IGA 2027

Landesregierung unterstützt Gartenschau-Pläne - aber noch ohne konkrete Finanzzusagen

Dortmund - An diesem Donnerstag präsentiert die Verwaltung dem Rat Ideen für die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA). Die Chance auf eine Realisierung ist seit Dienstag gestiegen.

Die Landesregierung hat jetzt ihre grundsätzliche Unterstützung für die IGA zugesagt. "Das Kabinett hat zugestimmt, dass die Durchführung der IGA grundsätzlich im Rahmen bestehender Landes-, Bundes- und EU-Programme sowie Richtlinien und verfügbarer Haushaltsmittel unterstützt und begleitet wird", erklärten Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach.

Konkrete Finanzzusagen gibt es allerdings noch nicht: "Angesichts des hohen Fördermittelbedarfs und aktuell noch ungeklärter Finanzierungsfragen bedarf es aber noch weiterer Gespräche mit dem Regionalverband Ruhr und den beteiligten Kommunen", teilte die Landesregierung mit. Die beiden Ministerinnen haben die Spitzen der beteiligten Städte sowie von Regionalverband Ruhr (RVR) und der Emschergenossenschaft für Freitag zu einem "Austausch" einladen.

Neubelebung des HSP-Geländes

Die Dortmunder Stadtspitze sieht sich dafür mit dem "Emscher Nordwärts"-Rahmenplan gut gerüstet. "Wir haben unsere Schularbeiten gesagt", sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Mittwoch mit Verweis auf den Rahmenplan "Emscher Nordwärts". Im Mittelpunkt steht die Neubelebung des HSP-Geländes an der Rheinischen Straße. Hier soll rund um einen kleinen See ein Quartier mit hochwertigem Wohnen und Gewerbe entstehen - und ein Park, der sich entlang der Emscher bis zur Kokerei Hansa in Huckarde mit dem Deusenberg zieht. Clou ist unter anderem eine Bahnstrecke vom Nahverkehrsmuseum Mooskamp bis zur Rheinischen Straße, über die historische Straßenbahnen fahren sollen.

Die für die Umsetzung nötigen öffentlichen Investitionen werden auf rund 50 Millionen Euro beziffert. Für die gesamte IGA kalkuliert man beim federführenden RVR mit rund 170 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln für Investitionen. "Der grundsätzliche Kabinettsbeschluss gibt der Metropole Ruhr Planungssicherheit", sagte RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. "Auf dieser Grundlage und mit Blick auf die angekündigten weiteren Gespräche mit dem Land können jetzt im RVR und in den Kommunen die nötigen Beschlüsse vorbereitet werden."

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