Amtsgericht

Richter stellt Verfahren um gestohlene Smart-Watch wegen Geringfügigkeit ein

Angeklagt vor dem Amtsgericht war ein 34-Jähriger wegen Diebstahls einer Smart-Watch. Er wollte mit dem Geld seine Drogensucht finanzieren - und ist Wiederholungstäter.

Gerichtssäle kennt der 34-Jährige zu Genüge. Er hat schon etliche Verfahren als Angeklagter durchgestanden, entsprechend viele Urteile erhalten. Im Vergleich dazu war sein Auftritt im Amtsgericht diesmal sehr kurz - und ging ohne eine Verurteilung aus.

Angeklagt war der Mann, wieder einmal, wegen Diebstahls. Er hatte im Mediamarkt eine Smart-Watch mitgehen lassen. Der Wert: 187 Euro. Doch er wollte die Uhr nicht für sich, wollte sie vielmehr wieder verkaufen. Es handelte sich um einen Fall von Beschaffungskriminalität.

Denn der 34-Jährige ist abhängig von Drogen, braucht stets viel mehr Geld als ihm, ohne Job, ohne erlernten Beruf, zur Verfügung steht. Ein Urteil vom Dortmunder Amtsgericht ist erst wenige Tage alt. Zwei Jahre Haft ohne Bewährung lautet es, zugrunde lagen gleich mehrere Diebstähle, wie stets begangen zur Beschaffung neuer Drogen.

Vollzug der Haftstrafen aufgeschoben

Doch dieses Urteil wird derzeit nicht vollzogen, weil sich der Angeklagte im Heimathof Ruhr einer stationären Therapie unterzieht. Eine Maßnahme, die aufschiebenden Charakter hat. Angesichts dieser Situation würde eine Verurteilung im angeklagten Diebstahl der Smart-Watch, so Richter und Staatsanwaltschaft, keine Auswirkung haben.

Zumal, wie der Bewährungshelfer sagte, auch noch zwei weitere Bewährungsstrafen offen sind. Deshalb wurde das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt.

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