16 Anträge auf Hilfen bewilligt

Maßnahmen gegen Wolf-Angriffe

Kreis Recklinghausen/Schermbeck - Drei Monate nach der Ausweisung des ersten NRW-Wolfsgebietes rund um Schermbeck bis in den Kreis Recklinghausen sind 16 Anträge auf finanzielle Hilfen für Präventionsmaßnahmen bewilligt worden.

Mit den ausgezahlten Geldern können Schafzüchter etwa Zäune kaufen, um ihre Herden vor Angriffen eines Wolfes zu schützen. Nach Angaben einer Sprecherin der zuständigen Bezirksregierung Münster liegt die Summe der bewilligten Mittel bei 23.334 Euro. Insgesamt seien 45 Anträge gestellt worden. Bislang wurden die Finanzhilfen ausschließlich für Zäune beantragt und nicht für Schutzhunde, sagte die Sprecherin.

Anfang Oktober hatte das Land Nordrhein-Westfalen ein Gebiet rund um Schermbeck als Wolfsland ausgewiesen. Das Gebiet umfasst rund 960 Quadratkilometer in den Kreisen Kleve, Wesel, Borken und Recklinghausen (Dorsten) sowie den Städten Bottrop und Oberhausen. Dort werden Schutzmaßnahmen für Schafe und Ziegen zu bis zu 80 Prozent der Kosten gefördert. Entschädigungen für Tierrisse durch Wölfe werden zu 100 Prozent gezahlt. Laut Bezirksregierung sind nach solchen Rissen bislang zwei Anträge in Münster eingegangen, über die aber noch nicht entschieden wurde.

Nachdem eine Wölfin in der Senne zwischen Bielefeld, Paderborn und Detmold heimisch geworden ist, hat das Land vor Weihnachten 2018 ein zweites Wolfsgebiet ausgewiesen. 2009 gab es den ersten Nachweis eines durchziehenden Wolfes in NRW, nachdem die Art hier 180 Jahre lang als ausgestorben galt. Heute genießt der Wolf laut Bundesnaturschutzgesetz allerhöchsten Schutz und darf nicht gejagt werden.

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