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Mit 76 Messerstichen soll ein Mann in Dortmund seine Frau getötet haben.

Totschlag

Anklage: Mann soll Frau erstochen und in Koffer verstaut haben

Gegen einen Mann der seine Frau brutal erstochen und die Tote dann in einen Reisekoffer gezwängt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage erhoben.

Dortmund - Dem 24-Jährigen werde Totschlag vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Felix Giesenregen am Donnerstag. "Bild" hatte zuvor berichtet.

Dem Staatsanwalt zufolge soll der junge Mann aus Afghanistan seine 21-jährige Ehefrau Ende Juli zunächst mit einem Schnürsenkel stranguliert haben. Tödlich seien jedoch 76 Messerstiche gewesen. Anschließend soll er die Frau in einen Koffer gequetscht und sie auf einem mehrere hundert Meter entfernten Garagenhof abgestellt haben.

Ob der Mann vor Gericht aussagt, ist noch offen

Der Beschuldigte war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen und lebte zuletzt in Zwickau. Seine Frau, ebenfalls Afghanin, war gerade aus Griechenland zu Besuch bei einer Bekannten in Dortmund und hütete deren Kinder. Als diese im Bett waren, soll sich die Tat ereignet haben.

"Eigentlich wollten sich beide hier ein gemeinsames Leben aufbauen", sagte Giesenregen. Was zu der brutalen Tat geführt habe, sei unklar: "Ein Motiv konnten wir nicht ermitteln". Der Angeklagte schweige derzeit zu den Vorwürfen.

Gegenüber seinem Anwalt bestritt der Mann allerdings: "Er hat mir gesagt, er habe mit dem Tod seiner Ehefrau nichts zu tun", sagte Verteidiger Christian Isselhorst. Ob sein Mandant vor Gericht aussagen werde, sei noch offen.

dpa

In Gelsenkirchen kam es am Wochenende zu einer heftigen Schlägerei. 

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