Anette Göke macht individuelle Familienringe

Dortmunderin will Menschen auf den Ring bringen

Dortmund - Künstlerin Anette Göke hat eine ganz besondere Schmuck-Kollektion entworfen: Gemeinsam mit Goldschmied Reinhold Willeke kreiert sie Armreifen, Ringe und Ketten, die Familiengeschichten zeigen.

In den Kunstreihen "Menschen" und "Liebe und Dornen" thematisiert sie Träume, Visionen und Beziehungen von Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Doch die Motive von Künstlerin Anette Göke (47) bleiben nicht nur Bilder, sie werden zu Schmuck. Jüngst ist ihre neue Kollektion "Kunst verbindet die Welt" erschienen, die sich ebenfalls um das Motiv Mensch dreht und Themen wie Integration und Kultur aufgreift. Ein Motiv zeigt beispielsweise menschliche Figuren auf einer Weltkarte.

Ein Goldschmied macht die Kunst zum Schmuck

Göke arbeitet seit 16 Jahren hauptberuflich als Künstlerin. Doch ihr Berufswunsch war eigentlich ein anderer: Goldschmiedin. Ihr Vater war gegen die Ausbildung und so verfolgte sie zeitweise einen anderen Berufsweg. Letztendlich überzeugte ihr Opa sie, der Kunst nachzugehen und nicht aufzugeben. "Hör nicht auf deinen Vater, mach Kunst" hatte er ihr immer gesagt, so Göke.

Mit der Hilfe des Goldschmieds Reinhold Willeke (63) entstehen aus ihren Menschenbildern Anhänger, Armbänder, Ketten und vieles Mehr. Ihre Zusammenarbeit beruht auf Vertrauen und der erfolgreichen Kombination von Handwerk und Design.

Eine Besonderheit in ihrem Repertoire ist die individuelle Anfertigung von Familienringen. Auf diesen persönlichen Unikaten ist es möglich, Familienmitglieder und Freunde nach Wunsch anzuordnen und darzustellen. Vom Hund bis zur Oma habe jedes Familienmitglied seinen Platz auf dem Ring, so Göke.

Das Erstellen einer detaillierten Skizze des Motivs dauert bis zu zwei Wochen. Bis die erste Grundkonzeption aus Edelmetall angefertigt ist, weitere drei.

Individuelle Handarbeit statt Massenproduktion

Göke legt Wert auf die persönliche Beratung ihrer Kunden und die Individualität ihrer Produkte. Besondere Unikate mit denen man sich von der Masse abheben kann sind das Resultat. Die Schmuckstücke werden nicht massenhaft produziert, sondern einzeln, von Hand gefertigt. Viele Schnäppchenjäger nehmen das Angebot von qualitativ besserer Ware nicht war, ist sich die 47-Jährige sicher.

Gökes Wunsch nach mehr Wertschätzung ist groß. Auf das Handwerkliche greife man zwar gerne zur Reparatur zurück, es sei jedoch kaum die erste Wahl beim Kauf von Schmuck, so Willeke.

Obwohl es schwer ist in der Kunstszene Fuß zu fassen, kann sich Göke nicht vorstellen einen anderen Beruf auszuüben. Sie hat viele Ideen im Kopf, die sie noch nicht umgesetzt hat. Die 47-Jährige freut sich in der Zukunft - gemeinsam mit Willeke - noch viel mehr auszuprobieren.

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