche. Die Verknüpfung mit den Sport- und Freizeitbetrieben böte zudem mehr Synergieeffekte als die Zusammenarbeit mit den anderen Revierparks. Positiv sei beispielsweise sicher, als Kollektiv zu werben, aber "dafür brauchen wir keine neue Trägerstruktur" (Kruse).

Die Eislaufhalle bleibt noch zu

Vordringlich ist das für die Wischlinger Verantwortlichen nicht. Die haben gerade andere Sorgen: Die Eislaufsaison kann nicht starten, weil der für die Eisaufbereitung notwendige Plattentauscher defekt ist. Und nicht repariert werden kann, da die Fachfirma eine Lieferzeit für das notwendige Gerät von acht Wochen angekündigt hat.

Das ist schlecht für die Eislaufsaison 2017: "Wir bemühen uns jetzt, ein mobiles Gerät zu mieten", sagt Bernd Kruse. 50.000 Euro wird die Miete kosten, die Reparatur kommt dazu. Da sind dann die Gewinne aus den guten Besucherzahlen (40.000) in der Eislaufhalle vom ersten Quartal schon wieder aufgezehrt. Nun hofft man, so schnell wie möglich öffnen zu können und mindestens in den Weihnachtsferien den Eislaufspaß anbieten zu können.

Und vielleicht spielt das Wetter mit: "Wir überlegen, die Eishalle länger in Betrieb zu lassen", hofft Parkleiter Carsten Grimpe auf einen knackigen Winter. Aber an die 70.000 Besucher des Vorjahres wird man wohl nicht herankommen können. 100.000 Besucher kamen zu Veranstaltungen im Revierpark. Das ist finanziell nicht lukrativ, so Kruse, aber eine gute Werbung für den Revierpark in der Region.

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