Axel Witsel

Belgier steht auf der BVB-Liste - Rätselraten um Weigl

CHARLOTTE - Der BVB zeigt Interesse an Axel Witsel. Der Belgier hat ein starke WM gespielt - und will seine Zelte in China abbrechen. Die Personalie wirft Fragen zur Zukunft von Julian Weigl auf.

Vom Radar europäischer Spitzenklubs war der 29-jährige Belgier zuletzt verschwunden. Witsel hat viereinhalb Jahre lang in St. Petersburg gespielt, mit den Russen traf er in der Champions League auch schon mal auf Borussia Dortmund. Seit Januar 2017 verdient er sein Geld in China bei Tianjin Quanjian. Auch das ist nicht unbedingt eine erste Adresse. Zurück in Russland machte der Belgier nun allerdings nachdrücklich auf sich aufmerksam. Witsel spielte eine bärenstarke WM. Seinen Wunsch, nach Europa zurückzukehren, hat er während der Spiele in Russland mehrfach erklärt.

Mehrere Deutungen möglich

Das Dortmunder Interesse an dem Belgier mit dem markanten Wuschelkopf, über das das zunächst die "Funke Mediengruppe" berichtet hatte, wirft Fragen nach der Zukunft von Julian Weigl auf. Weigl bekäme in Witsel einen direkten Konkurrenten vor die Nase gesetzt. Wegen seiner anhaltenden Adduktorenprobleme hat der 22-Jährige den BVB-Trip nach Amerika nicht mitgemacht, sein Klub hatte zum Vorbereitungsstart allerdings die Hoffnung kommuniziert, dass er relativ zeitnah ins Training würde einsteigen können.

Das BVB-Interesse an Axel Witsel lässt daher mehrere Deutungen zu: Entweder ist der Klub von seiner Einschätzung abgerückt, weiter mit Weigl als zentraler Figur im defensiven Mittelfeld zu planen. Oder die Verletzung hat sich als hartnäckiger erwiesen und benötigt deutlich mehr Rehabilitations-Zeit. Eine dritte Variante: Paris St. Germain, deren Trainer Thomas Tuchel seit Wochen als Wunschspieler umgarnen soll, hat den BVB mit einem unmoralischen Angebot ins Grübeln gebracht.

Mehr Präsenz im defensiven Mittelfeld

Den Wunsch, das eigene Mittelfeld mit deutlich mehr körperlicher und mentaler Präsenz zu stärken, würde der BVB mit einer Verpflichtung Witsels untermauern. Nach Thomas Delaney wäre der Belgier der zweite Spieler, dessen Stärke in Balleroberung, gepaart mit strategischer Übersicht, liegen würde.

Knackpunkt in den Verhandlungen könnten allerdings die Gehaltsvorstellungen des 29-jährigen werden. Witsel, dessen Vertrag noch bis zum 31. Dezember 2019 läuft, soll in China knapp 20 Millionen Euro verdienen. Er müsste in Dortmund deutliche Abstriche machen, um in das Gehaltsgefüge zu passen.

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