Antisemitismus-Debatte

Aufsichtsrat der Ruhrtriennale tagt

Bochum (dpa/lnw) - Schlagzeilen schrieb die Ruhrtriennale in diesem Jahr weniger wegen des künstlerischen Programms. Stattdessen gab es eine Antisemitismus-Diskussion und Kritik wegen des Krisenmanagements. Nun trifft sich der Aufsichtsrat.

Vier Wochen nach der von einer heftigen Antisemitismus-Debatte überschatteten Ruhrtriennale tagt am Montag der Aufsichtsrat des Kulturfestivals. Die Vorsitzende des Gremiums - NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) - hatte eine vorzeitige Sitzung anberaumt.

Das erste Jahr unter der Intendanz von Stefanie Carp gilt künstlerisch als Erfolg. Schlagzeilen machte die Ruhrtriennale mit Sitz in Bochum aber vor allem wegen Carps Umgang mit der israelkritischen Band "Young Fathers". Noch ehe das renommierte Festival Anfang August startete, war es in eine Diskussion über Antisemitismus verstrickt. Die Intendantin lud die schottische Gruppe erst ein-, dann aus- und dann wieder ein. Am Ende kamen die "Young Fathers" nicht.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte seinen Ruhrtriennale-Besuch ab, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung nannte das Krisenmanagement des Festivals "desaströs". Das experimentelle Kulturfest in den imposanten Werks- und Zechengebäuden des Ruhrgebiets ist ein Aushängeschild. Für den Jahresetat von 15 Millionen Euro kommt überwiegend das Land auf. Carp ist noch für zwei Jahre verpflichtet.

Aufsichtsrat Kultur Ruhr

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Demonstranten fordern "Moralische Unterstützung für das türkische Volk"
Demonstranten fordern "Moralische Unterstützung für das türkische Volk"
Metro verkauft Real: Wohin die Reise für den Supermarkt in Herten geht, ist offen
Metro verkauft Real: Wohin die Reise für den Supermarkt in Herten geht, ist offen
Schwerer Autounfall: Feuerwehr muss Fahrer (17) und Beifahrer (15) aus Wrack schneiden
Schwerer Autounfall: Feuerwehr muss Fahrer (17) und Beifahrer (15) aus Wrack schneiden
Die digitale Sonntagszeitung ist da: ePaper ist jetzt verfügbar
Die digitale Sonntagszeitung ist da: ePaper ist jetzt verfügbar
Papa betrunken, Sohn im Auto - und dann kracht es auch noch in Herten
Papa betrunken, Sohn im Auto - und dann kracht es auch noch in Herten

Kommentare