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Ein Personenzug fährt auf einen Behälter mit einem Giftstoff – das war das angenommene Szenario am Bahnhof in Castrop-Rauxel.

Angenommener Gift-Unfall

Waltroper Wehr bei Groß-Übung in Castrop dabei

Waltrop - An der Groß-Übung verschiedener Feuerwehren des Kreises Recklinghausen am Samstag in Castrop-Rauxel haben sich auch die Waltroper Feuerwehrleute beteiligt. Sie stellten bei dem angenommenen Szenario eines Chemie-Unfalls die Dekontaminations-Komponente bereit.

Die Feuerwehren im Kreis teilen sich bestimmte „Spezialaufgaben“ auf; nicht jede Wehr hat für alle erdenklichen Fälle Material und Gerätschaften, sondern die Städte ergänzen sich in dieser Hinsicht. Waltrop und Oer-Erkenschwick stellen gemeinsam die Dekontaminations-Einheit, sorgen also dafür, das gefährliche Verunreinigungen entfernt werden.

Kollision mit Gefahrgut-Wagen

Im Falle dieser Übung ging es am Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof darum, dass ein Personenzug wegen einer falsch gestellten Weiche auf ein Gleis geraten war, auf dem ein Wagen mit dem giftigen Stoff Tetra-Chlor-Ethan stand, mit dem er dann zusammenprallte.

Mobile Waschstraße

Für die „Dekon-Einheit“ ging es dann darum, eine mobile „Waschstraße“ aufzubauen, in der die mit Giftstoffen in Berührung gekommenen Einsatzkräfte wieder gesäubert wurden. Innerhalb von 30 Minuten habe die Waschstraße gestanden, sagt Waltrops Feuerwehrsprecher Jochen Möcklinghoff. Das sei eine gute Zeit, aber: „Ein Rest-Risiko bleibt.“ Denn diejenigen, die jetzt die Dekontamination geübt haben, müssen im Ernstfall dann ja auch verfügbar sein.

25 Waltroper

Insgesamt 25 Waltroper Feuerwehrleute nahmen an der Übung teil. Darunter waren drei Beobachter, die schauten, ob alles so lief, wie es laufen soll. Die Übung begann morgens um 8.30 Uhr mit dem Treffen an der Waltroper Wache, gegen 14.30 Uhr seien alle wieder zurück gewesen, so Möcklinghoff.

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