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Die Grafik zeigt, wie der Tunnel im Kreuz Herne geplant ist.

A 43-Ausbau

Tunnelbau im Kreuz Herne startet im April

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RUHRGEBIET - Nene Großbaustelle: Im Kreuz Herne wird im Zuge des A43-Ausbaus ein Tunnel als Verbindung zur A 42 in Richtung Oberhausen geschaffen. Das Projekt trifft auch die Pendler auf der A 42. Die Bauzeit beträgt mindestens drei Jahre.

Der Bau-Auftrag wurde jetzt an die österreichische Firma BeMo-Tunneling mit Standort in Dortmund vergeben. Begonnen wird mit dem Projekt im April. Die Bauzeit soll nach Auskunft von Anton Kurenbach, Sprecher von Straßen.NRW, mindestens drei Jahre betragen. Für die staugeplagten Pendler auf der A42 und A43 beginnt also eine neue „Leidenszeit“. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wer wird künftig durch den Tunnel fahren?

Für Autofahrer, die von der A 43 aus Richtung Wuppertal oder Bochum kommend auf die A 42 in Richtung Oberhausen fahren wollen, geht es künftig durch den Tunnel Baukau. Die Röhre wird insgesamt 550 Meter lang, dazu kommen 185 Meter für den sogenannten Trog, also der tunnelartigen Einfahrt, die aber kein Dach besitzt. Der Tunnel erhält zwei Fahrstreifen sowie Gehwege auf beiden Seiten, damit sich die Autofahrer im Notfall in Sicherheit bringen können.

Was soll der neue Tunnel kosten?

„Wir erwarten Kosten in Höhe von 67,2 Millionen Euro“, verrät Kurenbach. „Darin ist die komplette Sicherheitstechnik enthalten – etwa auch die Tunnelsperranlage, die Beleuchtung und die Belüftung.“ Apropos Sicherheit: Der Tunnel bekommt sogar einen zusätzlichen Fluchtstollen, der auf der Baukauer Straße endet.

Warum ist der Tunnel überhaupt nötig?

Eine zweispurige Rampe mit Überflieger hätte zur Folge gehabt, dass die nahe Bahnstrecke (Recklinghausen-Herne) in diesem Bereich hätte erhöht werden müssen. Da ist der geplante Tunnel die günstigere Alternative.

Was macht das Projekt so besonders?

„Der Tunnel wird in offener Bauweise gebaut, nicht unterirdisch“, erklärt Kurenbach. „Am Ende wird dann der Deckel draufgesetzt.“ Dort, wo die Bahngleise kreuzen, ist dies allerdings nicht nötig. Hier werden mit Beton gefüllte Stahlrohre unter die Gleise geschoben, die eine stabile Decke bilden. So kann der Tunnel selbst dann gebaut werden, wenn darüber die Züge rollen. „Das wird eine echte Herausforderung für die Ingenieure“, meint Kurenbach.

Und was kommt auf die Autofahrer zu?

Die Staumeldungen – vor allem in den Zeiten des Berufsverkehrs – dürften sich noch erhöhen, schätzt Bauleiter Olaf Wüllner auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ab diesen Sommer werden zunächst die Fahrstreifen auf der A 42 zwischen Herne-Baukau und Herne-Crange verengt und der Verkehr auf 60 km/h gedrosselt“, kündigt Wüllner an. Im Sommer 2020 steht dann die Fahrbahnverengung auf der A 43 an. „Die bestehende Baustelle im Bereich Recklinghausen wächst also weiter in Richtung Süden.“ Das Bauende ist für Sommer 2022 geplant – wenn alles gut geht. Erst danach können die A 43-Pendler im Bereich Herne/Recklinghausen wieder aufatmen.

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