140. Geburtstag des Physikers

Albert Einstein und seine Verbindung zu Dortmund

Am 14. März 2019 wäre Albert Einstein 140 Jahre alt geworden. Was viele Dortmunder wahrscheinlich nicht wissen, ist dass der große Physiker eine Verbindung zu Dortmund hat.

Aktualisierung, 14. März, 17 Uhr: Einsteins Sohn hat für ein Dortmunder Unternehmen gearbeitet.

Der Sohn von Albert Einstein, Hans Albert Einstein, hat von 1922 bis 1926 an der Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich Bauingenieurwesen studiert und ab 1927 in Dortmund gelebt und gearbeitet. Nach unserer Berichterstattung am Donnerstag über Einsteins Sohn in Dortmund haben uns weitere Hinweise zu seinem Leben erreicht.

In vielen Quellen findet man die Information, dass Hans Albert bei dem Dortmunder Stahlbauunternehmen August Klönne gearbeitet haben soll. Das Unternehmen wurde in den 70er-Jahren von Thyssen-Krupp übernommen und später aufgegeben.

Hans Albert Einstein war bei August Klönne angestellt

Historiker und Journalist Horst Delkus hat sich gemeldet und uns an seiner Recherche teilhaben lassen. Er erzählte unserer Redaktion, dass er vor etwa zehn Jahren bei einem bayrischen Autografenhändler einen Brief gefunden habe.

Dieser Brief war von Hans Albert Einstein an seine Mutter Mileva verfasst. Er schrieb ihr, dass er am 1. Februar 1927 eine Anstellung bei August Klönne in Dortmund beginnt. Hans Albert wurde bei Klönne unter anderem als Konstrukteur von Stahlwasserbauten, etwa für das Schiffshebewerk Neufinow im Nordosten von Berlin, eingesetzt. An einer Stelle in dem Brief schrieb Hans Albert wohl sehr stolz: "Papa hat sich sehr gefreut, dass ich die Stellung allein gefunden habe."

So hatten wir zunächst am 14. März berichtet:

Am Donnerstag (14. 3.) ist der 140. Geburtstag des Mannes, der als einer der bedeutendsten Physiker der Geschichte gilt: Albert Einstein. Durch seine Arbeit auf dem Gebiet der theoretischen Physik wurde er weltberühmt. In vielen Städten erinnern Schulen an Einstein - in Dortmund ist dies die Albert-Einstein-Realschule in Scharnhorst.

Was vielen Dortmundern hingegen nicht bekannt sein dürfte: Ein Teil von Einsteins Familie hat eine Zeitlang in Dortmund gelebt. Dieser Tage, da der 140. Geburtstag Einsteins in den Medien sehr präsent ist, hat der Dortmunder Roland Keck auf diese Verbindung aufmerksam gemacht und einen Aufsatz verfasst.

Einsteins Sohn hat in Dortmund gewohnt

Keck ist selber Physiker und Professor. Die Begegnung mit einem Freund von Albert Einstein, Erwin Finlay-Freundlich, weckte schlussendlich sein Interesse. Zusätzlich traf er einige Schweizer, die Albert Einsteins erste Frau Mileva kannten.

Keck beschäftigt sich in seinem Aufsatz mit der Familiengeschichte Einsteins und skizziert, wie Einsteins Sohn Hans Albert Einstein nach Dortmund gekommen ist. Vier Jahre hat er in Dortmund gewohnt. Das bestätigen Einwohnermeldedaten und Archivunterlagen der Stadt.

Aus den Unterlagen geht hervor, dass der Zuzug von Hans Albert und seiner Frau Frieda in die Lübecker Straße in der östlichen Innenstadt erfolgte. Ab Mai 1927 haben sie in der Stolzestraße im Saarlandstraßenviertel gelebt. Nach zwei weiteren Umzügen war die letzte bekannte Adresse des Ehepaares in der Arndtstraße in der östlichen Innenstadt. Dort haben sie seit Januar 1929 gewohnt. Weggezogen ist die Familie im März 1931. Ihr Weg führte sie zurück in die Schweiz.

Dortmund hat einen Platz in Einsteins Lebensgeschichte

Aus den Archivunterlagen der Stadt geht auch hervor, dass der Enkel Albert Einsteins, Bernhard Caesar, in Dortmund geboren wurde: am 10. Juni 1930.

Auch wenn es keine offiziellen Angaben dazu gibt, ob Albert Einstein je seinen Sohn und dessen Familie in Dortmund besucht hat: Dadurch, dass Nachfahren des großen Physikers hier gelebt haben, hat Dortmund zumindest einen kleinen Platz in Einsteins Lebensgeschichte.

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