Anti-Terror-Übungsgelände

Polizei trainiert in früherem Baumarkt gefährliche Einsätze

Bochum (dpa/lnw) - In einem ehemaligen Baumarkt in Bochum übt die Polizei künftig für spezielle Einsätze in der Terrorabwehr oder bei Amoksituationen. Beamte des Wach- und Wechseldienstes würden dort für besonders riskante Lagen geschult, sagte ein Sprecher am Freitag. Sie sollten besser vorbereitet werden für den Ersteinsatz, bis Spezialeinsatzkräfte einträfen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) war bei der Eröffnung des neuen Trainingszentrum am Freitag dabei. Solche Einrichtungen seien kein "nice to have" (etwa: "nette Ergänzung"), sondern zwingend erforderliche Trainingsstätten mit klarer Konzeption und Aufgabenbeschreibung, sagte er. Am Tag zuvor hatte er betont, die Clankriminalität in NRW noch konsequenter verfolgen zu wollen. Es gebe Anzeichen für gewaltbereitete Gruppierungen im Rauschgifthandel. In einer großen Halle des Zentrums simulieren Stellwände mit Bildern von Straßen, Häusern und Geschäften urbanes Gelände. Dort werden künftig alltägliche Einsatzsituationen in realitätsnahen Szenarien nachgestellt. Solche Lagen könnten jederzeit eskalieren und für die Beamten wie auch für Unbeteiligte gefährlich werden, hieß es. Beim Training werde mit Übungsmunition geschossen. Sicherheit und das Selbstbewusstsein der Polizisten im Einsatz sollten damit gestärkt werden. Derzeit hat die Polizei in NRW vier Trainingsstätten für Fortbildungen in besonderen Einsatzlagen. Acht weitere sollen in den nächsten Jahren entstehen, wie das Innenministerium am Freitag mitteilte.

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