DSW 21 will Druck auf Schwarzfahrer erhöhen

Ticketkontrollen sollen bald angekündigt werden

Dortmund - Dortmunds Nahverkehrsunternehmen DSW 21 erhöht die Zahl der Schwerpunktkontrollen gegen Schwarzfahrer und will die Einsätze der Kontrolleure in Zukunft öffentlich ankündigen.

DSW 21 will die Ticketkontrollen in Bussen und Bahnen in Zukunft auch öffentlich ankündigen und so den Druck gegen Schwarzfahrer erhöhen. Die Kontrollen könnten auf den Anzeigetafeln an den Haltestellen angekündigt werden. Eine Kommunikations-Idee, die DSW 21 von der Polizei übernommen hat. Die Polizei kündigt ihre Blitzer tagesaktuell an, informiert aber nicht über alle Standorte.

Mehr Schwerpunktkontrollen gegen Schwarzfahrer

Zusätzlich will das Unternehmen die Zahl der Schwerpunktkontrollen an Wochenenden und bei besonderen Anlässen wie Großveranstaltungen erhöhen. "Wir wollen offensiver mit dem Thema umgehen. Wir passen unsere Prüfstrategie an", sagte DSW-21-Sprecherin Britta Heydenbluth.

Den Bau von Zugangs-Barrieren mit Drehkreuzen, die erst nach automatisierter Ausweiskontrolle den Zugang in den Untergrund freigeben, schließt Britta Heydenbluth als Maßnahme gegen Schwarzfahrer aus. Die Zugänge seien Fluchtwege und müssten frei bleiben. Im Dortmunder Stadtbahn-Netz gibt es 26 unterirdische Stationen und 98 oberirdische Stationen. Dazu kommen 1900 Bushaltestellen - sie auszurüsten sei zu teuer.

Um das Schwarzfahren in Bussen zu erschweren, hat DSW 21 seit Anfang 2018 fast 180 Busse mit Kontrollgeräten ausgerüstet. Deren Einsatz werde noch optimiert, damit die Fahrer die Ausweise schneller kontrollieren können.

Kontrolleure wünschen sich mehr Respekt

Nach Jahresgesprächen mit allen Kontrolleuren berichtete die neue Leiterin des DSW 21-Bereichs "Service und Einnahmesicherung", Stephanie Abendroth, von Frust unter den Kontrolleuren. "Alle meine Mitarbeiter berichten durchgängig von zunehmender Respektlosigkeit, so wie es auch die Polizei erlebt. Die Kollegen werden immer öfter grundlos angebrüllt und beschimpft. Ihre Einschätzung geht dahin, dass die Hemmschwelle zu verbalen oder sogar körperlichen Übergriffen immer weiter sinkt."

Die Mitarbeiter seien bereits "hart im Nehmen", wünschten sich aber einfach "mehr Respekt für unsere Arbeit".

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