2. Autoklassika

Sowjetische Streifenwagen und Parteikader-Limousinen parkten vor der Reinoldikirche

Die Kampstraße ist am Samstagnachmittag fest in kommunistischer Hand gewesen - zumindest in Sachen Autos. Bei der 2. Autoklassika parkten Dutzende Sowjet-Fahrzeuge vor der Reinoldikirche.

Rund 60 Autos und über 15 Motorräder aus der ehemaligen Sowjetunion standen am Samstagnachmittag dicht an dicht im Schatten der Reinoldikirche. Zum zweiten Mal hatte der Oldtimerclub Autoklassika eine Autoshow in Dortmund organisiert.

Hunderte Schaulustige bestaunten die oft liebevoll restaurierten Oldtimer. Etwa Eugen Geptings Lada, den der Karlsruher nach der Art eines sowjetischen Streifenwagens umgebaut hat. Einige Autos weiter war auch der bullige LKW vom Typ ZIL 130 ein Hingucker. Das Arbeitsfahrzeug war in Sowjetzeiten häufig auf Kolchosen im Einsatz.

"Kalaschnikows auf vier Rädern"

Die Konzentration auf sowjetische Fahrzeuge bei der Autoklassika ist kein Zufall: Die Mitglieder des bundesweit organisierten Vereins stammen größtenteils aus der ehemaligen Sowjetunion. "Viele haben sich die Autos, die sie sich früher nicht leisten konnten, eben jetzt gekauft", sagt Mitorganisator Andreas Saik. So standen auf der Kampstraße auch restaurierte Luxus-Limousinen, wie sie einst von Parteikadern gefahren wurden.

Saik schätzt an den sowjetischen Autos ihre "Einfachheit und Zuverlässigkeit". Elektronik fehle komplett. "Die haben zwei Drähte, Plus und Minus, fertig. Das sind eigentlich Kalaschnikows auf vier Rädern."

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