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Mit ihrem Vater macht die Dortmunderin Anastasia Kenwright bei der TV-Show "The biggest loser" mit.

Abnehm-Show

Dortmunderin macht bei "The Biggest Loser" mit

NEUASSELN - Als ihre Mama vor sechs Jahren starb, hörte Anastasia Kenwright auf, auf ihre Figur zu achten. Die Neuasselnerin aß. Viel. Viel zu viel. Auf Sport hatte sie keine Lust mehr. Sie fiel in ein Loch, wog zuletzt 118 Kilo. Dann machte ihr Freund ihr einen Heiratsantrag - und sie bewarb sich für die Abnehm-Show „The Biggest Loser“.

„Ich bin immer schlank gewesen“, sagt Anastasia Kenwright (22). 60, 65 Kilo, mehr habe sie nie gewogen, bei einer Größe von 1,70 Meter. Bei Westfalia Wickede spielte sie viele Jahre Fußball. Es hat ihr so viel Spaß gemacht. Aber dann, 2010, sie war 15 Jahre alt, wurde ihre Mama krank. Krebs.

„Meine Mama hat immer sehr auf meine Ernährung geachtet, sie hat auf alles geachtet“, sagt Anastasia Kenwright. Nun war die Mutter ständig im Krankenhaus und sie auf sich allein gestellt. Sie kaufte Fast-Food, kochte wenig selbst. Nur ein Jahr später, 2011, starb ihre Mutter. Anastasia Kenwright fiel in ein tiefes Loch. „Wir waren“, sagt sie, „eine Bilderbuch-Familie.“

"Die Ursache bin ich selbst"

Sie wisse, sagt Anastasia Kenwright, dass der Tod ihrer Mama keine Schuld an ihrem Übergewicht habe. „Die Ursache bin ich selbst“, sagt sie. Aber über viele Jahre war ihr einfach alles egal. Sie brach das Abitur an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule ab, brach eine Ausbildung ab. Und sie aß. Immer weiter. Immer mehr. Es war ihr Freund Michael, ihr heutiger Verlobter, der ihr aus dem Loch half. „Er hat mich immer unterstützt“, sagt Anastasia Kenwright. „Und er liebt mich, wie ich bin.“

2014 beginnt sie ihr Fachabitur am Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg, 2015 macht ihr Freund ihr einen Heiratsantrag. Sie arbeitet in einer Anwaltskanzlei und will Ende des Jahres ein Jura-Studium beginnen. Ihr Leben ging wieder steil bergauf – nur die Figur, die ist geblieben.

Eine spontane Entscheidung

Als sie im vergangenen Jahr The Biggest Loser schaute, entschloss sich Anastasia Kenwright dann spontan, sich zu bewerben. Ein paar Monate später kam der Anruf, dass sie dabei ist. Weil die Teilnahme nur paarweise erlaubt ist, fragte sie ihren Vater Kevin Kenwright, ob er mit ihr an der Show teilnimmt. Der gebürtige Brite lebt mittlerweile in Datteln. Auch er hat sich über die Jahre gehen lassen, wog vor der Show 146 Kilo.

In der ersten Sendung am Sonntag müssen Vater und Tochter direkt einen „Walk of Pain“ (Weg des Schmerzes) überwinden. Es ist ein Hindernis-Parcours durch das andalusische Hinterland.

100-Kilo-Marke

Die 100-Kilo-Marke möchte Anastasia Kenwright unbedingt knacken. 70 Kilo wären ihr Idealgewicht. Sie will sich aber vor allem wieder in ihrer Haut wohlfühlen. Als Motivation hat sie sich ein Hochzeitskleid gekauft – in Größe 42. Noch steht sie bei Größe 48. Die Hochzeit ist ihre große Motivation. Druck aber will sie sich nicht machen. „Wir heiraten, wenn ich mich wohl genug fühle.“ Sie wolle in den Spiegel gucken und sich gefallen. „Und meiner Mama, die bestimmt von oben zuschaut“.

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