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So sieht es heute auf dem Zechengelände von AV 3/7 aus. Doch gate.ruhr nimmt seinen Lauf.

20.000 Seiten Gutachten zu gate.ruhr

Mammutprojekt Industriepark ist machbar

MARL - Stadt und RAG Montan Immobilien gehen in den Wettbewerb um Fördergelder: Der 90 Hektar große Industriepark gate.ruhr soll ab diesem Jahr erschlossen werden. Die Verkehrsanbindung gehört zu den zentralen Fragen bei der Neubelebung des Geländes AV 3/7 zum Gewerbegebiet.

Anwohner der Carl-Duisberg-Straße werden sich an die Zeit der Kohlelaster erinnert fühlen, wenn das ehrgeizige Vorhaben beginnt, die 126 Fußballfelder große Zechenbrache zum Standort für große Logistikunternehmen und kleinere Betriebe zu machen.

Weil es für eine neue Autobahnanschlussstelle zur A 43 mit Zufahrt über die Hülsbergstraße noch kein Planungsrecht gibt, muss die Carl-Duisberg-Straße für den ersten Abschnitt der Neugestaltung, wie berichtet, ertüchtigt werden, um den Verkehr ab der A 52-Anschlussstelle Marl-Hamm aufzunehmen. In der Machbarkeitsstudie werden für diesen ersten Bauabschnitt rund 3,3 Millionen Euro veranschlagt.

Für die Stadt Marl drängt die Zeit. In der vergangenen Woche hat der Betriebsausschuss Zentraler Betriebshof, Grünflächen und Verkehr der Stadt Marl die Verwaltung gegen die Stimmen der CDU damit beauftragt, die Erschließung des Industrieparks auszuschreiben. Die Entwicklung von AV 3/7 steht im landesweiten Wettbewerb um Fördergelder, die bis Ende 2021 abgerechnet sein müssen. Die Vergabe der ausgeschriebenen Leistungen werde aber in jedem Fall erst nach einer Förderzusage erfolgen, so der städtische Planungsamtsleiter Markus Schaffrath.

20.000 Seiten Gutachten

Fast drei Jahre hat es gedauert, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten, die nun detailliert darlegt, dass gate.ruhr möglich ist. Auf rund 20.000 Seiten haben rund ein Dutzend Gutachter dokumentiert, wie die wirtschaftliche Nutzung des Bergbauareals in Zukunft aussehen soll. Der städtische Planungsausschuss wird sich in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 7. Februar (Beginn 16 Uhr, Ratsstube im Rathaus) mit der Studie beschäftigen.

Die Machbarkeitsstudie soll dazu dienen, Überraschungen und Risiken beim Mammutprojekt gate.ruhr so gering wie möglich zu halten. Für März wird die Gründung der Projektgesellschaft, angekündigt, die gate.ruhr entwickeln soll. Gesellschafter sind Stadt und RAG MI.

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