Anstelle Hotel-Erweiterung

Investor plant Seniorenresidenz hinter dem Wittekindshof

Seit 20 Jahren liegt das frühere Tennisclub-Gelände hinter dem Hotel Wittekindshof an der B1 brach. Die Hotel-Erweiterung ist ad acta gelegt. Nun soll dort eine Seniorenresidenz entstehen.

Das Gelände ist nicht riesig, mit seinen 1,2 Hektar entspricht es ungefähr der Größe von eineinhalb Fußballfeldern. Es war die Heimat des damaligen Tennisvereins Dortmund DTK 1898, der die Fläche von der Stadt für 99 Jahre in Erbpacht genommen hatte. 1996 ließ die Stadt den Vereinsvorstand wissen, dass sie den Vertrag nicht verlängern werde.

Die Konsequenz: Der Tennisclub gab seinen Standort auf und fusionierte mit dem Tennisverein DTG Rot-Weiss. Inzwischen spielen die beiden Konkurrenten von einst unter dem gemeinsamen Namen DTG Rot-Weiss 1898 e.V. auf dem Gelände an der Huestraße auf der anderen Seite der B1.

Gelände liegt seit 20 Jahren brach

Und das Gelände hinter dem Wittekindshof? Nachdem dort seit 1998 kein Tennisball mehr geschlagen worden ist, verkaufte die Stadt ihre Fläche 2001 an die Firma Diag. Sie ist Eigentümerin des Wittekindhofs und benötigte die Fläche für die damals geplante Erweiterung ihres Hotels. Doch darüber ist inzwischen ebenso Gras und Gehölz gewachsen wie über die ehemalige Tennisanlage.

Man habe von den Erweiterungsplänen fürs Hotel Abstand genommen, hießt es bei Diag. Benötigt werde die Fläche trotzdem: Sie soll jetzt endlich bebaut werden - mit einer Seniorenresidenz.

Diag will 2020 mit dem Bau starten

Eigenen Angaben zufolge will die Firma Diag auf dem Grundstück eine Seniorenanlage für betreutes Wohnen mit 90 Plätzen und bis zu 30 Wohnungen hochziehen. Zum künftigen Betreiber der Anlage wollte sich Diag noch nicht äußern. "Das steht noch nicht fest", heißt es. Die Planungen befänden sich "noch im Anfangsstadium". Man werde eine "schöne Anlage" bauen, die sich in die Umgebung einfüge.

Im Herbst soll ein Architekt mit ersten Entwürfen beauftragt werden. 2019 will Diag alle notwendigen Unterlagen beisammen haben, um die Baugenehmigung zu beantragen. Läuft aus Sicht des Investors alles glatt, soll 2020 mit dem Bau seiner Seniorenresidenz gestartet werden, die dann eineinhalb Jahre später in Betrieb genommen wird.

"Reservegrundstück" für Wittekindshof

Bis dahin muss auch das Planverfahren auf den Weg gebracht sein: Die Stadt muss einen Bebauungsplan aufstellen, der auf dem früheren Tennisgelände eine Wohnnutzung erlaubt. Zur Höhe der Investitionen machte Diag keine Angaben.

Und das Hotel Wittekindshof? Sind die Erweiterungspläne mit dem Bau der Seniorenresidenz endgültig gestorben? Überraschende Antwort von Diag: "Nicht unbedingt." Es gebe noch ein "Reservegrundstück", das zwischen dem Hotel und der künftigen Seniorenresidenz liege und das bei Bedarf für den Ausbau herangezogen werden könne.

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