Auf der A44 wurde ein Oer-Erkenschwicker mit zu hohem Tempo erwischt.
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Auf der A44 wurde ein Oer-Erkenschwicker mit zu hohem Tempo erwischt.

Zivilbeamte stoppen den Fahrer

Tempo 80 auf der A44: 32-Jähriger aus Oer-Erkenschwick fährt mehr als doppelt so schnell

  • Tobias Ertmer
    vonTobias Ertmer
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Hat ein 32-Jähriger aus Oer-Erkenschwick die Autobahn 44 bei Witten mit einer Rennstrecke verwechselt? Diese Frage kann man sich stellen, wenn man die Messergebnisse der Polizei kennt.

  • Auf der A44 in Richtung Bochum ist in Höhe der Anschlussstelle Witten nur Tempo 80 erlaubt.
  • Ein 32-Jähriger aus Oer-Erkenschwick fuhr mehr als doppelt so schnell.
  • Erwischt wurde er von Zivilpolizisten in einem speziellen Fahrzeug, das die Geschwindigkeit des vorausfahrenden Autos misst.

Die Autobahn in Deutschland lädt als Schnellstraße mit Richtgeschwindigkeit zum schnellen Fahren ein. Die Polizei Dortmund beschreibt die Eigenschaften dieser Fernverkehrsstraße so: „Die empfohlene Richtgeschwindigkeit beträgt in Deutschland 130 km/h, sollten Verkehrsschilder eine geringere Geschwindigkeit nicht bindend vorgeben.“ Davon sei eine Rennstrecke klar abzugrenzen, betont die Polizei weiter: „Eine Rennstrecke ist eine abgegrenzte Strecke, auf der Geschwindigkeitswettbewerbe ausgetragen werden. Die Höchstgeschwindigkeit ist in der Regel nicht limitiert. Hauptsächlich für professionelle Fahrer.“ Ob man diese beiden Strecken verwechseln kann?

A44: Spezielles Fahrzeug der Polizei misst Geschwindigkeit

„Nein, definitiv nicht“, lautet die Antwort der Beamten. Und die Polizei fügt hinzu: „Zumindest dann nicht, wenn man charakterlich geeignet ist ein Kraftfahrzeug zu führen.“ Diese Frage habe sich am Mittwoch (19.8.) aber bei einem 32-Jährigen aus Oer-Erkenschwick gestellt. Zivile Beamte konnten mit einem sogenannten ProViDa-Fahrzeug sage und schreibe 206 km/h bei dem „vorausfahrenden Raser“ messen. An der A44 in Fahrtrichtung Bochum, Anschlussstelle Witten, sind aktuell 80 km/h durch Verkehrszeichen vorgegeben. Das ist mehr als doppelt so schnell - um genau zu sein, war der 32-Jährige 126 km/h zu schnell unterwegs. Dass es noch schneller geht, zeigt dieser Fall: Eine Frau raste mit ihrem Mercedes deutlich zu schnell über die Autobahn - und musste am Ende mehr als 1000 Euro zahlen.

Fahrer aus Oer-Erkenschwick erhält Fahrverbot

Vorgesehen für den Verstoß sind laut Polizei ein dreimonatiges Fahrverbot, zwei Punkte im hohen Norden von Deutschland und 1200 Euro Bußgeld. Zudem fertigten die Beamten einen Bericht an die zuständige Stelle, um tatsächlich „die charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu prüfen“. Das Vergleichsportal Verivox hat übrigens ausgewertet, die Fahrer welcher Automodelle die meisten Punkte in der Verkehrssünderkartei kassieren.

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