Ausstellung

Cartoonist Ari Plikat zieht mit "Kunst macht Rücken" ins Depot

Dortmund - Unter dem Titel "Kunst macht Rücken" stellt der Cartoonist Ari Plikat im Depot aus. Vom 14. bis zum 23 September wird in der Galerie Dieter Fischer seine Werkaustellung zu sehen sein.

Besucher des Depots werden in den nächsten Wochen in der Dieter Fischer Galerie unzählige kleine, bunte Bilder an den Wänden sehen. Nur wenige Zentimeter messen manche Werke des Künstlers Ari Plikat. Der 60-jährige arbeitet kleinformatig - am liebsten auf Bierdeckeln.

"Ich habe schon über 855 Stück bemalt. Mein Ziel sind 1.000 Stück", sagt er. Seine Abbildungen auf den Bierdeckeln, aber auch den großen Bildern sind komisch, überdreht und häufig grotesk. Beispielsweise Katzen mit großen Nasen, die Grimmassen ziehen.

Auf einem anderem Bild sitzt ein Baby mit einer überdimensionalen Zigarette im Mund. Manches Mal sind die Bilder anstößig oder politisch unkorrekt, andere werden einfach nur als lustig empfunden.

Zeitlos und mit einem Augenzwinkern

"Ich lasse mich von allem inspirieren, was mir im Leben begegnet. Aber auch das, was die anderen Menschen bewegt", sagt er. Dafür schaue er jeden Morgen Nachrichten, was ihn unter anderem auch politsche Themen zeichnen lässt. Allerdings verarbeitet er diese zeitlos und mit einem Augenzwinkern. "Kunst ist für mich etwas Komisches. Über Komik kann man so viel reflektieren und bearbeiten", sagt Plikat.

Die meisten seiner ausgestellten Zeichnungen hat er in den letzten sechs bis sieben Monaten entworfen. Der Künstler, der neuerdings einen zusätzlichen Arbeitsraum im Depot sein eigen nennt, wird ebenfalls eine Cartoonlesung zu seinem neuen Buch "Das ist mein Hip Hop" am 19. September veranstalten. Dort wird er seine Bilder unterhaltsam präsentieren.

Ari Plikat male und zeichne seine Werke dabei meistens mit Füller, Wasserfarben und einem Pocket Brush. Aber das wechsle und er sei nicht wählerisch. Bevor er ein Werk beginnt, sammelt er Ideen in einem Skizzenbuch, das es ebenfalls auf der Werkausstellung zu sehen gibt. Am kritischten achtet Plikat im Schaffensprozess auf Reduzierungen in der Bildwelt: "'Was kann noch weg?' ist die Frage, die ich mir am häufigsten stelle, wenn ich an einer Arbeit arbeite", sagt er.

Beim Zeichnen kann der Künstler abschalten. "Ich unterhalte mich durchaus auch selbst, wenn ich am Schreibtisch sitze und zeichne", sagt Plikat. Die wiederkehrenden Figuren seiner Werke sind der Sensenmann, aber auch Haustiere und Liebesszenen werden von ihm oft abgebildet. "Liebe, Tod, Katzen, Hunde - die Grundthemen des Lebens halt", sagt er lachend.

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