Abriss des Karstadt-Technikhauses geht voran

Altes Karstadt-Haus macht in der City Platz für Neues

DORTMUND - Während die Abriss-Bagger am alten Karstadt-Technikhaus an der Kampstraße zuschlagen, führt der Investor Verhandlungen mit möglichen Betreibern für die Gastronomie in dem geplanten Neubau. Neben Läden, einem Hotel und Studenten-Appartements soll dort auch ein neuer Hotspot für Dortmund entstehen.

Mit stählernen Zähnen gräbt sich der Abrissbagger in die Eingeweide des früheren Technikhauses von Karstadt. Viele Passanten stoppen deshalb an der Kampstraße/Ecke Brückstraße, um das Schauspiel zu beobachten.

Schandfleck in der City verschwindet

Allzu lange galt das leer stehende Gebäude am Platz von Leeds als Schandfleck und Bremse für die Weiterentwicklung des Viertels. Jetzt macht das aus den 60er-Jahren stammende Gebäude Platz für Neues. Bis 2020 soll ein siebengeschossiger Neubau mit bis zu 430 Studenten-Appartements, Laden- und Gastronomieflächen entstehen.

Aus Rücksicht auf den Dortmunder Weihnachtsmarkt waren laut Auskunft des Investors Base Camp Group die Arbeiten erst später gestartet. Nun geht es nach dem kompletten Entkernen der Fassade an den Kragen; ganze Teile sind bereist verschwunden. "Wir sind im Zeitplan", sagt Dr. Andreas Junius, Geschäftsführer von Base Camp.

Bis zum Sommer soll der Komplex dem Erdboden gleich gemacht sein. Mit den Nachbarn gebe es wegen der unvermeidlichen Belästigung keinen Ärger, alle seien froh, dass endlich etwas passiere. Und die gröbsten Arbeiten würden von der Kampstraße aus verrichtet, die Abstand schafft zum gegenüberliegenden Haus von Peek & Cloppenburg.

Komplett möblierte Appartements für Studenten

Base Camp richtet in dem Neubau komplett ausgestattete gehobene Studenten-Appartements ein. Die meisten sind mit einer sogenannten Kitchenette, einer kompakten kleinen Küchenecke, ausgestattet. Etwa ein Viertel der Studentenwohnungen werden als Cluster-Appartements eingerichtet, bei denen sich jeweils acht bis zwölf eine große Gemeinschafts-Wohnküche teilen.

"Das ist vor allem bei Erstsemestern sehr beliebt", so Junius. In ein bis zwei Etagen soll ein Hotel entstehen, ganz oben ein Restaurant mit Dachterrasse, "ein neuer Hotspot für die Innenstadt", sagt Andreas Junius.

Ins Erdgeschoss ziehen Ladenlokale und ein Café Richtung Platz von Leeds ein. Wer die Gastronomie betreiben wird, ist noch offen. Andreas Junius: "Wir führen derzeit Verhandlungen. Die Betreiber stehen Schlange."

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