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20.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen: Fußball: Bundesliga, FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg, 18. Spieltag in der Veltins Arena: Schalkes Daniel Caligiuri (2.v.l.) jubelt über seinen Treffer zum 2:1 mit seinem Teamkollegen Alessandro Schöpf (2.v.r.). Foto: Bernd Thissen/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

2:1-Sieg gegen Wolfsburg

Schalke feiert gelungenen Rückrundenstart

GELSENKIRCHEN - Der FC Schalke 04 hat die Sorge vor einem drohenden Abstiegskampf vorerst gebannt, kommt aber weiter nicht zur Ruhe. Begleitet von Schlagzeilen über die unsichere Zukunft von Manager Christian Heidel und Diskussionen über die überraschende Torwart-Rochade von Ralf Fährmann zu Alexander Nübel gelang dem Revierclub mit dem 2:1 (1:1) über den VfL Wolfsburg der zweite Sieg in Serie.

Als Schiedsrichter Manuel Gräfe nach 95 Minuten endlich abgepfiffen hatte, schnappte sich Daniel Caligiuri den Ball und schoss ihn vollgepumpt mit Erleichterung in die Nordkurve. Nur ein Beleg dafür, wie wichtig der Schalker 2:1 (1:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg war.

Für den Paukenschlag des Abends hatte Schalkes Trainer Domenico Tedesco schon vor dem Spiel gesorgt: Als Torhüter nominierte er Alexander Nübel – Kapitän Ralf Fährmann blieb nur der Platz auf der Ersatzbank. Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte Tedesco einen Torwartwechsel noch ausgeschlossen. Nun hat es den Kapitän doch „erwischt“ – in seiner Rotations-Lotterie hat Tedesco damit den letzten Joker gezogen.

Schwache erste Halbzeit

Dass die Entscheidung pro Nübel zumindest nicht falsch war, bewies der Torhüter gleich in der fünften Minute: Einen Kopfball von Admir Mehmedi parierte Nübel hervorragend, nur drei Minuten später brachte Daniel Caligiuri Schalke per Elfmeter nach Foul von William an Alessandro Schöpf in Führung.

Der erste Spielfilm der Rückrunde lief aus Schalker Sicht also genau in die richtige Richtung. Aber die Königsblauen taten danach viel zu wenig, um dieses Vergnügen zu konservieren. So wurde die Freude über die S04-Führung zum Kurzfilm.

Nach Umstellung besser

Schon in der 20. Minute glich Elvis Rexhbecaj zum 1:1 aus und profitierte dabei davon, dass es innerhalb von ein paar Sekunden für die gesamte Schalker Defensiv-Abteilung wieder einmal viel zu schnell ging. Der Ausgleich war folgerichtig, weil der VfL sogar als Auswärtsmannschaft mehr fürs Spiel tat und besonders auf den Flügeln fast schon unverschämt viele Freiräume genoss.

Maximillian Arnold hätte die Gäste dann sogar in Führung bringen müssen, scheiterte aber an Nübel (27.) – Schalke war nun wieder in Hinrunden-Form.

Bis zum Seitenwechsel war es dann sehr schwere Fußball-Kost, die offenbar auch Tedesco sauer aufgestoßen war. Also stellte er von Vierer- auf Dreierkette um, und tatsächlich spielte Schalke plötzlich Fußball.

Drei gute Chancen (Kopfball Uth, Kopfball Rudy, Schuss von McKennie) zwischen der 50. und 51. Minute ließen die Fan-Herzen endlich höher schlagen und auf die Wende hoffen – die kam dann tatsächlich durch einen überraschenden Vorstoß von Weston McKennie. Der marschierte durchs Mittelfeld, passte dann zu Caligiuri, und der Ex-Wolfsburger schloss diese schöne Aktion mit seinem zweiten Tor zum 2:1 für Schalke ab (78.) – diese Führung brachten kampfstarke Schalker dann tatsächlich über die Runden, die kurz vor Schluss eingewechselten Haji Wright und Ahmed Kutucu hätten sogar noch das 3:1 erzielen können.

Der Sieg war so etwas wie eine Premiere: Erstmals hat Schalke in dieser Saison damit ein Spiel gegen eine Mannschaft aus den „Top 10“ der Bundesliga gewonnen.

Entscheidend dafür war für Tedesco die zweite Spielhälfte: „In der ersten hat das nullkommanull funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten den Gegner bewegen. Doch er hat uns bewegt. Durch die Umstellung sind wir besser ins Spiel gekommen. Aber wir hätten noch mehr Tore machen müssen.“ Wie gut, dass in diser Hinsicht auf „Doppelpacker“ Caligiuri Verlass war...

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