Aktion der Bundespolizei

Strenge Kontrollen bei Waffenverbot im Hauptbahnhof

Dortmund - Mit verstärkten Kontrollen überwacht die Bundespolizei am Wochenende das für den Dortmunder Hauptbahnhof verhängte Waffenverbot. Am Samstagvormittag wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen.

In den Nächten zu Samstag und zum Sonntag ist es ab 18 Uhr am Abend verboten, Waffen im Bereich des Hauptbahnhofs mitzuführen. Das gilt für Schusswaffen genauso wie für Messer jeder Art. Die Bundespolizei reagiert damit auf die Zunahme von Gewaltdelikten, bei denen Waffen eine Rolle spielen. Deren Zahl sei 2017 um 18 Prozent gestiegen.

Besonders im Auge hat die Bundespolizei junge Menschen, die oft alkoholisiert Konflikte im Bahnhofsbereich austragen.

In der ersten Nacht mit Waffenverbot wurden 206 Personen im Bereich des Hauptbahnhofs kontrolliert. Es gab 13 Ingewahrsamnahmen und 76 Platzverweise. Zehn Drogendelikte wurden festgestellt, eine Person wegen unerlaubten Aufenthalts aufgegriffen und ein Haftbefehl vollstreckt. In einem Fall wurde Widerstand gegen Bundespolizisten geleistet.

Drei Messer wurden sichergestellt

Es wurden drei Messer sichergestellt - dies allerdings bei "normalen" Reisenden, die nichts von dem Waffenverbot wussten. Deshalb wurde auf das angedrohte Zwangsgeld von bis zu 100 Euro verzichtet.

Auch für die Nacht zum Sonntag (1. Juli) gilt wieder das Waffenverbot im Bereich des Hauptbahnhofs. Es beginnt am Samstagabend um 18 Uhr und endet am Sonntagmorgen um 7 Uhr.

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