1700 Kumpel betroffen

Bergleute klagen gegen die RAG

MARL - Auf Zeche Auguste Victoria gehen 2015 die Lichter aus, der restliche Bergbau hat nur noch bis 2018 Bestand. Doch was passiert dann mit den vielen tausend Bergleuten? Die RAG hat da ein Konzept, das aber rechtswidrig sein könnte, sagt zumindest Anwalt Daniel Kuhlmann.

Bei den meisten Bergleuten ist die Sache relativ einfach: Sie werden in den Vorruhestand geschickt. Was aber soll mit den 1700 Kumpeln passieren, die noch zu jung dafür sind? Dazu wurde zwischen der IGBCE und dem Gesamtverband Steinkohle ein Tarifvertrag ausgehandelt. Der sieht unter anderem vor, dass alle, die vor dem 1.1.1973 geboren worden sind, in den Vorruhestand gehen dürfen, die anderen nicht. Wer jünger ist, soll bis 2018 in einen neuen Job vermittelt werden. Alleine diese Regelung ist für den Dortmunder Fachanwalt Daniel Kuhlmann gegen das Gesetz. Denn das Geburtsdatum alleine sei kein Kriterium, nach dem so etwas entschieden werden dürfe.

Hinzu kommen noch weitere Regelungen, wie beispielsweise jene, die das so genannte "Mitarbeiterentwicklungscenter" (MEC) betreffen. Da geht es unter anderem um "Zwangsversetzungen" und erhebliche Gehaltseinbußen, so Kuhlmann.

Deshalb hat der Anwalt mehr als 100 Klagen gegen die RAG bereits auf den Weg gebracht. Einen ausführlichen Bericht sowie viele weitere Informationen zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch im Regionalteil Ihrer Tageszeitung aus dem Medienhaus Bauer.

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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