Albtraum-Anklage

Masken-Mann soll eigene Ehefrau gefesselt und vergewaltigt haben

DORTMUND - Mit einem schweigenden Angeklagten hat am Freitag am Landgericht der Prozess gegen einen mutmaßlichen Masken-Vergewaltiger aus Lütgendortmund begonnen. Die Anklage ist ein echter Albtraum.

Der Täter trug eine Maske, das gefesselte Opfer hatte panische Angst: Wenn sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft im Prozess vor der 35. Strafkammer bewahrheiten, dann haben sich am 10. Februar in einer Mietwohnung am Feldgarten in Lütgendortmund brutale und unheimliche Szenen abgespielt.

Nachdem sich seine Ehefrau von ihm abgewendet hatte und trennen wollte, soll der 32-jährige Angeklagte einen bizarren Racheplan geschmiedet und umgesetzt haben. Laut Anklage versteckte sich der Mann in einer Ecke der gemeinsamen Wohnung, setzte sich eine Maske auf und sprang seine vollkommen erschrockene Ehefrau an, als diese die Wohnung betrat. Anschließend soll er die Wohnungstür abgeschlossen, die Hände der Frau auf den Rücken gebogen, mit Handschellen gefesselt und sie dann im Schlafzimmer vergewaltigt haben.

Vergewaltiger bedrohte Frau mit Messer und abgebrochenem Flaschenhals

Nachdem es der Frau später gelungen sein soll, eine Sprachnachricht an eine Freundin abzusetzen und die Polizei auf dem Weg war, soll die Situation in der Wohnung noch einmal eskaliert sein. Der Lütgendortmunder soll die Frau erst mit einem Messer (20 Zentimeter Klingenlänge) und dann mit einem abgebrochenen Flaschenhals bedroht haben. Dabei soll er angekündigt haben, ihr am liebsten das Gesicht durch Schnitte entstellen zu wollen.

Der mutmaßliche Masken-Mann sitzt inzwischen seit sechs Monaten in U-Haft. Zum Prozessauftakt wollte der 32-Jährige noch nichts zu den Vorwürfen sagen.

Die Anklage lautet auf besonders schwere Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Bedrohung. Die Richter haben bislang noch sieben weitere Verhandlungstermine bis zum 9. Oktober anberaumt.

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